Vielfältiger Journalismus sorgt für einfältige Artikel.

Die Printmedien befinden sich in einem permanenten Sinkflug, obwohl man versucht alle vermeintlichen Zielgruppen zu erreichen und ihnen in ihren Erwartungen auch gerecht zu werden. Doch genau das könnte der Grund für deren Niedergang sein. In der Rezension über ein amerikanisches Buch über die angestrebte Vielfalt in den Medien und ihre Folgen, lassen sich einige Beispiele bringen wohin sie führt. Dort (Original auf englisch) heißt es:

Die Zeitungen brauchten eine gewisse Dosis Exotik, um eine Art repräsentative Pressedemokratie zu gewährleisten. Schwarze, Homosexuelle, Hispanics und Feministinnen wären zunächst sachliche Journalisten und hätten dann eine einzigartige Sensibilität, um die Nachrichten fairer und wahrer zu machen.  (…) Die Leute wollen sich fühlen, als ob die Zeitung ihnen gehört. Das können sie nicht, wenn das Papier eine grundsätzlich weiße männliche Zeitung ist.

Der unterstellt, dass weiße Männer grundsätzlich den gleichen „falschen“ Blick auf die Welt hätten. Dass politische Überzeugungen dabei eine Rolle spielen, wie inzwischen die Berichterstattung über Minderheiten aussieht, wird unterschlagen. Dabei müsste ihnen eigentlich entgegenkommen, dass die Redaktionsstuben weitgehend links-grün gepolt sind und vor allem im positiven Sinne über sie berichten. Darüber darf man sich nicht beschweren, schließlich kann jeder seine eigene Zeitung gründen oder als Verleger Artikel veröffentlichen lassen, die nicht diese politische Richtung vertreten.

Eine Meldung als „wahrer“ oder „fairer“ zu bezeichnen, weil sie mit mehr Sensibilität geschrieben ist, ist ein Affront gegen alle Journalisten, die sachlich und objektiv berichten. In der Zusammenschau aller journalistischen Beiträge gibt (bzw. sollte es geben) es eine ausreichende Vielfalt wie man ein Thema bezüglich Minderheiten betrachten kann. Davor kommt aber die Recherche.

Die Behauptung, dass nur Betroffene selbst wahrheitsgemäß berichten dürfen, ist nicht die Folge, dass weiße Männer keine Ahnung hätten, sondern weil Berichte, in denen Minderheiten auch negativ wegkommen oder die Arbeit z.B. von „Seenotrettern“ kritisiert wird, in Deutschland kaum mehr möglich sind, ohne dass gleich das Gezeter von Rassismus oder Homophobie losgeht. Während Hendrik Broder ganz locker über moslemischen Antisemitismus schreiben konnte oder Abdel Samad über die archaische Kultur des Islam, fühlen sich doch vor allem weiße Journalisten berufen, sie zu kritisieren. Es gibt viele Beispiele

von „Realitäten des Minderheitenlebens“, die die Presse nicht berühren wird: mexikanische Banden, korrupte schwarze Bullen und Betrüger von Immigranten, ganz zu schweigen von homosexuellen Homosexuellen (?)und  schwangeren Seemännern.

Warum wohl! Jeder der nicht der Grundüberzeugung teilt, dass alle Minderheiten und Frauen „edle Wilde“ sind und negative Seiten nur die Ausnahme seien, könnte seinen Schreibtisch bald räumen, falls er öffentlich das Gegenteil behauptete.

Anstatt zu hinterfragen, ob Multikulturalismus etwas ist gewollt, und die amerikanische Öffentlichkeit entscheiden lassen, „fügt er hinzu,“ die Presse behandelte es als eine unveränderliche vollendete Tatsache .  (sagt ein Redakteur)

Hier findet sich genau die Parallele zu Deutschland. Schwulenehe, Abtreibung oder Einwanderung Kulturfremder werden in allen Medien durchgehend positiv bewertet. Es geht denen zum einen darum, ausschließlich positive „faire“ Bilder zu vermitteln bzw. Einfluss auf andere Journalisten auszuüben, um ebenso sensibel zu berichten.

