Kulturförderung für politische Agitation.

Kulturschaffende und Politiker aus Deutschland haben eine gemeinsame „Brüsseler Erklärung“ für die Freiheit der Kunst veröffentlicht. „Das Recht auf freie Meinungsäußerung, die Vielfalt und die Freiheit der Kunst in Europa sind in Gefahr“, heißt es zu Beginn der am Wochenende auf change.org publizierten Petition, die von Erhard Grundl und Claudia Roth initiiert wurde, dem kulturpolitischen Sprecher der Bündnisgrünen und deren Sprecherin für auswärtige Kulturpolitik. (hier)

Unterschrieben haben dann bisher gut 2000 Leute. Eigentlich sehr wünschenswert, nachdem ja die Zensur-Algorithmen Fake-News nicht von unerwünschten Tatsachen und Satire unterscheiden können. Doch schon bei den Unterzeichnern wird man stutzig, wenn sich darunter die Intendantin des Gorki-Theaters und die grünen Baerbock und Habeck befinden. Dann kommt natürlich die übliche Platte mit Ungarn und Polen, diesmal mit Österreich angereichert, dass dort die Freiheit der Kunst bedroht sei.

Überall versuchten rechtsnationale Regierungen, „mit einer Politik der nationalen Abschottung die Kreativszene für ihre Zwecke einzuspannen“, heißt es in der Erklärung. Zunehmend werde nur noch staatlich gefördert, was politisch genehm sei.

Eigentlich könnte mein Artikel hier zu Ende sein und wir könnten uns gleich gemeinsam vor Lachen auf dem Boden wälzen. Aber nicht jeder vergeudet die Zeit damit, sich mit zeitgenössischer Kunst zu befassen, deshalb will einiges erklärt werden.

Berlin hat seinen Kulturetat letztes Jahr um über 50 Millionen Euro erhöht. Natürlich müssen Museen betrieben werden und historische Bauten erhalten werden. Für den Rest sollte man aber lieber die maroden Schulen sanieren, denn der ist eine reine Vollversorgung für die ganzen links-bunten Aktivisten, die mit ihrer Kunst oder ihren Kulturprojekten ohne staatliche Förderung vom Hungertod bedroht wären. Das gilt vor allem für die ganzen Theaterleute. Dass die nur gefördert werden, weil sie rot-rot-grün in Berlin politisch genehm sind versteht sich von selbst, denn allein mit den ganzen politischen Vollpfosten kann man schlecht Werbung für marxistische Ideen machen. Mit Hilfe von „Künstlern“ kann man den ganzen Bullshit vor dem Bürger aufpeppen, denn schließlich gelten sie als die geistigen Eliten. Die bilden aber nicht nur die Staffage für Politiker, sondern die betreiben richtige Agitation und Propaganda.

In der so genannten Zuwendungsdatenbank der Senatsverwaltung für Finanzen, sind die geförderten Vereine und Projekte aufgeführt. Es hat genügt, dass ich das, was ich nicht kannte (also alles jenseits von Denkmalschutz und Museen), einfach in der Suchfunktion mit „gegen rechts“ kombinierte. Das erste war das GRIPS-Theater. Da braucht man nur die Suchergebnisse überfliegen. Ob die auch Theater spielen, weiß ich nicht, denn eigentlich sind die schon allein politisch förderungswürdig.

Das GRIPS Theater ist Partner von Berlin gegen Nazis, ein breites Netzwerk gegen Rechtsextremismus und Rassismus mit starken Partnern und starker Unterstützung, gefördert vom Berliner Senat.

Gut, dass ich dann gleich den Dachverband gefunden haben, den Bundesverband der Bildenden Künstler*innen Berlin. Die haben den Verein „Die Vielen e.V.“ gegründet. Wenn man die Ergebnisse der zeitgenössischen Bildenden Kunst sieht, dann denkt man eher an den Besuch eines gemeinsamen Malkurses, doch deren Anliegen ist ein ganz anderes:

DIE VIELEN ist ein Zusammenschluss von Künstler*innen, Ensembles und Akteur*innen der freien darstellenden Künste. Theater und Kunst machen heißt für DIE VIELEN, an einer Gesellschaft zu arbeiten, die sich aus Menschen aller Hautfarben und Geschlechtervariationen, vieler sexueller Orientierungen, unterschiedlichster Bedürfnisse und Fähigkeiten, aus Gläubigen und Nicht-Gläubigen zusammensetzt und auf deren Gleichberechtigung beruht.

