Die Rückkehr zur Wehrpflicht und der rosa Elefant.

Hätten eine Göring-Eckert oder eine von der Leyen irgendeinen Stuss zur Forderung nach Wiedereinführung des Wehrdienstes abgegeben, könnte man nachsichtig sein, schließlich haben beide keinerlei Ahnung von der Bundeswehr. Nun zeigt aber der FDP-Politiker Alexander Müller, dass man auch gedient haben kann und noch heute freiwillig an Reserveübungen teilnehmen kann und trotzdem nur auf das Fernstliegende kommt, was einer allgemeinen Dienstpflicht/Wehrpflicht entgegenstehen könnte.

Ich bin der festen Überzeugung, dass es volkswirtschaftlich viel sinnvoller ist, Menschen frei ihren Traumberuf ausüben zu lassen, als sie zu zwingen, etwas zu arbeiten, was sie nicht möchten. Ich weiß, wovon ich spreche, ich habe selbst 15 Monate Wehrdienst absolviert, und habe die Kameraden erlebt, die mit Maßbändern Zentimeter für Zentimeter die Tage gezählt hatten, bis sie endlich in Freiheit kamen.

Ganz im Gegenteil Alex! Mit dem Abitur für beinahe Analphabeten hat man dafür gesorgt, dass viele für ihren Traumberuf zum Beispiel Kirchenmalerei in der Lombardei, Dialekte der inneren Mongolei oder über das 12. Geschlecht in der Antike studieren. Es ist dann auch volkswirtschaftlich nicht sinnvoll, für die irgendwelche Berufsbilder und Studiengänge neu zu kreieren, wo sie dann für noch mehr exotische Fachleute sorgen, die dann ein Mal im Leben im Fernsehen als Experte für irgendwas auftreten dürfen. Warum haben wir gerade einen Rekord an offenen Stellen, während die Arbeitslosigkeit steigt?

Die meisten jungen Leute haben aus den Augen verloren, dass man nicht vorrangig zur Selbstverwirklichung und für eine gute Work-Live-Balance arbeitet, sondern damit für seinen Lebensunterhalt sorgt, weil andere das, was man tut, für sinnvoll halten und deshalb dafür zahlen. Dazu ist die Idee vom weitgehend sinnfreien Traumberuf nur dort möglich, wo es eine gute soziale Absicherung und eine Menge steuerfinanzierte Nutzlosstellen gibt. Jüngere Leute vergessen – und auch knapp 50-jährige wie Alexander Müller-, dass man gegenüber dem Staat und seinen Mitbürgern eine gewisse Verantwortung hat und sei es nur, dass man nicht wie selbstverständlich davon ausgeht, dass die anderen einen durchfüttern, weil man mit seiner Traumqualifikation für den Rest völlig nutzlos ist. Auch innere und äußere Sicherheit sind keine Selbstverständlichkeit, genauso wenig wie Feuerwehr, Rettungsdienst, funktionierende Stromversorgung und vieles mehr. Es besteht so eine Tralala-Mentalität, als könnten alle auch Rapper, Fußballer oder Genderforscherin werden und der Laden läuft dann einfach so weiter. Hat man wirklich einen sinnvollen Beruf gewählt, dann gehören eben bestimmte Grundtugenden dazu, die man früher bei der Bundeswehr durchaus gelernt hat. Müller ist aber anderer Meinung:

Ich höre von den Befürwortern meist das Argument, dass viele Jugendliche zuhause keine richtige Erziehung genossen hätten, und die Bundeswehr die Leute zum ersten Mal richtig diszipliniere. Dazu kann ich nur sagen, der Staat ist nicht dafür da, Versäumnisse der Eltern über die Ausübung von Zwang zu „heilen“. Dieser Zwang ist ein dermaßen gravierender Eingriff in die persönliche Freiheit, dass man ihn als Liberaler nicht befürworten kann.

Huch! Disziplin? Voll Nazi und ein gravierender Eingriff in die persönliche Freiheit! Gut, dann schenken wir uns jegliche Zwangsverpflichtung wie es sie zum Beispiel schon bei den Feuerwehren gibt, falls sich nicht genügend Freiwillige finden. Und das wird immer öfter der Fall sein. Äußere und innere Sicherheit? Geschenkt. Wenn sich jeder einzelne davor drückt, wenigstens ein Jahr seines Lebens für die Allgemeinheit zu opfern, dann werden in ein paar Jahren andere Leute Zwänge und Eingriffe in meine persönliche Freiheit ausüben, dass mir Hören und Sehen vergeht. Die Diskussion über den ganzen Geschlechterkrempel, den Müller noch anschneidet, kann man sich deshalb gleich schenken.

