Der Humus allen Übels.

Wer politische Diskussionen in den Medien und in der Politik einfach nur mehr krank findet und nicht älter als 40 Jahre ist, der weiß vielleicht nicht mal wie eine Alternative aussehen kann, aber zumindest liegt er richtig, wenn er sagt, das muss weg. Aber, dass diese Saat aufgehen konnte und was die Alternative ist, dazu muss man in die 80-iger des letzten Jahrhunderts zurückgehen. Politische Diskussionen waren in den 60-igern und 70-igern noch heikel, denn es gab noch viele die der Nazizeit nachhingen und später welche, die bei den Unterstützern linker Politik sofort eine Neigung zur RAF vermuteten. Zwischen 1980 und 1990 hatte sich die Lage soweit beruhigt, dass man in der Rückschau sagen kann, dass es nie mehr wieder offenere und angenehmere politische Diskussionen in der Normalbevölkerung gab wie zu dieser Zeit. Das wirkte sich auch auf die Presse und die Politik insgesamt aus. Ich kann nur für mich sprechen, aber jeder, der etwas beruflich, in Vereinen oder einem anderen Bereich wie als Musiker oder Sportler oder auch Waldbesitzer was zuwege brachte, dessen politische Meinung hatte dadurch auch Gewicht. Man konnte mit Sozen, den ersten Grünen und eingefleischte CSU-lern an einem Tisch heftig diskutieren, aber es wurde nie grob oder persönlich. Was einer im normalen Leben leistete, war das eine, seine politische Meinung das andere. Es gab natürlich damals auch welche, die eigentlich nichts Sinnvolles zuwege brachten oder schon im 20. Semester von irgendeinem Gelaber waren, einem aber die Welt erklären wollten. Die nannte man dann „Dampfplauderer“ oder „Schmatzer“. Das hatte kein Gewicht. Niemand wäre auf die Idee gekommen, bei einem Bäcker keine Semmeln mehr zu kaufen, weil er ein Sozi war oder sich den Wasserhahn von einem nicht reparieren lässt, bloß weil er die CSU wählt. Sicher gab es solche, die das für sich persönlich so entschieden, aber es wäre keiner auf die Idee gekommen, einen öffentlichen Aushang zu machen: Kauft nicht beim Herrn Huber, der ist ein Sozi oder lasst nichts beim Hackl machen, der ist ein Strauß-Fan. Wichtig war immer, was einer produktiv mit seinem Können beitragen konnte. Höchstens hieß es: Der Sepp ist zwar schon a komischer Vogel mit seine Ansichten, aber Trompete spielen kann er trotzdem wie kein anderer. Da niemand auf die Idee gekommen wäre, dass eine politische Haltung seine ganze Persönlichkeit ausmacht oder alles, was er tut, danach ausrichtet, konnte man auch beliebige Standpunkte einnehmen, die nicht die eigenen waren, und von denen aus argumentieren. Oft konnte man damit im Gespräch auch austesten, ob bestimmte Meinungen auch „wasserdicht“ sind. Nie war mehr Toleranz und Offenheit und niemand hat darüber gesprochen, weil sich die Frage gar nicht stellte. Wie sollte es sonst funktionieren. Schon wer im Kopf nicht frei ist, alles sagen zu dürfen, der kann auch nicht vernünftig argumentieren. Es heißt schon bei Kant sinngemäß:

Nur der freie Geist kann vernünftig handeln.

Und eine passende Stelle aus einem Artikel auf achgut:

Man kann (und sollte!) ausgiebig diskutieren, was Freiheit bedeutet. Ich selbst verstehe unter dem Begriff Freiheit die Möglichkeit, unter zufriedenstellenden Optionen wählen zu können (das heißt, dass Debatten über Freiheit für mich immer Debatten darüber sind, wann die Wahlmöglichkeiten eines Handelnden zufriedenstellend sind – und damit darüber, was wir zufriedenstellend nennen).

