Eine Heimatlose erklärt Heimat.

Gäbe es Karen Taylor nicht-man müsste sie glatt erfinden. Qualifikation afrikanischer Hintergrund, Frau und SPD, beschäftigt sich mit Gender, Gleichstellung, Postkolonialismus, Rassismus, Seximus, Migration, also einmal die ganze Platte rauf und runter. Das Schwarzlicht hält sich deshalb für kompetent uns die Erleuchtung über den Begriff Heimat zu geben:

Heimat bezeichnet bloß die Rückbesinnung auf ein Deutschland, das es so nie gegeben hat.

Da hätte es ihr mal nicht geschadet, sich wenigstens mal eine Definition von Heimat anzusehen:

Heimat als Nahwelt, die verständlich und durchschaubar ist, als Rahmen, in dem sich Verhaltenserwartungen stabilisieren, in dem sinnvolles, abschätzbares Handeln möglich ist – Heimat also als Gegensatz zu Fremdheit und Entfremdung, als Bereich der Aneignung, der aktiven Durchdringung, der Verlässlichkeit.

Ihr ganzes Geblubber funktioniert nämlich nur, weil sie von einer Annahme ausgeht, die so nicht stimmt:

Es ist ja keine Tatsache, dass Deutschland immer weiß gewesen ist, dass es keine Migration und nur eine Religion gegeben hat. Nur weil es jetzt eine größere Veränderung in der Demografie gibt, entsteht die Sehnsucht nach einem Staat, in dem alle gleich aussehen.

Einschub: Ich mach jetzt mal auf Gegenargumente und Begründung, damit ich nicht gleich als rassistischer Stammtischproll dastehe. Wer sich das sparen will, der kann ja bis zur Zäsur runterscrawlen; die andere Art jemand zu sagen, dass er keine Ahnung hat.

Geht man vom obigen Heimatbegriff aus, dann ist das ja kein ausgrenzender Begriff, der etwas mit dem Aussehen zu tun hätte. Die, die eingewandert sind, sei es aus Tirol, Tschechien oder Schlesien wie hier im Bayerischen Wald, waren eben zufällig weiß. Letztere nannte man oft Batschacken und die Einheimischen waren zuerst misstrauisch. Dass es schon nach wenigen Jahren die gemeinsame Heimat war, lag ja gerade daran, dass es kulturell nicht wirklich gravierende Unterschiede gab, die man täglich neu aushandeln musste.

Im Grundgesetz steht schwarz auf weiß, dass Deutschland vielfältig ist und jeder Mensch dieselben Grundrechte hat.

Den Artikel möchte ich lesen! Nicht jeder von die Menschen hat die gleichen Rechte hier in Deutschland, auch wenn sie die SPD am liebsten an die ganze Welt verschenken möchte.

Diese Werte sollten eine Gesellschaft zusammenhalten.

Und wenn das nicht reicht?

Dann muss die Politik handeln und ehrlich genug sein, den Bürger*innen zu vermitteln, dass Deutschland nicht für immer so bleiben kann, wie es ist. Alles andere wäre eine Lüge.

Ach was, Karen! Man kann dem links-grünen Sternchen-Gesocks nämlich auch vermitteln, dass vielleicht eine Mehrheit will, dass es noch einige Zeit so bleibt, und Euch ganz demokratisch abwählt.

Seit über 300 Jahren leben Schwarze Menschen in Deutschland und sind etwa ins Berliner Stadtbild eingeschrieben. Und dennoch behaupten Leute, Deutschland habe nie Kolonien gehabt und habe niemanden versklavt

Was soll das jetzt mit dem Heimatbegriff zu tun haben? Die tut so als wären deutsche Horden in Millionenstärke in Afrika eingefallen und hätten so ihren Anspruch auf eigene Heimat auf ewig verwirkt. Kein Moslem hätte durch die barbarische Ausbeutung Afrikas über mehr als ein Jahrtausend Anspruch auf Heimat. Die meisten bei uns haben den ersten Neger 200 Jahre später gesehen, als die Amerikaner nach dem Krieg in den Wald gekommen sind.