Nehmen wir einmal die Comunity der LGTBQ, die machen nie mehr als 2% der Bevölkerung aus und die führen sich untereinander ebenso zerstritten auf wie jede Partei oder Religion. Die konnten sich am Anfang nicht mal auf einen gemeinsamen Namen einigen, weil man immer Angst hatte, man könnte nicht mitgemeint oder nicht genügend diskriminiert sein. Während man eine mediale Leistung durch die Hautfarbe, Religion oder geschlechtliche Orientierung zu Preisen veredeln kann, als wäre es eine zusätzliche Qualifikation, werden die sofort ausgestoßen, die nicht der politischen Linie der Comunity folgen. Man denke an David Berger, Alice Weidel oder schwule AfD Mitgliedern. Schwulsein, Migrationshintergrund, islamisch oder oft auch Frau sind Zusatzqualifikationen, weil man sich zusätzlich zu seiner Arbeit noch gegen die bösen weißen Männer durchsetzen musste. Sobald jemand politisch oder praktisch negativ auffällt, darf in keinem Fall auf diese Eigenschaften hingewiesen werden. Auch Lesben bilden nur nach außen eine edle Comunity, dabei geht es nirgends so rabiat zu wie in Lesben-Bibliotheken. Die ganze gender-tolerante Fraktion kann nur Pöbeln und Beleidigen, weil sie frei von Argumenten ist, wollen aber, dass sie selbst in den Medien als cool, locker und hypertolerant dargestellt werden.

Und zwischen den ganzen vermeintlich diskriminierten Gruppen dürfte es nicht anders sein, wenn:

Viele Zeitungen sorgten dafür, dass die Berichterstattung auch sehr unterschiedlich war, daUSA Today jeden Tag ein Foto von Nicht-Weiß auf der Titelseite über dem Falz verordnete. Viele Zeitungen beurteilten auch Reporter auf ihren Quellen und markierten sie, wenn sie zu viele weiße Männer zitierten. In der Los Angeles Times gibt es ein Latino-Team, das sich jeden Tag trifft, um sicherzustellen, dass Hispanics die Berichterstattung erhalten, die sie verdienen. In vielen Zeitungen, sagt Herr McGowan, gibt es einen Vizepräsidenten für Vielfalt, der dafür sorgt, dass die richtigen Leute eingestellt werden und die Nachrichten den richtigen Farbton haben.

Wenn es Präferenzprogramme gibt, um Diversität in den Redaktionsstuben herzustellen, wird es wie überall ein Hauen und Stechen geben, wenn nicht auch Frauen, Schwule, Schwarze usw. ihr Recht in der Berichterstattung bekommen. Deshalb ist zumindest das gemeinsame Ziel, bestimmte „Sprachvorschriften“ durchzudrücken, wovon dann alle profitieren. Warum gibt es einen lesbisch-schwulen Journalistenverband? Haben die andere Wahrheiten und Fakten? Darum! Man gibt Hilfen wie man Berichte über sie „richtig“ schreibt. Da braucht der weiße Mann nicht mehr selbst recherchieren, sondern man sagt ihm gleich wie er das zu formulieren hat.

Fragen, die im journalistischen Alltag jederzeit auftauchen können, werden in diesem Workshop kollegial und anhand von Praxisbeispielen kompetent erläutert. Gemeinsam entlarven wir Stereotype, Klischees und Vorurteile und geben Tipps und Hinweise, wie man über Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender berichten kann.

Da laufen sie mit Lack und Leder an der Hundeleine durch die Stadt und dann wollen sie nicht, dass sich das Klischee verbreitet, dass sie rein auf’s Sexuelle fokussiert sind?  Die gleichen Tipps gibt es bei den Neuen Deutschen Medienmachern wie man über Migranten schreiben soll und auch über Behinderte.

Wer den entsprechenden Hintergrund hat, darf auch ohne Probleme mit „Kartoffel“ gegen die autochtone Bevölkerung hetzen. Die Summe der Minderheiten ist aber nicht die Mehrheit wie auch H. Clinton feststellen musste. Der angeblich „rassistische“ und „sexistische“ Trump hat mehr für die Minderheiten durchgesetzt wie die Schwaflerin von den Demokraten.