Nun hat sich dieser Zustand fast auf den Kopf gestellt, denn es gibt keine freie Diskussion über verschiedene Optionen mehr. Jeder berufliche Tätigkeit, jede Handlung, jede besondere Fähigkeit muss erst durch die „richtige“ Haltung veredelt werden, damit sie einen Wert hat. Und die „richtige“ Haltung bestimmen heute genau die, deren Meinung damals kein so großes Gewicht hatte, weil sie einfach nicht beweisen konnten, dass sie ihr Leben auf die Reihe kriegen. Wer im Kleinen schon versagt, der kann nicht meinen, er könnte dann sagen wie ein ganzes Land zu laufen hat. Und weil das vor 40 Jahren jedem klar war, konnte einem der „bratzerte“ (ungeschickte) Staplerfahrer noch so viel darüber erzählen, wie man die Firma eigentlich richtig führen müsste, man hätte ihn niemals auch nur irgendeinen Bereich übertragen, wo er Schaden anrichten kann. Natürlich kommen auch diejenigen, die glauben, die richtige Haltung zu vertreten, auch heute nicht darum herum, etwas zu leisten, um ihrer Meinung Gewicht zu geben. Das sind aber nur unproduktive, Pseudohandlungen wie „Haltung zeigen“ oder „Zeichen setzen“, von denen niemand etwas hat, außer diejenigen, die kaschieren müssen, dass sie nix können und nix wissen, was irgendjemand brauchen könnte. Man hat unzählige staatliche Stellen geschaffen, um denen eine Illusion ihrer Wichtigkeit zu verschaffen. Das ist der Humus auf dem alles Übel wächst.

Nun zeigt sich beim „keine Ahnung von nix haben“ spätestens dann, wenn man an der Realität gemessen wird, nämlich, dass man mit seinen Ansichten völlig daneben liegt. Darum muss man immer vorgeben, dass man an den höheren Zielen arbeitet und nur die Gegner als Saboteure dafür sorgen, dass wir nicht das Paradies auf Erden bekommen. Das sind wahlweise die Rechtspopulisten, Energie- und Ölkonzerne oder einfach nur die bösen Autofirmen und Dieselfahrer. Mit fast religiösem Eifer muss das erst alles zerstört werden, damit diejenigen mit der „richtigen“ Haltung ihre paradiesischen Visionen vollenden können. Nun führen deren Maßnahmen, um „Frieden, Toleranz, Weltoffenheit, Geschlechtergerechtigkeit oder Rettung des Klimas“ umzusetzen, offensichtlich immer weiter weg von den paradiesischen Zuständen. Es ist nicht zu übersehen, dass unser Land durch Unmengen Kulturfremder eben nicht friedlicher und geschlechtergerechter, produktiver oder toleranter wird. Deshalb muss für die „Haltung-Zeiger“ ja immer der Bestintegrierte, beruflich erfolgreiche und fließend Deutsch sprechende Vorzeigemoslem herhalten, um uns zu beweisen, dass ihr Weg der richtige ist. Aber leider sorgen die oben genannten Saboteure dafür, dass nicht schon 100% der Migranten in gleicher Weise integriert sind und uns zeigen, wie engstirnig und unproduktiv wir Deutschen über die letzten Jahrhunderte doch waren.

