Bannons Bärendienst.

Steve Bannon, der ehemalige Chefberater von Donald Trump, plant eine Stiftung in Europa, um rechtspopulistische Parteien zu unterstützen und deren Einfluss im Hinblick auf die Europawahlen zu bündeln. Der Spiegel schreibt:

Steve Bannon plant offenbar rechtspopulistische Revolte in Europa

Wenn man bedenkt wie viele Parteien und parteinahe Organisationen von Goerge Soros unterstützt werden und, dass sich dieser auch mit EU-Abgeordneten trifft, dann müsste der SPIEGEL schon lange vorher von marxistischer Revolte gesprochen haben. Er möchte eine Kampagne „the movement“ etablieren, um rechtspopulistische Parteien mit PR und Geld zu unterstützen. So eine Bewegung kann der Sache nur schaden, wenn man damit den verkrusteten und teilweise versoffenen Block der EU aufbrechen will. Bannon hätte sich mal informieren sollen, dass das EU-Parlament beinahe keinen Einfluss auf die Entscheidungen der EU-Kommission hat, sondern es vor allem davon abhängt, welche Vertreter die einzelnen Länder in die Kommission schicken. Da wirken schon einzelne Leute wie Orban wie Sand im Getriebe, das könnte nicht mal eine Mehrheit von rechten und rechtspopulistischen Parteien erreichen. Diejenigen die direkt bei der EU installiert sind, sind für Lobbyisten wesentlich leichter zu steuern und zu beeinflussen, als wenn bei einer nationalen Wahl ein Konservativer in die EU-Kommission rückt. Vor Ort lassen sich die Wähler wesentlich schwerer von inszenierten Demos wie Puls of Europe beeinflussen und wählen trotzdem anti-EU, als wenn man die Kräfte zu einem Block bündelt, am besten gleich unter einer Person, die dann im fernen Brüssel über ihr Schicksal entscheidet. Vor Ort muss normalerweise auch die Partei oder deren Vertreter geradestehen, vor allem in den Stadtstaaten. Da kann man die etablierten allein mit Anfragen vor sich hertreiben.

Die Medien und die etablierten linken Parteien müssen sich über Bannons Idee die Hände reiben. Jeder Skandal eines einzelnen aus diesem Block würde sofort auf die ganze Bewegung und damit auf die beteiligten Parteien zurückfallen. Jede konservative Partei, die das Schicksal des eigenen Landes über das der EU stellt, kann dadurch nur verlieren. Der Witz ist ja, dass es oft effektiver ist, wenn man auf einer unteren Ebene Dinge zwischenstaatlich regelt und nicht jede EU-Vorgabe mit dem Holzhammer durchprügelt. Für die Medien hätte der Feind endlich wieder einen gemeinsamen Namen, den man dann bekämpfen kann. Die beteiligten Parteien wären dann die Schmuddelkinder.

Die Idee dann mit einer gemeinsamen, europaweiten Liste anzutreten liegt auf der Hand, doch genau das kritisieren ja die Bürger, nämlich, dass dann ihr gewählter Parlamentarier gar nicht mehr ihre Sprache spricht. Da kann man darauf warten, dass die Blöcke im EU-Parlament wieder zum Wohle des EU-Volkes ihre Entscheidungen ausklüngeln. So lange es nur lose Bündnisse wie die EVP gibt, ist man als nationale Partei immer noch dazu genötigt, nationale Interessen zu vertreten und nicht die höheren Interessen der „Bewegung“.

Man kann es in Deutschland bedauern, dass sich, mal abgesehen von PEGIDA in Mitteldeutschland, keine gemeinsame Bewegung gegen die Politik Merkels etablieren konnte. Die Zersplitterung macht es aber für die staatlich rekrutierten und manchmal bezahlten Gegendemonstranten auch schwierig diese wirksam zu stören. Konservative setzen sich genauso vielfältig zusammen wie die Durchschnittsbevölkerung. Jemand, der zur Demo für alle geht, um speziell gegen Genderesoterik und Frühsexualisierung zu demonstrieren, würde womöglich nie zu PEGIDA gehen.

