Feminismus: „Weil die Welt noch nicht so ist, wie Frauen sie sich wünschen.“

Nicht nur ich schreibe häufig darüber, dass alle feministischen Studien an den Universitäten völlig überflüssige Laberfächer sind und keinerlei Mehrwert produzieren. Kann man natürlich einfach so behaupten, aber zum Glück gibt es eine Prof. Dr. Antje Schrupp, die in einem Interview genau das belegt. Man kann auf völlig abwegigen Annahmen ein ganzes passendes Weltbild aufbauen und von der Sache fast religiös durchdrungen sein wie diese Frau. Das „Interview über Feminismus und Linkssein“ ist da sehr erhellend wie fern man der Realität dabei sein kann. Am Anfang geht es um Marxismus und Anarchismus, wo es heißt:

Generell bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die klassischen Kategorien – wie eben Marxistin oder Anarchistin – für das politische Denken dieser Frauen nicht passen. Die politische Ideengeschichte ist historisch eine sehr männliche Disziplin, bis vor wenigen Jahrzehnten interessierte sie sich nur für die politischen Ideen von Männern. Dann kam der Feminismus auf, und man hat versucht, Frauen in die dabei bereits etablierten Systeme zu integrieren. Aber das funktionierte nicht.

Ja, Antje, schön, dass Du wenigstens zu dem Schluss gekommen bist, dass man sich Jahrzehnte nur für die politischen Ideen von Männern interessiert hat. Ich kann Dir das auch begründen, warum das so ist. Neue politische Ideen konnten sich eben nicht durch möglichst viele Stuhlkreise etablieren, sondern immer nur durch Waffen und viel Blut. Das Patriarchat und das Privileg der Männer bestand eben vor allem darin, dass für diese Idee fast ausschließlich Männer ins Gras beißen mussten. So ist mir bis hinein in die Gegenwart nicht wirklich ein weiblicher Ideengeber in der politischen Geschichte bekannt, weshalb Ihr da wieder mehrere Lehrstühle einrichten könntet, um nach ihnen zu suchen; aber eher um mit Quote noch irgendwie Frauen an der Uni unterzubringen. Du schreibst man konnte Frauen nicht in die politischen Systeme integrieren. Doch. In den Kapitalismus und Frauen sind da der besondere Antreiber. Die konsumieren einfach mehr als Männer: Sie kaufen einfach neue Sache, nicht weil die alten kaputt sind, sondern einfach was Neues her muss. Der ganze Bekleidungsmarkt, die ganze Kosmetikindustrie, bioaktivierende Lebensmittel, der ganze Psychoratgeber-Buchmarkt würden ohne Frauen einfach darniederliegen. Zum Glück hast Du aber unter den männlichen politischen Ideen einen Favoriten.

Am Verhältnis von Feminismus und Marxismus ist für mich nicht interessant, ob der Feminismus marxistisch ist oder nicht, sondern ob der Marxismus feministisch ist oder nicht.

Stalins Marxismus wäre wahrscheinlich unter einer Frau Stalin wesentlich menschlicher gewesen. Marxistische feministische Politik besteht vor allem darin, funktionierende Strukturen zu zerstören. Seien es nun Schulen, die Familien, die Wirtschaft oder sämtliche noch sinnvolle Forschung, sobald Ihr sie mit Eurer Esoterik unterwandert habt. Ich weiß, alles muss erst zerstört werden, damit man das Paradies auf Erden errichten kann. Allerdings glaub ich nicht, dass die Mehrheit der Frauen wieder zur Handwäsche zurückkehren möchte und zur Mode und Kosmetik nach 5-Jahres-Plan.

Die Freiheit der Frauen ist für Feministinnen nicht verhandelbar, sie ist nicht an eine bestimmte soziale Position oder ein bestimmtes Wohlverhalten von Frauen gebunden oder daran, dass Frauen irgendeinen gesellschaftlichen Nutzen erfüllen.

Niemand hält Euch Frauen davon ab, Euch die Freiheit zu nehmen, eine erfolgreiche Firma von Frauen nur für Frauen zu gründen, sozusagen als Vorstufe, ob das funktioniert, bevor Ihr den Marxismus von Frauen und nur für Frauen zur Staatsform erhebt. Das Problem bei der Sache lieferst Du gleich mit, weil nämlich Frauen die Freiheit einfach so haben, ohne dass sie dafür einen gesellschaftlichen Nutzen erfüllen müssen. Mir fallen da nur zwei Gruppen ein, die die völlige Freiheit haben, keinerlei Nutzen bringen und trotzdem an allem ohne Gegenleistung teilhaben: Schmarotzer und Kriminelle. Damit habt ihr Euch gleich richtig charakterisiert. Ihr schmarotzt von Steuergeldern ohne Mehrwert zu erzeugen und zeigt beinahe kriminelle Energie, das Leben von weißen Männern wegen Banalitäten oder gar mit Lügen zu zerstören.