So wie die katholische Kirche alle Errungenschaften der Wissenschaften als Hexenwerk brandmarkte, z.B. das Fernrohr um Planten zu beobachten, weil es das katholische Weltbild in Frage stellte, so reagieren auch heute die reinen „Haltung-Zeiger“. Die kirchlichen Eliten weigerten sich damals überhaupt als Beleg durch das Fernrohr zu schauen, die religiösen Fanatiker der Klimarettung heute müssen alle zuwiderlaufenden Fakten ausblenden und sogar physikalische Gesetze vollkommen ignorieren, um nicht vor sich selbst als Trottel da zu stehen. Würde sich ihre innere Haltung als völliger Witz herausstellen, der alles noch schlimmer macht, dann würden sie als jämmerliches Nichts dastehen. Im Grunde nutzlose Fresser, die keinerlei Mehrwert erzeugen oder wenigstens etwas Praktisches können oder wissen, was für andere zumindest eine Bereicherung wäre. Heute haben wir im Land ganze Armeen davon, wie solche, die für einen technisch aufgepeppten Singsang mit Preisen belohnt werden, nur weil sie die richtige Haltung zeigen. Heute haben wir eine Gesellschaft, die der von vor 40 Jahren diametral gegenübersteht: Unfähig zu offener und toleranter politischen Diskussion, unfrei im Kopf, alles, was möglich ist, überhaupt zu denken. Unsere Gesellschaft fühlt sich genötigt Falsch-Denkende zu diskreditieren, auszuschließen und zu eliminieren. Nicht, ob es gut ist, was jemand tut, ist wichtig, sondern, ob dahinter auch die richtige Haltung steht. Da kann der Pizzabäcker noch so gute Pizza machen, wenn er die falschen Leute bedient, ist sie wertlos. Sich Erste-Hilfe-Kenntnisse anzueignen, um anderen im Notfall helfen zu können, ist nur dann wünschenswert, wenn dahinter Menschen mit der richtigen Haltung stehen. Lieber verweigert man wie der AfD eine entsprechende Fortbildung, obwohl sie allen Menschen nützen könnte. Man ist soweit, dass man ganze Wissenschaftszweige schwächt, weil man sie von Fördergeldern abschneidet, wenn man in die „falsche“ Richtung forscht. Nach neuen Möglichkeiten in der Kernenergie zu suchen, um von fossilen Brennstoffen unabhängig zu werden, ist völlig verpönt. Sonne und Wind sind göttliche Geschenke, auf die man setzen muss. Dass es soweit kommen konnte, liegt aber daran, dass man uns jetzt Jahrzehnte eingeprügelt hat, dass die richtige Haltung das Wesentliche ist und vor allem anderen den Vorrang hat. So erübrigt es sich mal auf den Grund zu gehen, ob bestimmte Dinge, die man aus der vermeintlich richtigen Haltung tut, nicht nutzlos, sinnlos oder sogar gefährlich sind, Hauptsache man ist bei den Guten. Der Gipfel ist eigentlich, dass man inzwischen Handlungen und Dinge dadurch veredelt und als von vorne herein als nützlich gelten, wenn sie der richtigen Haltung entspringen von einem Schwulen, einer Frau, oder einem Nicht-Weißen. Die wertvollsten Menschen sind dann lesbische, muslimische, nicht-weiße Frauen. Deswegen sind inzwischen sämtliche Fernsehserien und –filme und auch die meisten Werbeclips dermaßen bescheuert, wenn es um die Handlung und die Besetzung geht, dass man nur noch schreiend davonlaufen kann. Ich habe ja gestern über einen Teil des Morgenmagazins berichtet. Faktenfreier und propagandistischer geht es eigentlich gar nicht mehr. Man konnte das die ganze Woche verfolgen: Endlich mehr Frauen und Moslem im US-Kongress, Herbert Grönemeyer mit neuem Album gegen rechts, der Migrationspakt wird uns alle retten, alles andere ist Verschwörungstheorie. Beim letzteren konnte man völlig darauf verzichten, irgendeinen Punkt in dem Pakt zu benennen, von dem die Deutschen etwas haben könnten, wenn wir unterschreiben. Juckt keinen. Man kann sich sogar als Bürger damit brüsten, wenn man dafür ist: Man ist gegen rechts und rettet gleichzeitig die Welt.

Der ganze Haltungsmüll ist schon in jede Ritze der Gesellschaft gedrungen und die meisten machen so begeistert mit, sodass jeder normal denkende Mensch, der nicht mitmacht, inzwischen Giftstoffe im Essen oder Krankheitserreger dafür verantwortlich macht, weil so ein Dachschaden nicht von selbst kommen kann. Spätestens seit die Leute bei Morden und Gruppenvergewaltigungen durch Migranten für noch mehr Toleranz auf die Straße gehen und es sogar bei den Angehörigen der Opfer zu keiner Haltungsänderung kommt, muss man sogar das als Erklärung in Betracht ziehen.

Man kann nicht mal darauf hoffen, dass es besser wird, wenn es noch einige Zeit schlimmer wird. Das wird nicht genügen. Vor kurzem habe ich wo gelesen, wo einer berichtet, dass in der Nachkriegszeit so ein komischer Vogel immer noch auf irgendwelche vegetarische Sonderkost bestand. Der ist dann einfach verhungert. Die sichere Lösung wird sein, dass die Verhältnisse es hergeben, dass die ganzen Haltungsfanatiker an ihren eigenen „Kreationen“ einfach wegsterben. Wie schon öfter vorgeschlagen wären sechs Wochen landesweiter Stromausfall ein guter Anfang.

