Durch Neid und Angst nehmen sie uns die Freiheit.

Man fragt sich, warum so viele Leute völlig hirnentleert alle Gesetze absegnen und jeden Blödsinn aktiv mitmachen, den die Politeliten anleiern. Meist freiwillig, wenn nicht, hilft allein schon sanfter Druck. Nun kommen alle die „guten“ Vorschläge mit Gerechtigkeit, Toleranz, Offenheit und Rettung der Welt daher, sodass wir auf den ersten Blick alle was davon haben. Jetzt könnte man annehmen, dass die meisten Leute zumindest soweit denken, dass das ganze „Social Ingeneering“ nicht nur Gewinner produziert, sondern viele auch negativ betroffen sind. Es lihnt sich zu schauen, auf welche Gesellschaft solche Maßnahmen überhaupt treffen. Es sind 15 Millionen, die die Steuern im Land produktiv erwirtschaften, der Rest ist direkt oder indirekt vom Staat abhängig, sei es durch Sozialleistungen, als Beamter oder Angestellter oder als Profiteure staatlicher Maßnahmen.  Das ist die „Hardware“ die der Staat durch unzählige Regulierungen und Dienstleistungen erst erschaffen hat. Jetzt muss diese nur noch richtig programmiert werden. Man stelle sich vor, man würde uns in den Medien fortwährend darauf hinweisen, dass Mittelständler und erfolgreiche Unternehmen so unglaublich produktiv sind, dass wir alle von deren Erfolg profitieren und wir alles tun sollten, sie zu fördern. Vielleicht würden wir dann hier einen Altruismus entwickeln, dass man die Steuergelder, die Leute mit 70, 80 Wochenarbeitsstunden von Selbstständigen erwirtschaften, nicht sinnlos verbraten sollte. Vielleicht entstünde dann eine Art Wir-Gefühl, das wir in Ansätzen schon mal hatten.

Ein Glück für den Staat, der nach Allmacht strebt, dass das Gros der Bürger niederen Beweggründen und irrationalen Ängsten anhängt, durch die man ihn durch die Medien passend modellieren kann und er bei allem noch freiwillig mitmacht. Man schafft auf der einen Seite irrationale Bedrohungen wie den „Populismus“ oder den Klimawandel, wofür wir alle zusammenstehen müssen. Wer ist nicht gerne in einer vermeintlich kämpfenden Herde angesehen und integriert, obwohl der Kampf völlig gefahrlos ist? Von ihr sozial ausgegrenzt zu sein, bedeutet heute nicht nur Stigmatisierung, sondern oft den Ausschluss von Veranstaltungen, Vereinen und sogar vom Arbeitsplatz. Auf der anderen Seite schürt man den Neid, nennt sich aber soziale Gerechtigkeit. Beides wird uns so weit bringen, dass wir wie gewollt auf alle unsere Freiheit verzichten. Ich meine jetzt nicht die dann noch gnädigerweise zugestandenen „Freiheiten“, die uns dann noch bleiben.

Wer durch die Medien noch nicht sulzig in der Birne ist, der kann beides leicht nachweisen. Umweltprobleme, die Deutschland angeblich bedrohen oder die Verantwortung für den Rest der Welt dafür, werden ins unendliche aufgeblasen. Wir machen uns vor Dieselfeinstaub, Stickoxide und Temperaturanstiege im Minimalbereich schon so ins Hemd, dass bei den allermeisten schon der Verstand soweit ausgesetzt haben muss, dass ihnen sogar ihr Schulwissen abhanden gekommen sein muss. Wir ängstigen uns vor Feinstaub im Mikrogrammbereich, obwohl jeder Raucher und jeder, der seit 1000 Jahren auf dem Land in der Nähe einer Landwirtschaft lebt, unbeschadet die zigfache Dosis aushält. Die Grenzwerte für Stickoxide in der Luft werden auch ohne Dieselfahrzeuge oder Industrie locker überschritten. Wir würden die (Nicht-)Wirkung gar nicht registrieren, würde man uns nicht dauernd irgendwelche Ängste einreden wie den Fake von einer Klimakatastrophe. Das Ganze kann man dann nahtlos auf die Neidschiene überführen. Wäre es nämlich eine wirkliche Bedrohung, dann würden die Leute freiwillig dagegen arbeiten. Schuld sind aber nicht „wir“, sondern die bösen Autohersteller und ganz wichtig, Leute, die uns nicht gönnen, dass unsere Luft ebenso sauber ist wie auf einer Nordseeinsel. Deshalb animiert man jeden Anwohner einer vielbefahrenen Straße dazu, dass er dagegen klagt. Muss er natürlich nicht selber tun, sondern man hat genügend NGOs gegründet, die das für ihn ganz uneigennützig durchziehen. Da dürfen die ganzen Großkopferten mit ihrem SUV zum Shoppen in MEINE Straße fahren und ich muss durch deren Abgase zur U-Bahn gehen. Genau diese Dödel kann man mangels Verstand dazu bringen, dass es genau die trifft, die sich gerade so ein Auto leisten können und zum Malochen in die Stadt fahren müssen. Ich habe meinem Sohn einen 20 Jahre alten Wagen gekauft (Rentlerauto), dass er zur Arbeit kommt. Genau die würde man aus dem Verkehr ziehen und nicht die, denen man wieder eine Abwrackprämie hinterherwirft, damit sie den neuen SUV statt für 60000.- € dann für 50000.-€ bekommen. „Neid frisst d´Leit“ (=Leute), aber leider die Falschen. Für die Politik sind es genau die Richtigen. Man zeigt mit dem Finger dann auf die großen Autokonzerne: Alles Betrüger! Man nimmt zu viel Rücksicht auf die Industrie (eben in einer Umfrage in ARD gehört)! Höhere Steuern müssen her und Abgaben! Strengere staatliche Kontrolle! Fahrverbote! Am besten das Bargeld abschaffen, dass uns keine Steuern entgehen! Dass die das dann wieder auf den Preis umlegen und gegebenenfalls einfach in ein anderes Land umziehen, interessiert keinen. Noch weniger interessiert, dass man mit jeder neuen Gängelung vor allem die Klein- und Kleinstunternehmer schädigt. Wie viele Sendungen gibt es schon, wo man Bürgern zeigt wie sie zu ihrem Recht kommen. Das ist löblich. Doch wenn es sich um Vollpfosten handelt, die ihr ganzes Erspartes in eine Anlage gesteckt haben, wo ihnen 20% Rendite versprochen wurde und dann alles verloren haben. Die vorher alle für minderbemittelt gehalten haben in Bezug auf Finanzen, hocken jetzt winselnd auf der Couch. Bitte lieber Staat hilf uns! Wegen solcher Trottel muss ich mich jetzt auf einer Bank wie ein Behinderter behandeln lassen und unterschreiben, dass ich alles kapiert habe. Die gleichen Trottel, die auf den Kaiman investieren, um der staatlichen Kontrolle zu entgehen und alles verlieren und dann auf die schimpfen, die dort eben Millionen machen. Das ist einfach Neid. Hätten sie selbst abgezockt, würden sie die für ganz ausgebuffte Hunde halten.