Rechte Parteien oder Bewegungen sind keine Alternative. Das „Volk“, in dessen Namen sie sprechen, schließt viele von uns aus. Wir lassen eine Spaltung dieser Gesellschaft nicht zu. Keine Bühne für die AFD und andere Rechte – weder auf der Straße noch im Theater! Lasst uns also die Vielstimmigkeit erheben, überall dort wo Rechtsextreme wie die Identitären oder andere Nazis auftauchen und Ihnen die öffentliche Aufmerksamkeit streitig machen.(…)

Aber auch die Kulturlaien können da abgreifen. Liest man das Programm von Offenes Neukölln, dann muss da keiner mehr von den Blockparteien mehr einen Stand mit Prospekten aufbauen und Kugelschreiber verschenken:

Interkulturelles Frauenfest, Vortrag: Rassismus und Rechtsextremismus-AfD; Kein Mord ist vergessen: 28 Jahre rechte Gewalt in Berlin, usw. blabla….

Ich denke da gehen die Veranstalter der einzelnen Einlagen immer zu den Kollegen und versaufen dann die Fördergelder. Gibt’s auch Fördergelder, um in der Zeit die Kinder zu beschäftigen. Wie kommt es, dass man für ein bisschen Basteln mit Ton, wo in einer Großstadt zehn Kinder erscheinen, 1900.-€ Fördergeld bekommt? (hier u. Förderbericht)

Nun haben die „freien“ Künstler Angst, dass man allein für die politische Gesinnung keine Fördergelder mehr bekommt, weil vielleicht mal eine rechte Partei blöd nachfragen könnte, was die eigentlich für die Knete so treiben, außer politische Agitation. Darum wollen sie gemeinsam gegensteuern:

In den kommenden Jahren wird es vermehrt zu Diskussionen mit rechtspopulistischen und rechtsextremistischen Politiker*innen kommen, laut deren Wahlprogramm große Teile der kulturellen Landschaft Berlins von öffentlicher Förderung ausgeschlossen werden sollen. Darüber hinaus zeigte sich bereits in den letzten Monaten ein bedrohendes Verhalten rechtsextremer Gruppen in verschiedenen Berliner Theatern und Aufführungsorten, es kam zu Störungen und Übergriffen, darüber hinaus wurden Strafanzeigen gegen Veranstalter*innen gestellt, die kritische Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus und -populismus durchführten.

Angesichts der aktuellen Situation wie auch der kommenden Heraus-forderungen führt der LAFT Berlin – Landesverband freie darstellende Künste – einen Arbeitstag zum Themenfeld „Strategien gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus“ durch. Der Arbeitstag richtet sich an professionelle Akteur*innen der darstellenden Künste, insbesondere auch Spielstättenleiter*innen und kulturpolitische Akteur*innen.

Ziel des Arbeitstages ist die gemeinsame Entwicklung von konkreten Strategien, mit denen aktuell und zukünftig auf kulturpolitischer Ebene agiert und argumentiert werden kann. Denn ob bei Podiumsdiskussionen oder Publikumsgesprächen, ob bei Anhörungen in Bezirksverordneten-versammlungen und im Abgeordnetenhaus – überall wird es in den nächsten Jahren darum gehen, aktiv zu werden und öffentlich Stellung zu beziehen. Außerdem werden verschiedene Handlungs- und Kommunikationsoptionen aus der politischen Forschung und Praxis vermittelt und in Bezug auf Ihre Wirksamkeit diskutiert wie auch Beispiele für die Gründung von gesellschaftlichen und/oder künstlerischen Bündnissen gegen Rechtspopulismus vorgestellt.

Wenn es die GRÜNLINKSSPD-Partei nicht gäbe, könnten die Küst*l_erix glatt eine eigene Partei gründen. Da müssten sie dann nicht um Fördergelder betteln, sondern bekämen Wahlkampfkostenerstattung.

Natürlich jetzt völlig einseitig die Darstellung, schließlich machen die auch Kunst. So wie Fidel Castro die andauernde Revolution beschwört, so halten Künstler Homosexualität, Lesbisch-Sein oder das Lächerlichmachen des Christentums noch für einen Tabubruch. Darum reicht als Handlung, dass auf der Bühne alle symbolisch oder echt Durcheinandervögeln spielen und sich dabei ein Kruzifix in den Arsch stecken. Vielleicht gehen nur deshalb so wenig ins Gorki-Theater, weil ein Besuch im Bordell inzwischen billiger ist und die auch kein politisches Gesülze von sich geben. Der Überstar der Szene ist die Dänin Mette Ingvartsen.

Als Kind fand die Choreographin eine Tüte mit Pornoheften im Gebüsch. Am Freitag inszeniert sie an der Volksbühne Orgien-Skultpuren mit Stöhn-Chor und gesungenen Orgasmen.

