Esperanto für Polit-Korrekte.

Esperanto ist die am weitesten verbreitete Plansprache; glaube ich jetzt nicht mehr so richtig, weil die Urheber ja ihre Wörter aus verschiedensten Sprachen verbraten haben und wer sich das antun will auf viele passende Wörter treffen wird. Der Urheber meinte:

Auf Grund der ethnisch durchmischten Bevölkerung von Polen, Litauern, Deutschen und vor allem Juden, bildeten sich ghetto-artige Strukturen. Oft gab es körperliche Auseinandersetzungen und Pogrome. Schon zu seiner Schulzeit kam Zamenhof der Gedanke, dass eine neutrale Sprache notwendig sei, um Ghettobildung und Rassismus zu verhindern und schlussendlich auch der Schlüssel zum Weltfrieden sei.

Das war 1887. Was hat das jetzt mit uns zu tun? Die paar Esperantosprecher tun immer noch was für den Weltfrieden, weil sie glauben, dass eine übergeordnete gemeinsame Sprache die Probleme lösen könnte. Nun nehmen die Neuen Deutschen Medienmacher genau den gleichen Anlauf, weil sie glauben, sie könnten mit dem gleichen Prinzip die Unterschiede einebnen. Dass Sprache dem Denken ja nicht beigeordnet ist, sondern Sprache ja das Denken bestimmt, ist auch ihnen entgangen. Das tolle für die ist, dass sie mit Steuergeldern jetzt seitenlanges Tralala für Journalisten produzieren können, das ungefähr die gleiche Verbreitung erfahren wird wie Esperanto.

Es kann sich mal jemand die ganze Litanei durchlesen, was die Begriffe bedeuten, die täglich verwendet werden. Eigentlich müsste es nach Definition in den Nachrichten immer heißen „die Partei mit dem Politikstil der radikalen Rechten, die AfD hat…“, und, weil das zu sperrig und lang ist, sagt man einfach „die rechtpopulistische AfD“, denn die schreiben:

Rechtspopulismus hat sich als Beschreibung für Vertreter*innen rassistischer Protestparteien durchgesetzt. In der Forschung ist umstritten, ob es sich bei Rechtspopulismus um eine Ideologie handelt oder um einen Politikstil von Parteien der radikalen Rechten. Fest steht: Rechtspopulist*innen arbeiten mit Gegensätzen, die von einem „reinen Volk“ und einer „korrupten (politischen) Elite“ ausgehen und mit einem Nationalismus, bei dem ||Ausländer, People of Color und ||Geflüchteteals Eindringlinge und Bedrohung dargestellt werden.
Im Gegensatz zu Rechtsextremisten treten Vertreter*innen des Rechtspopulismus zuweilen als vermeintliche Hüter der demokratischen Ordnung auf.

Da werden zig-fach Begriffe gebrandmarkt, weil sie nicht auf jeden Fussel differenzieren, wenn es aber um die AfD geht, dann werden Familien, deren Kinder gut erzogen sind, die Frau gerne Hausfrau ist und alle, auch der Ehemann. verlässlich und pünktlich aus dem Bett kommen, um ihre Arbeit zu machen, mit irgendwelchen grenzdebilen Springerstiefelträgern in eine Tonne getreten, nur weil sie bei ihrem mickrigen Lohn nicht noch die ganze Welt beherbergen wollen und deshalb diese Partei wählen. Wenn die Seite dieser neo-marxistischen Sprachakrobaten nicht gleich die Verwendung vorschreiben, dann sind alternative Wörter grundsätzlich aus dem rechtsextremen Mileau. Einfach mal alle Begriffe überfliegen.

Und es heißt: „hat sich durchgesetzt“. Ach was. Ihr seid doch diejenigen, die es geschafft haben, dass jedem Kritiker an Merkel oder dem sozialistischen EU-Paradies immer ein „populistisch“ angefügt wird. Bei Eurer Definition hättet ihr gleich schreiben können: „Alles Nazis“. Dabei brandmarkt Ihr das als „Rechtspopulismus“, was vor 30 Jahren Konsens war. Es ist wirklich müßig, deren haarspalterischen Begriffsanalysen im Einzelnen durchzulesen. Wenn ich die können sollte, dann gibt`s das nur mit entsprechendem Vokabelabfragen, wie ich es aus meiner Schulzeit kenne.

