Chemnitz: Geschacher zwischen Politik und Medien.

Vergleicht man die Aussagen der offiziellen Berichterstattung der MS-Medien und die der Politiker der Konsensparteien, mit den Veröffentlichungen alternativer Medien und den Aussagen der Polizei, so merkt jeder sofort, dass in Chemnitz etwas hochkocht wird, was so nicht stattgefunden haben kann. Verschiedene Seiten haben tolle Arbeit geleistet, dass das auch der Öffentlichkeit bekannt wird.

Geht man an den Anfang, an der diese Berichterstattung ihren Anfang nahm, so stellt sich die Frage, in welchem Verhältnis oder womöglich Abhängigkeit Politik und Medien miteinander stehen. Die erste Meldung über rechte Hetzjagden gegen Ausländer stammt von einem Account mit Antifa Zeckenbiss. Dieser Name dürfte sicher der linken Szene zuzuordnen sein. Sie wurde von den Medien begierig aufgenommen und über Steffen Seibert sofort an höchster Stelle verbreitet und noch mit dem Wort „Zusammenrottung“ angereichert. Ab diesem Zeitpunkt wurde von den Medien nur noch diese Geschichte kolportiert und die restliche Sendezeit mit Berichten über Rechtsradikalismus vor allem in Ost-Deutschland gefüllt. Es gab keinerlei nachträgliche Recherche über diese angeblichen Übergriffe oder über die Zusammensetzung der Demonstrationen. Sogar beim Schweigemarsch gemeinsam von Pro-Chemnitz, PEGIDA und AfD sprach man heute auf n-tv von der „gestrigen aggressiven Stimmung“. Wer den Live-Stream verfolgt hat, der muss zugeben, dass das in keiner Weise der Fall war. Es gibt ein Video von einem Pakistaner, der das bestätigen kann und auch Verständnis für die Demonstranten zeigt. Ganz im Gegenteil wurde der Zug vorsätzlich verzögert und am Ende rechtswidrig blockiert. Das war den Medien keine Meldung wert, sondern feierte es als Sieg der demokratischen Kräfte. Für die Übergriffe auf Journalisten gibt es keine unabhängigen Belege bzw. haben sich Journalisten im Grunde rechtwidrig Zugang zu einer Wohnung verschafft, um dort vom Balkon zu filmen, obwohl ihnen der Einlass von einer offensichtlich minderjährigen Person gewährt wurde. Dass sie dann vom Wohnungsinhaber rabiat angegangen wurden, fällt hier sogar unter das Notwehrrecht.

Es gibt mehrere Videos, die Bürger zeigt, die zwar teilweise etwas einfacher gestrickt scheinen, in der Sache aber völlig recht haben, nämlich, dass ihr Leben durch die verfehlte Politik unerträglich geworden ist. Eine Frau stieß bei Dummi Hallali auf völliges Unverständnis, als diese sagte, dass in allen Nachrichtensendern nur auf den Chemnitzern, auf der AfD und auf Trump rumgehackt würde (einer fügte noch Putin hinzu), wo doch die Aufgabe der Medien wäre, die Politik der Regierung zu hinterfragen. Spätestens als der Generalstaatsanwalt, also eine staatliche Stelle, vermeldete, dass eine rechte Hetzjagd auf Ausländer nie stattgefunden hätte, meinte man es würde wie immer laufen.

Denn nun wäre eigentlich schon gestern Morgen die Gelegenheit für die Medien gewesen, unauffällig zurück zu rudern wie sie es sonst immer tun, denn das Wesentliche, hier von vermeintlich rechten Ausschreitungen, ist ja beim Zuseher hängengeblieben. Da verschwinden die Meldungen nach ein oder zwei Statements von Politikern langsam wieder aus der Berichterstattung und der Kern wird immer wieder in einem Nebensatz aufgewärmt, damit irgendwas mit rechts und Chemnitz dauerhaft im Hirn verankert bleibt

Doch diesmal ist es in zweierlei Hinsicht anders. Früher waren die instrumentalisierten Ereignisse zwar real und dazu eben entsprechend aufgeblasen. Diesmal hat man eine nicht überprüfte Behauptung einer Person aus dem linken Spektrum direkt bis ganz oben durchgestochen. Das glaubt doch keiner, dass sich der Seibert mit dem Segen Merkels auf so dünnes Eis begibt, indem er sich gleich vor die Presse setzt und noch „Zusammenrottung“ nachlegt. Da hat einer mit Sicherheit vorher nachgefragt, ob man da schon weitere Bilder hätte oder Interviews mit Zeugen. (Der Miniausschnitt aus einem Video ist dazu etwas dünn.) Alles andere wäre völlig abwegig.

Was war wohl die Antwort? Hätten die Medien gesagt, dass man sicher wäre, dass da noch was kommt, hätten sie Seibert und Merkel ins offene Messer laufen lassen, weil sie nämlich wirklich nicht liefern konnten bzw. sich auf gut Glück verlassen hätten. Das hätte der Glaubwürdigkeit, sowohl der Medien, als auch der Politiker deutlich erschüttert.

Ich halte deshalb einen anderen Ablauf für möglich. Man hat dem Vertreter der Regierung den Namen des Informanten genannt. Entweder die Regierung, die Medien oder womöglich beide wussten, dass weiter geliefert wird. Ich denke, dass es die Regierung war, denn erst nach Seiberts Auftritt haben das alle MS-Medien begierig aufgegriffen und weiter ohne Belege breitgetreten. Heute wurde ein Afghane von vier Schwarz-Vermummten angegriffen und leicht verletzt. Da bekommt ein Gesetz aus dem Jahre 2015 einen völlig anderen Spin. Leute vom Verfassungsschutz dürfen sich seitdem szenetypisch verhalten, um nicht aufzufliegen. Alles dabei: Zeigen des Hitlergrußes, Sachbeschädigung und auch Körperverletzung.

