Krankheit oder Vorsatz?

Ich bin ja noch wohlwollend und meine, dass Politik und Medien vorsätzlich so handeln wie sie eben handeln und bei gesundem Menschenverstand sind, denn sonst müsste man Vieles mit mangelnder Intelligenz erklären. Den Vogel hat man meiner Meinung jetzt damit abgeschossen, dass man ein Video auf Youtube für Deutschland gesperrt hat, in dem eine Frau der Dummi Hallali ziemlich die Meinung geigt. Das dürfte aber nicht das Ausschlaggebende gewesen sein. Ich denke, es geht um die Stelle, wo die Frau meint, das die Aufgabe der Presse es wäre neutral zu berichten und Halali darauf sagt, das wäre nicht ihre Aufgabe. Das fällt aber eigentlich nur auf, wenn man über einen Artikel kommt, in dem explizit darauf hingewiesen wird.

Es muss jemanden gegeben haben, der die Löschung angestoßen hat und sie dann mit anwaltlicher Hilfe an das Portal herangetragen hat. Da müssen aber in der Kette viele beschränkte Leute sitzen, denn so eine Löschung macht doch nur Sinn, wenn man die Sperre nicht umgehen kann, wie das bei vielen anderen Videos wie zum Beispiel Hagen Grell möglich ist, indem man mit einem Klick auf einen Proxy im Ausland ausweicht.

Da muss man sich echt fragen, von welcher Zusammensetzung der Bevölkerung Politik und Medien ausgehen. Wer uneingeschränkt den Mainstream-Medien glaubt, der wird die offiziellen Nachrichtensender rauf und runter hören, seine Tageszeitung lesen und vielleicht noch ein Nachrichtenmagazin, fühlt sich gut informiert und zieht gar nicht in Betracht, dass die falschliegen könnten. Ich dachte immer, dass der Drang, wahrheitsgemäß und umfassend informiert sein zu wollen, auch immer mit Neugier und Misstrauen gekoppelt sein muss, sonst könnte ich mich ja inzwischen auf eine einzige beliebige MS-Nachrichtenquelle beschränken. Wenn ich mich den ganzen Tag mit der gleichen Meinung aus unterschiedlichen Quellen berieseln lasse, dann läuft das doch auf bloße Selbstbestätigung meiner eigenen hinaus. Dazu gibt es dann meist ältere Leute, die keinen Umgang mit den neuen Medien kennen und denen vielleicht auch misstrauen und solche, denen es reicht, dass sie das wichtigste einfach so nebenbei mitbekommen. Ergänzt wird die Gruppe, die so gut wie nie auf dieses Video stoßen werden, weil sie einfach nicht die Intelligenz haben oder denen alles völlig egal ist.

Alle anderen, bei denen das offizielle Narrativ den eigenen persönlichen Erfahrungen widerspricht, würden sich begierig auf so ein Video stürzen, weil es ihr eigenes Narrativ, mit dem man häufig ziemlich alleine steht, endlich bestätigt wird. Wer dann liest, dass das Video für das eigene Land gesperrt ist, der würde noch zusätzlich in der Meinung bestärkt, wir lebten in einer zweiten DDR. Wer in der Lage ist, der wird sofort versuchen, eine Möglichkeit zu finden, diese zu umgehen. Und damit wird die Sperre zum völligen Blödsinn, denn zum einen ist das Internet voll mit Hinweisen dazu, wie man das macht, und zum anderen ist es furchtbar simpel. Wer das Video gesehen und Geschmack bekommen hat, der wird den Titel vielleicht in die Suchfunktion eingeben und landet sofort auf einen ganzen Block alternativer Nachrichtenseiten und Blogs. Inzwischen sind viele schon so sensibel, dass sie Videos oder Seiten sofort herunterladen, wenn nur die leiseste Möglichkeit besteht, dass es zensiert wird. Auch die Wege, um es sofort wieder zu verbreiten sind ja auch längst angelegt. Und das macht ja nicht nur eine einzige Person. Wer sich von den ÖR-Medien abgewandt hat, der kehrt ohnehin nie mehr dorthin zurück und nutzt sie nur mehr zur Belustigung.

