Ist die Identitäre Bewegung wirklich gefährlich?

Die Identitäre Bewegung Österreich ist gestern von allen wesentlichen Anklagepunkten freigesprochen worden. Wer die Aktivitäten dieser Gruppe verfolgt hat, der musste von vornherein feststellen, dass es sich da weitgehend um Banalitäten handelte, die offensichtlich nur verfolgt wurden, weil sie von einer patriotischen Bewegung begangen wurden. In diesem Artikel sind die Anklagepunkte aufgelistet. Eigentlich ging es nur noch um den Anklagepunkt der Volksverhetzung für Ausdrücke wie Islamisierung und Einwanderung töten Europa. Wie viele Terroranschläge braucht es noch, bis ihr aufwacht? Wehrt euch und werdet aktiv. Komm in die Bewegung

Wenn man weiß, dass es für linke Parolen wie „Bomber Harris. Do it again! (also zur neuerliche Bombardierung Dresdens aufruft) keine Strafe gibt, dann muss man sich schon fragen, ob hier nicht mit zweierlei Maß gemessen wird. Ein Staatsanwalt meinte sinngemäß, man müsse einen eigenen Straftatbestand für die IB schaffen. Witzigerweise kennen die meisten Bürger die IB nur deshalb, weil man sie immer wieder im Verfassungsschutzbericht nennt, ihre Aktionen werden aber von den Medien grundsätzlich totgeschwiegen. Wenn der Verfassungsschutzbericht sagt, die sind gefährlich, dann muss es ja stimmen. Dabei finde ich deren Aktionen in keiner Weise anstößig. Die Verhüllung der Maria-Theresia-Statue in Wien mit einer Burka oder das Ankleben von Bärten an verschiedenen Heiligen und das Umhängen eher harmloser Parolen. Der Chef der Bewegung, Martin Sellner, hat dem Verfassungsschutz deshalb sogar ein Treffen angeboten, um zu klären, was erlaubt wäre und was nicht. Die strikte Gewaltfreiheit, die sie propagieren, ist ihr größter Trumpf, denn bei einer Kriminalisierung bestimmter Aktionen, werden diese auch gezeigt. So ist dies die eigentliche Werbung für ihre Aktionen. Auf ihrer Internetseite stellen sie sich wie folgt vor:

Unabhängig von allen Parteien setzen uns in allen Bundesländern für den Erhalt unserer kulturellen Identität ein.

Denn die Identität Europas mit seiner Vielfalt an Regionen und Nationen ist es wert, von Generation zu Generation weitergegeben zu werden. Deshalb fordern wir eine Welt der kulturellen Vielfalt, deren fester Bestandteil auch unsere Heimat ist.

Um unsere Identität zu bewahren, fordern wir von Politikern und Parteien eine patriotische Politik, die sich Heimat, Freiheit und Tradition verpflichtet fühlt.

Die IB lehnt den Multikulturalismus ab, sondern setzen auf einen Ethnopluralismus. Dabei geht es nicht um „biologische Rasse“ wie man es ihnen anhängen möchte, sondern um die gewachsene Sprache, Tradition und Lebensweise in einer bestimmten Region mit der sich die Bewohner weitgehend identifizieren. Kritiker meinen natürlich, dass es das auch nicht gibt, weil ganz Europa ja in jeder Region schon „vielfältig“ ist und die Bewohner unterschiedliche Lebensweisen pflegen.

In einem neueren Interview wird Sellner diese Frage nach dem Ethnopluralismus gestellt und wenn man sich sehr mit einem Problem befasst hat, ist es natürlich schwierig es in kurzer Zeit auf einen Nenner zu bringen. Ich versuche es mal mit eigenen Worten, was er mit ziemlicher Sicherheit meint. Jeder hat bei der Geburt ein Urvertrauen und ihm wird die Welt am Anfang durch die Eltern, Verwandtschaft und nähere Bekannte erschlossen. Ihm ist die Welt vertraut durch die Sprache, die vor allem im Dialekt mit der Sprachmelodie so nuancenreich ist, dass da nichts mehr dazwischen passt und die Sprache selbst nicht nur Erklärung, sondern auch Anschauung, Haltung und Emotion ist. Bei uns Ort lebt eine Vietnamesin mit ihrem deutschen Mann und ihren Töchtern und betreiben ein Restaurant. Als die Töchter, so um etwa 15 Jahre, beim Bedienen aushalfen, da stellte sich gar nicht die Frage, wo sie herkommen, obwohl sie rein äußerlich den asiatischen Einschlag haben. Ihre Sprache und ihr ganzer Habitus waren so, dass sich die Frage gar nicht stellte und wurde noch durch diese fernöstliche Freundlichkeit angereichert.