Der Grundfehler des Marxismus ist meiner Meinung nach, dass er die Bedeutung der Ökonomie für gesellschaftliche Verhältnisse absolut gesetzt hat.

Das war nicht sein Fehler, sondern sein Glück, dass er die Ökonomie ganz nach oben gesetzt hat. Er hat zwar dabei sinnlos Ressourcen verbraten, aber am Ende war dann wenigstens meistens gerade so viel da, dass keiner verhungern musste, so dass auch ein marxistischer, sozialistischer oder kommunistischer Staat (gleiches Übel unter anderem Namen) Jahrzehnte überleben konnte. Außer bei den Chinesen, die haben es geschafft, dass unter ihren marxistischen Träumen Millionen verhungert sind. Ein reiner feministisch-marxistischer Laberstaat könnte das dann sogar noch toppen.

Der Fragesteller meint dann, dass sich die Feministen in einer Art esoterischen Zirkeln abschotten. Da meinst Du dann:

Vielleicht ist ein gewisses Sektierertum auch notwendig zur Herausbildung radikaler Positionen. Das Entwerfen steiler Thesen, die dann mit Verve gegen einen überwältigend dominierenden Mainstream verbissen verteidigt werden, ist mir sogar in gewisser Weise sympathisch.

Stimmt. Das ist echt wichtig, weil der größte Blödsinn an Theorie kann nur dann verbreitet werden, wenn er sich nicht an der Realität messen lassen muss. Und es ist nicht so wie Du sagst, dass ihr Eure steilen Thesen verbissen verteidigen müsstet. Die ganzen Medien, die Politik und die Kultur sind schon so durchseucht von Euren Phantastereien, dass man Euch für jeden Schwachsinn die Leiter behindertengerecht in die Waagrechte legt, damit ihr den Blödsinn auch noch öffentlich verbreiten könnt oder allein für die Qualifikation „Frau“ Posten und Preise ergattert. Damit ihr Euch mit niemanden unter realistischen Bedingungen messen müsst, werden Eure Ergüsse und Werke durch Quote und Fördergelder nach oben gehievt, damit ihr wenigstens die Illusion einer adäquaten Leistung habt. Da bedanken sich vor allem Frauen, die wirklich was auf dem Kasten haben. Ich hoffe es ist Euch klar, dass Ihr damit nicht nur den bösen weißen Männern Steuergelder raubt, sondern auch den Frauen, die einer sinnvollen Arbeit nachgehen. Komisch, dass ich nur von Frauen höre, dass ein Mann nie so blöd sein kann wie eine Frau. (Hofreiter zählte eine zu den Frauen; stimmt wirklich)

Einer meiner Highlights ist aber diese Stelle:

Unter Feminismus verstehe ich eine politische Position, die erstens die Geschlechterdifferenz für eine unverzichtbares Analysekategorie hält. Ohne Geschlechterdifferenzen zu berücksichtigen und zu untersuchen lässt sich zu keinem Thema der Welt irgendetwas Vernünftiges sagen, einfach weil es keinen Aspekt der Welt gibt, der nicht von Geschlechterkonstruktionen betroffen wäre.

Hier neigt wohl jemand zum Größenwahn. Dann muss die Welt in mindestens den letzten 2000 Jahre ein Hort völliger Unvernunft und grenzdebiler Schwachköpfe gewesen sein, bevor man feministische Lehrstühle eingeführt hat. Jede Mathematik, jede Physik, jede Ingenieurskunst, einfach wirklich alles Wesentliche, was die Menschheit jemals vorangebracht hat, kommt ohne irgendwelches Geschwurbel über Geschlechterdifferenzen aus. Was passiert, wenn man sie berücksichtigt, sieht man an der Bundeswehr. Ein ahnungsloses  Weib versucht die Kampfkraft durch schwangerengerechte Panzer, Kitaplätze und Work-Live-Balance zu erhöhen und hinterlässt so auch ohne Krieg nur verbrannte Erde.

Eigentlich geht es die ganze Zeit in einem völlig realitätsfernen Geschwafel dahin aber einen habe ich noch:

Warum ist der Kampf für Frauenbefreiung weiter aktuell?