Mir will nicht in den Kopf, welche Vorstellung Journalisten und Politiker vom normalen Volk haben. Damit so eine Sperre funktioniert, muss man zum einen alle Alternativen längst niedergebügelt haben und zum andern das Volk für eine homogene, grenzdebile Masse halten, die voll Ehrfurcht vor der Kiste kniet. Wenn nicht, glauben die wohl, dass die Leute, die auf die Sperre stoßen, sagen: Och, schade. Schau ich halt was Anderes. Das ist so bescheuert, als würde man eine einzige Straße sperren, um zu verhindern, dass jemand in die Münchner Innenstadt hineinkommt.

Aber in diesem Zusammenhang passt die Sperre auch zur ausgehandelten Abmachung mit Spanien, dass Migranten, die schon einen Asylantrag gestellt haben, nicht über Österreich einreisen dürfen. Früher brauchte man ja eine gewisse Ahnung oder kriminelle Energie, um bestimmte Beschränkungen zu umgehen; und zwar in allen Bereichen. Man denke nur an die Steuervorschriften. Heute sind die meisten Gesetze oder Versuche, die Bevölkerung auf Linie zu halten oder Probleme zu lösen, dermaßen realitätsfern und offensichtlich zu umgehen, dass die Initiatoren in einer Parallelwelt leben müssen, wo das, was sie sich wünschen, sofort in Erfüllung geht. Da muss aber dann das Gros der Politiker und Journalisten ohne Geschwister als umsorgte Prinzessin oder Prinz aufgewachsen sein, ohne dass es je irgendwo gehakt hätte. Könnte hinkommen.

Aber im Ernst. Wie kommt die SPD dazu das Grinsebild von Chemnitz auch noch selbst zu verbreiten und dann meinen, der Absturz der Partei liege daran, dass sie ihre Politik den Menschen nicht richtig erklären. Gott bewahre, wenn sie uns ihren Blödsinn auch noch genau erklären wollen. Da muss man ja einen kollektiven Sprung in der Schüssel haben. Pünktlich zur Löschung des Hallali-Videos hat nun Merkel gefordert, Ministerpräsident Kretschmer solle sich von der Aussage distanzieren, dass es in Chemnitz keine Hetzjagden auf Ausländer gegeben hätte. Man wollte dem Zuschauer mit zusammengeschnittenen Bildern, selektiven Bildausschnitten mit dem immer gleichen Bengalo und bestürztem Dauerfeuer der Blockparteien suggerieren, in Chemnitz hätte es eine Hetzjagd gegeben, konnte aber außer einem nicht aussagekräftigen Videoschnippsel nichts Brauchbares vorlegen. Hat die Merkel jetzt einen Nachdreh vom Staatsfernsehen verlangt, um die passenden Bilder zu bekommen, weil sie sich so weit aus dem Fenster hängt? Sogar das würde ich ihr zutrauen.

Auch die Giffey arbeitet am eigenen Untergang

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey plädiert für ein neues Gesetz zur Förderung der Demokratie. „Dieses müsse unmissverständlich klar machen, dass es auch die Aufgabe des Staates sei, die demokratische Bildung junger Menschen auf allen Ebenen zu organisieren“, sagte Giffey der Zeitung Die Welt.

