Chemnitz: Zündet diesmal der Funke?

Migrantengewalt in Chemnitz ist das Thema bei n-tv nicht, sondern natürlich rechte Gewalt in Chemnitz.

Rechte Gewalt in Sachsen/ 35-jähriger verstorben heißt es da gerade in einer Schlagzeile, keine Wunder, dass bei einem Einspieler die Demonstranten hinter einem Pressevertreter „Lügenpresse“ rufen. Man hat das Gefühl, dass die Presse ein wenig zurückgerudert ist, denn gestern hieß es wahlweise, dass 800 oder 1000 Rechtsextreme durch die Straßen von Chemnitz gezogen wären. Nun hat man es heute bei 50 Rechtsextremen belassen und den restlichen Demonstranten sogar die Bezeichnung „Menschen“ zugestanden. Zu gütig. Sowas passiert aber nicht aus reiner Selbsterkenntnis der Medien, sondern man kann sicher sein, dass man wegen der Art der Berichterstattung über Mails und Anrufe dermaßen Druck von den Zuschauern bekommen hat, dass man nicht so weitermachen konnte. Da passte der dümmliche Einspieler mit Steffen Seibert, der sich bestürzt über die rechte Gewalt in Sachsen zeigte (der eine Satz des Bedauerns über den getöteten Deutschen hat man heute weggelassen). Danach durfte noch ein n-tv-Vollpfosten vor Ort sagen, dass die Antifa sich bisher gegen die Rechten gestellt hätte. Ausgerechnet diese terroristische Vereinigung, die regelmäßig die Polizeistationen in Leipzig angreift. Wenn nun Ministerpräsident Kretschmer kommt und die rechte Stimmungsmache „widerlich“ findet, da möchte ich schon gerne wissen, welche Wortwahl ihn dann bei dem mit 25 Messerstichen geschlachteten Deutschen oder der im Hausgang vergewaltigten 14-jährigen einfällt. Natürlich mischen sich wegen der Gewalt nun auch die Bundespolitiker ein, aber nicht wegen der migrantischen Schlachtschüssel, sondern wegen verbaler Angriffe von rechts. Wie kann man es nur wagen dagegen auf die Straße zu gehen und seinen Unmut zeigen!

Letztes Jahr musste das Chemnitzer Straßenfest schon wegen überbordender Gewalt und Belästigung von Frauen durch Migranten abgebrochen werden. Nach Augenzeugenberichten war es auch dieses Jahr wieder am Kippen. Nun kam der nächtliche Mord dazwischen und man konnte Gründe der Pietät für den Abbruch vorschieben. Den Grund zog man dann aber schnell wieder zurück, als sich Fußballfans der Chemnitzer Ultras zu einer Spontandemo verabredeten, denn so konnte man sozusagen den „Ring“ weiterreichen, so dass das Auge Mordors seinen Blick zum Glück auf die Dunkeldeutschen richtete.

Nun sind mir zwei Banalitäten aufgefallen, die aber dennoch für die Zukunft nicht zu unbedeutend sein dürften. Als PEGIDA begann, wurden Teilnehmer in Interviews damit konfrontiert, dass in Sachsen nur 0,2% Ausländer leben würden, um sie auflaufen zu lassen. Heute liegt der Ausländeranteil in Städten wie Leipzig, Dresden und Sachsen grob zwischen 7 und 9%. Die Prager Straße in Dresden ist jetzt ein Kriminalitätsschwerpunkt, Chemnitz ein Hotspot für Vergewaltigungen und gewalttätige Übergriffe durch Migranten. PEGIDA war nach wenigen Wochen in erster Linie keine Demonstration gegen die Gewaltausbrüche zwischen und durch verschiedene ethnische Gruppen in Deutschland mehr, sondern eine gegen die völlige Ignoranz der Politik und der Medien gegenüber den Warnungen und Sorgen der Bürger und die sofortige Diffamierung als Nazis und Abgehängte. Zu viele hatten dies noch in der DDR erlebt, dass es hier nichts hilft einen Abgeordneten anzuschreiben, sondern dass man für seine Rechte und Anliegen auf die Straße gehen muss. Im Gegensatz zu den angeblich breiten Bündnissen der Zivilgesellschaft, die nur von den toleranzbesoffenen Linksbunten initiiert werden, war und ist PEGIDA eine Bewegung, deren Ziele wirklich allen Bürgern dient, die Sicherheit und Schutz der Freiheit des Einzelnen als wichtigste Aufgabe des Staates sehen und er sich sonst weitgehend aus dem Leben der Bürger heraushalten soll. Da wunderte es nicht, dass zwischen AfD und PEGIDA eine gewisse gegenseitige Nähe entstanden ist. Das hat sich für die AfD aber inzwischen als Klotz am Bein entpuppt, weil die Medien immer den Bogen spannen PEGIDA = fremdenfeindlich = Nazi = AfD und so viele potentielle Wähler abgeschreckt werden. Gleichzeitig werden gewöhnliche Bürger, die gegen die herrschende Politik demonstrierenwollen, sofort der „rechtspopulistischen“ AfD zugeordnet.

