Macron und wer platzierte die Bombe?

Für die Deutschen soll die Verbindung zwischen Deutschland und Frankreich als Stabilitätsanker der EU erscheinen. Wenn Merkel schwächelt, erscheint uns Macron als der von allen verehrte Führer. Dass die Franzosen immer wieder auf die Straße gehen, um gegen Macrons Politik und Vetternwirtschaft zu protestieren, ist den deutschen Leitmedien höchstens einen Einzeiler wert. Nun konnte man nicht anders als darüber zu berichten, dass ein enger Vertrauter und Leibwächter, der Marokkaner Alexandre Benalla, auf einer Demonstration übergriffig geworden ist. Dass Macron immer wieder seine Nähe suchte, ließ manche vermuten, dass er eigentlich homosexuell sei und seine wesentlich ältere Frau vielleicht nur „Mutterersatz“. Doch nur der SPIEGEL als Leitmedium zitiert aus einer französischen Zeitung. Sicher gäbe es auch andere Quellen, doch der SPIEGEL zitiert aus einer Satirezeitschrift(!) und entkräftet allein schon dadurch die Vorwürfe. Sonst ist nur Schweigen in den Einheitsmedien. Allein der Alternativblog Jouwatch berichtet ausführlich darüber.

Benalla arbeitete mehrere Jahre für die Sozialistische Partei, wurde 2012 gefeuert, weil er nach einem Autounfall, bei dem er den damaligen Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg gefahren hatte, floh.

Daraufhin verbrachte Alexandre Benalla mehrere Jahre in Marokko, wo er in der Sicherheitsbranche tätig war. Als sein alter Kumpel Macron seine Bewegung En Marche! gründete und 2017 zu den Präsidentschaftswahlen antrat, kehrte Benalla nach Paris zurück, um ihn zu unterstützen. Schnell wurden die beiden unzertrennlich.

Obwohl das eine Tatsache ist, muss man sich fragen wie das abgelaufen sein soll. Benalla diente auch unter Hollande und Macron war damals in seinem Kabinett. Dabei lernte er auch Macron kennen (und lieben?) War sich Banella schon als Macron „le March“ gründete so sicher, dass er nun wieder in der Nähe des politischen Establishments einen Fuß auf den Boden bekommen würde, wenn dieser Präsident würde? Ich denke es ist anders gelaufen. Der ehemalige sozialistische Sicherheitschef Eric Plumer holte Benalla damals in sein Team und verschaffte ihm Arbeit bei verschiedenen Parteifunktionären. Eric Plumer war aufgrund seiner Statur und seines Auftretens schon unter Hollande eine Institution.

Zwischen Holland und Plumer ist die Verbindung eher familiär als offiziell. (…) Frisch gewählt, verspricht Hollande dem Chef der SO, sein Team am Elysee zu empfangen, um den Übernahme zu markieren. „Aber Francois, er sagt immer ja, und dann folgt nichts mehr“, lacht Plumer. (…) „Ich sagte ihnen, ich wüsste, was die Republik ihnen schuldete“, erinnert sich der ehemalige Präsident. Er klassifiziert Eric Plumer als„sozialistische Institution“. (hier französisches Original)

Macrons Unterstützer für seinen Marsch rekrutieren sich vor allem aus ehemaligen Sozialisten, denn die Partei befindet sich im Niedergang. Plumer hat sicher damit gerechnet, dass er auch unter Macron weiter dienen kann, obwohl ihm Hollande die öffentliche Anerkennung immer wieder versagt hat und er versprach, dass er diese schon beim Einzug Hollandes in den Elysee-Palast erhalten sollte.

Mit 60 ist Plumer nach der Niederlage bei der Präsidentschaftswahl Teil des Sozialplans, aber er lernt nebenbei, den weiteren Verlauf zu entschlüsseln, und sieht, dass sein Name nicht mehr erscheint. (Übersetzung nach obiger Quelle)

Ende Februar erhielt er sein Kündigungsschreiben.