Ich war auf einer Veranstaltung zum Rechtsextremismus, wo man sagte, die IB wäre so schlimm, weil Ethnopluralismus am Ende auf eine Tyrannei und auf die Deportation hinausläuft, von Leuten, die ethnisch nicht dazugehören.

Tyrannei ist es für die Migranten und auch für die Einheimischen, wenn man sie nach Quote in dieser Menge in unserem Land verteilt. Einwanderer sind nicht mehr zur Anpassung gezwungen, um zu überleben und Segregation und die Vertreibung wird nicht von oben angeordnet, sondern die stellt sich ja von selbst ein wie man in Paris sehen kann. Ich sehe das Projekt der IB nicht als politische Bewegung und schon gar nicht als rechtsradikal. Das, was man ihr vorwirft, also die Nichtintegration von verschiedenen Kulturen, geschieht ja bereits. Nur wirft man es immer den Einheimischen vor, sie hätten zu wenig dagegen getan. Dabei ist das Bullshit. Viele wollen sich nicht integrieren, die wollen ihre Kultur hier praktizieren, zusammen mit allen Annehmlichkeiten, die der Westen bietet. Auch wenn es Sellner nicht offen ausspricht, der Versuch des Ethnopluralismus mit verschiedenen westlichen Kulturen ist gescheitert, weil sich eben schon islamische und arabische „Enklaven“ in Europa gebildet haben. Sein Bestreben ist es meiner Meinung nach, auch wenn er es nicht offen ausspricht, dass man das restliche Terrain nicht kampflos übergibt, dass man seine eigene Kultur wertschätzt und sie nicht dem Multikulturalismus, heißt der afrikanischen oder islamischen Kultur, opfert. Dass bei einem Bürgerentscheid in Kaufbeuren gegen einen Moscheebau gestimmt wurde, ist ein erster Schritt. Da kann es noch so viele kunterbunte Straßenfeste geben, die von Grünen und SPD organisiert werden, damit wir das Kulturfremde übernehmen. Sobald der einzige Lebensmittelladen am Ort ein Schild an der Tür hat, dass es hier kein Halal-Fleisch gibt, dann könnte die Sache gegessen sein. Es würde das übliche linke Gezeter mit Rassismus usw. losgehen. Wenn der Geschäftsinhaber in diesem Fall sich eher für Geld als für Moral entscheidet, dann hätte er (fast) alle Unterstützung der Ansässigen. Ich will kein Fleisch von Tieren, denen man die Kehle bei lebendigem Leib durchschneidet und solange es hier eine Mehrheit dagegen gibt, wird das auch so bleiben.

Trotz vieler anderer Morde und Übergriffe auf Frauen vorher, kam es erst mit Kandel zu einem Umschwung. Nennen wir es Zufall. An einem bestimmten Punkt in nicht zu ferner Zukunft wird es ein womöglich sogar banales Ereignis geben, wo dieses ethnische Selbstverständnis und der Wert unseres Soseins nach oben kocht und wie eine Mauer stehen wird.

Das ungute Gefühl, dass uns Dinge genommen werden, die für unser Zusammenleben so selbstverständlich sind, dass wir dafür nicht mal eine Beschreibung parat haben, um sie zu charakterisieren, wird nun von der Identitären Bewegung in Worte gefasst. Die Opposition zu Vielfalt und Bunt bekommt mit der IB auch das sprachliche Handwerkszeug um sich zu wehren. Deshalb ist die IB für die herrschenden Parteien so gefährlich, weil sie deren Deutungshoheit aufweichen.