Weil die Welt noch nicht so ist, wie Frauen sie sich wünschen. Die Existenzberechtigung des Feminismus ist nicht davon abhängig, dass Frauen diskriminiert und unterdrückt werden. Ganz im Gegenteil: Je emanzipierter Frauen sind und umso mehr Möglichkeiten sie haben, umso wichtiger ist es, dass sie aus einer feministischen Perspektive heraus handeln und nicht einfach nur „mitspielen“. Früher brauchten wir Feminismus, um gleiche Rechte zu erkämpfen, heute brauchen wir Feminismus, um uns gegen die Assimilation in einer männliche symbolische Ordnung zu wehren.

Mit welchem Recht? Nur, weil bei ihr nix zwischen den Beinen hängt. Man könnte ja auch den Imam fragen:

Warum ist der Jihad weiter aktuell??

Weil die Welt noch nicht so ist, wie Moslems sie sich wünschen. Die Existenzberechtigung des Jihad ist nicht davon abhängig, dass Moslems diskriminiert und unterdrückt werden. Ganz im Gegenteil: Je emanzipierter Moslems sind und umso mehr Möglichkeiten sie haben, umso wichtiger ist es, dass sie aus einer islamischen Perspektive heraus handeln und nicht einfach nur „mitspielen“. Früher brauchten wir den Jihad, um gleiche Rechte zu erkämpfen, heute brauchen wir den Jihad, um uns gegen die Assimilation in einer westliche symbolische Ordnung zu wehren.

Jetzt das gleiche für Schwarze, für Veganer, für Schwule, für Klingonen usw. Nachdem für dich „Intersektionalität“ so wichtig ist, weil man ja mehrfachdiskriminiert sein kann, dann wünsche ich Dir viel Spaß, wenn jeder mit dem passenden Pamphlet zu Eurem Stuhlkreis kommt und ihr Euch dann eine Welt ausdenkt, wie sie sich jeder einzelne von Euch wünscht.

Männer hätten nie Waschmaschinen, Staubsauger oder den Thermomix erfunden, wenn sie gewusst hätten, dass Frauen wie Antje Schrupp in der damit gewonnenen Zeit nur einen Exhibitionismus ihrer eigenen feministischen Verwirrtheit betreiben und nur als Schmarotzer des Systems fungieren, anstatt sich anderweitig nützlich zu machen.

 

 

 

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11 Gedanken zu “Feminismus: „Weil die Welt noch nicht so ist, wie Frauen sie sich wünschen.“

  1. Er hat zwar dabei sinnlos Ressourcen verbraten, aber am Ende war dann wenigstens meistens gerade so viel da, dass keiner verhungern musste, so dass auch ein marxistischer, sozialistischer oder kommunistischer Staat (gleiches Übel unter anderem Namen) Jahrzehnte überleben konnte. Außer bei den Chinesen, die haben es geschafft, dass unter ihren marxistischen Träumen Millionen verhungert sind.

    Nein, das haben echt ganz viele geschafft. Russland, Ukraine, Simbabwe …. etliche Staaten in Lateinamerika, Afrika und Asien hatten sozialistische Experimente mit massenhaften Hungertoten als Folge.

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    1. An die ganzen afrikanischen Länder hab ich gar nicht gedacht. Aber nachdem sicher über 30 Länder schon gezeigt haben, dass der Marxismus und seine Ableger nicht funktionieren, hat nun die Schrupp mit ihrem feministischen Marxismus sicher die Lösung wie man die ganzen Fehler, die man bisher gemacht hat, vermeidet. Diesmal funktioniert der Marxismus aber gaaaanz sicher!

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      1. Eigentlich ist er wie für Frauen geschaffen. Da einkaufsbummeln wir uns mal hier eine Fabrik hin und da eine Kooperation. Überwacht wird es von einem Stuhlkreissoviet. Den Leuten erzählen wir was von lieb und sanft. Ach, wird das herrlich. Wer dagegen ist, ist von gestern.

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  2. „Männer hätten nie Waschmaschinen, Staubsauger oder den Thermomix erfunden, wenn sie gewusst hätten, dass Frauen wie Antje Schrupp in der damit gewonnenen Zeit nur einen Exhibitionismus ihrer eigenen feministischen Verwirrtheit betreiben und nur als Schmarotzer des Systems fungieren, anstatt sich anderweitig nützlich zu machen.“

    Ich hör da Camillia Paglia raus.

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  3. Der ewige Kampf gegen den Teufel, in welcher Form auch immer er herbeiphantasiert wird.

    Vielleicht sollte man den Feminismus endlich als Religion anerkennen, um die Trennung von Staat und Kirche durchsetzen zu koennen?

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  4. Übrigens hat Antje Schrupp den Reblog gelöscht. Haben doch einige über den Link hierher gefunden. Ist ja einfacher, wenn man in seine Blase zurückkehrt, als hier eine Kritik in den Kommentarbereich zu schreiben.

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