Der Liebestöter steht rechts.

Wieder einmal hat bento, das Fachblatt für die edle politische Gesinnung zugeschlagen. Ariadne, 25, erzählt in einem Interview über die Zeit, in der sie mit einem Rechten zusammen war und der sich dann radikalisierte; so sagt es die Überschrift. Im Text heißt es dann:

Thomas hat sich in ihrer gemeinsamen Zeit immer weiter in Richtung Rechtsextremismus radikalisiert.

Da denkt man sich bis zu der Stelle, die wäre mit einem zusammen gewesen, bei dem eine Familie nicht eine lose WG ist, wo alle 52 Geschlechter samt Hund durcheinandervögeln, nicht der Staat gut wirtschaftet, sondern der Steuerzahler ausgebeutet wird und wir Strom haben sollten, wenn wir ihn brauchen und nicht, wenn er gerade zufällig geliefert wird. Also heute der Hauptgewinn eines Mannes, der voraussichtlich auch eine Familie ernähren kann. Und der dreht plötzlich völkisch ab, hängt sich die Reichskriegsflagge ins Zimmer und feiert Hitlers Geburtstag? Wie kann man so einen Sprung in der Schüssel bekommen? So zumindest die Erwartung bis zu dieser Stelle.

Adriane war mit ihrem Freund glücklich und „fand es sogar schön, dass er nach Veränderungen zum Beispiel im System der EU gesucht hat und fand sogar seine Argumente nachvollziehbar und in keiner Weise menschenverachtend„.

Die negative Veränderung in seiner Einstellung begann für mich im Sommer 2015 mit der vermeintlichen „Grenzöffnung“ Merkels. Schon das Wort ist eine Verdrehung der Tatsachen, das wollte er aber nicht wahrhaben.

Er hat es nicht mal Invasion oder Flutung genannt, sondern Grenzöffnung. Hilfe! Da kann ich mir die stundenlangen Diskussionen vorstellen, in der ihr Freund einfach nicht wahrhaben wollte, dass man das „Willkommensfeiertag“, „goldene Bunttage“ oder „Menschengeschenke“ nennt, wo sie doch selbst aus dem Nahen Osten stammte und sich schon „immer für Toleranz und Weltoffenheit eingesetzt hat“. Kein Wunder, dass er dem täglichen Gesülze entkommen wollte und sah sich dafür lieber „auf Seiten der Rechtspopulisten und alternative kritische Plattformen auf YouTube und anderen Seiten um“.

Immer öfter war die Rede von „wir“ und „die““ – dabei bezog er mich auch immer ins „wir“ mit ein.

Ja, Ariande. Dass Du auch zum „wir“ gehörst und auch die ausländischen Freunde, die Du immer mitgebracht hast ebenso, liegt vielleicht daran, dass ihr trotz nicht deutscher Herkunft nicht testosterongeschwändert mit angeschwollenen Eiern vergewaltigend oder messernd um den Block zieht und auch nicht erwartet, dass man Euch leistungslos ein volles Bankonto und eine Reihenhauswohnung mit 5. BMW davor spendiert. Dein Freund ist kein pauschaler Menschenverachter und auch kein Feind des Fremden, sondern pauschal der Feind einer aggressiven Abgreiferkultur mit Hang zur Frauenfeindlichkeit. Und, weil man sich seit 2015 nicht die Mühe macht, die für unsere Kultur Unkompatiblen auszusortieren, sondern einfach alle reinlässt, ist für ihn die einzig logische Lösung, in Zukunft besser alle draußen zu lassen, weil die, die jetzt noch nicht so lange hier leben, den Laden schon bereichernd genug aufmischen.

Vielleicht haben Dir seine Vorschläge zur EU deshalb so gut gefallen, weil er dagegen ist, dass ein ungewähltes Politbüro über die Köpfe der Bürger hinweg entscheidet. Anders hieße es nämlich Demokratie. Aber bei Dir gehen ja Toleranz und Weltoffenheit vor demokratischen Entscheidungen. Würde nämlich demokratisch entschieden, wären die Grenzen nie geöffnet worden- tschuldigung, hätten wir die Goldstücke nicht genommen.

