Gleichmacherei ist keine Gerechtigkeit.

Themenwoche Gerechtigkeit heißt es bei der ARD, darauf haben wir alle gewartet. Sie können jetzt selber testen, ob sie eine Themenwoche „Waldsterben“, „Sommerschlussverkauf“ oder  vom Hocker haut. Die linken Parteien und willfährigen Medien haben diesen Begriff gekapert, dass im Grunde schon jeder Zuseher das gleiche darunter versteht, weshalb es sich sogar ins links versiffte Wikipedia zu schauen:

Die Grundbedingung dafür, dass ein menschliches Verhalten als gerecht gilt, ist, dass Gleiches gleich und Ungleiches ungleich behandelt wird. Wobei in dieser Grunddefinition offen bleibt, nach welchen Wertmaßstäben zwei Einzelfälle als zueinander gleich oder ungleich zu gelten haben.

Es gibt zumindest Bereiche, wo auch der Laie erkennt, welche Wertmaßstäbe man anlegen muss, damit es am Ende wieder gerecht zugeht. Weißer, deutscher Grapscher erhält den High-Score vor Gericht, somalischer Vergewaltiger darf sich noch mehrmals bewähren, bis er ebenfalls den High-Score erreicht oder in die Psychiatrie geht. Gerecht und kapiert jeder.

(…) In der Erkenntnis, dass kein Mensch für sich beanspruchen kann, stets und unter allen Gesichtspunkten gerecht zu handeln, setzte sich im Mittelalter die Auffassung durch, wonach Gerechtigkeit keine menschliche, sondern eine göttliche Größe sei. Gerechtigkeit konnte es nach dieser Auffassung nur im Himmel und nicht auf Erden geben.

Ist natürlich Mittelalter und deshalb völliger Käse, weil gerecht ist auf Erden, was die Grünen sagen, denn Kant hat es bewiesen:

Gerecht handelt nach dem kategorischen Imperativ derjenige Mensch, der sich über die Maximen seines Handelns unter Anspannung seiner Geisteskräfte Rechenschaft ablegt und entsprechend handelt, sofern diese Maximen seines Handelns auch zum allgemeinen Gesetz erhoben werden können.

Wenn man aber sieht, was Linke und Grüne „unter Anspannung seiner (ihrer) Geisteskräfte Rechenschaft ablegt“ (en) und entsprechend handeln, dann scheitert das Unterfangen Gerechtigkeit herzustellen schon an der Geisteskraft. Wikipedia bietet eine ganze Litanei an Schwammbegriffen und Verlinkungen, wo jedem am Ende vorgegaukelt wird, dass Gerechtigkeit auf Erden möglich wäre. Die wenigen Kritiker platziert man dann am Ende. Verlinkt ist natürlich auf Chancengleichheit und dieser Wiki-Artikel ist reine Politpropaganda, mehr geht nicht!

Chancengleichheit bezeichnet in modernen Gesellschaften das Recht auf einen gleichen Zugang zu Lebenschancen. Dazu gehört insbesondere das Verbot von Diskriminierung beispielsweise aufgrund des Geschlechtes, des Alters, der Religion, der kulturellen Zugehörigkeit, einer Behinderung oder der sozialen Herkunft, das in den Menschenrechten festgeschrieben ist.

Wenn sich jeder dem gleichen Aufnahmeverfahren stellt, wo für alle die gleichen Anforderungen gelten, um den für den Beruf Leistungsfähigsten auszuwählen bzw. man sich einfach einer demokratischen Abstimmung stellt, dann ist das für mich Chancengleichheit. Dann widersprechen Frauenquoten oder Migrantenquoten aber genau dieser Anforderung. Wenn sich ein Mann, der sprachlich nicht so begabt ist, gut auf einen Test vorbereitet und eine Frau von Haus aus bessere Fähigkeiten mitbringt und am Ende beide das gleiche Ergebnis haben, warum bekommt dann die Frau den Vorzug?

