Die wahren Hintergründe zu Chemnitz*

Rechter Mob jagt Ausländer hieß es gestern auf allen Kanälen und auch für Morgen (also heute) weitere Ausschreitungen befürchtet. Nun hat man bei n-tv so eine Labertussi aus Chemnitz zugeschaltet, um über diese angeblich angekündigten „Zusammenrottungen“ zu berichten. Allerdings sah die Demo eher so aus wie ein paar Händler auf einem Militaria-Flohmarkt und alles war leer und friedlich und sie meinte, dass sich manche Chemnitzer auch bei ihr beschwert hätten, dass sie jetzt alle mit Rechtsradikalen in eine Tonne getreten würden und nichts dagegen tun könnten. Ach was. War es nicht genau n-tv, die mit ihrer Berichterstattung genau dafür gesorgt haben?

Sämtliche Politiker wiederholen die Story von den rechten Hetzjagden und machen auf bestürzt und die Zuschauer nehmen das so einfach ohne Belege hin. Vielleicht hat die Dummi Hallali ihre vermeintliche Seriösität nur durch die Propaganda, dass sie als Frau, Lesbe und Ausländerin grundsätzlich doppelt so gut und fleißig sein muss wie ein männlicher Kollege und ihre journalistischen Zuträger aus dem Nachwuchs den edlen Charakter eines Tim und Struppi haben. Kann man knicken.

Das läuft nämlich so. Sagen wir, da ist die Jessica und der Papa hat ein Gestüt irgendwo in Sachsen. Nicht schon immer, aber bis zur Wende hat der Papa in der DDR-Verwaltung und der SED gearbeitet, sagt die Jessica, in der Wikingerstraße in Berlin oder so ähnlich. Weil er so toll gearbeitet hat, hat man ihm vor der Wiedervereinigung schnell noch die Länderei geschenkt von einem der freiwillig nach Westen rübergemacht hat. So kann die Jessica jetzt sorglos irgendwas mit Medien machen und damit die Welt verbessern und dazu in Leipzig studieren und, weil der Papa gute Beziehungen hat, kann sie noch für ein Provinzblatt schreiben.

Als nun der Deutsche in der Nacht auf Sonntag in Chemnitz gemessert wurde, hat man gedacht, dass das jetzt schon blöd ist, dass das ausgerechnet zum Chemnitzer Stadtfest passiert, wo sich die Migranten letztes Jahr schon aufgeführt haben wie ein Gartenschlauch. Aber zum Glück gibt es so helle Köpfe wie die Jessica, die es schon im Gefühl hatte, dass das die Rechten wieder instrumentalisieren würden und zum Glück hat der Redakteur vom Provinzblatt angerufen, dass sich da ein paar Hooligans verabredet haben und dass da eine Jagd auf Ausländer angekündigt ist und sie da unbedingt hin müsste, weil er gerade so viel zu tun hätte. Sie sah durchs Telefon natürlich nicht, dass der noch im Bett lag und ihm die Eroberung von Samstagabend gerade den Bauchnabel leckte und das Kanzleramt längst eine Rundmail an die Presse geschickt hat, dass man eine Story mit passenden Bildern als Gegengewicht zu der Schlachtschüssel bräuchte. Wenn ihm seine Tussi noch einen geblasen hat, würde er die Story schreiben und die Jessica würde später sicher ein paar Bilder mit Glatzköpfen aus Chemnitz schicken.

