Nachricht aus dem Tal der Unwissenden.

Ich bin jetzt in einer Klink gelandet, kein Internet auf dem Zimmer aber zum Glück einen Hot-Spot in der Nähe. Ich war jetzt sozusagen von der wahren Welt fast zwei Tage abgeschnitten und genoss das Zwangs-Bezahlfernsehen. Wow! Wer sich allein für eine halbe Stunde mit dem Früstücksfernsehen berieseln lässt, der kriegt nebenbei noch mit, dass wir alle verbrennen werden und die Nazis demnächst die Macht übernehmen werden. Allein die Anordnung der Berichte muss vom Propagandaministerium, das es ja offiziell nicht gibt, gestaltet worden sein: Wetterbericht, Grüne, dann was mit Diesel und dann der jährliche Pogrom-Murmeltiertag. Eigentlich normal und unverfänglich. Doch beim Wetterbericht zoomte man von der europäischen Seite der Weltkugel zu uns. Alles erst mal dunkelrot bis orange über der Südhalbkugel. Der November ist zwar erst neuen Tage alt aber es wird morgen wieder „sehr, sehr, sehr mild!“. Es ist ja nicht gelogen wie die sagen, dass die Luft aus Richtung Afrika kommt, aber eher beiläufig erwähnt man, dass es im Nordosten sogar gefrieren kann. Was für ein Zufall für November! Wo ich gerade bin, war es heute kaum über 7 Grad. Trotzdem ist es irgendwo in Deutschland „viel zu mild“. Und der Moderator unterstreicht das, dass man da natürlich an den Winter denken müsste. Die schon länger hier leben, vor allem die auf dem Land, wissen, dass man jetzt nicht noch gleich die Badesachen einpackt. Die im ÖR-Fernsehen schaffen nicht mal das Wetter einfach zu berichten. Von mir aus dürfen die auch noch einen Kommentar abgeben, aber rotes Bild von Afrika verbunden mit „sehr, sehr, sehr mild“ ist trotzdem noch kein Klimawandel aber gleich passende und nahtlose Überführung zu den Grünen. Die retten uns! Gut, ich habe ab da den Ton abgeschaltet, aber auch so wirkte es wie das Hosianna auf Honeckers Politik im Jahr 1988. Dann kamen durchweg Autos, von denen man nur den Auspuff sah. Dann kam der Knilch von der Deutschen Umwelthilfe, auch ohne Ton, weil von dem weiß ich, dass er mit seinem Grünen-Klagerammbock  Deutsche Umwelthilfe so viel verfliegt und verfährt, dass durch den „Klimawandel durch CO2“ Deutschland längst durchgebraten sein müsste. Dann kam noch der Pogromfeiertag, die am Ende des Berichts noch einen russischen Juden interviewten. Die vom ZDF war eine, der der grün-rote Schleim schon aus dem Mund quillt, weil ich die schon öfter gesehen habe. Da stellte ich dann den Ton lauter. Der Jude sagte, dass man präsent sein müsste und es täglich jüdische Kulturveranstaltungen gibt und Deutschland das sicherste Land der Welt für Juden wäre (!). Da ging es der ZDF-Tussi gleich durch den Kopf, wie man das rausschneiden könnte, wo doch unsere Oberindiander heute besonders vor dem zunehmenden Antisemitismus warnen. Sie verwies noch auf  ein jüdisches Restaurant in Chemnitz. Leider habe ich gerade keinen Zugriff aufs Internet, aber ich kann mich erinnern, dass das Vermummte waren und der Inhaber auch nicht so koscher ist. Bitte mal selber googeln. Egal. Jeder der nicht nur Staatsfernsehen sieht, der weiß, dass die rechten Antisemiten besoffen im Feinripp vor der Glotze sitzen und meist zu blöd sind, überhaupt in die nächste Stadt zu finden. Der russische Jude sagte nämlich, dass zwar Leute schauen, wenn er eine Kippa trägt, aber immer ganz normal und wenn jemand ihn anredet ist das auch immer ganz nett. Wenn jemand „aus der Reihe fällt“, was mir sonst auf der Straße begegnet, dann schaue ich natürlich hin und es ist wohl das normalste zu schauen und vorbei zu gehen. Ich denken, dass er dabei nicht Neukölln gemeint hat. Deutschland war bisher das „Geh- mir- nicht- auf- den-Senkel-Land und da passen doch die Juden genau dazu. Die fordern keinerlei Sonderrechte, außer das Winselgesicht Knobloch, das genau mit dem Puschen der angeblich rechten Gefahr ihr Auskommen hat. Denn Juden hatten auch in der Weimarer Republik das beste leben in Europa, weil sie genau die verpönten deutschen Tugenden zeigten und auch im 1.Weltkrieg für Deutschland gekämpft hatten. Das ist natürlich für die Linken unpassend, obwohl sie selbst in meinen Augen die größten Israelhasser sind.

Bevor ich mir nochmals ein Morgenmagazin antue, schau ich lieber in die Berge vor meinem Fenster. Wer sich das täglich nebenbei beim Frühstück antut, muss einen an der Waffel bekommen. Einmal vors Haus gehen reicht, um festzustellen, dass wir nächste Woche nicht verbrennen werden, einmal U-Bahn-Fahren zu Unzeiten in Berlin oder Köln reicht, dass die Gefahr für Juden und Deutsche nicht von rechts kommt. Und wenn sie vor 30 Jahren einen Ausflug in die Münchner Innenstadt gemacht haben, dann werden sie feststellen, dass die Leute in der Gegenwart so eine gute Luft haben, dass sie laut heutiger Statistik im Schnitt über 80 Jahre werden. Frauen sogar 83, obwohl sie es ja besonders schwer haben in Deutschland.

Die Leute vom Morgenmagazin haben den Plan für heute „sehr extrem mehr als übererfüllt“, nur der russische Jude trübt das Bild ein bisschen. Wenn Ihr vom ZDF das in Zukunft noch irgendwie glätten könnt, dann passt es.  Dann habt ihr Eure Zuseher soweit eingenordet, dass der Habeck bestimmt Bundeskanzler wird und die Grinse-Schulze seine Stellvertreterin. Dann braucht Ihr täglich nur noch die Erfolgsmeldungen bringen. Aber Vorsicht! Euren Schwachsinn gibt es dann sicher vom Band, denn auch heute schon konnte man nicht feststellen, ob der nicht von 2017 war.

In eigener Sache: In den nächsten drei Wochen wird es notgedrungen etwas dünner mit Beiträgen und Kommentare zu moderieren, weil ich zum Internet immer einen „Ausflug“ machen muss.

5 Gedanken zu “Nachricht aus dem Tal der Unwissenden.

  1. Wenn du deine kostbare Zeit deiner Familie, den Tieren und dem Garten widmen würdest, statt in diesem Blog deine Wut zu pflegen, wäre das deiner Gesundheit und deinem Wohlbefinden sicherlich zuträglich.

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