Die Bedrohung weiß zu sein.

In den letzten Tagen sorgten einige Plakate in den USA für Aufregung. Kein Bild, keine Deko, nur der banale Slogan: It´s ok to be white. Nicht mal ein Ausrufezeichen. In einem Land, wo jede Minderheit ihr eigenes Süppchen kocht und ihren Status durch staatliche Maßnahmen verbessert sehen möchte, gingen die Linksgedrehten natürlich sofort auf die Barrikaden.

In the wake of the postings, numerous media reports struggled to describe the campaign, with some calling it the work of neo-nazis, “covert racism,” and “white supremacist.”

Other media outlets went as far as to claim that posting the signs is illegal, while some warned removing the signs could be dangerous.

Whoever this moron is this [sic] should be named and shamed.

Die Gruppe der Weißen europäischen Ursprungs sind ausgeschlossen, auf sich selbst stolz zu sein. Schon letztes Jahr gab es so eine Aktion, die als „rassistisch“ verurteilt wurde, dabei sind junge Weiße davon betroffen, dass staatliche Regulierungen ihren Aufstieg verhindern und horrende Studiengebühren sie ein Leben lang knebeln und dann mit ihren Steuergeldern Aktionen unterstützt werden, die sie als Unterdrücker darstellen. Sie sind die einzigen, um deren Schicksal sich niemand scherte, bis Trump die Bühne betrat. Natürlich ist der Slogan „It´s ok to be black“ völlig unproblematisch. Das wird dann auch begründet, warum das den Weißen nicht zusteht:

Whiteness is not an ethnicity, nor is it a culture, nor is it a language group, or any other identifier. It was — and continues to be — a social construction of privilege between people. To be white unabashedly is to accept with full force every privilege and construction that goes into the race “white.” It means accepting that because of your color, you are more capable, better educated, better suited for an office environment and more developed. You accept these things because they are all a part of the systematic creation of the race “white.”

Weißsein ist also keine Ethnik und auch keine Kultur. Sind wir so nett und sagen Weißsein wäre ein soziales Konstrukt. Dann haben die bösen Weißen eben gelernt, dass diese eben statistisch auch heute noch überwiegend besser gebildet und so auch bessere Fähigkeiten besitzen und so auch bessere Aussichten haben für den eigenen Wohlstand zu sorgen. Angeblich akzeptieren und fördern die Weißen dieses Privileg ohne Grund, weil sie Teil der Kreation einer angeblich überlegenen Rasse sind. Bildung und bestimmte Fähigkeiten sind aber kein Selbstzweck, sondern sind auch die Grundlage eine besondere Kultur zu schaffen, die man ihnen hier abspricht. Warum haben Weiße Symphonieorchester und warum wurden diese nicht in Afrika erfunden und warum spielen sie hier in Vollendung? Weil man schon vor dem Ankommen von Migranten davon ausging, dass der mit den besseren Fähigkeiten das Privileg hat einen bestimmten Posten zu bekleiden und andere eben nicht. Natürlich haben die Einwanderer die indigenen Völker gewaltsam beiseitegeschoben, weil sie einfach die besseren Waffen hatten. Doch jeder afrikanische Stamm hat den Nachbarn ebenso durch das Privileg der Überlegenheit ausradiert. Es ist die Leistung der Weißen, dass man dieses Privileg im täglichen Zusammenleben überwunden hat. Die Fehden zwischen Familienclans, Stämmen und Ethnien, die sich kaum unterscheiden, zeigt doch, dass manche noch nicht in der Zivilisation angekommen sind. Den Weißen eine eigene Kultur abzusprechen ist wirklich bescheuert, denn eine Zivilisation zu schaffen, wo man sich nicht gegenseitig den Schädel einschlägt und nicht das Recht des physisch Stärkeren zählt, war erst die Grundlage für alle Errungenschaften in Technik, Kunst und Staatführung, von der heute auch jede Minderheit profitiert.

