Stephan Weil (SPD) stopft das Sommerloch.

Nachdem um Özil eine Art Debatte mit offenem Ende entstanden war, hatte man jetzt das Gefühl, als müsse man die ganzen Abtrünnigen wieder einfangen. Wie auf Kommando haben nun alle Deutschen ein Problem mit Rassismus.

Beim Tagesspiegel sitzt die Urlaubsvertretung und Stephan Weil von der SPD hat wohl seinen Flug versäumt, dass man ihn zufällig noch erwischt hat, um zu bestätigen, dass wir alle Rassisten seien.

Endlich wird Rassismus auch Rassismus genannt

heißt es im Tagesspiegel.

Führen wir jetzt wirklich eine Rassismusdebatte? Lange Zeit war das Wort „Rassismus“ in Deutschland tabuisiert. Wer es aussprach, eröffnete keine Debatte, sondern riskierte, von ihr ausgeschlossen zu werden. Noch immer höre und lese ich hin und wieder das Wort „Fremdenfeindlichkeit“, ein Ersatzwort für den „Rassismus“, der nicht angesprochen werden durfte. Ein problematischer Begriff allerdings, durch den die Betroffenen in der Beschreibung des Unrechts, das ihnen angetan wurde, ein weiteres Mal zu „Fremden“ gemacht, also von ihrer Zugehörigkeit suspendiert werden.

Endlich! Wenn man „deutsche sind Rassisten“ in die Suchfunktion gibt und auf 2008 bis 2013 einschränkt, dann befassen sich die ersten beiden Seiten der Treffer mit Rassismus gegen Deutsche und mit Beiträgen der bezahlten Deutschlandhasser der Heinrich-Böll-Stiftung, der Bundesanstalt für politische Bildung und belltower (die hießen dazwischen mal Netz gegen Nazis). Die waren vor zehn Jahren der Fels in der Brandung:

Rassismus behandelt Menschen nicht als Individuen, sondern als Angehörige einer Gruppe – und unterstellt, dass sich aus dieser Gruppenzugehörigkeit unveränderliche Eigenschaften, Fähigkeiten oder Charakterzüge ableiten. Dabei wird die eigene Gruppe meist als höherwertig begriffen. Klassischer Rassismus basiert auf einer wissenschaftlich längst überholten Einteilung der Menschheit in „Rassen“. Auch deshalb versuchen Rechtsextremisten seit den siebziger Jahren, neue Begründungen für ihren Rassismus zu finden. Rassismus findet sich überall, im Alltag, in der Geschichte, in der Politik – und sicherlich auch in Ihrem eigenen Kopf.

Sicherlich in meinem Kopf? Sicher. Ich halte nämlich die Mitglieder von Netz gegen Nazis, Demokratie leben, Doppeleinhorn usw, allein durch ihre Gruppenzugehörigkeit für ideologisch verblendete Minderleister, die keinerlei Mehrwert für die Gesellschaft erzeugen. Es sind Leute, die mangels praktischer oder geistiger Möglichkeiten, versuchen, ihren Selbstwert dadurch zu steigern, indem sie dem Rest seine moralische Minderwertigkeit vorhalten.

Auch wenn man bis 2016 das Netz nach dem deutschen Rassismus abfragt, so finden sich weder ein Politiker, noch eine einschlägige Zeitung, die das behauptet, außer den professionellen Deutschlandhassern. Das Thema war völlig tabuisiert. Dabei haben nur die Hetzer ein Problem mit Rassismus. Schließlich schrieb der Münchner Merkur schon 2011, dass die Deutschen von Juden (10%), Kelten (30%) und Osteuropäern (45%) abstammen, also zu über die Hälfte von Zionisten, Brexit-Befürwortern und Nazis aus Polen, Tschechien und Ungarn. Kein Wunder, dass wir Rassisten sind, schließlich sind wir mit dieser Abstammung schon genetisch vorbelastet, tragen womöglich Orbans Gene in uns, aber in höchstens zwei Generationen haben wir diese Linie mit Senegalesen, Eritreern und Syrern sicher genetisch zum Besseren verdünnt.

Nun im Sommerloch bricht er aus und im Stundentakt melden die Qualitätsmedien vom infektiösen Verfall der Weltoffenheit und Toleranz der Teutschen. Nun sind die ganzen Flüchtenden, Schutzsuchenden, Invasoren und Invasorinnen nach Deutschland geströmt und niemand hat sie vor dem latenten Rassismus der Teutschen gewarnt!

Nach Ansicht von Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) hat Deutschland ein „Rassismus-Problem“. Ihn bedrücke ein wachsendes Misstrauen und die Ablehnung von Menschen mit Migrationshintergrund sehr, sagte Weil dem „Tagesspiegel am Sonntag“ und forderte: „Die deutsche Mehrheitsgesellschaft darf unser Rassismus-Problem nicht länger ignorieren oder verharmlosen.“

Die Politik müsse dabei Sicherheit und Vertrauen vermitteln. „Das war in der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel anfangs sicher nicht der Fall. Sie war leider planlos“, sagte Weil mit Blick auf die CDU-Politikerin Merkel. Eine Überforderung des Staates in der Flüchtlingskrise habe viele Menschen verunsichert und es „rechtspopulistischen Brandstiftern letztlich leicht gemacht, aufzuhetzen und die Gesellschaft zu spalten“.