Gerade in Berlin haben wir ein Landesgleichstellungsgesetz, wo es klare Zielmarken gibt für die Gleichberechtigung von Frauen im öffentlichen Dienst. Aber unser Partizipations- und Integrationsgesetz spricht dann eher davon, dass Menschen mit Migrationshintergrund sich „bemühen“ müssen, um ein gleichwertiges Mitglied der Gesellschaft zu sein. Wenn man das in Bezug auf Frauen so formulieren würde, wäre der Aufschrei groß – und zu Recht!

Wären Sie prinzipiell für eine Quote?

Bei diesem Thema spreche ich mit zwei unterschiedlichen Hüten. Als Aktivistin würde ich sagen: Wir brauchen sofort überall eine Quote! Weil es da nicht um Bevorzugung geht, sondern um das Ausgleichen von Nachteilen. Aber als Mensch, die in einer Partei ist, weiß ich: Es geht um Mehrheiten. Und selbst bei der Frauenquote schreien alle auf. Für eine Quote für Menschen of Color und Schwarze Menschen wird so schnell keine Mehrheit zusammenkommen. Leider.

Man will also Teilhabe ohne sich bemühen zu müssen wie man es schon seit Jahren mit extra für Frauen geschaffenen Pseudowissenschaften getan hat, um sie in akademische Führungspositionen zu bringen. So wie man dort den ganzen unvermittelbaren Kampflesben ein Auskommen gibt, will Karen wohl Fächer wie Postkoloniale Studien oder Farsi-Literatur etablieren, damit man an dem Geldsegen ebenfalls teilhaben kann. Im Moment fährt sie noch zweigleisig, sowohl die feministische, als auch die rassistische Schiene. Ich dachte immer Frauen könnten alles gleich gut und alle Kulturen der Welt auch, wenn der böse, weiße Mann sie nur gelassen hätte. Ich warte noch auf die erste reine Frauenuni, von Frauen und nur für Frauen und das Gleiche für Schwarze.

Für Karen darf es sowas wie Heimat im ursprünglichen Sinn nicht geben. Denn nirgends auf der Welt könnte sich jemand leistungslos und ohne eigenes Bemühen bei der angestammten Mehrheit dazwischendrücken, um dann Teilhabe einzufordern. Damit ein Ort eine gemeinsame Heimat werden kann, muss sich der Neuankömmling auch im Zusammenleben so weit anpassen, dass alle Ansässigen einigermaßen der Verhaltenserwartung (siehe obige Definition) entsprechen.

Ich will ja immer Argumente bringen und die Gegenseite zu entlarven, aber manchmal ist auch für einen Blogger das Gelaber zu lange und zu substanzlos und der, der hier mitliest, der muss sich ja nicht absichtlich blödstellen, um mir dann nachher einen wegen Rassismus reinzuwürgen, bloß, weil er was falsch verstanden hat.

Zäsur: Der Karen muss nur mal gezeigt werden, wie wenig Ahnung sie von Heimat hat, bevor man sich überhaupt anstrengt, sie zu widerlegen.

Stellen wir uns also jemanden vor, der von Forstwirtschaft so viel Ahnung hat wie die Karen von dem Begriff „Heimat“. Einer von hinter Wuppertal, der den Wald nur aus dem Fernsehen kennt und jetzt im ersten Semester Forstwirtschaft steht. Der geht jetzt mit seinem Missionsdrang zur Waldbesitzerversammlung nach Klauzenbach oder auf die Flanitz, um denen mal zu sagen, wie denn so ein Wald zu bewirtschaften sei. Der Waidler ist zwar hoglbuachan (=bodenständig grob) aber nicht unsensibel, so macht es schon einen Unterschied, ob da eine Schwarze kommt, ein Schwarzer, eine Weiße, oder ein Weißer, der dann recht gescheit daherredet.

Die sitzen also in dem Wirtshaus in der Versammlung, und da redet ein(e) so gescheit, wie die Karen über Heimat.