Dass Weiße nicht stolz sein dürfen, dafür wird hier dieselbe Platte aufgelegt. Schwarz und Weiß werden vertauscht und die Abläufe so erzählt, als hätten die Weißen das Schicksal der Schwarzen erlitten, um es den Weißen zu verdeutlichen. Sklaverei, Unterdrückung, Ausbeutung und so weiter. Doch ein Satz hebelt meiner Meinung alles aus:

Various parts of Italy were explored, but it was best to stay out of the less civilized north. (nach dem Ende des Römerreiches)

Ja. Fast 1500 Jahre hat sich keiner beim anderen eingemischt und als die bösen, weißen Europäer den afrikanischen Kontinent betraten, trafen sie auf einen Landstrich, wo der Islam die Schwarzen Jahrhunderte lang versklavt und ausgebeutet hatten. Der Rest war in der Steinzeit stehengeblieben, während Europa längst den Buchdruck erfunden, hochseetaugliche Schiffe, Dampfmaschinen und monumentale, filigrane Bauwerke in Stein und Glas geschaffen hatten. Und nicht mal die islamischen Sklavenhalter profitierten durch die Sklaverei durch überbordenden Fortschritt. Das ist nicht zufällig auf Europa gefallen, eine Region, die im Gegensatz zu anderen Landstrichen der Erde im Norden menschenfeindlich und unwirtlich war. Komisch, dass man das weder in der arabischen oder afrikanischen Welt auf die Reihe gebracht hat, sondern nur noch in China, wo man viele Dinge vor den Europäern erfunden hatte. Die arabischen Eroberer Afrikas, die auch Raubzüge nach Europa durchführten, haben sich nie beschwert, dass auch ihre Leute massakriert, getötet oder versklavt wurden. Man hat sich nie über die Grausamkeit der Kreuzzüge beschwert. Der Witz ist, dass die ihr Stammes- und Clansystem auch heute noch haben, ebenso die Ausbeutung von Minderheiten und Frauen, sowie ein unmenschliches Bestrafungssystem. Der Begriff der Nation ist auch eine europäische Erfindung, obwohl die Europäer die Entwicklung durch willkürliche Grenzziehungen und Einmischungen wieder unterbanden.

Weiße haben allen Grund darauf stolz zu sein. Komisch, dass es zwar heißen darf „It´s ok to be black“, sie aber nicht auf ihre eigene Kultur verweisen, sondern unsere Kultur verändert sehen wollen. Afrikanische und arabische Kultur ist nicht weniger wert, sondern sie hat Techniken entwickelt Jahrtausende zu überleben und den Zusammenhalt und die Zusammenarbeit der Sippe durch Rituale zu festigen. Aber eben in einer anderen Umgebung, die andere Erfordernisse gestellt hat. Darauf kann man stolz sein. Diese Kulturen kann man nicht einfach in einen anderen Landstrich der Erde übertragen. Es kann doch kein Afrikaner oder Araber erwarten, dass wir seine Kultur übernehmen oder unsere für sie kompatibel machen. Im Grunde haben wir schon vor 30 Jahren den Zenit überschritten. Wir haben Aberglauben und Esoterik überwunden, haben wissenschaftliche Standards eingeführt und die Gleichberechtigung der Frau, viele Vorurteile überwunden und einen offenen Diskurs um die beste Lösung geführt. Heute haben wir Fächer an den Unis, die aus reinem Gelaber bestehen, lassen uns gesetzlich vorschreiben, was sagbar ist, glauben an den Klimawandel ohne wissenschaftlichen Beleg und behandeln Frauen und Minderheiten wie Behinderte, die einer extra Förderung bedürfen.