Sollten die Medien bei der Nachfrage gesagt haben, dass man noch keine Belege hätte und der Regierungsvertreter meinte, das wäre egal, konnten beide Seiten aus allen Geschützen schießen. Keiner gab von oben eine Anweisung an die Presse, denn die Presse ist ja unabhängig. Doch auch so wussten beide, dass man sich gegenseitig nicht im Stich lassen würde, denn beide sind mit ihrem Schicksal aneinander gekettet.

Die Medien wussten, dass sie ohne Belege weiterhetzen konnten, ohne dass ein Politiker der Einheitsparteien in die Parade fahren würde. Vielleicht vermuteten sie, bzw. wussten es, aufgrund des Namens des Informanten, dass staatliche Stellen genügend Leute vor Ort haben, um für die passenden Ereignisse zu sorgen. So konnte man sich auch bei den anderen wichtigen Medienvertretern sicher sein, dass die Gegenbeweise im Dunstkreis der alternativen Medien verbleiben würden. Deshalb, alle Nazis, alle gewaltbereit und aggressiv und man konnte auch tagelang das Niveau halten.

Diese Welle ermutigte die Politiker zu immer noch überzogeneren Äußerungen: Maas brachte Ausschwitz mit Chemnitz in Verbindung und nicht nur Kauder meinte, man müsse die AfD vom Verfassungsschutz beobachten lassen, worauf Pöbelralle nachschob, der Verfassungsschutz müsse hier besonders hart durchgreifen. Keine mäßigenden oder verbindenden Worte, um ein Abflauen zu inszenieren, damit man in ein paar Wochen neu ansetzen kann. Sogar ein Bundespräsident Steinmeier positioniert sich an der Seite linksextremer, polizeihassender Musikgruppen. Und die Printmedien drehen mit Jakob Augstein vollkommen durch, nicht nur mit dieser Äußerung, sondern auch mit dem Cover des neuen SPIEGEL, weswegen schon einige Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt haben.

Entweder ist der kleine Jakob irre und möchte sein Blatt endgültig an die Wand fahren oder er weiß mehr als wir. Im Osten Deutschland dürfte dieses Blatt nämlich tot sein. Natürlich sind die Printmedien „wahnsinnig“ wichtig für unsere Demokratie und, wenn man den Absturz der Verkaufszahlen mit dem Anstieg des Rechtsradikalismus erklärt, die auf die „freie“ Presse pfeifen, dann werden die Blockparteien die Notwendigkeit sehen, mit einer Medienabgabe die Demokratie zu retten. Das Fernsehen ist mit GEZ und Fernsehräten schon in staatlichen oder wohlwollenden Händen und nun sind auch die wichtigen Printmedien „all in“ gegangen. Die Printmedien, die ja überwiegend von der SPD gehalten werden, die werden sich das durch die staatliche Förderung belohnen lassen.

Wer genau hinschaut, sieht, dass das Hochkochen und wieder Abflauenlassen wie es bisher praktiziert wurde, ein Ende hat und es nun um die fortwährende aktive Bekämpfung einer Opposition geht. Wie in dieser Logik die grinsenden Vollhonks der SPD bei der Gegendemo zum Schweigemarsch dazupassen, weiß ich noch nicht. Wenn die SPD unter 5% ist, fragt eh keiner mehr danach.

Die Äußerungen von Justizministerin (ausgerechnet) Barley zeigen, dass man die Vorstellungen der Regierung von Demokratie auch mit totalitären Mitteln durchsetzen wird, soweit wie sie sich vom Volk entfernt hat.

Wer das alles bei der Berichterstattung über Chemnitz übersehen hat, wird in ein oder zwei Jahren feststellen, dass das Wort „Demokratie“ wieder die gleiche Bedeutung hat wie in „Deutsche Demokratische Republik“.

 

 

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5 Gedanken zu “Chemnitz: Geschacher zwischen Politik und Medien.

  1. Der wichtigste Punkt bzgl. der Demos in Chemnitz ist, dass die es geschafft haben spontan fast 1.000 Leute auf die Strasse zu bringen, Tags darauf mehrere Tausend und eine Woche spaeter, 10-15.000. Im Vergleich zu den eher einsamen Demos bei den vielen Morden in Westdeutschland (oft nur an einer Hand abzaehlbare „Demoteilnehmer“ vor Rathaeusern, ab und zu mal einige Hundert) koennten die Wessis das zum Anlass nehmen sich „auch mal zu trauen“. So eine Massendemo wie in Dresden musste man unter allen Umstaenden verhindern (Polizei kapituliert vor 100 Antifanten), verunglimpfen (alles Nazis), damit eine Nachahmung anderswo ausbleibt.

    Die grosse Masse der Deutschen wird absichtlich falsch informiert, damit sie sich an solchen Demos nicht beteiligen, und weiterhin ihr Leid still ertragen.

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    1. Pegida hat das in Dresden am Anfang auch hinbekommen. Der Westen kriegt den Arsch halt nicht hoch, da man Angst vor Denunzianten hat. Da gibt man sich lieber politisch korrekt und holt die Kinder von überall ab und ab 18 gibt es ein eigenes Auto. War schon vor Jahrzehnten so.

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