Ist ja zu blöd Stephan, dass jetzt die ganzen ersehnten Fachkräfte unter uns sind und nicht arbeiten können, weil man die ganzen teuschen Rassisten nicht rechtzeitig in Umerziehungslager geschickt hat. Da hilft nur eine unbedingte Grenzöffnung wie 1989, dass die ganzen Schutzsuchenden endlich in die nicht-rassistischen Länder der EU weiterziehen können und wir sie nicht wie damals durch etwaige Schießbefehle zurückhalten.

Wer soll sich eigentlich angesprochen fühlen, wenn es heißt, die Deutschen hätten ein Rassismusproblem? Rechnen wir die völkischen Lagerfeuerhohlköpfe weg, dann wählen noch 13% angebliche Rassisten die AfD. Muss man wegen dieser Minderheit so ein Zinnober machen? Dazu kommen höchstens noch die türkischen Grauen Wölfe mit deutscher Staatsangehörigkeit, die Neger als minderwertig und Moslems als die höchsten aller Rassen ansehen. Dazu die Werteunion der CDU und der konservative Aufbruch bei der CSU, die heimlichen Sympathisanten bei der SPD und Sarah Wagenknecht.

Dann kommen noch die dazu wie ich: Ich frage Leute, die nicht von hier sind, woher sie kommen und lobe sie, wenn sie schon so gut bairisch sprechen.  Ich spende nicht für die Caritas, weil ich denke, dass meiner Steuergelder für den Rest der Welt genügen müssten. Ich will keine orientalische Trommelmusik, sondern gehe ein Mal im Jahr ins Konzert, um mir Beethovens 9. anzuhören. Ich finde Frauen im Dirndl durchweg schärfer als in der Burka und empfinde eine Moschee mit Jaulturm auch nicht als Bereicherung.

Klassischer Rassismus basiert auf einer wissenschaftlich längst überholten Einteilung der Menschheit in „Rassen“. Dabei wird die eigene Gruppe meist als höherwertig begriffen.

Liebe Rassismusplärrer. Alle osmanischen Großreichträumer dürfen mich sogar Köter nennen, sofern sie sich dahin zurückbewegen, wo sie oder ihre Vorfahren hergekommen sind, auch wenn wir nach einer focus-Umfrage gegenüber Moslems noch rassistischer sind, als gegenüber anderen Ausländern. Da lohnt sich das Zitiren eines Forumbeitrages:

Um welche „Vorurteile“ in Sachen Islam soll es sich handeln? Sure 5, Vers 52: “Oh Gläubige, nehmt weder Juden noch Christen zu Freunden.” Siehe auch Sure 3, Vers 118 : “Oh ihr, die ihr glaubt schließet keine Freundschaft außer mit euch. …” Gut, dass sowas kein Rassismus ist. 🙂

Mir ist auch egal, ob jemand wegen des Namens Gürülü schwerer eine Wohnung bekommt, denn wenn meine beiden Kinder in etwa zwei Jahren womöglich studieren, dann fallen meine Frau und ich auf Hartz IV-Niveau und dann gehe ich auch nicht zum Amt. Ich kann es ertragen, wenn ich nicht nur Studium, sondern auch einen erfolgreichen Studienabschluss bei der Rentenversicherung nachweisen muss, obwohl dieser zwingend ist für den Beruf, den ich jetzt ausübe, und ich fühle keinen Neid, wenn ich jetzt für eine Lungenbehandlung 800.-€ zuzahlen soll, obwohl ich seit 30 Jahren in die Krankenversicherung zahle, jeder Obongo aus irgendwo aber eine TBC-Behandlung für mehrere zehntausend Euro erhält; und zwar ohne Zuzahlung.

Und jetzt kommt #metwo, um den Deutschen pauschal an Beispielen zu zeigen, dass wir die letzten Jahre nicht nett genug waren. Wenn ihr Euch beleidigt oder diskriminiert fühlt, weil ihr vielleicht empfindlicher seid als andere, dafür gibt es Gesetze und Gerichte, die für alle gelten. Und wenn es noch zu wenig Steuergelder sind, um Euch eine passende Wohnung oder angenehmes Auskommen zu bescheren, dann findet sich sicher ein Linker oder Grüner in Eurer Nähe, der noch mehr herbeischafft.

Herr Weil sagt, dass Merkel versagt habe und rechtspopulistische Brandstifter die Gesellschaft gespalten und aufgehetzt haben. Ach was. Ihre inzwischen sterbende Partei von der SPD hat jeden Flüchtling als Heiligen und Fachkraft verehrt und als es nach Köln nicht mehr zu verheimlichen war, dass die auch ganz schön im Bereich Körperverletzungen, sexuelle Belästigung und Vergewaltigung aufmischen, haben sie es zusammen mit den Medien geschafft, dass der Ausdruck „besorgter Bürger“ irgendwann als abwertend und rechtsextrem galt. Wäre eher ungewöhnlich gewesen, wenn die Leute deswegen nicht sauer geworden wären.

Ich mache jetzt mal einen auf rassistisch, auch wenn ihre angebliche „Mehrheitsgesellschaft“ der gleichen Meinung sein dürfte, dass uns nämlich pauschal von Menschen aus Japan, Korea oder Tschechien mehr geholfen ist, als von jungen Männern aus der Subsahara, sofern man nicht gerade in der Asylindustrie (huch! welch böses Wort!) arbeitet.

Die offensichtlichen Unterschiede zwischen Rassen und Kulturen gehen nicht weg, auch nicht wenn man sie verleugnet oder als rassistisch bezeichnet. Vielleicht sind gerade deswegen Grenzen eine tolle Erfindung.

 

 

 

 

 

 

 

 

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3 Gedanken zu “Stephan Weil (SPD) stopft das Sommerloch.

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