Er redete von Menschenmassen, Flüchtlingsinvasion und Kulturen, die nicht miteinander vereinbar seien. Vor allem hatte er Angst vor jungen Männern aus muslimischen Ländern. Diese seien besonders aggressiv und übergriffig.

Dabei machte er das muslimisch sein nur an Äußerlichkeiten fest. Über eine Demonstration von Muslimen gegen Hass, über die berichtet wurde, sagte er, dass es sich bei den Demonstranten nicht um Muslime, sondern um „Deutsche“ handele. Und wenn er Muslime kennenlernte, die z.B. kein Kopftuch trugen oder Alkohol tranken, sagte er, dass es ja keine „richtigen Muslime“ seien. Er übernahm also genau die Denkweise der strenggläubigen Salafisten.

Ja, da fehlen mir jetzt auch die Worte wie ich Dich da verteidigen soll. Ich kann mir jetzt auch kein Land vorstellen, wo die Nichtmuslime keine Angst vor der Übergriffigkeit und Aggressivität von muslimischen jungen Männern haben, wenn die in einer deutlichen Mehrheit sind bzw. auf eine wehrlose Kultur treffen. Dass er bei einer keifenden Vollverschleierten und ihrem Begleiter in Pluderhosen, Taliban-Käppi und Fusselbart schon anhand der Äußerlichkeiten zu 99% richtig liegt, das kannst Du ihm wirklich nicht vorwerfen. Soll Dein Freund dann die eine Frau, die den Mut hatte, sich von dieser Frauenverächterkutur zu verabschieden, wegen ihrer dunkleren Haut lieber wieder zurück zu denen in die Tonne treten, um nicht im Sinne der Salafisten zu handeln?

Später war er dann auch noch stolz auf seine Kultur und das Maß war für Dich voll als er in einer Kneipe lauthals schimpfte.

Diese scheiß Molukken! Sie kommen in unser Land und belästigen unsere Frauen.“

Ja, da bist Du einfach weggerannt. Find ich inzwischen auch unpassend, seine inkorrekten Ansichten in aller Öffentlichkeit raus zu posaunen. Dafür kann man Dich an Deinem Arbeitsplatz ganz schnell aussortieren, da hätte es womöglich schon gereicht an unserer Führ..äh Kanzlerin Kritik zu üben. Gut, dass Du weggelaufen bist, denn seine Karriere als Ernährer mit gesichertem Einkommen könnte nach diesem Abend beendet gewesen sein. Such Dir einen, der so weltoffen und tolerant ist wie Du, dass im völlig egal ist, wenn deutsche Frauen gemessert und vergewaltigt werden und geh mit ihm Teddy-Bären schmeißen. Wenn er diese Gesinnung zeigt und beim Staat arbeitet, ist der Weg für ihn nach ganz oben offen und ihr werdet miteinander glücklich werden.

So früh hast Du natürlich auch nicht aufgegeben:

Ich habe wirklich ALLES getan, was mir einfiel. Von rationalen Argumenten und theoretischen Auseinandersetzungen über theologische Argumente, bis zu dem Versuch, ihn emotional und emphatisch zu erreichen und möglichst viele positive Bekanntschaften und Erfahrungen zu schaffen. Er hat sich sogar auf meinen Wunsch in eine Psychotherapie begeben. Am Ende hat mich das jedoch selber so negativ verändert, dass ich ihm gegenüber keinen Respekt mehr zeigen konnte. Das tut mir im Nachhinein leid.

Wenn gute Menschen ALLES versuchen und das, was sie sagen, auch noch für rationale Argumente halten und das noch mit allerlei Gefühltem anreichern, dann landet am Ende jeder in der Klappse.

Bei mir würde es reichen mich vor das Kleber-Journal zu ketten und Du erklärst mir nebenher genau wie recht er doch hat, dass überall nur Hass und Hetze gegen unsere Fachkräfte und Rentenbeitragszahler geschürt wird und die unzähligen Einzelfälle von Mord und Vergewaltigung nur aufgebauscht sind. Der bringt mich schon ohne Ton zum Wahnsinn.

