Naturschutz und Heimatliebe.

Es gibt ja keinen Verein mehr, keine Organisation oder Institution mehr, die sich nicht bemüht Haltung zu zeigen und die es ausdrücklich als Ziel sehen, solche Mitglieder, die nicht der vorgegebenen Linie entsprechen aus dem Verein auszuschließen. Bisher dachte ich immer, dass dabei die Natur- und Umweltverbände und -vereine eher am Katzentisch der Kampf gegen rechts Kämpfer sitzen. Schließlich dürfte es da kaum Reibungspunkte mit Migranten geben, weil Umwelt und Natur eine typisch deutsche Angelegenheit sind und die Neubürger dort nur marginal in Erscheinung treten. Doch weit gefehlt. Diverse Vereine und Arbeitsgruppen beschäftigen sich damit, wie Rechtsextreme angeblich den Bereich Umwelt- und Naturschutz unterwandern. Ich denke, da hat man auch nicht mit Fördergeldern geknausert, wenn man sieht wie viele Leute davon leben, um sich mit etwas zu beschäftigen, was im Ergebnis in Bezug auf Natur und Umwelt völlig irrelevant ist.

Deren Argumentationslinie ist echt schräg wie diese in einem Interview des Deutschlandfunkes:

Römermann: Frau Heinrich, wie passt denn braunes Gedankengut mit der Umweltschutzbewegung oder der Biobranche zusammen?

Heinrich: Das passt eigentlich ganz gut zusammen, weil wenn wir uns an die Wurzeln der Naturschutzbewegung erinnern, so kommt das aus der deutschen Romantik, die natürlich auch sehr viele nationale Züge hat und heutzutage natürlich eine urkonservative bis hin rechtsextreme Konnotation auch hat. Das heißt, dass der Naturschutzgedanke im Rechtsextremismus eigentlich schon sehr lange Zeit verankert ist.

Vom Naturschutzgedanken in der Deutschen Romantik direkt zum Holocaust. An anderer Stelle heißt es, dass diese Biobauern versuchten, ihre Waren in den Markt „einzuschleusen“. Das klingt so, als wollten die den Leuten Hehlerware unterschieben oder mit deren Gemüse würde man rechtsextremes Gedankengut aufkochen. Immer wieder wird die NPD angeführt, dass bei denen Naturschutz so eine Art völkische Verpflichtung sei, das deutsche Volk zu erhalten. Mal ehrlich! Hat jemand schon einen von diesen grenzdebilen Stiernacken beim Gemüseernten gesehen, auf dem Bauernmarkt oder im Gartenbauverein? Völliger Schwachsinn! Der AfD wirft man vor, sie schwimme jetzt mit ihren Forderungen im Umwelt- und Naturschutz auf der Welle der anderen Parteien. Jede neue Partei wird im Bereich Naturschutz weitgehend mit den anderen Parteien übereinstimmen, weil die meisten Dinge aufgrund des gesunden Menschenverstandes schon Sinn machen. Andernfalls könnte man genauso behaupten, die GRÜNEN schwämmen immer noch auf Adolfs Linie, denn

„Verboten ist, ein Tier unnötig zu quälen oder roh zu mißhandeln. Ein Tier quält, wer ihm länger dauernde oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden verursacht; unnötig ist das Quälen, soweit es keinem vernünftigen, berechtigten Zweck dient.“
Diesem Grundsatz folgend, werden im weiteren Gesetz „Haltung, Unterbringung und Beförderung“ geregelt; detaillierte Bestimmungen gibt es auch zu Züchtung und vor allem zu Tierversuchen.

Wikipedia behauptet, das Gesetz wäre aus antisemitischen, biologistischen und rassistischen Gründen verabschiedet worden. Die GRÜNEN unterstützen das Gleiche natürlich aus reiner Tierliebe.

