Bayernwahl: Der linke Tanker steht.

Das Wahlergebnis in Bayern zeigt, dass das Ergebnis nicht so ist, wie man es uns interpretiert. Schon vor einigen Tagen wollte man uns in Anbetracht der Zugewinnen bei den Grünen bzw. Verlusten bei der CSU ihre grüne Sicht der Dinge unterjubeln.

Vor ein paar Tagen trafen sich in einem Politgelaber einige, um über die zu erwartenden (Verluste) der CSU zu diskutieren. Der Höhepunkt für mich war die Frage an den zugeschalteten Jörg Schönborn, warum die ehemaligen CSU-Wähler ausgerechnet zu den Grünen abwandern. Schönborn lag bei seiner Antwort in meinen Augen so weit daneben wie bei seiner Prognose am Wahlabend der amerikanischen Präsidentschaftswahlen. Er meinte nämlich, die GRÜNEN wären inzwischen, sowas wie eine konservative Partei. Er begründete es damit, dass sie sich um die liberale Demokratie und die FReiheit in Europa Sorgen machten und etwas für die Umwelt täten. Letzteres hängt höchstens mit dem zusammen, dass Bayern den ersten Umweltminister in Deutschland hatte.

Es gibt wohl neben der Partei Die Linke keine Partei, die so massiv durch staatliche Regulierung und Drangsalierung in die Wirtschaft eingreift. Ob es nun Frauenquoten sind, die Verfolgung möglicher Diskriminierung von Bewerbern wegen ihres Glaubens oder ihrer Hautfarbe oder überzogene staatliche Vorgaben beim Wohnungsbau, in Sachen Wirtschaft lag höchstens die SED noch weiter entfernt von den Vorstellungen eines Ludwig Erhardt.

Dass man gegen die Bedrohung der Freiheit und der liberalen Demokratie kämpft mag ehrenwert sein, doch Schönborn müsste allein durch sein Alter wissen, dass man unter Freiheit vor 30 Jahren noch etwas anderes verstanden hat. Damals gehörten Freiheit, Rechtsstaat und die Garantie der Freiheit durch die Gewährleistung von Sicherheit untrennbar mit einem souveränen Staat zusammen. Die GRÜNEN kämpfen ja gerade durch die bedingungslos offenen Grenzen gegen diese Grundlage von Freiheit und Demokratie. Für Schönborn muss sich der Begriff Demokratie inzwischen zum dem verwandelt haben, was die DDR darunter verstand, sonst würde er die GRÜNEN nie konservativ nennen. Seltsamerweise hat ihm niemand widersprochen. Sicher deshalb, weil er „Experte“ ist.

Anscheinend haben sich nun etwa 150000 bisherige Nichtwähler dazu entschlossen auf diese Art der Demokratie zu setzten, wie auch je etwa 200000 ehemalige Wähler von CSU und SPD.

Schlimmer als die Linken propagieren die Grünen eine bedingungslose Gleichmacherei und der Aushebelung ursprünglich konservativer Werte, wie Ehe und Familie. Das grüne Weltbild krankt daran, dass man nicht akzeptiert, dass jeder unterschiedliche körperliche und geistige Voraussetzungen mitbringt und der Staat nur günstige und angemessene Rahmenbedingungen schafft, damit jeder sein Potential ausschöpfen und nach seinen Vorstellungen glücklich werden kann. Bei den GRÜNEN ist alles nur soziales Konstrukt und nur ein Ergebnis seines sozialen Umfeldes. Jeder kann alles gleich gut, wenn man nur ein gleiches Umfeld für alle schafft. Am Ende haben sie dann nur recht, weil schließlich alle gleich schlecht sind, weil man versucht, die Kinder möglichst vom Einfluss der Eltern fernzuhalten.

Man kann nur hoffen, dass die CSU das Wahlergebnis wirklich richtig interpretiert, denn der Anteil der Konservativen hat seit der letzten Wahl nicht abgenommen. Die AfD erreicht in absoluten Stimmen fast das Ergebnis der Bundestagswahl, die linken Parteien erreichten damals 31,3%, heute sind es 31,2. Wenn nun die CSU glaubt, sie müsse weiblicher, „moderner“ und grüner werden, dann liegen sie vollkommen falsch. Die AfD ist in großen Teilen mit dem CSU-Programm von 1998 angetreten. Durch die Jungwähler bei der nächsten Bundestagswahl kann man sicher mit noch mehr Grünwählern rechnen, weil die Konservativen eher wegsterben, allerdings werden dann auch alle unter der Erde liegen, die noch auf eine Rückkehr von Willi Brandt bei der SPD gerechnet haben. Ich denke, dass man in 5 Jahren die Probleme nicht mehr schönreden kann und auch unter den linken Studenten mal eine Funsel angehen dürfte, dass den Problemen mit buntem Tralala nicht beizukommen ist. Wenn die CSU den Mut hat, die traditionellen Werte deutlich hoch zu halten, dann dürfte die CSU mehr gewinnen, als diejenigen, die von der AfD zurückkehren.

Leider hat es weder ein Vertreter der CSU noch der AfD in den Gesprächen an diesem bisherigen Wahlabend erkannt und darauf hingewiesen, dass der linke Tanker inzwischen abgebremst ist und wir nun in den nächsten Jahren daran arbeiten müssen, die Folgen der links-grünen Politik mit der Kanzlerin an der Spitze zu beheben. Gut, wenn sich auch in Hessen zeigen würde, dass trotz Verlusten für die CDU, der konservative Block seinen Stimmenanteil hält oder erhöht. Spätestens dann könnte man Merkel loswerden, ohne dass man hoffen müsste, mir müssen erst durch die links-grüne Hölle gehen, dass es ausreichend schlechter wird, damit es endlich besser wird.

Ich gehe aber davon aus, dass die grün-affinen Mainstream-Medien heute Abend der CSU nahe legen werden, sie müsse eben noch bunter werden, um wieder stärker zu werden. Man kann nur hoffen, dass die CSU und auch die Wähler diesen Vorschlag zurückweisen. Man hat ja jetzt zum Glück fünf Jahre Zeit, um ein weiteres Debakel vorzubereiten. Das Wahlergebnis zeigt wie man`s eben nicht machen sollte.

Nachtrag: Die Grünen brauchen da keinen Größenwahn entwickeln. Einfach mal hier die Stimmkreise durchgehen. Da sind SPD und GRüne teilweise nicht mehr aufgeführt, weil sie nicht über 5% kommen. Nur die linken Studenten haben das Ergebnis verursacht. Auch im Landkreis Deggendorf sind die konservativen Parteien zwischen 70 und 80%. 

http://service.landkreis-regen.de/wahlen/276000_000053/index.html

 

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