Ich denke, dass ein Martin Sellner schlau genug ist, dass er seinen Ethnopluralismus nicht in den jetzigen Staatsgrenzen denken darf. Die ursprünglich westliche Kultur wird nach Osten rücken, es wird zu einer Segregation und Abschottung kommen, was sicher Jahrzehnte dauern wird aber unvermeidlich ist, sofern man den Multikulturalismus nicht mit Gewalt durchdrückt. Vielleicht ist es ein gutes Zeichen, dass dann Brüssel den geographischen Mittelpunkt eines Multikulti-Tralala-Shitholes bildet, den man heute schon in Molenbeek oder in Paris Saint Denis erleben kann.

Die Identitäre Bewegung wird sich meiner Meinung nach auflösen, sobald die Mehrheit bockig genug ist, den Multikulti-Krimskrams nicht mehr mitzumachen. Das beginnt, wenn man dem Caritas-Sammlern an der Tür sagt, dass man für solche Organistationen grundsätzlich nicht spendet, und nicht nur vorgaukelt, es wäre niemand zu Hause. Es beginnt, wenn man an der Fleischtheke  ernsthaft fragt, ob das Fleisch halal wäre und bei einem Ja sagt, dass man dann eben nichts kaufe. Sozusagen der moralische Ungehorsam.

Am Ende dieses fünfminütigen Videos, das ich immer wieder ergreifend empfinde, wird der Schriftsteller Dominik Vernier zitiert.

Ich glaube an die besonderen Qualitäten der Europäer, die für eine Zeit in Schlaf gefallen sind, ich glaube an ihre Fähigkeit zu handeln, den Erfindergeist und das Erwachen ihrer Energie, die Erweckung wird kommen. Wann? Das weiß ich nicht. Aber ich habe keine Zweifel, dass es geschehen wird.

Die Identitäre Bewegung könnte ein Teil dieser Erweckung sein.

 

 

 

9 Gedanken zu “Ist die Identitäre Bewegung wirklich gefährlich?

  1. der IB stehe ich skeptisch gegenüber, denn sie scheint ein Jung-Aktivisten-Arm der Paneuropa Bewegung zu sein. Globalisten insbesondere blaublütiger Art, die trotz ihrer einflußreichen Position in Wirtschaft und Politik, trotz ihrer Kenntnis der Agenda seit Jahrzehnten, nichts unternommen hat im Sinne für das Volk. Diese Paneuropäer verfolgen ihre eigene Agenda und für sie ist das Volk nur Mittel zum Selbst-Zweck. Danke, hatten wir schon zur Genüge.
    Wenn wir, jeder Einzelne für sich, nicht selbst aufwacht und SEINE ureigensten Interessen als Mensch, Vater, Mutter, Familie nicht SELBST vertritt, SELBST lebt, dann bekommen wir wieder nur mehr vom Alten.
    Wir müssen uns selbst vertreten, dürfen uns niemandem als Anhänger anschliessen. Allein Freundschaften und Interessensgemeinschaften, bei denen man sich „persönlich“ kennt, an denen man selbst gestalterisch aktiv mitwirkt und deren Aktivitäten und Ziele 100% mit einem selbst übereinstimmen, können solch eine Instrumentalisierung unserer Energie und unseres Rechts, unserer Freiheit… durch die verschiedensten Gruppen, die um ihre künftige Stellung und ihre Pfründe auf Kosten der Volksmenschen wetteifern, vielleicht noch verhindern.

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    1. Werter Heimdal….,
      dem ersten Absatz widerspreche ich mit Nachdruck !
      Denn es ist nicht vorrangig wichtig, welche Person etwas tut oder sagt, vorrangig ist, was sagt er, wie sind seine Argumente und seine Taten.
      Die Herkunft als sozialrasistische Bewertung ad personam einzuführen, entbehrt jeder Redlichkeit des Arguments.
      Das auf den ersten Absatz folgende scheint mir die Position des Schäfers zu sein, der seine Schafe langfristig dem Wolf zuführt, ohne dies jemals kenntlich zu machen.
      Also wenig zielführend !
      ….und Ihre vorgeschlagene Vereinzelung gegenüber einem massiven Block hat wohl nur die Schwächung des Eigenen zum Ziel.

