Wer schützt uns vor der grünen Pest?

Solange sich die ganzen Weltverbesserer in Politik und Medien nur auf das Nudgen und Indoktrinieren verlegen, kann man es ja noch ertragen. Nervig wird es schon eher, wenn man für reine Symbolpolitik zusätzlich noch bezahlen muss, sei es nun für die EEG-Umlage oder zusätzliche dafür, weil gesetzliche Vorschriften umgesetzt werden müssen, deren Kosten von der Industrie auf den Verbraucher umgelegt werden.

Schlimm wird es erst, wenn man aus reinem grünen Aktionismus den Bürgern ein Verhalten durch ein schlechtes Gewissen aufnötigt bzw. gleich aufzwingt, wenn er nicht folgsam ist. Diese grüne Pest, die ihre Lala-Welt im Kopf für die Realität hält, bringt mich noch zum Wahnsinn.

Es gibt bei uns beim ALDI keine gewöhnlichen Plastik-Tragetaschen mehr.

Man hat die Bürger und die Konzerne mit Bildern von Plastikmüll in den Weltmeeren weichgeklopft, sodass auch die Hausfrau im hintersten Wald sich dafür verantwortlich fühlt und das für eine tolle Sache hält. Wieder so ein Fake: Hauptsache ich fühle mich gut, auch wenn mein Verhalten nun das Gegenteil bewirkt. Vielleicht ist die Digitalisierung doch unser größtes Problem, denn sonst hätten die ganzen Jutesackträger auch schon einen Internetanschluss, wo sie dann folgendes recherchieren können.

Tragetaschen machen nur 3% des ganzen Verpackungsmülls aus Kunststoff aus, dabei sind nur ein Viertel aller Verpackungsstoffe im Privathaushalt überhaupt aus Kunststoff. Die EU bauscht die Zahlen der Gesamtmenge auf das Fünffache auf, indem sie einfach die ganzen Kunststoffsäcke, die in der Industrie verwendet werden, miteinrechnet. Dass wir in Europa beim Pro-Kopf-Verbrauch als stärkste Industrienation vorne liegen, ist ja dann fast logisch, obwohl der einzelne womöglich weniger verbraucht, als ein Italiener oder Spanier. So kann die EU behaupten, dass jeder Bürger im Jahr 500 Tragetaschen verbraucht und diese dann gleich wegwirft, weil es ja ein Wegwerfartikel ist. Dabei verbraucht jeder nur 65 Stück davon und verwendet diese auch meist mehrmals. Wer wenig Platz hat und der Müll trennt, der weiß wie gut es ist, dass sich damit leere Tetrapacks und Dosen sammeln lassen, ohne dass man irgendeine stinkende Siffe in einer Plastikbox hat. Für diese Erleichterung verbraucht jeder von uns etwa so viel Erdöl wie in 0,7 Liter Diesel stecken; und das in einem Jahr.

Übrigens sind Verpackungen aus Kunststoff eine tolle Sache und gut, dass man das der Industrie überlassen hat, was sie verwenden. Schließlich kostet der Transport Energie und in der Energiebilanz schneiden einfach leicht stapelbare Verpackungen mit geringem Gewicht am besten ab. Gut, dass sich das nicht Politiker überlegt haben, die dann bestimmte Vorschriften erlassen, sonst würden Kartoffeln in handgehäkelten Baumwolltaschen ausgeliefert werden.

Immer labert man etwas vom Schonen der Ressourcen, dabei vergisst man wie viele Lebensmittel einfach schon auf dem Transport und bei der Lagerung verdorben waren, bevor es Kunststoffverpackungen gab. Das wird bei der Energiebilanz leicht vergessen.

Früher hat man eine Tasche im Laden umsonst bekommen und man wollte das eindämmen, indem man was dafür verlangte. Die Leute zahlen aber gerne dafür, weil man dafür echt einen praktischen Gegenstand bekommt. Das kann die grüne Verbotspartei natürlich nicht sehen, darum muss am Ende ein generelles Verbot kommen. Und an dem Tag, wo dieses Verbot in Kraft tritt, werden dann die grünen Hohlköpfe an öffentlichen Ständen Baumwolltaschen verschenken, weil wir damit endlich die Weltmeere retten können. Da hätten sie mal vorher das gelesen:

Nach einer Studie, die die britische Regierung bei dem Umweltamt „Environment Agency“ in Auftrag gegeben hat, muss z.B. eine Baumwolltragetasche im Vergleich zu einer einmal genutzten HDPE-Tasche mindestens 131 Mal eingesetzt werden, bevor sie beim Treibhausgaspotential (Global Warming Potential) besser abschneidet. Wird die HDPE-Tasche auch nur ein zweites Mal als Müllbeutel genutzt, muss die Baumwolltasche sogar 327 Mal eingesetzt werden. Geht man 1 Mal die Woche einkaufen, müsste man die Baumwolltasche 6 Jahre gebrauchen, bevor sie tatsächlich die Umwelt mehr schont als die Kunststoff-Tragetasche.

Schön, wenn man das grüne Elend mit ihren eigenen Waffen schlagen kann: „Treibhausgaspotential“! Damit wir alle mit Baumwolltaschen rumrennen dürfen, die wir dann mit staatlicher Genehmigung auch ein Jahr früher entsorgen dürfen, wenn sie sich einfach nicht mehr flicken oder reinigen lassen, müssen deshalb natürlich Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, um das Zuviel an CO2 wieder hereinzuholen. Und wenn dann mal Windflaute ist und die Sonne nicht scheint, dann schmeißen wir unser Dieselaggregat an.

Am Verbot von Plastik-Tragetaschen merkt man, dass Planwirtschaft immer schon von Versagern betrieben wird, deren Visionen auf ihrer völligen Ahnungslosigkeit und Unfähigkeit gründen. Deshalb liegen logischerweise die Flüsse, die mit Abstand den meisten Plastikmüll in die Weltmeere befördern, in Planwirtschaften (hier) und die Landschaften sehen meist so aus. Nun habe ich heute gelesen, dass die Grünen Volkspartei werden wollen. Das werden sie schaffen und wie das geht, zeigen sie in Baden-Württemberg. Ein funktionierendes Schulsystem an die Wand fahren, indem Haltung und Gesinnung jetzt mehr zählen als Mathematik und Naturwissenschaften. Diese Vollhonks, die so ein System ausspuckt, mit Höchstleistungen in Vielfalt, Bunt und Weltenrettung kann man am Ende auch dazu bringen, dass sie Deutschland freiwillig wieder in ein reines Agraland aus Selbstversorgern zurückverwandeln. Und sei es nur, um Plastik-Tragetaschen überflüssig zu machen, um sich besser zu fühlen.

Wenn man bedenkt wie epidemisch sich Dummheit in Deutschland ausbreitet, ist das nicht mal so abwegig, sodass meine nächste Bestellung das hier sein wird.

 

 

 

Advertisements

3 Gedanken zu “Wer schützt uns vor der grünen Pest?

  1. Ich wette, dass der „umweltfreundliche“ Tetrapak auch bald wieder der schweren, transportsprit verheizenden, mit chemikalien auszuwaschenden Glasflasche weicht. Denn bald ist Glas auch wieder öko und Pappe/Alu schlecht. Grundsätzlich gilt Medizin muss schlecht schmecken und Öko muss stören, sonst funzt es nicht.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.