 

11 Gedanken zu “Der Humus allen Übels.

  1. Die 80iger, 90iger und frühen nuller waren eine tolle Zeit. Es war auch die Blüte der Comedy und der Musik. Alles lachte.

    Es ist einfach heute dieser allumfassende Untergang. Die Tatsache, dass es die Kinder mal schlechter haben werden als man selbst. Die Antriebslosigkeit die aus der Hoffnungslosigkeit wuchs. Ich glaub Pirincci hat vorgerechnet, wieviel Prozent überhaupt privatwirtschaftlich so viel verdienen, dass sie überhaupt ökonomisch etwas beisteuern. Es war kein hoher Satz. Und so flüchtet man in den Sozialismus oder gibt seinem Leben einen Sinn als Nazijäger. Unsere Politiker kämen nie auf die Idee, halt einfach mal Schrott zu definanzieren und die Gendersonstwasleute die Straße baun zu lassen. Klar labern die irgendwann von der „entfremdeten Arbeit“, wenn sie nix arbeiten, was noch einen Sinn macht. Und unsere Pazifistenarmee als verlängerter Arm von KPMGs Einkaufswagen stehen eigentlich auch vor einer Karriere der Zeitverschwendung.

    Liken

    1. Ich kenne einen am Ort, der im Messebau ist. Der sagt, dass das alles schon letztes Jahr am zerbröseln war und heuer noch schlimmer. Teile von Hallen werden abgehängt, weil es nicht genügend Aussteller gibt, manche Messen finden gar nicht statt. Damit die Städte und Profiteure wie Hotels ihre Gewinne halten, wird massiv aufgeschlagen. In Stuttgart wollten die für eine Nacht Doppelzimmer über 300.-€. Meine Bekannten sind einfach nach Salzburg weitergefahren für 86.-€. Das ist alles nur noch schöner Schein. Ich habe Deutschlandvertreter in einer Branche kennengelernt, die sehen auch, dass alles den Bach runtergeht. Wer selbst etwas anfangen will, der wird geknebelt und drangsaliert. Ich kenne einen Fall in einem Tourismusort, beste Lage, der den Laden am Ende sogar umsonst angeboten hat, damit er nicht versifft, aber die Betreiber sagten, dass sie, sobald sie jemanden einstellen, auch gleich zusperren könnten. ich denke, dass nur deshalb keiner auf die Straße geht, weil Lebensmittel einfach so billig sind, weil die Landwirtschaft subventioniert ist. So lange keiner hungern muss und die Bundesliga läuft, gibt es keine Beschwerden. Allerdings dürfte die angekündigte Steuererhöhung auf Diesel und Heizöl die SPD endgültig pulverisieren. Noch blöder kann keine Partei sein, da muss man schon in einer Parallelwelt leben.

      Gefällt 4 Personen

      1. Ich sehe schon seit Jahren wie die meisten ländlichen Regionen ausbluten und alles verstädtert. Da können die Medien noch so schreiben, dass man in der Stadt total hip und gebildet sei. In Wahrheit ist es ein Armutszeugnis, wenn Menschen in Scharen ihre Heimat verlassen. Frauke Petry hat es wunderbar bei der Bundestagsdebatte zum Migrationspakt gesagt. Migration ist immer ein Versagen. Familien, Freundeskreise, manchmal Ehen, werden zerrissen. Das gilt nicht nur für interantionale Migration, sondern auch für Binnenmigration. Das ist auch nicht nur der Osten. Das ist überall in Deutschland so. Bayern brummt und ist vermutlich eine Ausnahme. Und zu allem Überfluss verhöhnt die Politik die Leute noch als Abgehängte. Es hat aber auch niemand mal ein bisschen Stolz, also Eier. Und wenn ich so höre, was über Männer heute abgelassen wird. Das sollten mir diese ZEIT Journalisten mal vor der Tür nochmal ins Gesicht sagen. Es ist auch kein Umstand, dass Luisman in den Phillipinen hockt und über die Hälfte der Deutschen ausreisewillig ist. Das ist tatsächllich DDR-Feeling.

        Und du hast recht mit dem, dass keiner sich auch nur getraut noch etwas eigenes anzufangen. In den USA ist es das einfachste in der Welt irgendein Geschäft zu gründen. In Deutschland verbringst du erst einmal Monage mit der Kaffeemaschine über Formularen um innerhalb irgendwelcher Konventionen etwas maximal uninovatives hinzustellen.

