Harzt IV und das Ende im Gelände.

Nachdem man uns eine Woche Gerechtigkeit reingedrückt hat, hat man die Zeit genutzt, Vorschläge zur Reform von Hartz IV zu bringen, dass neben denen, die es wirklich verdienen auch der Rest gut und gerne ohne Arbeit leben kann. Hier gibt es eine Zusammenfassung von dem, was die einzelnen Parteien sagen. Im Grunde das gleiche wie 2005 nur mit anderem Namen verpackt und ein bisschen mehr Sozialismus. Eigentlich traut sich bloß keiner sagen, dass die den Karren an anderer Stelle schon so an die Wand gefahren haben, dass in 20 Jahre alle etwa gleich wenig haben, egal ob sie arbeiten oder nicht.

Die SPD will Hartz IV abschaffen und dem einen anderen Namen geben, für ein System, das sie schon seit einer Politikergeneration betreiben. Man hat zusammen mit den anderen Linken durch Regulierungen, Auflagen und Besteuerung von Strom und Benzin jedem die Lust genommen, sich irgendwie selbstständig zu machen. Mit dem ganzen Leiharbeits- und Aufstockerzeugs muss auch der Bestausgebildete zum Hungerlohn arbeiten, um mit den ganzen Geförderten mitzuhalten. Und dann kommt die SPD-Sozialindustrie:

Weiter sagte er, wer sich künftig in Qualifizierungsmaßnahmen befinde, solle weiterhin Arbeitslosengeld I beziehen und nicht mehr in die Grundsicherung abrutschen. „Solange jemand in Weiterbildung ist, muss diese Person weiter Arbeitslosengeld I bekommen. Die Menschen müssen die Gewissheit haben, dass der Sozialstaat sie auffängt.“

Natürlich. Erst hat man versucht jeden Analphabeten zum Abitur zu bringen, die dann mangels Hirn nutzlosen Krempel studieren, den keiner braucht. Denen muss jetzt wieder eine Umschulung schmackhaft gemacht werden, damit sie am Ende als Pflege oder Bauhelfer landen. Für die ganzen, die dann nicht mal Bremen-Abitur schaffen, bleiben dann Abschlüsse, die bescheinigen, dass sie nicht ausbildungsfähig sind. Also wieder Weiterbildungskrimskrams mit Nutzloszertifikaten, damit sie aus der Arbeitslosenstatistik verschwinden. Die Reform der SPD bewirbt ihre eigene Weiterbildungsindustrie der links-affinen Sozialverbände und dem SPD-Klüngel. Ich kann mich noch als Kind erinnern, dass die Dauer-Vize-Gewerkschaftlerin Engelen-Käfer als erste für diese Schiene geworben hat, an der sie persönlich am meisten verdiente.

Wenn die Linke an die Regierung kommt, dann höre ich auf zu arbeiten, denn

Die Linkspartei will Hartz IV durch eine sogenannte Mindestsicherung ersetzen. Wie aus dem Parteiprogramm hervorgeht, sollen Arbeitslose, aufstockende Erwerbstätige und Erwerbsunfähige ohne hinreichendes Einkommen oder Vermögen monatlich 1.050 Euro erhalten.

Die sanktionsfreie Mindestsicherung soll jährlich entsprechend der Teuerung angehoben werden. Der Betrag dürfe von den Behörden nicht beschnitten werden, auch dann nicht, wenn sich ein Betroffener weigert, eine bestimmte Arbeit anzunehmen.

Da mach ich in der Woche 4 Ster Holz im Wald schwarz, dann habe ich das gleiche wie jetzt. Weil die meisten aber heute nix mehr können, was irgendwo nachgefragt wird, dann kann die Genderstudierte ein unbezahltes Praktikun nach dem anderen machen und bleibt ihr Leben lang arm. Schiebt es aber darauf, dass das Partiarchat ihre Karriere verhindert.

Die Steigerung bieten noch die Grünen:

Ein Zwang zur Arbeitsaufnahme und Sanktionen entfallen dabei, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Papier hervorgeht. Im Gegensatz zu Ideen für ein bedingungsloses Grundeinkommen solle es aber bei einer Prüfung der Bedürftigkeit bleiben.

Wahrscheinlich hat ihnen die von der Leyen gesagt, dass die Bundeswehr nur mehr drei Hubschrauber hat, die fliegen, weshalb man das Geld nicht gleich mit dem Hubschrauber abwerfen kann. In der Kombination mit der SPD gibt es sicher dann den Beruf Grundeinkommensbezieher, für den dann die SPD die staatlich geförderten Weiterbildungen anbietet. Steht dann sicher im Rot-Rot-Grünen Koalitionsvertrag.

Die links-sozialistischen Parteien, wissen auch woher das Geld kommen soll:

Die Gegenfinanzierung muss aus einer gerechteren Verteilung der Wohlstandsgewinne dieses Landes erfolgen

Das heißt in einfacher Sprache: Wir berauben den, der mehr als ein Arbeitsloser verdient.

Die anderen Parteien erkennen, dass der Karren längst an der Wand klebt und die Umsetzung der links-grünen Träume nach einem kurzen Hype alle erst richtig arm macht, weil die CDU meint:

Der Wirtschaftsrat der CDU warnte davor, die Agenda-Reformen zurückzudrehen und „damit den dreizehn Jahre währenden Beschäftigungsboom in Deutschland abzuwürgen“.

