Die Stasi am Arbeitsplatz.

Wer unter „rechtsradikal Arbeitsplatz“ sucht und wissen will, was man dagegen tun kann, der findet ellenlang Ratgeber dazu im Netz. Diejenigen, die darüber schreiben, sind nachweislich so links, dass ihnen gar nicht auffällt, dass nicht mal „Neues Deutschland“ bis 1989 so unverblümt zur Denunziation abweichender Meinungen aufgerufen hat, wie es heute die gängigen Tageszeitungen und Zeitschriften tun. Wenn es um vermeintlich rechtsradikale Äußerungen geht, dann macht es kein Problem, dass der Begriff auch unter den Guten nicht mal genau definiert ist. Er reicht wohl von Kritik an der Flüchtlingspolitik über „Merkel muss weg“ bis zur Lagerfeuerhetzte einiger Unbelehrbarer nach fünf Halbe Bier. Insofern, darf sich jeder, der sich berufen fühlt, den Arbeitsplatz von diesen Leuten zu bereinigen, nach eigener Definition am Arbeitsplatz austoben.

Gibt es konkrete rechtsradikale Vorkommnisse im Betrieb, dann ist es auch in diesem Fall wichtig, möglichst viele Informationen zu sammeln. Was genau ist passiert? Wer war dabei? (hier wie die anderen Zitate)

Gute Idee! Die Denunziation anhand von Rechtradikalismus und Fremdenfeindlichkeit muss natürlich auch fundiert sein und vielleicht kann man am Arbeitgeber vorbei gleich direkt zur Polizei gehen. Ich hatte mal 20 Paar Socken mit Thor-Steiner-Schriftzug gekauft, weil die spottbillig waren, ohne darauf zu achten, was da draufstand. Irre, wenn man für sowas heute vorgeladen werden oder sogar seinen Arbeitsplatz verlieren kann.

Das Bild von einem gewöhnlichen Arbeitsplatz, das der journalistische Reinraum, in dem ein Denis Yüzel, der den Deutschen das Aussterben wünscht, als Vorbild gilt, hat natürlich nichts mit der Realität zu tun. Man mokiert sich vor allem über vermeintlich fremdenfeindliche Witze und Äußerungen über ausländische Kollegen, dabei hat man vor 30 Jahren zu Recht keinem deshalb Rechtsradikalismus unterstellt und das ist auch bis heute in den meisten Bereichen weitgehend so geblieben. Warum, das muss man diesen Moralisten, die die Leute, die wirklich arbeiten, nur immer von Weitem sehen, mal erklären.

Wenn der Geselle oder Meister sagt, der neue Lehrling (oder oft auch der neue Kollege) tauge nichts, dann liegt es nicht daran, dass der aus Syrien oder Irak ist, sondern, weil die nach Meinung einiger grundsätzlich nichts taugen. Das sind aber die, die selbst nicht die fähigsten sind und eine große oft Klappe haben. Das wissen aber die anderen, halten ihren Mund und denken sich das Ihre. Höchstens schiebt einer ganz ernst hinterher, dass man den Neuen geholt hat, dass der in zwei Wochen seinen Job übernehmen soll. Dann lachen alle und es ist gut. Nichts mit moralischem Gesülze oder Empörung. Da könnte man sich alle schnell zum Feind machen, wenn man sein Notizbuch herausholt, um das zu dokumentieren, denn dann hätte der Nörgler schnell die ganze Belegschaft an seiner Seite.

Vor allem die Jüngeren, die durch die Medien aufgehetzt werden, verstehen nicht, dass auch die derbsten Witze sich nicht gegen den Ausländer selbst richten, sondern gegen die verfehlte Politik, egal wer gerade an der Regierung ist. Sie dienen sozusagen als Ventil. Gerade war ich im Wirtshaus und der tschechische Kellner hat mir ein paar kleine Häuser auf dem Handy herausgesucht, weil ich da eine Art Datscha suche. Da sagte er: Was willst Du mit 3m auf 3m, das ist scheiße. Ein Bett und ein Schrank und dann ist der Raum voll. Da meinte ich, dass man da mit Hochbetten leicht 20 Leute unterbringen könnte. Der stieg sofort darauf ein und sagte: Da machst Du jeden mit 400.-€, dann ist das gleich abbezahlt. Da sagte ich, dass die Tschechen schlimmere Halsabschneider wären als die Deutschen, worauf er lachend meinte, dass das immer schon so gewesen wäre. Also erst fremdenfeindliche Hetze und dann noch pauschal gegen alle Tschechen. Mein Sohn sagte dann nur ein Wort: Anzeige! Das rundete das Ganze dann noch ab. Dabei geht es hier rein um die Politik, die solche Zustände, wo man sich an den Flüchtlingen bereichert, befördert.