Nach den fremdenfeindlichen Demonstrationen rechter Gruppen in Chemnitz hatte die SPD-Politikerin die Stadt besucht und sich beunruhigt über die fortschreitende Entpolitisierung der Gesellschaft gezeigt (…)

Fortschreitende Entpolitisierung der Gesellschaft? Da haben sich die Bürger aufgerafft, dass sie die Arbeit der Regierung in den Sozialen Medien kommentieren und kritisieren und sich einmischen, dass sie deren Entscheidungen an die Öffentlichkeit zerren, damit es nicht in den Hinterzimmern bleibt und wir das Ergebnis klaglos hinnehmen, und dann behauptet sie, die Gesellschaft würde sich entpolitisieren? Die meint, Politik bedeute, dass das Volk die Ergüsse des Politbüros als göttliche Offenbarung ansieht und wir sie dann zum Beispiel auf Demonstrationen dafür feiern, so wie es Puls of Europe macht. Dass man da natürlich von der Einschulung bis zur Entlassung permanent mit der passenden Staatsbürgerkunde indoktriniert werden muss, um das dann noch als Demokratie wahrzunehmen, liegt da schon auf der Hand.

Denen muss doch mal einer von der SPD unter vier Augen in die Parade fahren, dass man sich mit solchen Äußerungen und Aktionen spätestens nach der nächsten Wahl einen neuen Job suchen kann.

Bei den Grünen und den Linken weiß man wie der Feind tickt, denn wenn die an Gesetzen beteiligt sind, dann wird der Bürger einfach durch Gesetze gezwungen oder genötigt sich anzupassen. Man denke nur an die Energiewende oder das ganze Feinstaubgedöns. In diesen Parteien wohnen die geborenen Diktatoren. Die SPD will dagegen eine große Gluckhenne sein, damit die Bürger die Wärme der linken Wohltaten spüren, während jeder sofort als Gegner der Demokratie gilt, der dieses muffige Nest verlassen will.

Spätestens seit 2015 lassen sich die Entscheidungen und Maßnahmen der Blockparteien nicht mehr mit Logik erklären. Gesetze, die völlig offensichtlich umgangen werden können, wie die Residenzpflicht oder die Mietpreisbremse, oder die praktische Unmöglichkeit des Ausstiegs aus der Atomkraft und der Kohleverstromung, ohne dass Deutschland im Dunkeln sitzen würde, lassen für mich neben weitgehenden krankhaften, geistigen Veränderung unserer Führungsriege nur noch einen Schluss zu:

Die Gesetze sollen gar nicht funktionieren und sind nur Staffage, denn das Ziel ist die völlige Zerstörung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen Deutschlands, um eine ungebildete, unmündige, unfähige und am Ende verarmte Bevölkerungsmasse zu erhalten, die leicht lenkbar und beherrschbar ist, weil sie auf die wenigen Almosen der politischen und wirtschaftlichen Eliten angewiesen sind. Keine Krankheit, sondern womöglich krimineller Vorsatz. Also abwählen, solange es noch möglich ist.

 

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9 Gedanken zu “Krankheit oder Vorsatz?

  1. Bei den deutschen Politikern ist auch irre viel Gleichgültigkeit dabei. Die leben alle sehr schick und nichts hat Konsequenz. Keine Partei, ob grün, SPD, FDP, Union, Linke verliert soviele Stimmen bei einer wahl, dass es für die Parteiführung relevante finanzielle EInbußen gibt. Das ganze System ist so konstruiert, dass Hinterbankler für die Entscheidungen der Bonzen bestraft werden. Ergo kann man sich halt auch Ideologien hingeben. Es ist denen alles egal. Man muss sogar nur immer die gleichen Worthülsen absondern. Routine, Routine, Routine. Für Merkel war 2015 nichts gewesen. Sie war vorher lecker Konferenzen mit nichtsbringenden Absichtserklärungen und macht das auch weiterso. Gesetze machen die Ministerien mit Lobbyhilfe. Das muss sie nicht mal lesen. Wird es kritisch, putzt sie sich den Mund auf und geht vor die Kamera. Saus und Braus.

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      1. Bei deutschen Journalisten ist es noch krasser. Da kommt man nur mit äußerst devotem Getue nach oben. Kann da auch als Idiot absahnen.

        Hier Mely Kiyak

        Nur an der Spitze stehen natürlich die Machtzyniker wie Anne Will, Josef Joffe, Giovanni di Lorenzo oder Klaus Kleber.

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