Was macht Fake News zu Fake News?

Es ist immer wieder überraschend, wenn man die wirkliche Bedeutung eines Begriffes nachschlägt und mit dem vergleicht, was man darüber im Kopf hat. Ich hielt Fake-news immer für Nachrichten, die von Grund auf frei erfunden sind, also eine Meldung, die weitgehend unabhängig ist, von realen Ereignissen. Bei Wikipedia heißt es:

Als Fake News (auch Fake-News oder Fakenews[1]englischfake news [ˈfɛɪ̯k(ˈ)njuːs]) werden manipulativ verbreitete, vorgetäuschte Nachrichten[2] bezeichnet, die sich überwiegend im Internet, insbesondere in sozialen Netzwerken und anderen sozialen Medien zum Teil viral verbreiten.

Eine wirkliche Täuschung gelingt aber nur, wenn sie in ein glaubwürdig reales Geschehen eingebettet ist. Die Nachricht, dass Aliens gelandet seien, kann nicht manipulativ sein, weil ihr einfach die Glaubwürdigkeit fehlt. Man muss sich dabei auch die deutsche Bedeutung von manipulativ ansehen, es meint nämlich lenkend. Fake News machen nur Sinn und sind demnach auch gefährlich, wenn mein Verhalten oder besonders das Verhalten großer Bevölkerungsgruppen dadurch in eine andere Richtung gelenkt wird. Nach dem Mord an Maria in Freiburg und der anschließenden Festnahme des Mörders wurde der Grünen-Politikerin Renate Künast folgendes Zitat fälschlicherweise zugeschrieben:

„Der traumatisierte junge Flüchtling hat zwar getötet, man muss ihm aber jetzt trotzdem helfen.“

Wenn man sieht, welchen Blödsinn die GRÜNEN normalerweise von sich geben, dann ist das eine Banalaussage, die gar nicht das Gewicht hat, die öffentliche Meinung über die Grünen zu beeinflussen. Ebenso braucht sich der faktenfinder der ARD nicht künstlich aufzuregen, wenn ein Politiker behauptet, dass nach offizieller Statistik in Berlin sieben Messerattacken stattfinden, mit dem Hinweis, dass das Messer möglicherweise nur mitgeführt wurde und nicht zum Einsatz kam. Diese Haarspalterei dient nicht dazu eine manipulative Behauptung zu widerlegen, denn für die öffentliche Meinung ist der Unterschied völlig irrelevant. Er dient nur dazu einen AfD-Politiker öffentlich zu diskreditieren, was durch den relativ hohen Verbreitungsgrad des faktenfinders auch gelingt. Darüber hinaus sind auch die meisten Dinge, die im täglich privaten Umgang mit anderen Menschen über jemanden im Umlauf kommen, ebenso zu betrachten. Erst wenn es gravierende, unwahre Vorwürfe wie Kindesmissbrauch usw. gibt, dann wird es zum Problem. Insofern sind wirkliche Fake News mit der ihr immer nachgesagten Wirkung meiner Meinung nach nur dann gravierend, wenn sie

  • In einen glaubwürdigen Kontext eingebettet sind.
  • Eine hohe Verbreitung genießen.
  • Eine manipulative, lenkende Wirkung auf große Teile der Bevölkerung haben.
  • Zusätzlich noch eine seriöse Quelle suggerieren.

Fake News in sozialen Medien wie Facebook haben zwar eine hohe Verbreitung, aber es fehlen meist die glaubwürdigen Belege, sodass sie meistens nicht ungeprüft in den alternativen Nachrichtenseiten oder seriösen Blogs auftauchen. Wenn man die Möglichkeiten dieser beiden Nachrichtenquellen sieht, dann gilt das so genannte Laienprivileg. Es reicht die Nachrichten mit den gewöhnlich zugänglichen Quellen zu überprüfen bzw. zu belegen, bevor man sie veröffentlicht. Wenn man zu den oben genannten Punkten noch dazunimmt, dass die Leitmedien wesentlich besseren Zugang zu Informationen haben, dann haben sie sich in den letzten Tagen zu wahren Fake-News-Schleudern entwickelt.

Wenn man wie jetzt in Chemnitz von höchster Regierungsstelle und den Leitmedien in Dauerschleife verbreitet, dass es in Chemnitz Hetzjagden auf Ausländer gegeben hätte und es auch nicht zurückgenommen wird, als das von höchster Stelle dementiert wurde, dann ist das das Paradebeispiel für Fake News. Und die Medien waren schamlos genug in die gleiche Richtung weiter zu machen. Da werden Bilder von vermeintlichen Demonstranten gegen rechts in Chemnitz gezeigt, obwohl auf dem Bild das Hinweisschild zu einer U-Bahn zu sehen ist, die es in der Stadt gar nicht gibt. Da werden die Bilder vom Trauerzug mit Bildern der unangemeldeten Demonstration von Fußball-Hooligans garniert, wofür man sich tags darauf entschuldigte, obwohl diese Fake News schon lange seine lenkende Wirkung auf große Teile der Bevölkerung entfaltet hatte und viele die Entschuldigung nicht gehört haben dürften bzw. ihnen vorenthalten wurde, welche Bilder nicht der Wahrheit entsprachen.

Fake News werden dort kreiert und verbreitet, wo die Möglichkeit der erwünschten Lenkung möglich ist und diese auch absehbar erfolgreich ist. Und in diesem Sinne ist das Wort Lückenpresse für die Leitmedien fast noch harmlos, wenn man sieht, mit welcher fast krimineller Energie die öffentliche Meinung mit manipulativen Bildern beeinflusst wird.