Der ganze Identitätspolitik wird uns zusammen mit einer Unmenge an unkompatiblen Kulturfremden den Todesstoß geben, denn jeder Versuch, die alten Standards wieder zu etablieren, wird als diskriminierend, frauenfeindlich und rassistisch gebrandmarkt. Die Kultur, die hinter dem Slogan „It´s ok to be white“ steht, ist die diejenige, die durch neue Kultur der Toleranz, Weltoffenheit und Buntheit angeblich (fast) überwunden wurde. Die Linke, die in der Kultur des alten weißen Mannes den Ursprung allen Übels sieht, verkennt aber, dass die weiße Kultur die erste war, die tolerant und weltoffen war. Sie wurden das nicht aus reinem Selbstzweck, weil diese Haltung eben gut war (sicher spielte auch der christliche Glaube jenseits der Kirchen eine Rolle), sondern, weil sie nützlich war. Unterdrückung verbraucht einfach zu viele Ressourcen und selektive Zuwanderung ist auch nützlich für den Fortschritt. Deshalb hat man den Einwanderern und Nichtweißen irgendwann die gleichen Rechte zugestanden. Sie wurden nicht „erkämpft“, höchstens im übertragenen Sinn, sie wurden hart gesagt „zugestanden“. Und die Freiheit unseres Systems ließ es auch zu, dass völlig unproduktive Teile der weißen Bevölkerung, die von Steuermitteln schmarotzen, jedem an dem produktiven „weißen“ System teilzuhaben. Das ist nur möglich, weil es einfach so viel abwirft, um die durchzufüttern. Die Angst vor „It´s ok to be white“ liegt nicht daran, dass man eine Wiederkehr der Nazis oder des Ku Klux Klan fürchtet, sondern, weil vor allem die Wähler von Trump zeigen, dass sie es satt haben, dafür an den Pranger gestellt zu werden und eben zurück zu alten Leistungsstandards wollen. „Jobs statt Mobs“, sagt Trump. Und das zieht. Die ganzen Nichtsnutze, die nur schmarotzen und noch Zeit haben für jeden politisch inkorrekten Tweet auf die Straße zu gehen, sollen sich gefälligst eine ehrliche Arbeit suchen, wenn sie am Wohlstand teilhaben wollen. Da würden eine Menge Leute qualifikationslos auf der Straße stehen, sollten die Republikaner über einen längeren Zeitraum an der Macht sein.

In Deutschland steht man mit dem Spruch „Ich bin stolz Deutscher bzw. weiß zu sein“ sofort als Verfassungsfeind“ da. Bei uns hat auch der normale Arbeiter durch die soziale Marktwirtschaft am Wohlstand profitiert und sieht nun seine Lebensleistung ausgerechnet durch eine (angebliche) Arbeiterpartei wie die SPD bedroht. Dabei meint man doch nur, dass es Teilhabe nur gegen Leistung gibt und nur die mitgetragen werden, die einfach nicht (mehr) in der Lage dazu sind, egal woher er kommt. Der muss auch nicht weiß sein, sondern nur dieses System akzeptieren. Vielfalt, Toleranz und Weltoffenheit als Selbstzweck schafft keinerlei Mehrwert, höchstens für eine kleine Gruppe. Solang man diese drei Begriffe nicht unter dem Begriff der Nützlichkeit sieht und entsprechend steuernd eingreift, werden am Ende alle verlieren. „It´s ok to  be white“ ist am Ende nur eine Bedrohung für diese kleine Clique der Profiteure. Witzigerweise sind sie auf das „weiße“ System angewiesen, um überhaupt zu überleben. Dass sie es mit ihrer “bunten“ Politik zerstören, juckt sie anscheinend nicht.

Kreigs- und Nachkriegszeiten würden das Problem lösen, wünscht sich aber wirklich niemand. Die Energiewende könnte aber den erhofften sechswöchigen Stromausfall produzieren, der diesen Irrsinn im Spiel der freien Kräfte beendet.

12 Gedanken zu “Die Bedrohung weiß zu sein.

  1. Ist dir aufgefallen, dass die ZEIT immer mehr so wird wie einst die taz war. Ich meine, da gibt es ja endlos berichte über Neonazis. Die haben sogar eine eigene Sparte „Störungsmelder“, nur für Neonazis. Darüber hinaus meldet man heute, dass die Verfassungsschützer wieder allerhand beobachten wollen, weil Chemnitz gezeigt habe, dass sich die Leute schnell im Internet zusammenfinden?!? Längst ist man dazu übergegangen sämtliche Regierungen als rechtsextrem oder rechtsradikal zu bezeichnen. Alles schwarz-weiß. Auf der Welt gebe es genau zwei Meinungen, entweder alle Ansichten von der ZEIT oder alle von Hitler. Hans-Georg Maaßen wurde mal kurz zum „rechten Verschwörungstheoretiker“ gekührt, der an einer „Dolchstoßlegende“ arbeite. Wenn die Amis nicht so wählen wie die ZEIT will, ist es aus mit deren Demokratie. Hatten eh nie eine, weil bei denen ja das Grundgesetz nicht gilt. Da hab ich mit dem, wer „Fleisch zwischen den Beinen hat gehört erschossen“-Dreck noch nicht mal angefangen.
    Ich weiß gar nicht mehr, wie die taz das noch toppen will!