Doch gestern könnte der Zufall mitgespielt haben, dass sich die Bürger davon wieder freigemacht haben und so eine wesentlich größere Gefahr darstellen, denn Politik und Medien fahren plötzlich noch schwerere Geschütze auf wie sonst.

Die AfD hatte beim Chemnitzer Straßenfest einen eigenen Stand und entschieden sich kurzfristig zu einer spontanen Trauerbekundung dort, wo Daniel H. nachts zuvor ermordet wurde und wo sich dann etwa 100 Personen einfanden. Diese Veranstaltung endete etwa 16 Uhr. Der Aufruf der Hooligans im Internet fand aber später statt und erreichte sicher nur einen eng begrenzen Personenkreis. In einer Pressekonferenz distanzierten sich Vertreter der AfD von dieser Veranstaltung. Anhand der Videos im Internet kann man sehen, dass sich der anführenden Personengruppe erst nach und nach immer mehr Bürger vor Ort anschlossen, wodurch ein relativ loser Zug entstand, der am Ende laut Nachrichtensender an die 1000 Personen umfasste. In diesem Zusammenhang geht dann folgender Tweet nach hinten los:

Das Mordopfer aus #Chemnitz, Daniel H., hörte im Auto links-autonomen Punkrock, disste auf Facebook die AfD, Nazis waren für ihn „Spinner“. #c2608 #c2708

Da zeigt sich wieder, dass den Linken der Spruch

Ich mag verdammen was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzten, dass du es sagen darfst.

völlig fremd ist und den Mord an einem politisch rechts Denkenden ihrerseits womöglich noch begrüßen würden, während die mitlaufenden Bürger das Opfer unabhängig dessen politischer Gesinnung bedauern und die Protestkundgebung gutheißen unabhängig der Gesinnung der Initiatoren. So sollte es sein. Nicht die vermeintlich politische Haltung zählt, sondern die Tat, egal, ob gut oder böse.

Ich meine, dass die Distanzierung der AfD richtig war, um sich von diesen Hooligans abzugrenzen. Gleichzeitig bietet es für die Bürger, die sich angeschlossen hatten, die Möglichkeit eine wirklich schlagkräftige, parteiunabhängige Bewegung zu werden. Chemnitz wird schon rein statistisch auch in Zukunft deutsche Messer- oder Vergewaltigungsopfer durch Migranten liefern und dann dürfte es egal sein, wer als Folge davon eine Demonstration anführt, wenn sich dahinter erst 1000, dann 2000, 5000 oder 10000 anschließen. Es dürfte den Medien schwerfallen, sie alle als Nazis zu diffamieren, wenn der Normalbürger auch in Zukunft Angriffe durch Migranten erlebt und sich dann auf der Straße Luft macht. Könnte blöd ausgehen, wenn unsere MS-Medien dann Teilnehmer interviewen und die dann Vorfälle aufzählen, die von den Leitmedien permanent verschwiegen und kleingeredet werden. Die verschiedenen Demos nach der Ermordung einzelner junger Frauen wie in Kandel hatte das Kartell aus Politik, Medien und Berufs-Gegendemonstranten gut im Griff: Gegen Merkel = Nazis.

Die Bürger in Chemnitz sind inzwischen so sauer, dass es ihnen völlig egal ist, ob sie für ihren Protest als Nazis beschimpft werden. Sollte das Sachsen-Bashing und das pauschale Herabwürdigen der Bewohner Sachsens anhalten, könnten sich durchaus viele Westdeutsche solidarisieren, da Chemnitz ja wirklich ein Hot-Spot der Migrantengewalt ist. Den Medien könnte es mit der Zeit schwer fallen mit dem Finger auf Chemnitz zu zeigen und die wirklichen Probleme der Stadt gleichzeitig zu unterschlagen.