Nun habe ich da eine Vermutung. Sicher war und ist Plumer immer noch hoch angesehen, doch die Geheimdienste werden sicher ein Auge darauf haben, wer sich im Umfeld der Präsidenten, vor allem auch bewaffnet, aufhält. Eric Plumer dürfte sicher ziemlich sauer gewesen sein, dass er nach all den Jahren nun die Kündigung erhalten hat, obwohl er noch für die Sicherheit bei Macrons Amtseinführung zuständig war und ihm beide Präsidenten trotzdem die öffentliche Anerkennung für seine Verdienste versagt haben. Ich denke, dass Plumer den Weg geebnet hat, dass Benalla nach Frankreich in das Umfeld Macrons zurückkehren konnte. Es wäre dabei naiv zu glauben, dass die Geheimdienste das zugelassen hätten, wenn sie das nicht befürwortet hätten, denn laut sozialistischer Partei ist der Sicherheitsdienst sozusagen „der Staat im Staate“. Nun hatten Plumer mit Benalla eine „Bombe“ unter den Augen der Geheimdienste in der Nähe Macrons platziert. Bei einer Person, die alle Macht an sich zu reißen versucht und auch von der inneren Zerrissenheit seiner Bewegung zehrt, weil sich seine Mitglieder aus ehemals verfeindeten politischen Lagern rekrutieren, ist das sicher ein gewisser Joker. Dieses Wort verwendet Plumer auch selbst mal, ohne darauf einzugehen, worum es sich handelt.

Ich meine, dass entweder Plumer oder die Geheimdienste die Bombe nun gezündet haben. Le March nennt sich selbst „liberal-demokratisch“. Das ist das gleiche Gefasel wie von der „liberalen Demokratie“ in Deutschland, die man unbedingt schützen will und gleichbedeutend ist, den “sozialistischen“ Parteienblock unter Merkels Führung zu schützen. Für beide rangieren Gleichstellung und Frauenrechte an vorderster Stelle, dabei knebeln die Franzosen ihren produktiven Mittelstand auf Druck der Gewerkschaften zusätzlich noch mit diversen Regelungen z.B. bei der Kündigung. In Deutschland geschieht das vor allem durch verschiedene nutzlose Umwelt- Regulierungs- und Hygieneauflagen, die zum Beispiel zur Schließung vieler kleiner Metzgereien mit eigener Schlachtung geführt haben.

Doch der politische Wind dreht sich langsam und die linken Parteien befinden sich im Niedergang. Macron hat nur noch eine Zustimmung von 39-46%, je nach Umfrage. Macron hat sich gegen eine Zollfreiheit zwischen EU und den USA ausgesprochen wie von Trump vorgeschlagen. Das überregulierte Frankreich würde da sicher den Kürzeren ziehen, Macrons Widerstand könnte eine Einigung verhindern. Macron war nur ein Schönling und Strohmann um le Pen zu verhindern. Nun hat er womöglich ausgedient.

Egal, ob es nun die verletzte Eitelkeit eines Sicherheitschefs war oder eine Initiative der Geheimdienste oder nur eine Verkettung unglücklicher Umstände für Macron, die Messe ist noch nicht gelesen. Solange die vorwiegend linken Leitmedien ihm die Stange halten, wird er diese Krise überstehen, schließlich kommt das politische und wirtschaftliche Leben in den Südländern wegen der Sommerhitze im August zum Erliegen. Was interessiert da schon, ob Macron einen homosexuellen Liebhaber hat, wenn man am Strand im Liegestuhl liegt.

Die deutschen Staatsmedien werden wenn, dann nur verquirlte Bruchstücke melden und, dass das alles nur auf Vermutungen beruht, solange bis sie das Wort „Verschwörungstheorie“ vor diese Story setzen können.

 

 

 

10 Gedanken zu “Macron und wer platzierte die Bombe?

    1. Der spanische Ministerpräsident ist auch so ein Milchbubi. Allerdings ist Macron wirklich für mich ein Kandidat für einen Karrierebumser wie kaum ein zweiter. Ich wette auch, dass der Soldat beim Nationalfeiertag sich nicht vertan hat. Die Fahne am Himmel, Tricoleur oder Regenbogen, war ein Dogwhistle.

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      1. Und dass die beiden Motorräder „zusammen gebumst“ haben äh sind und der eine Fahrer dann seine „Maschine“ nicht mehr hoch bekommen hat.

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      2. Das erinnert mich an den Film Adadeus. Auch na Art, jemanden den Hintern hinzuhalten.

        Ich kenn mich ja mit fr. Uniformen nicht so aus, aber ist es normal, dass die Frackenden so hochgeklappt sind, dass man den Arsch so sieht?!?

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