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      1. Ja, das tue ich selbstverständlich. Wobei ich gerade mich mit dem Thema Europäischer Sozialfond und dort speziell der Migrations- und Asylindustrie und Genderindustrie beschäftige. Hier gibt es auch reichlich Steuerknete die verbrannt wird. Aber es zeigt sich auch z.T. die gesamte arbeitsmarktpolitische Situation in bestimmten Bundesländern.
        Zudem habe ich momentan recht viele Anfragen an verschiedene Ministerien gestellt, zu unterschiedlichen Themen.
        Tja, je schneller und mehr Kohle verbrannt wird, umso eher endet es (hoffentlich). „[…] Socialist governments traditionally do make a financial mess. They always run out of other people’s money“

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      2. Weißt du was? Vera Lengsfeld veröffentlicht ab und an Texte anonym, wenn sie denn nicht zu reißerisch oder unsauber sind. Da du dir beim Recherchieren so viel Mühe gibst und die Quellen garantiert angeben kannst bzw. anbieten kannst sie zu schicken, würde ich dazu raten, ihr eine Kopie deines Textes in das Kontaktformular einzuwarfen. Die anderen machen das auch so.

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  2. Und es gibt diese Kampagnen. Im Moment v.a. wegen dem Lehrer-Pranger. Herrje, dann sollen die Lehrer halt die Schüler in den Pausen ihre Meinung aufdrücken. Ist es so schwer, bei der Arbeit sich bedeckt zu halten. Warum müssen das alle anderen? Mir ist die Absicht voll klar. Und man merkt auch, welchen Leuten das am schwersten fällt. Himmel, da kommen endlos viele Lehrer zu wort, die jetzt unbedingt gegen die Schwärze anreden müssen, um die „Demokratie zu verteidigen“, die es natürlich nur in Deutschland gibt, der Rest der Welt ist schon faschistisch, aber man ist natürlich auch nicht besser, denn das wäre arrogant. Jedenfalls gilt in England nicht das Grundgesetz. Die haben auch nicht aus der Geschichte gelernt. Wären die mal so demokratisch wie wir, dann wären sie auch unpatriotisch und bescheiden, so sind sie aber im Weltherrschaftsstreben, um ihr Empire wieder aufzubauen und die Farbigen zu massenmorden, was die ja dauernd gemacht haben, und diese arroganten rosinenpickenden Snob-Briten sind deshalb auch nicht so fortschrittlich und gut wie wir, ohne jetzt zu sagen, dass wir besser wären, aber natürlich sind wirs. …..

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  3. Vor allem Lehrer tendieren durch ihre Position dazu, ihre eigenen Werte direkt vermitteln zu wollen. Die meisten tendieren ja eher persönlich zur Gesinnungsethik, ihnen Verantwortungsethik zu erklären macht da oft wenig Sinn. Deshalb sag ich meistens, dass es ja ehrenwert ist, allen Menschen, die zu uns kommen zu helfen und integrieren, ob es Sinn macht ist eine andere Frage (da zucke ich dann meist mit den Schultern, als hätte ich keine Ahnung). Wenn es dann um die Frage geht, ob es Sinn macht, da hat man dann einfach die besseren Karten, weil man außer für die Asylindustrie keinen Nutzen erkennen kann, wenn vielleicht 1 von 30 als Fachkraft verwendbar ist. Werte verändert man nicht dadurch, dass man anderen seine Werte aufs Auge drückt, sondern, wenn man nach dem Nutzen für alle fragt. Wenn jemand sagt, dass man einfach aus Humanismus tun muss, kann man wirklich erwidern, dass sich manche diesen Humanismus eben nicht leisten können und sich erst mal jeder wie man selbst nützlich machen sollte. So ecke eigentlich nie irgendwo an, auch wenn ich oft eine völlig entgegengesetzte Meinung habe.

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  4. Ich darf hier vielleicht ein Zitat von Michael Klonovsky anbringen: „Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.“

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