Die Medien wären eigentlich gut beraten, wenn sie sich wieder auf’s Verschweigen verlegen würden, sowohl der Migrantengewalt, als auch bei den Protesten, wie sie es in Dresden seit gut zwei Jahren machen. Für die Chemnitzer könnten sich aber dann an das Ende der DDR erinnert fühlen. Ein paar hundert Leute an der Nikolai-Kirche konnte das Regime noch verschweigen, zehntausende auf den Hauptstraßen Leipzigs eben nicht mehr, ganz abgesehen von der Ansteckungswirkung auf andere Städte. Cottbus schien schon im Januar dazu Anlauf zu nehmen. Wer weiß, ob nicht diesmal genau dieser Gedanke in Chemnitz die nächsten Wochen zu einer Mobilisierung Zehntausender führt.

Man darf gespannt sein.

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19 Gedanken zu “Chemnitz: Zündet diesmal der Funke?

  1. @Seibert: Ich kann diese ganzen Hackfressen einfach nicht mehr ertragen, dieses moralisierende und belehrende Gesäusel. Da könnte ein Araber mit der Kalaschnikow einen Kindergarten abschlachten, wäre noch immer die größte Sorge, die Rechten könnten die Tat des schwer traumatisierten Flüchtlings instrumentalisieren. Ich könnte nur noch Kotzen!

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    1. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass das ganze auf einen Bürgerkrieg hinausläuft. Assymetrisch. Säurebad hier, lebendig abgefackelt da, Explosion woanders…so wie im Irak. Wir sind doch alle längst radikalisiert. Mir kann keiner erzählen, dass er nicht über Leichen gehen würde und v.a. die Linken, die ja den Faschismus zu verhindern glauben, hätten kein Problem mit dem Töten. Man muss ja nicht selbst Hand anlegen. Aber Antifa finanzieren oder so.. es wird sich schon wer finden. Da wird sturz weiter Öl ins Feuer gegossen. Alles mit dem Glauben an die eigene moralische und intellektuelle Überlegenheit, das Herrenmenschentum. Aber Deutschland hat ja aufgearbeitet, behauptet Deutschland.

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  2. Jakob Augstein:

    Sachsen ist wie das Internet. Nur in echt. Der ganze niedrige Hass, der sich im Netz Bahn bricht – in Sachsen kann man ihn auf der Straße sehen. Die Videos aus Chemnitz zeigen sie ja, die dicken, stiernackigen Männer, die mit ihren Glatzen aussehen wie Pimmel mit Ohren – allerdings Pimmel mit Sonnenbrillen. Sie sind das Fleisch gewordene Rülpsen und Tölpeln, das die sozialen Medien durchflutet. Es spricht tatsächlich viel dafür, dass nicht diese Leute das Netz ruinieren – sondern dass das Netz diese Leute ruiniert.

    Öl ins Feuer. Ziel ist die Vernichtung von Meinungsfreiheit und Demokratie. Es werden Menschen kämpfen. Eine Schande, was aus diesem Land geworden ist.

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  3. […]Es dürfte den Medien schwerfallen, sie alle als Nazis zu diffamieren, […]
    Nein, das genau ist deren Job.

    Ich denke nicht, dass die DDR wegen der Buergerrechtsbewegung zusammen gebrochen ist. Es lag am Ende daran, dass die Fuehrung der DDR sich selbst nicht mehr zutraute das mit Gewalt einzudaemmen, obwohl sie das mit Panzern, Militaer usw. locker geschafft haetten. Der Glaube an sich selbst erlosch, weil die Russen nicht mehr bereit waren ein zu marschieren. Der Rueckhalt der internationalen Finanzeliten (wie Soros) fuer die neoliberalen Regierungen ist ungebrochen. So lange das anhaelt, geht dieses Schauspiel genau so weiter.

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    1. Ich glaube eher die DDR Führung hat zum Angriff geblasen und die BRD übernommen. (war mal ein interessanter Artikel bei Danisch) Hier im Westen haben die es bis jetzt nicht gemerkt. Geld weg, Regierung übernommen, DDR Niveau erreicht, Armee gibt’s nicht mehr u.s.w.

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  4. Hab ich vergessen, die Stassi ist wieder überall, Honeckers Rache hat die EU gespalten, den Euro platt gemacht die Rentner und die Sparer enteignet und zuletzt noch dieses Land in eine kommunistisch Diktatur verwandelt.

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