…über Orgien, in denen Menschen Exkremente essen müssen, über Soldaten, die Leichen schänden, über einen Filmdreh, bei dem eine Frau in Schokolade badet. Dabei zieht sie sich nach und nach bis auf die Socken aus, zeigt lange Einblick in ihren unbekleideten Schritt, uriniert auf die Bühne und benetzt sich mit der Flüssigkeit, tanzt immer wieder wild herum. Und zu guter Letzt penetriert sie sich mit einer Leuchtstoffröhre im dunklen Raum.

Der Zuschauerraum war nur halb gefüllt. (hier)

In Österreich ziele eine neue, „ergebnisorientierte Kulturförderung“ auf die Zerstörung der Freien Szene.

heißt es nun in der anfangs erwähnten Petition. Ist ja zu blöd, wenn man auch noch Stücke bringen soll, die die Leute auch freiwillig sehen wollen. Wenn die sich so toll aber unverstanden fühlen, dann sollten sie sich doch gerade deshalb von der staatlichen Förderung „frei“ machen und sich wöchentlich zu einem gemeinschaftlichen Fick im Namen der Kunst treffen und dazu Interessierte Einladen. Nennt sich heute aber schon privater Swinger-Club. Nachdem man schon alle Tabus gebrochen hat, lässt man jetzt gleich noch das Ausziehen weg und beginnt gleich mit der politischen Propaganda. Das hört sich dann in einer Kritik so an:

Die „Statements der Wutmonologe“ am Gorki, zitiert Wonka aus einer Kritik, seien „in ihrem robusten Schwarz-Weiß- Weltbild oft genauso differenziert wie die Parolen einer Pegida-Demonstration“.

Aber nicht nur die Darstellende Kunst, sondern auch die Bildende Kunst ist an ihr Ende gekommen. Man hat das „Zentrum Für Politische Schönheit“ für die originelle Aktion gelobt, dass sie die Kreuze für die Maueropfer in Berlin gestohlen und zur EU-Außengrenze gebracht haben. Sollte wohl eine Analogie sein. Hätten mal vorher überlegen sollen, von welcher Seite damals geschossen wurde. So was, wie der Holocaust-Verschnitt an Höckes Wohnhaus lässt sich doch auch nur verwirklichen, wenn man vorher mit staatlichen Fördergeldern, also Steuergeldern gepampert wird, um das politisch Passende zu liefern.

Die Unterzeichner der obigen Petition haben übersehen, dass Deutschland im Falle der „Förderung politisch genehmer Kunst“ die europäische Vorreiterrolle innehat. Hier sind wir sogar einen Schritt weiter, weil man die Ungenehmen entsprechend gleich vom Kunstbetrieb ausschließt.

Der „freie“ Künstler ist nur frei, wenn er an seine eigene Kunst glaubt und sich nicht aus ideologischen und finanziellen Gründen verbiegen muss. Ich habe genügend Künstler kennengelernt, die in ihrem Einraum-Atelier in einer Altbauwohnung gekocht, gearbeitet und geschlafen haben und froh waren, dass es wenigstens eine Künstler-Sozialkasse gibt. Die haben alles dafür gegeben, obwohl sie mit ihren technischen und künstlerischen Möglichkeiten auch Massenware produzieren hätten können. Manche von denen, die hatten nach 20 Jahren Durststrecke Exponate in Tokyo oder Sidney im Museum stehen.

Heute haben wir politisch eingenordete Jungspunde, die Kunst mit politischer Agitation verwechseln und sich trotz völliger Unfähigkeit für die Allergrößten und für allkompetent halten, obwohl sie nur die Marionetten der links-bunten Kulturförderer sind.

Da würde ich auch eine Petition gegen’s Verhungern bzw. den Verlust der billigen Hampelmänner unterschreiben.

 

Dank an den Blogger Benjamin Goldstein, der mich auf den Artikel aufmerksam gemacht hat.

 

 

 

 

 

 

16 Gedanken zu “Kulturförderung für politische Agitation.

  1. Danke dir. Darf ich noch etwas reingeben? Deine Freundin von Titel Thesen Temperamente heißt Elisabeth Wehling und ist verblüffend häufig in Zeitungen, Fernsehsendungen und auf Konferenzen zu sehen.

    ….

    Die Re:publica gehört übrigens George Soros.

    Einfach mal die Frau googlen.

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    1. Die habe ich zu dem Artikel auch gegoogelt aber inzwischen habe ich keine Lust mehr die ganzen nutzlosen Tralala-Sudien von denen reinzuschreiben. Jemand der so einen Schwachsinn studiert und nicht in Lumpen auftreten muss, weil er damit für den Rest seines Lebens arbeitslos wäre, der ist ohnehin von Soros gesponsert.