Im Grunde hebelt sich dieser ganze Firlefanz an einem Wort aus, denn den anderen wird das gleiche Schicksal ereilen. Es ist das Wort „Bereicherung“, das in deren Augen „auch“ zynisch und von Rechtsextremen verwendet wird (das sagen sie wirklich). Ich sag Euch mal was, Ihr geisteswissenschaftlicher Bodensatz.  Die Planwirtschaft in der Ökonomie konnte sich in mehreren Fällen Jahre halten, der gleiche Versuch mit der Sprache ist mit Esperanto mit den gleichen Zielen so dermaßen gescheitert, dass allein der Versuch unter der Wahrnehmungsschwelle blieb. Und warum? Weil Sprache durch den Gebrauch und die Beschreibung der Umwelt bestimmt wird und nicht von einem Sprachministerium, wo man das einfach als Direktive herausgibt. In manchen  afrikanischen Ländern existiert kein entsprechendes Wort für „Zukunft“, dann kann ich auch nicht erwarten, dass der versteht, dass er morgen pünktlich zur Arbeit kommen soll.

In einem Seminar über rassistische Tralala wollte man uns Vorurteile gegen Tschechen entlocken, Nachbarn, die nur etwa 5 km Luftlinie von uns entfernt wohnen. Da hat man erst gemerkt, welche Vorurteile die gegen die Bayerwälder und die Tschechen haben. Gab natürlich keine Vorteile von unserer Seite. Von einem Tschechen weiß ich, dass die noch mehr saufen wie die Bayern und immer den Hang haben bei anderen umsonst oder ohne Bezahlung mitzusaufen. Deshalb haben die auch Wörter, wenn`s ums bezahlen geht: platit= ich zahle jetzt, zaplatit= ich kann zahlen, odplatit (ohne „d“ gesprochen) = du hast doch gesagt, du brauchst eine Schubkarre, ich hab da noch eine im Garten stehen…(Beispiel eines Tschechen) = zahle irgendwann. Wäre natürlich voll Vorurteil und rassistisch, wenn ich den Tschechen das vorwerfen würde. Dabei stehen die ohnehin dazu.

Wenn die Medienmacher Begriffe für bestimmte Dinge oder Sachverhalte vorschlagen, dann geht der Schuss natürlich nach hinten los, wenn man sie auf eine schöngeredete Realität anwendet. Die regen sich auf, weil „Rechtsextreme“ das Wort „Bereicherung“ zynisch gebrauchen. Nein. Sie wenden es an auf die vornehmlichen Erfahrungen. die ein Normalbürger mit den Neubürgern hat. Passt doch. Und so wird es auch mit allen anderen Worten geschehen, sofern sie mit ihrer Sperrigkeit überhaupt in den allgemeinen Sprachgebrauch kommen. Das Wort „Flüchtling“ ist wegen des -ing plötzlich abwertend, wo man doch damit das Wort „Asylant“ eliminieren wollte, indem man mit „Flucht“ die Emotionen anzusprechen versucht. Blöderweise sind dann die passenden Leute mit dem erwarteten Verhalten nicht gekommen: Leute die dankbar sind, endlich in Sicherheit zu sein. Und weil sich die „Flüchtlinge“ so aufführen, musste das Wort „Schutzsuchender“ her, um noch mehr eine Schwäche und Hilflosigkeit zu suggerieren. Blöd, wenn es nur der Gänsefüßchen bedarf, um das Wort zwar in den Alltag der Bürger zu pressen, es damit aber gleich wieder ins Gegenteil verkehrt wird. Dieser mit Steuern aufgeblasene Verein geht einem Hobby nach wie die Esperanto-Anhänger und werden auf Dauer ungefähr genauso erfolgreich sein.