Auch den Unfähigsten und größte Quatschkopf auf der Baustelle, egal ob Deutscher oder Ausländer wird da im Gegensatz zu den gutmenschlichen Journalisten mitgezogen, wo die falsche Meinung gleich die Karriere beendet. Denn die Loyalität ist meiner Erfahrung nach unter den „Werktätigen“ stärker, als unter den politisch gleich Ausgerichteten, denn niemand will einem anderen den finanziellen Boden unter den Füßen wegziehen. Da ist einfach die Grenze. Das ist unter den Angestellten und Beamten anders, weshalb man sich dort generell mit politischen Äußerungen zurückhält. Hab‘ ich nicht getan und erfahren, was dann passiert. Der einzige Fall, wo ich selbst und sicher auch andere ein Wort verlieren, egal ob Ausländer oder nicht, ist, wenn jemand das Wort Putzweib in den Mund nimmt. Diejenigen, die das sagen, sind nämlich meist die, die selbst nicht die Hellsten sind und denen kann man schon aufs Auge drücken, dass die wesentlich bessere Arbeit abliefert.

Den überflüssigsten Satz, den ich in einem Artikel gefunden habe, ist der:

Michael Nattke, der als Jugendlicher selbst Teil der rechten Szene war, hält es für wichtig, dass sich Unternehmen klar für Demokratie und Freiheit positionieren.

Der ist sicher durch sein Vorleben vorbelastet. Soll sich aber der Chef vor die ganze Mannschaft hinstellen und sagen er positioniere sich für Demokratie und Freiheit? Soll sich der vor dem einen Schwachkopf positionieren, der vom Führerstaat träumt? Ich denke, dass man das den Chef übel nehmen würde, dass man gegen Demokratie und Freiheit sein würde, egal ob man Grüne oder AfD wählt. Eine gute Belegschaft hat eine Selbstorganisation, die das Arbeitsergebnis in den Mittelpunkt stellt und persönliche Differenzen ohnehin in den Hintergrund stellt, weil am Ende alle was davon haben. (zumindest ist das unter Männern so, die ja angeblich eher zu Nazi neigen)

Nur wo das Arbeitsergebnis so tralala sein kann und der Laden trotzdem ergebnisunabhängig weiterläuft, ist das anders. Verwaltungen, Schulen, Sozialberufe usw. Da kann das Ergebnis scheiße sein und das Geld fließt trotzdem. Da hat man dann auch Zeit, dass man die Kollegen auf ihre politische Gesinnung überprüft, um am gleichgesinnten Wohlfühlbereich zu arbeiten, obwohl man eh nur 10 Stunden in Teilzeit am Arbeitsplatz verbringt. Weil heute so viele aus diesem Bereich so hochsensibel sind und Arbeit mit dazugehörigem Arbeitsergebnis mit Anwesenheit am Arbeitsplatz verwechseln, bleibt auch Zeit, seine private, gutmenschliche Mission dort weiter zu führen:

Da liegt es nahe, dass sehr viele Menschen gerade das Gefühl haben, etwas tun zu müssen, Position zu beziehen. Damit man sich später nicht vorwerfen muss, nichts unternommen zu haben.(Die meinen natürlich gegen Hass und Hetze)

Da ich ja in deren Augen selbst ein „Hasser“ und „Hetzer“ bin, halte ich mich mit politischen Äußerungen am Arbeitsplatz völlig zurück. Die allermeisten Schreiberlinge haben nie eine Fabrik von innen gesehen oder auf einer Baustelle gearbeitet und meinen dort arbeiten lauter Vollhonks, die eine politische Bevormundung oder Erziehung bräuchten. Die ganzen Laberer von Toleranz und Meinungsvielfalt gebärden sich unter dem Vorwand des Kampfes gegen Rechtsradikalismus schlimmer als die Führungsoffiziere der Stasi, dabei sind diese Kleingeister aber nur nützliche Idioten. Von oben wird die Bemutterung und Bevorteilung (z.B. vor Gericht) der jetzigen Migranten zusammen mit der nicht zu bewältigenden Anzahl vorangetrieben, um die Gesellschaft zu spalten und Missgunst zu sähen und echte Integration, wie sie bis jetzt einigermaßen gelungen ist zu unterbinden. Denn wir befinden uns an einem Punkt, wo die gut integrierten und anständigen Migranten mit den gleichen Folgen zu kämpfen haben wie die Einheimischen: Knapper Wohnraum, Lohndumping und Kriminalität. Die größte Gefahr für die Herrschenden ist es, wenn sich die Deutschen und diese Migranten deshalb solidarisieren und gemeinsam auf die Straße gehen. Dann könnte der Traum von der entsolidarisierten Bevölkerung, als leicht beherrschbare und manöverierbare Masse noch rechtzeitig ein Ende haben.