Und der Neid und die Angst fressen sie auf. Erst aber ihre Freiheit. Da kommt es jetzt ganz dick. Die EU will eine Maut für alle Fahrzeuge einführen und damit es ganz gerecht zugeht, wird auf Kilometer abgerechnet. Ich war immer für eine Vignetten-Lösung, doch wie groß wäre das Geschrei, wenn der Geschäftsmann, der im Jahr 100000km fährt, das gleiche bezahlt, wie der Rentner, der ein Mal die Woche zum Einkaufen fährt? WIR müssen für die Großkopferten mitzahlen! Das lässt man sich lieber einen Transponder in den Wagen einbauen, bevor es ungerecht zugeht. Natürlich werden nur die Kilometerdaten gespeichert. Kann man knicken. Was gespeichert werden kann, wird auch gespeichert. Zuerst bei den Geschäftsfahrzeugen, um die Belege zu überprüfen. Da fällt dann auf, dass man nicht nur beim Geschäftsessen war, sondern danach noch im Bordell. Wie war das nochmal, als man bei der Telekom dann Einzelgespräche abgerechnet hat? „Schaaatz! Was ist das eigentlich für eine Nummer?“ Man hat uns Facebook, Twitter und Whats-App geschenkt, um unseres Innerstes für alle sichtbar nach außen zu kehren und Google und ein Navi, dass auch der Dümmste mitreden kann und auch überall hin- und wieder nach Hause findet.

Man wird immer wieder überhöhte Mautrechnungen versenden und können uns nicht wehren, weil wir keinen Nachweis haben. Staat hilf! Dann wird jede Strecke aufgezeichnet und gespeichert und wir freuen uns, dass jetzt keiner mehr ungerecht behandelt wird. Hätte sich jemand beschwert, wenn er zu wenig bezahlen hätte müssen? Wohl kaum. Es ist einfach der Neid. Wir haben aus Angst und Neid dem Drang nach sozialer Anerkennung und Bequemlichkeit sämtliche Privatheit und Unabhängigkeit schon freiwillig über Bord geworfen. Wir lassen und dazu nötigen, Dinge zu tun bzw. zu lassen, wo wir früher niemanden gefragt haben. Irgendwann sind wir so gut bemuttert und überwacht, dass die Krankenkasse uns anschreibt oder der Arbeitgeber sich besorgt nach uns erkundigen. Oder es gibt gleich das chinesische Punktesystem.

Wer immer bar bezahlt, auch höhere Beträge ist suspekt. Wer nicht unter Klarnamen schreibt, betreibt womöglich Hass und Hetze. Wer den Tor-Browser herunterlädt, hat etwas zu verbergen.

Haben sie schon mal einen Parkplatz angesteuert, um einfach in die Wolken zu starren und seine Ruhe zu haben? Haben sie dazu ihr Handy in der Hand gehabt und wollten es gerade abschalten und hören die Stimme im Hinterkopf: Warum war eigentlich dein Handy aus? Das ist mit ein Grund, warum ich keines besitze. Und auch kein Navi. Freiheit ist, wenn ich tun und lassen kann was ich will, ohne dass ich auch nur theoretisch Rechenschaft darüber ablegen müsste. Die lückenlose Kontrolle wird uns nur noch als belangloses Anhängsel zu unserer freiwilligen, öffentlichen Selbstinszenierung und der verlangten staatlichen Bemutterung vorkommen.

Wer noch nie spontan zu einem einsamen Badeweiher abgebogen ist und die Badehose aus dem Kofferraum geholt hat, oder die Laufschuhe, um eine Runde durch den Herbstwald zu laufen, mit der Gewissheit, dass nun wirklich niemand weiß, wo ich bin und was ich tue, der wird auch nicht merken, dass man uns dadurch sogar diese Banalität an Freiheit nehmen wird.

Und so ist es gewollt.

3 Gedanken zu “Durch Neid und Angst nehmen sie uns die Freiheit.

  1. Ich hatte eigentlich erwartet, einen Jubelartikel über Merkels baldige Abdankung zu lesen! Und jetzt das?

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