Eine Art konservative Volksbewegung wie sie Bannon plant, wäre am Ende genauso totalitär, wie es der linke Block jetzt schon ist, obwohl die nicht als gemeinsamer Block auftreten, sondern nur mit dem weitgehend gleichen Parteiprogramm.

Ein Ankämpfen gegen die „Klimalobbyisten“ in Brüssel dürfte zum Beispiel aussichtslos sein. Wenn die Bürger sich aber vor Ort massiv gegen neue Windkraftanlagen stellen, dann kann das von den Lokalpolitikern nicht ignoriert werden. Sollte man in Brüssel dennoch Erfolg haben, dann könnte man die Abgeordneten sicher damit ködern, dass man ihren eigenen Wohnort als Zugeständnis verschont. Rechte und Konservative sind nämlich auch keine Heiligen.

Bannon gibt allein durch diese Ankündigung die Möglichkeit darüber zu sinnieren, dass das Wahlergebnis zur Europawahl manipuliert ist, falls es nicht nach den Vorstellungen der etablierten Parteien ausfallen sollte. Seine antisemitischen Äußerungen dürften bei einem Erfolg der Bewegung ebenfalls direkt auf diese zurückfallen.

Jede „rechtspopulistische“ Partei in Europa müsste froh sein, wenn der Kelch einer Spende von Bannon an ihr vorübergeht. Wenn Einzelpersonen mit genügend Geld sich berufen fühlen, die Welt zu verbessern, dann ist Vorsicht geboten, egal aus welcher politischen Richtung der kommt. Die Fünf-Sterne und die Lega in Italien sehen das laut Spiegel-Bericht anscheinend trotzdem anders.

Sollte die Bewegung als supranationale Bewegung dennoch Erfolg haben, dürfte es zu einer zunehmenden Radikalisierung in der Bevölkerung kommen, die von der EU sicher auch entsprechend angeheizt würde. Nichts besser für das EU-Establishment, wenn sich die Bürger untereinander kloppen und sich am Ende wieder nach der korrupten Harmonie der EU sehnen und sich lieber weiter von einem Suffkopf regieren lassen.

Wenn man länger darüber nachdenkt, könnte man glatt meinen, die EU selbst habe ihm diese Idee heimlich unterbreitet, weil sie ihnen am Ende mehr nutzt als schadet.

Kann man nur hoffen, dass die echten konservativen Kräfte nicht so einem Dampfplauderer hinterherlaufen werden.

 

 

 

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14 Gedanken zu “Bannons Bärendienst.

  1. Es kommt halt auf das wie an. Das American Enterprise Institute nimmt oft so geschasste Intellektuelle auf wie Christina Hoff-Sommer und Ayann Hirsi Ali und macht Projekte, Diskussionsreihen, Büchertouren, Info-Videos usw. mit denen. Ich glaube, dass es Herrn Bannon nicht um so eine klandestine Lobby geht, sondern um ein Think Tank.

    Ich glaube, das einzige Mal wo er sich total strategisch vertan hat, war seine Unterstützung für Roy Moore. Im Konflikt mit Trump war ich eher so auf seiner Seite. Ich finde auch das Breitbart nicht mehr so gut ist, seit er weg ist. Man hätte so was wie Milo nicht gehen lassen dürfen, bzw. halt eine Alternative finden müssen. Breitbart war v.a. sau lustig früher. Es gab auch mehrere Radioshows die als Audio eingebunden wurden und das Highlight gab es als Arikeltext. Wo sind die Shows hin? Da wo Bannon ist, nämlich weg. Von daher hab ich mal blindes Vertrauen, dass er was reißt.

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      1. Danke. Ich finde trotzdem, dass die das besser vernetzt hatten früher. Man bekommt das ja kaum mit und die wenigsten sind direkt auf Soundcloud unterwegs.

        Wollte gerade die Joyce Kaufman Show auf Soundcloud empfehlen. Ist „banned for your country“. Pffffff. Ich hasse die EU. Jeder hat nur noch Angst.

        Hast du das schon gesehen.
        latimes.com/

        Das macht richtig Angst. Die LA Times getraut sich nicht, in der EU ihren Kram zugänglich zu machen.