Im Grunde ist die Sache mit dem Wehrdienst ohnehin gegessen. Wir haben deutsche Staatsbürgerschaften jahrelang verschenkt, ohne dass interessierte, ob die auch loyal zu Deutschland stehen oder hier nur abgreifen wollen.  Da kann man sicher sein, dass auch die Gemäßigteren unter den Moslems plötzlich ihren Glauben entdecken, sobald sie eingezogen sind. Da wird dann diskutiert, wo ich meinen Gebetsteppich ausrollen kann oder ob die Marschverpflegung auch halal ist. Man möchte gar nicht wissen, wie viele dann auf der Schießbahn plötzlich entscheiden, ein paar Pluspunkte fürs Paradies zu sammeln, indem man den ungläubigen Teil der Kompanie erlegt.

Wenn schon ein ehemaliger Wehrpflichtiger und aktiver Reservist den rosa Elefanten nicht sieht, dann möchte ich gar nicht wissen, welche Hinderungsgründe für eine allgemeine Wehrpflicht bzw. Dienstpflicht die Vertreter aus der links-bunten Fraktion noch finden werden. Schade, dass das ÖR-Fernsehen und die Block-Zeitungen im Sommer keine Betriebsferien machen, dann müssten wir es nicht mal erfahren.

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15 Gedanken zu “Die Rückkehr zur Wehrpflicht und der rosa Elefant.

  1. Ich will sie im Moment auch nicht. Auf jedenfall nicht so. Mädchen, die für ein jahr auf Ursulas Schrottplatz turnen, sind auch nicht sinnstiftend.

    Wir brauchen eigentlich eine Wehrpflicht für Männer in einer Armee, die funzt, unter einer Regierung, der man wieder vertrauen kann, und ohne dass ein Ersatzdienst leicht zu haben ist. Mich stört der Ersatzdienst, der die Löhne drückt.

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    1. Biodeutsch, was soll das sein? Haben Sie jemals Ihren Stammbaum erforscht? Ich bin sicher beispielsweise beim Waidler lassen sich etliche Tschechen, Ungarn und/oder Polen finden.

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      1. 1. Konjunktiv 2, war relativ frueh in der Schule mal dran, vielleicht entsinnen sie sich?
        2. Zu 50% (unter Beruecksichtigung der hiesigen Blogfarben) Saupreiss, zu 25% Hugenotte und zu 25% Waldenser (Lux lucet in tenebris), also sozusagen ein ordnungsliebender Dauerrevoluzzer.
        3. Freuen Sie sich doch darueber, dass Sie schon in der Bibel Erwaehnung fanden: https://bibeltext.com/matthew/5-3.htm

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  2. Ich bin jetzt 70 Jahre alt geworden und habe mich früher immer heimlich gefreut, um die Armee herum gekommen zu sein. Inzwischen halte ich dies aber für gar keine gute Idee mehr. Im Notfall kann ich mich nicht mal mehr mit einer Waffe, die ich nicht habe, verteidigen. Keine Ahnung wie das schießen mit so einem Ding geht. Für eine Regierung sind Bürger ohne Waffen natürlich ideal. Die können sich nicht verteidigen. Auf Polizei und Bundeswehr kann sich der deutsche Bürger im Ernstfall ja wirklich nicht mehr verlassen. Wenn so 2 – 3 Tausend IS-Anhänger oder ähnliches Gesocks ernst machen, geht das ganze Ding unter und keiner wehrt sich wirklich. Ich denke nur an die USA. Dort wird jede Regierung den Waffenbestand in der Bevölkerung berücksichtigen müssen.

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  3. luisman sagt:
    9. August 2018 um 0:18 Bearbeiten
    1. Konjunktiv 2, war relativ frueh in der Schule mal dran, vielleicht entsinnen sie sich?

    Warum sollte hier „Wäre nicht schlimm“ nicht stimmen, schließlich bezieht es sich auf eine irreale Annahme. „Wäre nicht schlimm gewesen“ geht nicht, weil die ja noch in meiner Linie wären und ich noch nicht tot bin.
    Erklären Sie mir, wo ich falsch liege.

    Warum muss ich mich eigentlich beleidigen lassen (3), obwohl mein Post nur ein Seitenhieb darauf war, dass sich jemand über mich sicher ist, obwohl er mich gar nicht kennt.

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      1. Waerst Du ein junges huebsches Maedchen waere das als Rollenspiel ganz interessant. Da Du aber ein Mann, und „ganz sicher“ ein glatzkoepfiger Bierbauchtraeger bist, nein danke 😉

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