Mut zur Wut!

Einen Kommentar nehme ich jetzt zum Anlass zu einem Thema, worüber ich schon länger was schreiben wollte:

Grainet sagt: 12 November 2018 um 8:34 Bearbeiten

Wenn du deine kostbare Zeit deiner Familie, den Tieren und dem Garten widmen würdest, statt in diesem Blog deine Wut zu pflegen, wäre das deiner Gesundheit und deinem Wohlbefinden sicherlich zuträglich.

Im Grunde hätte Herr/Frau Grainet recht, allerdings glaube ich, dass man schon an den Artikeln sieht, dass ich die nicht aus Wut schreibe. Es ist irgendwie Mainstream geworden, dass Kritik gegen die Konsenspolitik nur aus Wut geschieht und, weil Wut und Angst schlechte Ratgeber sind, nannte man die vor Jahren schon Pack, Dreck, sozial und geistig Abgehängte. Nimmt man die Definition von Wut, dann kann man in so einem Zustand jetzt nicht unbedingt was Sinnvolles produzieren.

Wut (auch lateinisch Furor ‚Raserei, Leidenschaft, Wahnsinn‘ oder französisch Rage [ʀaʒ] ‚Raserei, Zorn, Toben‘) ist eine sehr heftige Emotion und häufig eine impulsive und aggressive Reaktion (Affekt), die durch eine als unangenehm empfundene Situation oder Bemerkung, z. B. eine Kränkung, ausgelöst worden ist. Wut ist heftiger als der Ärger und schwerer zu beherrschen als der Zorn

Deshalb ist die Kreation des „Wutbürgers“ für Kritiker gar keine schlechte Idee: Eine unsachliche und emotional ungezügelte Person reibt sich an der Regierungspolitik, da kann man nur noch Mitleid haben. Der Systemkomiker Welke transportiert pausenlos dieses Bild, von den Schwachköpfen auf der Straße und im Netz. Rechtsradikale und verschwörungstheoretischen Seiten wie pi-news, youwatch,  tichys-einblicke,  achgut, oder siencefiles und eike folgen nur Wutbürger, Hohlköpfe und Rechtspopulisten. Da sollte man mal die Kommentare lesen, denn die Leute sind nicht (mehr) wütend und haben sogar Humor und einen angemessenen Ton drauf. Wenn eine Nahles sagt, man müsse die SPD erneuern, um die Menschen besser zu erreichen, und gleichzeitig diese Partei für höhere Heizöl- und Dieselsteuern plädiert, wer könnte darüber noch wütend sein. Da hat man eher Mitleid. Barley möchte noch mehr Frauen in der Politik und das gesetzlich im Wahlrecht regeln, auch andere Parteien meinen, dass es mit noch mehr Frauen noch besser wird. Da lacht die Frau mit Verstand, also jede, die einer normalen Tätigkeit nachgeht.

Ich denke, dass am Ende alles darauf hinausläuft, dass die Leute wütend sind, auch ich, dass man GEZ-Gebühren zahlen muss oder der Staat dafür Steuergelder veruntreut, damit Leute, die Blödsinn verbreiten, überleben können. Jeder darf schwul sein, Esel vögeln, Abtreibung gut finden, feministische Theorien verbreiten, Flüchtlinge durchweg für Fachkräfte halten, Windkraft für das Allseligmachende halten, weil das aber alles so persönliche Vorlieben sind, die keinerlei pauschalen Nutzen, sondern eher Schaden verursachen, sollte das aber auch jeder wie sein Hobby bezahlen oder damit ohne Subventionen einen Markt erschließen.

Ich bin nicht wütend, wenn ich was schreibe. Ich würde ja das nicht machen, wenn es nicht auch Spaß machen würde. Ich bin nicht wütend über das Morgenmagazin vor zwei Tagen oder den Artikel von Antje Schrupp gestern, sondern ich finde es eher witzig. Mal ehrlich. Sie sind Wetterfee im Ersten oder Moderator im Morgenmagazin, damit sind Sie mindestens C-Promi. Nur, weil eine sich für etwas Besonderes hält, weil sie vor Millionenpublikum das Wetter ablesen darf, bleibt die für ihr Leben lang lieber auf dem Niveau einer Kino-Platzanweiserin? Das ist so bescheuert, dass man den Zuschauern das Geld sogar noch rauben muss, damit man die bezahlen kann.