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    1. Bannon hat sich gewundert, wie schlecht die einzelnen europäischen Parteien vernetzt waren und wie wenig die ihre Medienpräsenz aufgebaut hatten. Ich denke, dass es ihm auch eher um Unterstützung im Sinne eines Think Tanks geht.

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  2. Bannon, wie viele Amerikaner, kommt nicht damit zurecht, dass es ueberhaupt kein europaeisches Nationalgefuehl gibt. Es gibt auch keinen „Schmelztiegel“ der Weissen in Europa, der sich absichtlich von anderen Hautfarben abheben will. Er kommt mit US-Problemen und -Loesungen an, die sich nicht so auf Europa uebertragen lassen. Fuer Kalifornien waere es praktisch unmoeglich aus den USA auszutreten, selbst wenn 100% der Kalifornier dafuer stimmten. Fuer das UK, oder z.B. die Visegrad Staaten geht das aber in der EU mit einfacher Mehrheit oder per Regierungsbeschluss.

    Der einzig praktikable Weg waere zurueck zu einer EWG, nicht eine konservative Mehrheit in der EU, ob in der Kommission oder dem Parlament.

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  3. „Seine antisemitischen Äußerungen dürften bei einem Erfolg der Bewegung ebenfalls direkt auf diese zurückfallen.“ Welche antisemtischen Äusserungen bitte mal das Video oder den Artikel von ihn verlinken, wo er das getan hat. Bitte keine Quellen a la der „Spiegel“ o.ä.

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    1. Es geht ja darum, dass es von den Leitmedien behauptet wurde( hier:https://www.focus.de/politik/videos/sanders-fordert-entlassung-finsternis-ist-gut-trumps-chefstratege-bannon-schockt-mit-verstoerendem-interview_id_6228176.html) egal , ob das wagr ist oder nicht. Dass die jüdische Rundschau dies einen zweifelhaften Angriff auf Bannon nennt, ändert nichts daran, dass sich focus darauf berufen wird, wenn Bannon diese Stiftung gründet und sich rechte Parteien dort unterstellen. Vielleicht hätte ich oben das Wort „angeblich“ einfügen sollen, die Wirkung auf die Schafe bleibt aber die gleiche.

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      1. Was ist denn das für ein Drecksartikel? „Trumps vormaliger Wahlkampfchef Bannon (62) steht in der Kritik, weil Breitbart unter ihm nationalistische und auch antisemitische Positionen verbreitet hat. Rechtsextreme bejubelten seine Ernennung.“ Soviel kann man garnicht fressen, wie ich kotzen könnte.

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      2. Ein Kommentator blickt es und schreibt: „Die angeblich rassistische und antisemitische Website Breitbart News ist von Andrew Breitbart, einem Juden, gegründet worden, der auch Stephen Bannon zu Breitbart News geholt hat. In der Redaktion von Breibart News arbeiteten und arbeiten bis heute jüdische Redakteure in führenden Funktionen. Bannon hat bei Goldman Sachs und in Hollywood mit vielen jüdischen Kollegen zusammengearbeitet und wird von keinem dieser ehemaligen Kollegen beschuldigt jemals sich jemals antisemitisch geäußert oder betätigt zu haben. Die einzige „Quelle“ für eine angeblich antisemitische Äußerunge Bannons ist eine Aussage seiner Ex-Frau in einem Scheidungsprozess! Bannon bestreitet diese Aussage gemacht zu haben. Die Äußerung wäre im übrigen keineswegs antisemitisch, sie bezieht sich auf eine Erziehungskultur, die Bannon angeblich nicht zusagt. So what!“

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  4. Ich lese schon Jahre bei Breitbart und konnte echt nix Antisemitisches feststellen. Das ist nur ein Kampfbegriff, wenn die Gegenseite argumentativ nicht mehr weiter weiß. Solche Anschuldigungen kann man knicken. Wenn man solche Anschuldigungen aber gut abgestimmt in den MM-Medien bringt, dann haben sie trotzdem ihre Wirkung. Wenn es alle schreiben, muss es ja stimmen.

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