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      1. Mal ehrlich, ich weiß nicht wen man angreifen kann. Der neue ARD Intendant ist auch wieder die Höhe. Aber ich begreife, dass man mit Hintergrundgelaber auch kaum jemanden erreicht. Das ist den Mond anbellen. Das Tralala auf Achgut und Tichy ist mir mittlerweile zu flach. Ich wünschte, man würde mehr gute Stimmen hören. Wo ist Bettina Röhl hin?

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  2. Wir lassen eine Spaltung dieser Gesellschaft nicht zu. Keine Bühne für die AFD und andere Rechte – weder auf der Straße noch im Theater! Lasst uns also die Vielstimmigkeit erheben, überall dort wo Rechtsextreme wie die Identitären oder andere Nazis auftauchen und Ihnen die öffentliche Aufmerksamkeit streitig machen.(…)

    Das macht mich depressiv. Heute wurde auch einer Mitarbeiterin der Antonio-Kahane-Stiftung gerichtlich verboten, einen Sänger als antisemitisch zu bezeichnen. Klingt gut! Ist es aber nicht. Die Stiftung hat tatsächlich mal recht. Xavier Naidoo findet natürlich die Moslem-Schwalbe so schlimm wie den Holocaust und ist besorgt um das Finanzjudentum, bzw. „Rothschild“. Geraune, Andeutungen….jeder mit halben Hirn weiß, dass er Antisemit ist. Nun ist antisemitisch eigentlich keine Verleumdnung, sondern eine Bewertung. Also wenn man Lügen über Naidoo verbreiten würde (z.B. fickt Kinder) könnte ich einen Gerichtsmaulkorb verstehen, aber doch nicht bei einer Bewertung.

    Nun will ich auch nicht als Antisemit oder Rassist bezeichnet werden, aber mir langt auch oft genug das Wort zu bekommen, damit ich sowas klarstellen kann. Was mich umtreibt, ist der Doppelstandart. Christen und Juden müssen sich non-stop als Rassisten und Nazis beschimpfen lassen, aber ein Farbiger darf andere mundtot machen.

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    1. Das ist auch nicht der erste Fall gewesen. Die Jutta Ditfurth bekam einen Maulkorb von Jürgen Elsässer. Dass bei Jakob „Kippa provoziert halt“ Augstein die Wagen schnell um ihn gezirkelt werden, ist auch kein Geheimnis. Da wurde prompt jeder in den Dreck gezogen, der was sagte. Nebenbei noch zur Islamofauxbie-Schwalbe. Der Zentralrat der Juden bittet schon seit locker zwanzig Jahren, dass man die Kippa nicht trägt oder unter einer Baseballkappe versteckt, wenn man in Deutschland ist. Stell dir mal einen Islamverband vor, der rät Muslima sollen ihr Kopftuch verstecken und trotzdem dauernd betont, dass die Lage aber im Großen und Ganzen okay sei.

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      1. Tschuldigung, aber, wenn der Zentralrat zu allen Deutschen spricht, dann ist mir das inzwischen herzlich egal, was der sagt. Wer den Iran, Saudi Arabien usw. als Feind erkennt, weil sie Israel von der Landkarte tilgen wollen, und bei uns die größte Bedrohung von rechts sieht, obwohl die Linken und die meisten moslemischen Einwanderer immer auf Seiten der Araber stehen, den kann ich nicht ernst nehmen. Juden in Deutschland sind für mich so integriert, dass mich wie bei anderen gar nicht mehr interessiert, was sie glauben, weil es im normalen Leben für mich völlig irrelevant ist. (und mein Glaube sollte es für andere auch sein) Dass man bei Kritik an Rothschild oder Soros gleich das Label antisemitisch anhängt, finde ich auch nicht richtig, denn daran denken die meisten mit Hirn wohl als letztes. Was hat der Glaube mit deren Gebaren als Banker oder Weltverbesserer zu tun? Was wäre, wenn Juden darauf ein nicht nichts als Antwort geben könnten? Die Richtung der Kritik würde sich für mich selbst deshalb nicht ändern.

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      2. Jaja, aber du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ein Xavier Naidoo sich mit Finanzmathematik befasst hat, um ein profundes Urteil zum Verhalten der Banken zu geben.

        Baron Totschild gibt den Ton an, und er scheißt auf euch Gockel. Der Schmock ist’n Fuchs und ihr seid nur Trottel“

        „Schmock“ ist ja nun nicht gerade ein typisches Wort. Das ist halt so ein Winkewinke. Ich will ihm auch nicht schaden, aber Leuten, die das ansprechen wollen, den Mund zu verbieten, geht gar nicht.

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      3. Dass der Zentralrat doof ist, ist geschenkt. Mich stört das aber schon mit den Kippas und natürlich die ganzen schwerbewaffneten Einrichtungen, während die Muslime den sterbenden Schwan mimen.

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