Man wirft den Rechtsextremen vor, sie wollten die Natur erhalten so wie sie ist und wollten eine Art „Artenreinheit“. Jetzt haben ins besondere die GRÜNEN und die SPD Klimaschutz dem Umweltschutz hinzugerechnet. Sind es nicht genau diese Parteien, die die Hysterie verbreiten, wir müssten den Istzustand unbedingt erhalten und zu diesem Zweck alles andere als Umwelt- und Naturschutz betreiben. Allein, wenn man den Flächenverbrauch pro erzeugter Kilowattstunde sieht, dann müsste man für die erneuerbaren Energien halb Deutschland mit Solar- und Windkraftanlagen zupflastern und tausende Hektar unberührter Natur versiegeln. Den Rechtsextremen vorzuwerfen, sie betrieben Umwelt- und Naturschutz nur aus ideologischen Gründen, ist nichts als Heuchelei. In den linken Ideologien kommt praktischer Umwelt- und Naturschutz gar nicht mehr vor, weil sie alles dem Diktat eines vermeintlich gefährlichen und menschengemachten Klimawandels unterordnen. Und jeder echte Naturschützer sollte es ebenso sehen, weshalb alle Biobauern schon suspekt sind, die nicht in Birkenstock und Schlabberhose rumlaufen. Besonders die völkischen Siedler sind gefährlich, denn die bestellen ihr Land naturverbunden und biologisch und praktizieren auch noch allerlei germanischen Krimskrams. Zu blöd für die Mahner und Warner, wenn die nicht grölend mit Naziparolen und Biogemüse durch die Straßen ziehen, sondern alle in Ruhe lassen und niemanden ihre Ansichten aufs Auge drücken. Deshalb sind sie in Vereinen auch so schwer zu „entlarven“.

Die ganzen Wühlmäuse bei den Gegen-rechts-Kämpfern haben keinerlei Bezug mehr zur Natur, sondern sie instrumentalisieren sie für ihre politischen Zwecke, weil sie unfähig sind, unbefangen eine bestimmte Geisteshaltung zu erkennen, die heute noch das Fundament bildet, warum wir in Deutschland Umwelt- und Naturschutz für besonders wichtig halten.

Im Jahr 1897 hieß es in einem Aufsatz eines bekannten Natur- und Heimatschützer:

„Kennzeichnen des germanischen Gemütslebens ist innige Naturverbundenheit, ist tiefe Ehrfurcht vor dem heldischen Geist, der im Ringen der Naturgewalten sich kund tut. Nicht Halle, nicht Tempel – der heilige Hain war unsern Altvorderen die Stätte, wo sie in weihevoller Ergriffenheit die Nähe der Gottheit verspürten. […] Diese Naturverbundenheit muß auch in Zukunft Merkmal unserer Rasse bleiben, wenn anders der deutsche Mensch nicht eine seiner wertvollsten Eigenheiten verlieren und wenn unsere deutsche Kultur nicht einer niemals wieder auszugleichenden Entartung anheimfallen soll“

Das klingt heute völlig martialisch und deplatziert, doch im Kern hat sich an den Beweggründen nichts geändert. Wer auf dem Land lebt, wird immer ergriffen sein, wenn an einem Herbstmorgen Nebelschwaden über den erwachenden Buchenwald ziehen. Aber das ist nicht nur Urwald, sondern auch Kulturgut. Die naturnahe Waldwirtschaft wie sie die Bauern immer betrieben haben ist flächendeckend zurückgekehrt. Wer selbst einen Jahrhunderte alten Wald vererbt bekommt, der ist voll Ehrfurcht über die Leistung wie dieser gleichsam von Menschen moduliert wurde und er wiederum den Menschen in einer bestimmten Region geformt hat. Schon seit Jahrzehnten macht ein Plenterwald mehr Arbeit, als er Ertrag abwirft und trotzdem stellt sich nie die Frage, ob man ihn nicht lieber verkaufen oder sich selbst überlassen sollte. Man tut es, weil es eine Verpflichtung gegenüber den Vorvätern ist, ihn auch für die Nachfolgenden zu erhalten. Keiner wird darin eine Windkraftanlage hinstellen, weil die mehr Geld abwirft. Das ist die „wertvolle Eigenheit“, die oben beschrieben ist. Auch wer keine Kinder hat, wird ihn trotzdem bis zum Schluss so erhalten, weil es einfach gut ist.