Oder der feministische Artikel von gestern und der ganze Gender-Tralala. Jetzt ist Deutschland ja schon durchsetzt von unproduktiven und überflüssigen Leuten, die vom Staat für Pseudotätigkeiten bezahlt werden, und trotzdem läuft der Laden noch. Da werden seit Jahren feministische Theorien in die Gesellschaft gepresst und am Ende wechseln trotzdem die meisten von der Bravo direkt zu BRIGITTE oder zum Goldenen Blatt bzw. zur Sport-Bild. Da gibt es bento, ze:tt, puls usw.,  wo echt Leute hocken, die glauben mit ihrem Bremen-Analphabeten-Abitur und zwei Semester Laberstudium könnten sie dem Rest die Welt erklären. Ich finde deren Texte und Artikel echt zu witzig, so wie auch die von Antje Schrupp gut finde. Wut entsteht ja in der Ohnmacht etwas nicht ändern zu können. Nun kann man ja aktiv gerade leider nicht viel ändern, aber das ist kein Grund wütend zu sein, denn Multikulti, Feminismus und Gender, Energiewende usw. die werden einfach an der Realität scheitern. Man muss nur einen etwas längeren Atem in der Übergangszeit haben. Ein paar Sack Kartoffeln im Keller, Holzofen oder Gaskocher dürften reichen, vor allem, wenn man im „strukturschwachen“ Hinterland wohnt, um sich das Elend von Weitem anzusehen. Lesen Sie einfach folgenden Artikel (Generation Rechtsruck: Wie die AfD mich politisch machte), eigentlich reicht folgende Stelle:

Ein Markus Söder berichtete im Zuge des Wahlkampfs zur bayerischen Landtagswahl anfangs ganz ohne Scham vom angeblichen „Asyltourismus“. Die AfD forderte islamfreie Schulen, klassische Familien und konsequente Abschiebungen – das machte mich nicht nur wütend, sondern regelreicht verzweifelt.

Denn ich wollte eine zukunftsorientierte Umweltpolitik, eine liberale Gesellschaft und Menschlichkeit – auch für Geflüchtete. Die Zuspitzung der politischen Situation Deutschlands ließ auch junge Leute in meinem Freundeskreis nicht kalt. Sie reagierten unterschiedlich: Die einen setzten politische Scheuklappen auf, die anderen verzweifelten im Gespräch mit ihren eigenen Eltern.

Der Kerl ist also völlig verzweifelt und wütend: Da hat ein Politiker ein böses Wort in den Mund genommen, um eine Zustand zu beschreiben, der sozusagen heute in Deutschland Standard ist und eine Partei fordert islamfreie Schulen, klassische Familie und konsequente Abschiebung. Er wäre also nicht mehr wütend, wenn sich alle Koranschulen wünschten, Polygamie und Durcheinandervögeln mit allen Lebewesen und Altersgruppen Konsens würde und auch wirklich jeder, der es nach Deutschland schafft, als Belohnung  bleiben darf.

Das entspricht der Wut eines stampfenden 8-jährigen, weil er die Hausaufgaben machen muss, obwohl er später ja ohnehin Pirat wird. Was haben wir gelacht!

Nun hören wir von Medienfuzzis, Politikern und „Experten“ täglich in etwa die gleiche Platte und man kann davon ausgehen, dass die Zukunft solche Zustände bringen wird, wo derlei Gestalten einfach nicht überlebensfähig sein werden. Sollte es noch eine Zukunft danach geben, bleiben uns wenigstens diese Gestalten erspart. Und so sind diese Dödel heute schon kein Grund mehr wütend zu sein. Wer noch nicht so abgestumpft ist wie ich und denen sich noch die Faust ballt, sobald sie eine Claudia Roth sehen oder einen Heiko Maas, denen sage ich trotzdem: Nur Mut zur Wut!

 

4 Gedanken zu “Mut zur Wut!

  1. Ein paar Jesus-Zitat, dass ein bisschen Wut in seinem Sinne war. Der war auch nicht jede Minute auf Passionsblütentee.

    Matthew 10:34-36
    Think not that I am come to send peace on earth: I came not to send peace, but a sword. For I am come to set a man at variance against his father, and the daughter against her mother, and the daughter in law against her mother in law. And a man’s foes shall be they of his own household.

    Luke 49-53
    I am come to send fire on the earth; and what will I, if it be already kindled?
    But I have a baptism to be baptized with; and how am I straitened till it be accomplished!
    Suppose ye that I am come to give peace on earth? I tell you, Nay; but rather division:
    For from henceforth there shall be five in one house divided, three against two, and two against three.The father shall be divided against the son, and the son against the father; the mother against the daughter, and the daughter against the mother; the mother in law against her daughter in law, and the daughter in law against her mother in law.

    (uncanonized) Thomas 10
    I have cast fire upon the world, and see, I am guarding it until it blazes.

    (uncanonized) Thomas 16
    “Perhaps people think that I have come to cast peace upon the earth.
    But they do not know that I have come to cast dissension upon the earth: fire, sword, war.
    For there will be five in one house: there will be three against two and two against three, father against son and son against father.

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