Ich möchte das Thema nicht erschöpfend behandeln, das würde einfach zu weit führen. Ich finde aber, dass man allen, die gerade auf deutschem Boden sind, nicht nur den einheimischen Bürgern, sagen muss, dass sie erst mal keinen Grund zum Winseln haben und ihre Chancen für ein gutes Leben im Verhältnis zum Rest der Welt zumindest deutlich größer sind. Hier wird nicht dauernd scharf geschossen und es verhungert auch keiner. Es gibt Leute, die haben mehr Talente, mehr im Kopf, haben für einen guten Start mehr vererbt bekommen, aber die meisten, die heute etwas vererben, haben auch ordentlich dafür malocht. Ein Arbeiter und seine Frau konnten sich vor 40 Jahren mit Überstunden und Eigenleistung am Wochenende ein Haus bauen und deren Kinder werden es nun die nächsten Jahre Erben. Wenn nun heute nach dem Morgenmagazin, einer Laberrunde und als Punkt in den Tagesthemen nun schon heute drei Mal die Ungerechtigkeit beschrieben wird, dass manche durch Erbschaft bessere Startbedingungen haben, dann muss man nur noch den Kopf schütteln. Diejenigen, die dadurch von „geraubten“ Vermögen leben, werden am Ende auch ins Gras beißen; das ist gerecht. Freilich hätte ich das, was ich bis jetzt erarbeitet habe, gerne schon vor 30 Jahren gehabt, hatte ich aber nicht. Und meine Eltern und die meiner Frau haben für das, was sie eben irgendwann vererben, wirklich geblutet und den „Mehrwert“, den wir an unsere Kinder weitergeben, gab`s bis jetzt auch nicht geschenkt.

Warum gab es diese Gerechtigkeitsdebatte damals noch nicht? Weil man eben hingenommen hat, dass nicht alle Menschen gleiche Begabungen und Fähigkeiten haben und jeder seinen Begabungen nach gefördert wurde. Aber jeder, der sich anstrengte, konnte etwas werden und jeder erhielt auch seine Wertschätzung. Der gute Maurer war genauso viel Wert, wie die gute Krankenschwester oder der gute Lehrer. (Natürlich hatten welche bessere Startbedingungen, aber alle hatten die gleichen Chancen nach der ursprünglichen Version.)

Heute liegt allein den Eliten daran eine Gerechtigkeitsdebatte zu führen, um davon abzulenken, dass sie selbst der Verursacher dieser Ungerechtigkeit sind. Nicht das Erbe sorgt für unterschiedliche Startbedingungen, sondern horrende Strom- und Benzinpreise, die Regulierung des Wohnungsmarktes mit diversen energetischen Tralala, sodass niemand mehr offen eine „Baracke“ vermieten darf, auch wenn jemand kein Problem mit einer spartanischen Wohnung hätte. Wer sich selbstständig machen will, der wird gegängelt, drangsaliert und gilt schon als potentieller Steuerhinterzieher, noch bevor der erste Euro verdient ist. Schuld ist ja immer angeblich die Hautfarbe, das Geschlecht, die Religion usw. aber nie der Staat als Räuber oder marxistischer Gleichmacher. Allein, dass man Frauen mit Quote behandelt, als wären sie behindert oder, dass ich als Selbsständiger nicht den einstellen darf, den ich will, weil schließlich bezahle ich den ja auch, das ist einfach ungerecht.

Hochmut, Völlerei, Trägheit, Habgier, Wollust, Zorn und Neid. Der Staat und die Medien befeuern in der Gerechtigkeitsdebatte besonders den Neid der einfachen Leute und lenken den Blick auf die, die vermeintlich gut leben. Da werden dann Anwälte und Geschäftsleute gezeigt. Das sind aber die falschen, denn die arbeiten ja dafür. Dabei hofieren die Medien doch genau die Leute, die für die restlichen „Totsünden“ stehen und finanzieren sie im Grunde damit, wenn sie ihresgleichen und den ganzen Promihaufen beim Fressen, Saufen, Prassen und Tittenzeigen bringen.

Anstatt, dass man in Ansätzen wenigstens dankbar ist, dass einem ein Leben in diesem Land geschenkt wurde, mäkelt man an seinem Umfeld herum, dass man selbst nicht groß raus kommt; und der Staat mit Hilfe der Medien befeuert das noch, um als Retter aufzutreten, der die Ungleichheit als ultimativ Gerechter beseitigen wird, der sie aber selbst auch verursacht.

Wer die Ungleichheit nicht als gottgegebenes Schicksal mit einem Schulterzucken annimmt und sein Leben nicht als Chance begreift, sondern immer an den Umständen herummäkelt, anstatt erst mal seinen Arsch zu bewegen, der dürfte ein relativ unglücklicher Mensch werden.

 

 

 

Nehmen wir die jetzige SchülergenerationD.

 

 

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