Den ganzen Umweltaktivisten in den Städten ist völlig abhanden gekommen, dass die Bewahrung der Natur Grundlage ist, dass man in einen wiederkehrenden Jahres- und sogar Lebenskreis eingebunden ist, wo man immer neu von deren Schönheit ergriffen ist, sodass man sogar diese Zeilen von Friedrich Bonhoeffer übernehmen könnte:

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Die direkte Linie zum „rechten Gedankengut“ ist dann auch gegeben. Die meist kirchlichen Feste im Jahreskreis, Trachten, Volksmusik, Dialekt und Traditionen geben ein Mia-San-Mia-Gefühl, das nicht von linken Ideologien oder Mulikulti bereichert werden will. Diese Kultur, die sich durch diese Lebensweise im Einklang mit der Natur über Jahrhunderte entwickelt hat, wird nun durch die Gegen-Rechts-Kämpfer einfach in Ursache und Wirkung umgedreht:

Deutschtümmelei wird dazu verwendet, Natur und Naturschutz für völkische Zwecke zu instrumentalisieren.

Jedem, der mit der gegenwärtigen Politik nicht einverstanden ist oder sogar AfD wählt, wird grundsätzlich vorgeworfen, die Dinge nicht ehrlich zu meinen, sondern sie zu instrumentalisieren. AfD-Wähler haben kein soziales Gewissen, sind nicht hilfsbereit, haben kein Herz für Tiere und Opfer von Kriminalität sind ihnen egal, deshalb nehmen Tafeln, Obdachlosenhilfen, Tierheime und auch „Der Weiße Ring“ keine Spenden oder Hilfe von dieser Partei an.

AfD-Wähler sind fremdenfeindlich, rassistisch, rückwärtsgewandt, homophob und rechtsradikal, deshalb müssen sie aus allen Vereinen, staatlichen Institutionen, Organisationen und der Kirche entfernt werden, damit die Bürger vor ihnen geschützt werden.

Doch der Versuch diese Heimat- und Naturverbundenheit als Quelle des Umweltschutzes, wie zum Beispiel hier im Bayerischen Wald, in die rechtsextreme Ecke zu schieben, wird misslingen. Einen Linksruck wird es hier nie geben, da kann man noch so viel Luft in die rechte Gefahr blasen. Obwohl die Gymnasien meiner Erfahrung nach durchaus Indoktrination in diese Richtung betreiben, können sich hier keine Linksbündnisse zu diesem Zweck etablieren. Ganz im Gegenteil nimmt die Zahl der Lederhosen- und Dirndlträger seit letztem Jahr wieder sichtbar zu, was man nicht nur bei offiziellen Festen, sondern auch bei Feiern beobachten kann, die nur von Schülern organisiert werden.

Im ländlichen Raum wächst eine Generation nach, die zwar modern orientiert ist, das Eigene aber wieder zu schätzen weiß, nachdem man eine Zeitlang versucht hatte, nicht so hinterwäldlerisch rüberzukommen wie Eltern und Großeltern. Die Natur aus Heimatliebe zu schützen wird es noch geben, da sind die ganzen linken Ideologen längst von der Bildfläche verschwunden.

 

 

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25 Gedanken zu “Naturschutz und Heimatliebe.

  1. „Im ländlichen Raum wächst eine Generation nach, die zwar modern orientiert ist, das Eigene aber wieder zu schätzen weiß, nachdem man eine Zeitlang versucht hatte, nicht so hinterwäldlerisch rüberzukommen wie Eltern und Großeltern.“
    Wächst da überhaupt noch was heran? Ich seh nur Stadtflucht.