Man sieht, dass die Blockparteien und die Leitmedien auf Gedeih und Verderb voneinander abhängig sind, um ihre Macht zu erhalten, sonst hätten sie die Zwangsgebühren für diese Fake-News-Schleudern, Kriegstreiber, Spalter, Propagandisten und Huren längst abgeschafft. Würde man an die ÖR-Medien den Standard einfordern, der für eine funktionierende Demokratie notwendig ist, dann wären diese Dreckschleudern längst verboten.

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10 Gedanken zu “Was macht Fake News zu Fake News?

  1. Der eigentliche Knaller ist „die sich überwiegend im Internet, insbesondere in sozialen Netzwerken und anderen sozialen Medien zum Teil viral verbreiten.“

    Das heißt Falschnachrichten sind keine, wenn sie sich nicht überwiegend im Internet, und insbesondere in sozialen Netzwerken verbreiten.

    Tagesschau ist nie Fakenews, weil die sich nie viral verbreitet.

    Lügen auf ZEIT online, tagesschau.de usw. sind manchmal aber nicht immer Fakenews, weil die meisten die Aufmerksamkeitsschwelle nicht überschreiten. Erst wenn Leute etwas relevant genug halten, dass es auch auf Twitter und FB kursiert, kann eine Lüge der Qualitätsonlinemedien auch Fakenews werden.

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    1. Ja, genau bei dieser Stelle,
      „die sich überwiegend im Internet, insbesondere in sozialen Netzwerken und anderen sozialen Medien zum Teil viral verbreiten“ musste ich wirklich lachen, weil ich ja jetzt tagelang von Fake News der MS-Medien zugemüllt wurde. Die merken gar nicht mehr wie sich sich mit ihrem vermeintlich seriösen Auftreten, wo sie betroffen den Kopf zur Seite neigen (Kleber, Miosga), lächerlich machen.
      Heute haben sie gesagt, dass eine humanitäre Katastrophe in Idlib, droht, wo die „Rebellen“ und die gleiche Anzahl Bewohner sitzen. Seit einem Jahr melden sie, dass die Terroristen aus den gefallenen Städten nach Idlib abziehen dürfen und jetzt haben sie sich wieder in Rebellen verwandelt. Da zeigen sie Bilder von Idlib mit tiefverschleierten Frauen, während man in Damaskus als Frau ganz westlich rumlaufen kann.
      Ich habe nie gedacht, dass das abstoßendste und widerlichste eine pseudo-seriöse Fresse ist, die mir völligen Schwachsinn verkaufen will. Obwohl ich das rein von der Machart interessant finde, muss ich da immer wegschalten, so ekelerregend ist das.

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      1. Ich hatte es neulich schon bei Aron Sperber geschrieben, dem dasselbe aufgefallen ist. Das war schon bei der Befreiung von Mossud so. Da werden die potentiellen zivilen Opfer hochgerechnet, die Jihadisten verharmlost und gegen den Zugriff gewettert, was das Zeut hält. Ich hab für die irakischen Soldaten gebetet.

        Die wollen gar nicht, dass der Islamismus verschwindet. Die scheren sich auch nicht um normale Muslime. Der Dschihadi ist aus deren sicht der ideale Muslim, weil er antizivilisatorisch ist.

        Es hat nur wenige Monate nach Obamas Abgang gedauert, bis ISIS zur Randerscheinung wurde. Das war kein Zufall. Das weiße Haus hat offen gesagt, dass das CIA ein Programm zur Bewaffnung der „Rebellen“ eingestellt hat. Kein wunder, dass die Muslima seltener bekopftucht sind. Wer immer noch fanatisch ist, geht in Zukunft nicht mehr nach Syrien, sondern nach Berlin.

        Die Triebfeder der Linken versteh ich nicht. Ich verstehe die Dummen, aber nicht die Clintons, Obamas und so. David Horowitz und auch andere meinen, es sei blanker Hass, Hass auf die Zivilisation. Wenn ich mir den Kampf gegen das Internet anschaue, hab ich auch den Eindruck. Pamela Geller bezeichnet Linke als savages, also Wilde.

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  2. Auch gut. Arte hat neue Doku zum Nahostkonflikt (übrigens wird zwischen Indien und Pakistan scharf geschossen und China ist mit Indien auch auf Konfrontationskurs – alles Atommächte).

    Es soll darin darum gehen, wie Israel geworden wäre, wenn der Linke Ministerpräsident Rabins nicht ermordet worden wäre – natürlich ein Paradies.

    Dazu die „konservative“ FAZ:

    Dieser Quellenschatz macht den Film griffig und emotional, während er sich entlang der Zeitleiste vortastet – von den ersten Geheimtreffen im Dezember 1992 über die Unterzeichnung in Washington und weitere Gespräche bis zur Ermordung Jitzhak Rabins und zu der knappen Wahl seines erbitterten politischen Gegners, des Hardliners Benjamin Netanjahu, zum Ministerpräsidenten 1996. Seither soll der Konflikt sechzehntausend Menschen das Leben gekostet haben…..Kaum auszumalen, was ohne die Ermordung Rabins durch einen jüdischen Fanatiker geschehen wäre.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/die-arte-dokumentation-die-oslo-tagebuecher-15769607.html

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  3. „Eine Lüge muss nur oft genug wiederholt werden. Dann wird sie geglaubt.“ NICHT von Joseph Goebbels, obwohl er sich genau so verhalten hat. Propaganda funktioniert, und die Merkel-treue Presse weiss das und setzt das um.

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  4. In der DDR war die Bevölkerung noch in der Lage zu erkennen wenn in TV gelogen wurde. Die Leute in den alten Bundesländern heute glauben,bis auf wenige, den MS-Medien .
    Hat das mit mangelnder Bildung oder mit Blödheit zu tun?

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