        Ja, Heizöl wird kritisch. Ich weiß nicht, wie die SPD das ihren Wählern erklärt. Idiotisch. Sowas können nur die Besserverdienergrünen sich leisten. Sozialisten sind in Wahrhiet immer Sozialdarwinisten. Es wird nur, wie über all ihre Schwächen, ein pinker Zuckerguss drübergezogen.

        Liken

  2. Sozialismus scheitert nur deswegen nicht gleich, weil man dann eben schwarz handelt und unter der Hand Arbeiten erledigt. Das erzeugt eigentlich erst den Mehrwert. Wären die in der DDR nicht in der Lage gewesen, aus einer alten Waschmaschine für privat eine Drehbank zu machen oder ähnliches, dann wäre die 20 Jahre früher schon untergegangen. So blöd wie die SPD kann man eigentlich nicht sein. Da reden die von Erneuerung und Menschen besser erreichen und dann wollen sie die Steuern auf Heizöl und Diesel erhöhen. So blöd kann man eigentlich nicht sein. Wenn die in einer Sitzung zusammensitzen, da muss doch wenigstens einer dabei sein, der sagt, dass das vielleicht gerade wenn man im Sinkflug ist nicht so gut ankommt. So eine Partei wählt man doch höchstens aus Mitleid.
    (Muss leider meinen Hotspot verlassen, gute Nacht)

    Gefällt 1 Person

    1. Datscha ist das Stichwort. Einen Schrebergarten kann man sich ja hier auch bald zulegen. Das einzige warum die Leute noch nicht auf der Straße sind, ist die Tatsache dass Lebensmittel günstig sind und auch zum Teil sonstige Konsumgüter (made in China). Ansonsten merkst du, dass hier was nicht stimmt. Kühlschrank kaputt , Hersteller hat 3 mal versucht zu reparieren, dann haben die das Gerät ausgetauscht. Ich vermute bei der Reparatur kaputtgemacht. Für eine andere Sache eine Elektrofirma angerufen wegen Angebot, frühestens im Januar. Habe heute erstmal meine Waschmaschine repariert, die die in den Waschraum reingekommen sind, haben mich nur blöd angeschaut. Im Handwerksbereich und Bau retten uns noch die Osteuropäer, weil die anpacken können. Wenn die Löhne irgendwann höher in deren Heimatländern sind, werden die auch verschwinden. Dann hast du hier nur noch Geschwätzwissenschaftler und betreute „noch nicht so lange hier Lebende“. Bin ja gerade den ESF am durchforsten und man sieht das ganze Elend. Und schaut euch mal wenn einer von denen arbeitet, wo und als was die arbeiten. Helferjobs, angelernte. Angeblich finden diese Firmen keine anderen Leute.

      Gefällt 2 Personen

      1. Da wird immer von Nachhaltigkeit geredet, doch heute kann man nicht mal mehr ein loses Kabel in einer Stehlampe reparieren, weil entweder alles verklebt ist oder die Schraubenköpfe so geformt sind, dass man sie nur zudrehen kann. Alle Geräte sind aufs nachhaltige Zerbröseln ausgelegt; so auf etwa ein halbes Jahr nach Garantiezeit.

        Gefällt 1 Person

      2. Ich habe es ganz aktuell vergangenes Wochenende erlebt.
        Am Freitag war ich mit Arbeitskollegen auf einem Hofgut essen und am Samstag in einer Event Location. In der Nähe des Bodensees beides.
        An beiden Orten hingen direkt jeweils an der Eingangstüre Schilder mit der Aufschrift: „Dringend Servicekräfte gesucht“ Riesig, unübersehbar geschrieben, mit Telefonnummer, EMail und Allem.
        Dann habe ich auf dem Hofgut noch ein Gespräch von zwei Angestellten mitbekommen, beim Rauchen, dass die Arbeit mit dem geringen Personal kaum noch zu schaffen wäre und die meisten Bewerber nur noch kommen, um sich den Stempel für die Arbeitsagentur abzuholen.
        Wenn hier in der BRD tatsächlich noch jemand glaubt, dass sich hier noch etwas bessert, der kann auch an den Weihnachtsmann oder an die Zahnfee glauben.

        Liken

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.