Dabei haben sie eigentlich mit einer Belanglosigkeit einen Clou gelandet. „ich bin nicht ausländerfeindlich, aber“. Die Leute verwendet es und werden von einer Amadeo-Antonio-Stiftung gleich wieder als Nazi gebrandmarkt, weil sie damit ihren Rassismus leugnen. Guten Tipp. Schenken Sie sich das und auch das ganze weichgespülte Gelaber der Neuen Deutschen Medienmacher.

Ich hatte ein Gespräch mit einer Frau von der Caritas, die sich um Flüchtlinge kümmert. Ich sparte nicht mit unkorrekten Begriffen und meinte in einem Beispiel, dass wir uns früher auch geprügelt hatten, allerdings hatten wir einen Ehrenkodex: Nicht ins Gesicht, Beißen, Zwicken, Kratzen gilt nicht, wenn einer aufgibt ist der Kampf beendet. Heute treten die Neubürger einem am Boden Liegenden mit den Füßen noch das Hirn aus dem Kopf. Dann zuckte ich mit den Schultern und sagte, dass das eben eine andere Kultur sei. Einfach völlig wertfrei alles runterbeten was Sache ist und so tun, als wäre das wie eine natürliche Gegebenheit, dass die jetzt da wären. Die hat dann auch von ihren Erlebnissen erzählt und gesagt, dass sie froh wäre, dass sie bald in Rente wäre. Geht doch. Die hat es mir nicht mal übelgenommen, dass Gottesdienste meiner Meinung nach das Niveau hätten von einem Grünenparteitag haben und Marx ein Feigling, weil er in Jerusalem sein Kreuz abgenommen hatte und ich seitdem eins trage. Die hat sich dann über ihren Arbeitgeber auch noch gleich ausgelassen und sich am Ende für ein interessantes Gespräch bedankt. #wirsindmehr? Nicht freiwillig, nicht mal unter den offensichtlich eingefleischten Anhängern der Masseneinwanderung. Witzigerweise war der Anteil der Hohlköpfe, die damals Hitler gewählt und verehrt haben, gut 30%. Komisch, dass das in etwa dem Anteil von heute entspricht, der wieder auf eine sozialistische Kollektivlösung setzt und wieder nur von den Mitläufern aus den anderen Parteien lebt. Die politkorrekten Begriffsmodelierungen der Neuen Deutschen Medienmacher werden irgendwann genauso lächerlich enden, wie der Versuch das Wort „Nase“ durch „Gesichtserker“ zu ersetzen.

Und wie in totalitären Gesellschaften üblich werden vorgeschrieben Begriffe nie Eingang in den normalen Sprachgebrauch finden. Sie werden entweder verwendet, um das offensichtlich Gegenteilige zynisch „korrekt“ zu beschreiben oder sie werden nur in den inneren Zirkeln verwendet und womöglich auch noch geglaubt. Totalitäre Systeme bringen immer hirnlose Wichtigtuer in höher Positionen, weshalb auch Propaganda immer so plump daherkommt und die Gesellschaft naiv als modellierbare, willfährige Masse behandeln. Die Neuen Deutschen Medienmacher und ihre Anhänger und ihre Ideen dürften so dünn gesät bleiben, dass sie bei den Esperanto-Anhängern sicher Aufnahme finden werden, um mit ihrem Sprachschrott weiterhin vergeblich zu versuchen die Welt zu verbessern.

 

6 Gedanken zu “Esperanto für Polit-Korrekte.

  1. Ich war gerade mal auf der Website dieser ominösen Stiftung NV.
    „Unsere Organisation arbeitet inhaltlich unabhängig“. Herrlich. Bei all den Geldgebern sind die ganz bestimmt unabhängig, ja doch. Die Liste der Geldgeber ist eh schon interessant. Da ist Unabhängigkeit geradezu vorprogrammiert. Die geben sich nicht die geringste Mühe ihre Verarsche zu vertuschen. Müssen sie auch nicht. Solange die das machen was sie sollen, nimmt ihnen keiner das Geld weg.

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