Dabei wäre Minderheiten mehr gedient, wenn man die gute Integration von Zuwanderern nicht als Standard verkauft, sondern, dass die trotz ihrer Kultur wesentliche Teile unsere westliche Kultur übernommen haben. Aber diese Beispiele werden nur dazu verwandt, den Rest der „Comunity“ zu veredeln. Die angeblich „sensible Berichterstattung“ schadet genau denen, die sich davon losgesagt haben, weil man sie als Repräsentant des Restes ansieht. Und das ist eben „Fake-news“.

Normale Schwule, so kenne ich sie zumindest, sind genauso normal wie andere und lassen sich in der Öffentlichkeit nicht im Latex auspeitschen. Dass sich ein Bürgermeister von München als Schirmherr der Gay-Parade hergibt, kann ich nicht verstehen. Jemanden Akzeptanz aufzuzwingen ist totalitär, Toleranz dagegen ist ein Zugeständnis, für die man die Leute gewinnen muss. Wer eine Vielfalt in den Redaktionsstuben will, der bekommt zwar Leute mit Sachverstand in ihrem jeweiligen Bereich, aber das sind meiner Meinung nach nur Agitatoren in eigener Sache, die unter dem Vorwand ein „Spezialist“ zu sein, unabhängige Recherche oder Berichterstattung nicht dulden. Wenn sich dann alle mit ihrem „Spezialgebiet“ in die Schreiberei einmischen, dann sehen Zeitungen so aus wie sie jetzt sind.

Der größte Teil der Zeitungen sind das Ergebnis von aggressivem Lobbyismus, da rechne ich die politischen Akteure wie Atlantikbrücke oder Council For Foreign Relations noch gar nicht dazu.

Wer nicht allen gerecht wird, fährt inzwischen Taxi. Denn alle Zeitungsartikel sind inzwischen risikoscheu, phantasielos und boshaft. Nicht wie erwartet bringt die angebliche Vielfalt mehr wahrheitsgetreue Berichterstattung, sondern nur noch positive Agitation für die eigene „Comunity“. Und wehe, die eigene Zeitung stellt nicht den entsprechenden Platz zur Verfügung.

So sehe ich das einigermaßen objektiv. In eigener Sache muss ich aber sagen, dass ich dieses Gehetze gegen andere Länder in den MM-Medien, das Aufnötigen der Akzeptanz gegenüber jedem sexuellem Tralala und die Überhöhung jeder X-beliebigen Kultur oder Religion gegenüber unserer eigenen dermaßen zum Kotzen finde, dass ich für jeden dieser Journalisten hoffe, dass die Realität gnadenlos mit ihm sein möge.

 

 

 

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6 Gedanken zu “Vielfältiger Journalismus sorgt für einfältige Artikel.

  1. Schwule haben das gleiche Problem wie Muslime: Ihre Probleme dürfen in der Öffentlichkeit nicht angesprochen werden. HIV und andere Geschlechtskrankheiten verbreiten sich massiv. Die Leute denken, dass seit den 80ern die Lage besser geworden ist. In Wahrheit lässt sich nur das Sterben herauszögern. Die Zahlen sind abstoßen. Dann gibt es ein Problem bei ehelicher Treue unter Männern. Die Lesben bleiben lange zusammen, prügeln sich aber oft. Das gilt zu einem geringeren Maße auch für Schwule. Sowohl Männer als auch Frauen, die homosexuell Leben werden häufiger Opfer von häuslicher Gewalt. Dann ist da noch die Prävalenz von Pädophilie unter Schwulen Männern, die abgestritten wird….nichts kann angesprochen werden. Die Opfer sind diese Gruppen selbst. Die Gewinner sind selbstgerechte Snobs, die sich für was besseres halten, wenn sie allen anderen das Maul stopfen.

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  2. Ich bin jetzt auch beim Tagesspiegel als Kommentator geblockt. Da verschwand erst meine Profilseite, so als hätte es die nie gegeben, aber ich war noch drin für eine Zeit. Jetzt wurde aber das Log-In auch gekillt. Sieht aber nur so aus, als ob man sein Passwort nicht richtig eingegeben hätte. Es ist aber eine Sperrung.

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    1. Es ist auch so offensichtlich, dass es diesen Leuten nicht um den „Ton“ geht, wie sie ständig behaupten. Sondern um den Inhalt. Und ich hab nur Positionen reingegeben, die in Großbritannien noch total Mainstream wären. Also nix zum Islam, nix zu Waffen, nix zu Gender.

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