      Ich bin für jedes neue Argument und für jede neue Bewertung dankbar, unbegründete Bewertungen lehne ich ab, ich kann noch selber denken.

      Die Aktionen der Identitären sind argumentationsstark und zielführend, ein krasser und wohltuender Unterschied zu Söders Aktionismus !
      Deshalb bewerte ich die Identitären sehr positiv, …..und wer fleißig ist, darf sogar auch mal einen Fehler machen.

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      1. die Herkunft ist immer von Bedeutung, ebenso WER etwas sagt. Ich schrieb nicht von Vereinzelung oder Vereinsamung, sondern davon, daß man ausschließlich sich selbst treu bleiben muß. Keine Kompromisse. Dies ist zwingend nötig, um in der Wahrheit zu bleiben. Seiner Wahrheit. Das geht auch sehr gut in der Gruppe, denn es geht hier nicht um Egoismus, sondern um das SELBST und Wahrhaftigkeit. Wer wahrhaftig ist, erkennt auch die Wahrhaftigkeit im Anderen (so sie denn gelebt und erstrebt wird). Wer heute noch glaubt irgendeine Partei, irgendeine Gruppierung, irgendein Verein, Club, Gewerkschaft, Religion, Kirche … könne diesen Kampf, den die Menschheit gerade um ihre Freiheit und Seele führt, für einen übernehmen, der wird in die Irre gehen. Die Macht liegt in jedem einzelnen von uns SELBST.

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  2. Ich kann beurteilen, was ich selber sehe, lese, höre usw. oder/und ich kann übernehmen, was andere für mich beurteilen. Das Problem hatte ich schon in der DDR, und ehrlich gesagt habe ich erlebt, dass beide Seiten (wenn man es denn auf zwei Seiten reduziert) mal recht hatten und mal nicht. Und ich habe auch mal falsch geurteilt, weil ich gar nicht alles überblicken konnte.
    Kurz und gut: Eigentlich kann ich nur nach bestem Wissen Wahrscheinlichkeiten setzen.
    So, und jetzt zur IB: Was ich sehe, sind gewaltfreie pfiffige Aktionen und Inhalte, die ich zum Teil selber gut finde. Nicht alles, aber teilweise. Und jedenfalls so, dass ich die Aktionen der IB sehr mag. Wenn jetzt auf der anderen Seite dumpfe Standardparolen und eine bloße Verteufelung der IB ohne inhaltliche Auseinandersetzung kommt, also Entschuldigung, dann ändert sich an meiner Entscheidung gar nichts, eher im Gegenteil.
    Ich würde den Äußerungen des Verfassungsschutzes ein hohes Gewicht einräumen, aber die müssen auch Fakten vorlegen. Sowas wie „die und die sind in Wirklichkeit…“ zählt alleine nicht. So fängt schließlich fast jede Verschwörungstheorie an

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  3. Werte Reblocker,
    bitte unterlasst in Zukunft die dauernden Reblockerhinweise, das müllt nur das Forum zu.
    So etwas klärt man mit dem Bloginhaber einmal und dann hat es sich.
    Danke !

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    1. Schnullerbacke, der Reblockerhinweis wird automatisch bei einem „reblog“ vom WordPress-System generiert. Wenn der Blog-Inhaber „Der Waidler“, der durch reblogs ja mehr Leser gewinnt, mir per mail mitteilt, dass er das rebloggen nicht will, dann werde ich mich dran halten. Unidentifizierbare Nervensaegen wie „oprantl“ wuerde ich auf meinem Blog einfach sperren. Aber wie gesagt, das hier ist der blog vom Waidler, und der hat hier die Lufthoheit, kann zulassen und loeschen was ER will. Also, oprantl, hoer auf mir aufn Keks zu gehn.

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      1. Das mit der automatischen Generierung wusste ich nicht, Dank für den Hinweis.
        Hat aber leider nichts damit zu tun, was und warum ich dieses geschrieben habe.
        Ansonsten sind das nicht gerade die Umgangsformen, welche ich gewohnt und zu akzeptieren bereit bin.
        Da solche Absonderungen unmoderiert bleiben, verabschiede ich mich mich und bitte den Waidler mich aus der Verteilerliste zu streichen.

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