Die Jessica hat sich dagegen sofort in den Zug nach Chemnitz gesetzt und von der großen Story geträumt. Sie sah sich gerade einen Flüchtling interviewen, als der brauen Mob grölend im Laufschritt um die Ecke biegt. Sie flüchten die Straße hinunter und als sie in die Enge getrieben sind, geht eine Tür auf und werden von einem ins Haus gezogen, der damals im Krieg schon Juden gerettet hatte. Da interviewt sie dann den zitternden Flüchtling, der von den Bedrohungen durch die Nazis erzählt. Im Halbschlaf hat sie einen der süßen Praktikanten aus Syrien vor Augen, die das Arbeitsamt ihrem Vater aufs Gestüt geschickt hat. Im Kopf spult sie die Geschichte zurück, weil die ja kein Wort Deutsch können und sie den ja nicht einfach so interviewen kann. Sie stellt sich also vor wie dann eben zufällig ein Dolmetscher vor Ort ist oder sie vielleicht sogar schon Arabisch kann. Wenn sie in den Stall geht, dann sagt der süße Afghane immer ganz freundlich was auf Arabisch, das versteht sie zwar nicht, aber sie hat sich das eingeprägt wie es klingt. Dass er immer sagt, Du blöde, deutsche Schlampe, bei der nächsten Gelegenheit fick ich dich durch und stech dich dann ab, weiß sie zwar nicht, aber das ist egal, weil wie gesagt, kann sie ja kein Arabisch. Durch einen Hinterausgang würde sie dann mit ihm vor den Nazis entkommen und die Story dann an die Redaktion schicken. Weil sie die ja gleich mailen hätte können, hat sie den Film im Kopf zurückgespult und so getan, dass da gerade kein Empfang gewesen wäre. Vor lauter Träumen hätte sie beinahe die Haltestelle in Chemnitz versäumt.

Jetzt hat sie sich von Weitem schon gefreut, dass da anscheinend tausende Nazis auf der Straße waren. Als sie näherkam, sahen die aber eher aus wie die Durchschnittsbewohner aus den Plattenbauten. Schnell hat sie noch den Presseausweis von ihrem Provinzblatt an Revers geheftet und ist mit ihrem Umhängetäschchen nach vorne gelaufen. Da waren dann schon ein paar Leute mit Stiernacken dabei und einer hat sogar einen Hitlergruß gezeigt, aber irgendwie wollten die da nicht so jagen wie angekündigt. Vielleicht war sie ja zu spät dran und die ganzen massakrierten Ausländer lagen längst irgendwo in den Seitenstraßen. Nix zu sehen. Langsam wurde es schon dunkel und nur noch eine halbe Stunde bis Redaktionsschluss und bei ihrem Chef war nur die Mailbox dran. Sicher war er sauer, weil sie die Bilder mit der Jagd noch nicht geschickt hatte. Dass ihr Chef den Bericht für Morgen längst fertig hatte und gerade ungestört seine Eroberung von gestern nochmal  durchvögeln wollte, wusste sie natürlich nicht.

Am Bahnhof plagten sie dann tiefe Selbstzweifel, weil auf den Bildschirmen die ersten Politiker schon die rechten Hetzjagden auf Ausländer in Chemnitz verurteilten. Im dem fast leeren Zug nahm sie dann verschämt ihren Presseausweis vom Revers und steckte ihn in die Jackentasche.

Ja, Jessica. So ist es gelaufen. Wenn du jetzt noch ein paar Jahre was mit Medien machst und einen einigermaßen geilen Arsch hast, dann darfst du bei n-tv das Wetter ansagen. Wenn Dein Arsch geil genug ist, dann könnte es sein, dass der Chef Dich fragt, ob er Dich auch mal durchvögeln darf und das dürfte dann Deine journalistische Erleuchtung sein. Denn dann wirst Du erfahren, dass die Story inzwischen vor der Recherche kommt und Du es Deinen Auftraggebern auch von den Augen ablesen kannst, wie die Geschichte aussehen muss, ohne dass Sie Dich vorher extra einladen müssen.

Und weil das so ist, war die Story von den rechten Hetzjagden auf Ausländer in Chemnitz in den Redaktionen längst geschrieben, die politischen Statements dazu formuliert und die Berichterstattung mit den Sondersendungen schon abgestimmt, während sich viele Jessicas noch auf den Weg nach Chemnitz machten, um die passenden Bilder zu liefern.*

*das ist jetzt natürlich völliger Käse, aber, wenn man die Belege für die rechten Hetzjagden in den Medien nimmt, dann ist das auch nicht weniger glaubwürdig.

 

 

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3 Gedanken zu “Die wahren Hintergründe zu Chemnitz*

  1. Auf Tagesblick.at schreiben die von einem Medienskandal in D. Das hat alles nichts mehr mit Journalismus und Information zu tun sondern ist nur noch Hetze gegen die Bevölkerung.

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