Da könnte das obige Zitat

Da liegt es nahe, dass sehr viele Menschen gerade das Gefühl haben, etwas tun zu müssen, Position zu beziehen. Damit man sich später nicht vorwerfen muss, nichts unternommen zu haben.

plötzlich eine ganz andere Bedeutung bekommen.

 

 

 

 

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11 Gedanken zu “Die Stasi am Arbeitsplatz.

  1. Die ZEIT: Mehrheit laut Umfrage für Überwachung der AfD
    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-09/verfassungsschutz-afd-umfrage

    Ich hätte in meinem ganzen Leben nie die Überwachung von anderen Menschen gefordert, übrigens auch nicht von radikalen Imamen und Moscheen. Wie kann man nicht merken, dass man sich in eine Diktatur begibt?

    Was mich irritiert…Was haben die Leute denn aus der Geschichte gelernt? Wenn man sich nicht über die Abwehr von Diktatur den Kopf zerbrochen hat, braucht man sich über die konkrete Ausgestaltung keine gedanken mehr machen. Die Einflussnahme ist weg und wenn das Töten beginnt, ist man eh Macht und Stimmlos. Da ist es wurscht, ob aus Rassismus oder wegen was anderem getötet wird. Also noch einmal meine Frage. WAS haben die Deutschen aus der Geschichte gelernt?

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  2. Die Tagesschlauch hat heute wieder was von McCain gebracht. Kriegsheld. Seit wann sind denn alle so versessen auf Kriegshelden. Davon ab, ist es heldenhaft einem weiteren Kampfeinsatz zu entgehen, indem man länger in einer privilegierten Gefangenposition zu verweilen hofft?

    Ariel Scharon war auch Kriegsheld. Irgendwie hab ich die ARD-Lobeshymnen nicht mehr so in Erinnerung.

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    1. Sollte nach v.d.Leyen die Giffey Verteidigungsministerin werden (hat die passende autoritäre Stimme), dann weiß man, dass noch nicht alle US-Vorgesetzten Deutschlands ausgestorben sind. So wie man Deutschland gerade zerlegt, besetzen die Amis irgendwann kein Land mehr, sondern eine Landschaft.

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      1. Das wirklich schlimme ist ja, dass die Amis uns nicht besetzen. Das macht alles Östrogen. Die von der Leyen hat auch eine autoritäre Art, die ihres gleichen Sucht.

        Man kann nur hoffen, dass die Islamisierung was bringt. Die Osmanen haben ja nur die schwarzen Wachen entmannt. Von der Leyen macht die ganze Truppe.

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  3. Kleine Anekdote aus meiner Bundeswehrzeit (Anfang der 80’er, als man noch musste). Da wir wehrPflichtige waren, setzte sich jede Kompanie aus den unterschiedlichsten Gesinnungen der Bevoelkerung zusammen, inkl. Neonazis und Stalinisten, manchmal sogar auf der selben Stube. Die haben sich desoefteren Uebelstes an den Kopf geworfen, aber sich weder gekloppt, noch gegenseitig behindert. Die konnten problemlos gemeinsam ein Zelt aufbauen usw. Als wir dann pflichtgemaess an einen dieser Aussichtstuerme an der DDR-Grenze gekarrt wurden, um „dem Feind ins Auge zu blicken“, wurde uns explizit verboten irgendwelche Szenen dort zu veranstalten. Wir haben dann denjenigen, der unbedingt den Hitlergruss zeigen wollte umringt, damit die Offiziere das nicht sehen konnten, genauso wie den anderen Idioten, der die kommunistische Faust reckte. Alle anderen hatten natuerlich eine Packung „West“ dabei, damals noch ohne Krebsbilder, die sie empor halten durften. Haette damals einer gepetzt, waere seine restliche Pflichtzeit aeusserst unangenehm verlaufen.

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