Nach so einem Artikel auf einer Seite für die Ewigpubertierenden wundert es mich nicht, wenn die überall Nazis sehen, weil jeder dazuzählt, der zwischen momentanen Einwanderern auch nur irgendeinen Unterschied zu den Einheimischen wahrnimmt.

Nach den weiteren Artikel zu diesem Thema wie Mein Bruder wählt AfD-wir müssen reden oder Meine Familie wird immer rechter, wie kann ich das ändern, hat man das Gefühl, dass unter linken Familien und Paaren immer einen buntes und harmonisches Zusammenleben herrscht, wo man sich bei „Zusammenrottungen“ nach tödlichen „Einzelfällen“ immer unter den toleranten und weltoffenen Gegendemonstranten einreiht. Wenn Du dann noch ein Schild mit der Aufschrift „Warum!“ am Tatort aufstellst, dann erinnere Dich an Deinen ehemaligen Freund, dann erinnere Dich daran, was er Dir erzählt hat. Denn wenn Du ihn jetzt nochmal fragst warum, wird er höchstens sagen: Warum wohl.

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13 Gedanken zu “Der Liebestöter steht rechts.

  1. Dank Elisabeth Wehling wissen wir, dass „Grenzöffnung“ ein gefährliches Framing ist. Damit werden Emotionen wie Schutzlosigkeit und Verletzlichkeit geschürt. Es gab keine „Grenzöffnung“ 2015. Es gab eine Kulleraugenbutzibutzisierung unseres Einwanderungs- und Kuschellandes.

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      1. Die einzige Moeglichkeit solche geistesgestoerten Vollidioten wie den Pestwurz loszuwerden ist, sie mehrfach hintereinander in den SPAM zu verschieben (das registriert Askimet) und ihre Kommentare erst dann zu loeschen. Meist kommen sie nach einiger Zeit mit neuer ID zurueck, aber Konsequenz zahlt sich langfristig aus.

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    1. Wohl eher Aktivist, der mal wieder über Bullenschweine berichten wollte. Dumm, dass seine linksgedrillten Freunde bei der Brücke die Querbretter nicht auf die Längsbefestigung genagelt haben, sondern unter diese. Selbst zum Baumhaus bauen zu blöd…

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      1. Vorsicht hassrede, über deine „intelligenten“ Kommentar haben wir uns ja schon mal halb totgelacht 🙂 …und jetzt bitte keine Aussagen über meine Intelligenz …sonst muss ich wieder lachen!

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  2. Snoopy meinte vorhin, dass er nicht gedacht hätte, dass selbst der Dalai Lama zum Nazi gekührt wird. Von daher muss sich das Mädel mit ihrem Lover nicht wunder.

    Ich finde es auch amüsant, wie sich der SPD Mob in ihrem Hass so heiß gelaufen hat, dass die nicht von Maaßen ablassen können. Absurderweise hat man den Protesten in Chemnitz vorgeworfen ein Mob zu sein, der ohne Rechtsverfahren einfach nur Strafen will. Oh, welch Ironie.

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    1. diehassrede
      [Des Ziegenfickers Troll…wer unter Dummheit nachschlägt findet als Beispiel den Pestwurz, alias Ziegenfickertroll…]
      Wirklich!!! So leicht zu beeindrucken? So leicht aus der Fassung zu bringen – armes Deutschland! Streng dich mal an und GIB’S MIR… 🙂

      @ luisman
      […mehrfach hintereinander in den SPAM zu verschieben…]
      …mehr gast du nicht drauf? Argumente, Stellungnahme – Fehlanzeige! Ebenefalls: Armes Deutschland!

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  3. Mir stellt sich folgende Frage: Wieso lassen hier eigentlich alle den offensichtlich überforderten und wehrlosen „hassrede“ ständig in’s offene Messer laufen? Mach euch das Spaß?

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