Bei der Schwarzen beugt sich der Kagerbauer zum Hannesbauer hinüber und fargt leise: Wos is iatz des fia oane? (gaukelt ehrliches Interesse vor)

Bei der Weißen fragt er leise auf die gleiche Art den Hannesbauer: Wer is iatz des? (in einer Mischung aus gespieltem Interesse mit leichter Betonung auf der letzten Silbe)

Beim Schwarzen fragt er den Hannesbauer: Wer is iatz er? (Da muss man am Ende die Betonung treffen, damit der andere weiß, dass man eigentlich sagen will: wos wui iatz dea überhaupt? Da muss man aber schon eher von da sein, nicht weiter wie Deggendorf.)

Erst beim Weißen wird es interessant. Wenn der nämlich direkt neben dem Kagerbauer sitzt, dann nimmt der demonstrativ seinen Maßkrug (ohne zu trinken), rutscht etwa zehn Zentimeter auf das weiße Gescheithaferl zu und sagt dann laut zu ihm, leicht verächtlich betont auf „du“; muss man genau treffen: Wos wuist iatz du Kaschperl? (leichtes Kopfschütteln, Augenbrauen tief).

So Karen! Das ist jetzt Heimat im Kleinen! Ich behaupte, dass ich an der Betonung sogar noch die Braunstufe von dem seiner Haut erkenne, wenn ich den gar nicht sehe.

Dein akademisches Gesülze hat mit Heimat gar nix zu tun. Niemand kann verlangen, dass ich am „Allah-Agba“-Geschrei erkenne, ob der Imam heute gut drauf ist oder nicht. Da kann ich mich nicht darauf verlassen, weil wenn der Hannesbauer das Messer zieht, dann weiß ich zwar bei ihm, dass der höchstens gleich seine Hartwurst herschneidet, auch wenn ich den gar nicht kenne sollte, beim Abdul weiß ich das aber nicht. Heimat ist der Teil der Welt, auf den ich mich verlassen kann. Das kann ein Land sein, mein Heimatort oder auch nur die eigene Familie. Letzteres allein ist eher schlecht, weil ich will ja auch mal außer Haus gehen und mich dann auf bestimmte Dinge verlassen können will.

Heimat, Karen, ist nichts was ich fühle, wenn ich an einen Neger denke und mich an seinem angeblichen Minderwert hochzuziehen, was Dein Text uns im Grunde vermitteln soll.

Heimat, Karen, kann man erklären, wenn man eine hat oder wenigstens daran arbeitet. Du magst eine politische oder ideologische Heimat haben, doch Du wirst nie eine richtige Heimat haben,mit der Du innig verbunden bist, weil Du Dich nie herablassen würdest, dass man Dir eine schenkt.

 

 

 

 

 

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3 Gedanken zu “Eine Heimatlose erklärt Heimat.

  1. Man hat das alles auch schon 1000 mal gehört. Ich als ZEIT Leser sowieso. Gerd Buurmann, der Schauspieler mit dem Anti-Antisemitismusblog „Tapfer im Nirgendwo“ scheint auch so langsam aber sicher auf die dunkle Seite der Macht angekommen zu sein. Das ist garantiert berufsgefährdend, was er da macht. Sein heutiger Beitrag hat gar nichts mehr mit Juden zu tun, sondern mit Justiz in Cause Moslem.

    Eine Facebooksperre hat er sich mal eingefangen für einen Artikel ohne Moslem, sondern nur über Deutsche und Juden und den Schuldkult.
    https://tapferimnirgendwo.com/2017/06/26/die-familie-stolperstein/

    Jedenfalls brauchen wir uns von Schwarzen und Moslems überhaupt nix einschenken zu lassen. Wir schulden denen gar nix. Die paar Herero sind schon so lange tot, dass heutige Nachfahren keinen Anspruch mehr auf irgendwas haben. Es gab auch keinen Jahrhundete alten Hass auf Herero.

    Gefällt 1 Person

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