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    1. In Bayern war man so schlau, dass man nicht die ganzen High-Tec-Firmen und Hochschulen an die großen Städte zusammengezogen hat. Auch fahren bei uns täglich Busse nach Dingolfing zu BMW. Da sitzen die Leute lieber am Tag 3 Stunden im Bus als von hier wegzuziehen.
      Bei den Mietpreisen in den Städten werden viele rechnen, dass sie dort mit einem höheren Einkommen genauso reich (arm) sind, als wenn sie gleich hierbleiben.

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  2. Als die Gruenen entstanden wollte ich da unbedingt mitmachen, weil die Schwarzen das Thema Naturschutz vernachlaessigten und die Roten sich schon immer einen Dreck darum geschert hatten. Am Tag als ich beitreten wollte traf ich einen gewissen Daniel, der jetzt fuer Frankreich im EU Parlament sitzt, und begriff, dass die Umweltschutznummer fuer die nur ein Feigenblatt war, damit ihre marxistischen Frankfurter Schule Theorien nicht so offensichtlich waren. Hab dann meinen Mitgliedsantrag zerrissen.

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      1. @hassrede
        […sind komplett unterwandert worden von den kommunistischen, marxistischen u.ä. Gruppierungen und haben die Konservativen komplett…]

        …komplett, komplett, komplett – LANGWEILIG!
        Nimm mal ‚nen Kurs in „Schreibstil“

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  3. Doch. Allerdings wird diese Blut- und Boden-Ideologie nur vorn von den NPD-lern und Rechtsextremen betrieben. Zu behaupten, dass das CSU-Heimatministerium eine solche betreibe oder die AfD, halte ich für eine Diffamierung. Ich denke, dass jemand, der Naturschutz betreibt, weil er seine Heimat liebt und sie für seine Kinder erhalten will, ist hier weniger eine Ideologie, als wenn „Naturschützer“ eine Südseeinsel vor dem vermeintlichen Untergang retten wollen und dafür unsere Wälder mit Windkraftanlagen zerstören. Die Beweggründe, warum jemand den gewöhnlichen Umwelt- und Naturschutz betreibt, kann mir doch egal sein. Wenn alle das Gleiche tun und man möchte jemanden „entlarven“, weil er damit das Falsche tut, zeugt schon von Selbstgerechtigkeit. Im Grunde kann jeder auf seiner eigenen Scholle pflanzen was und leben wie er will und auch um die Irmensul rumtanzen. Es gibt genügend andere Esoteriker, denen wir das ganz selbstverständlich zugestehen.

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    1. @waidler
      […weil er seine Heimat liebt und sie für seine Kinder erhalten will, ist hier weniger eine Ideologie,…]
      Ach und deshalb soviel Gelaber von „Grünen sind komplett unterwandert worden von den kommunistischen, marxistischen u.ä. Gruppierungen“ und „Warschauer Str. 58a. Der Ort passt zum Verein“???
      SEHR glaubwürdig!!!

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    2. @waidler
      […Im Grunde kann jeder auf seiner eigenen Scholle pflanzen…]
      Solang du dein braunes Gedankengut nur da verbreitest wo es hingehört, nämlich in deine ganz private Jauchegrube, interessiert das auch keinen. Sollte aber auch nur eine Nasenspitze aus diese Schieße rausgucken muss man sie eben sofort wieder reindrücken 🙂

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      1. @goldy
        Das ist sowas von „Schnee von gestern“ dass das ja schon gar nicht mehr wahr ist. Aber ihr seid ja alle rückwärtsgewandt – am libsten 70 Jaher zurück, da gabs noch keine Grünen…

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      1. Ich sehe das so:
        Zwei Organismen stehen einander gegenüber. Der eine ist ein mit Strafe und Belohnung vergleichsweise leicht beeinflussbares Geschöpf, seinen Reflexen nahezu hilflos ausgeliefert, ängstlich und schreckhaft.
        Der andere bin ich!

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