Denn die Wirtschaft bracht billige Arbeitskräfte, damit die Steuereinnahmen „sprudeln“, damit die Sozialisten mehr zu verschenken haben. Bei der FDP darf man noch gut 300.-€ zur Grundsicherung hinzuverdienen, bevor man sie beraubt, um der Wirtschaft als Leibeigener zur Verfügung zu stehen. Die AfD will die Langzeitarbeitslosen zu 30 Stunden gemeinnütziger Arbeit verpflichten. Ist einleuchtend. Wenn Kommunen für die Neubürger zur Rundumversorgung verpflichtet sind, dann bleibt natürlich kein Geld mehr, für die normalen Dienstleistungen im Ort zu sorgen. Wo kriegt man schon für weniger als 500.- im Monat einen mit 120 Stunden Arbeit als Gegenleistung. Den Leuten gleich einen Arbeitsvertrag mit weniger als 5.-€ die Stunde vorzulegen, das heben sie sich dann doch nicht getraut.

Das Sozialsystem wird auch mit diesen Vorschlägen zerbröseln und da sind die Neubürger, die man zum großen Teil ein Leben lang alimentiert nur der Beschleuniger. Globalisierung macht da Sinn, wenn man überall für die gleichen technischen Standards sorgt, wenn Waren in andere Länder geliefert werden. Die Aufhebung der Zölle sorgte aber dafür, dass man die Fähigkeiten der deutschen Facharbeiter durch die hervorragende Ausbildung mit dem Dualen System geradezu ins Ausland verschenkt hat. Die Deutschen Unternehmen hätten auch genug ins Ausland exportiert, wenn sich andere durch Zölle abgeschottet hätten, denn viele Unternehmen sind marktbeherrschend oder wenigstens marktführend. Das wäre immer nachgefragt worden. Das Wissen wäre auch im Land geblieben und, weil die Deutschen durch die hohe Produktivität den Arbeitern auch mehr bezahlen hätten können. So aber hat man das Know-How nach China exportiert und in andere Länder und muss nun gegen deren niedrige Löhne konkurrieren. Ohne Zölle konnten die deutschen Unternehmen billig in andere Länder exportieren und durch den Vorsprung den man in der Produktivität hatte oder gar durch Subventionen (siehe Solar), investierte kaum einer in neue Verfahren, weil es das Jahresergebnis der Aktionäre schmälerte. Also muss jetzt die Arbeitskraft billig bleiben, um mit den Ländern zu konkurrieren, die inzwischen aufgeholt haben. Dadurch würgt man aber die Inlandsnachfrage immer weiter ab. Man steuert entgegen, indem man immer mehr staatliche Fake-Stellen schafft, um die Steuereinnahmen zu verbraten und die Arbeitslosenrate niedrig zu halten und eigentlich die Inlandsnachfrage mit Steuergeldern zu finanzieren. Bei der heutigen Arbeitsmarktlage, kann sich doch nur noch jemand mit einer unkündbaren, staatlichen Stelle trauen, ein eigenes Haus zu finanzieren. Es gibt Unmengen an Zombie-Unternehmen, die nur durch die Null-Zins-Politik überleben, aber auch die anderen Unternehmen haben einen riesigen Investitionsstau, ganz zu schweigen von der ganzen maroden Infrastruktur in Deutschland. Die große Welle der Grundsicherungsbedürftigen wird erst noch kommen, wenn diese Blase erst platzt. Man wird die noch nicht abbezahlten Häuser pfänden und dann treten Wohnungsbaugesellschaften auf den Plan, die die aufkaufen und wieder vermieten. Grunderwerbsteuer, Grundsteuer, Steuern auf Mieten sorgen weiterhin für Steuereinnahmen, die die Enteigneten dann wieder als Almosen bekommen. Die Wohneigentumsquote in Deutschland ist eh schon gering, aber wenn diese Welle über Deutschland hinweggegangen ist, dann werden noch mehr in staatliche Abhängigkeit gelangen. Doch es wird nicht auffallen, denn die Arbeitslosenquote wird trotzdem niedrig bleiben, denn schließlich bieten dann die links-grünen Parteien wieder Maßnahmen aus der Weiterbildungs-Park-Industrie an, damit sie nicht in der Statistik auftauchen. Man wird immer noch davon faseln, dass wir ja so eine gute Beschäftigungsquote haben und wir ein Land sind, wo man gut und gerne lebt.

Deutschland wird auch nach der nächsten Krise Daten vorlegen, dass wir gut durch die Krise gekommen wären und der Staat „gut gewirtschaftet hätte“. Vielleicht geht ja manchem wenigstens dann ein Licht auf, wenn man persönlich fast nur noch Leute mit Grundsicherung kennt, die Glotze einem aber jeden Tag das Gegenteil erzählt.

3 Gedanken zu “Harzt IV und das Ende im Gelände.

  1. Die ganzen Versprechungen werden doch nicht halten. Weder die Sozialsysteme noch Renten- und Pensionskassen. Und weil die wissen, dass sowieso alles explodiert, können sie auch versprechen, jetzt mords viel auszuzahlen. Ist ja egal. Hauptsache, man reduziert nicht mal die Macht des Staates, dereguliert bloß nix und schafft partout nicht einmal einen Kulturwandel zu freierem Marktwirtschaften. Alles sitzen wie Kaninchen vor der Schlange, weil sie nicht wissen, was überhaupt als Geschäft erlaubt ist. Jetzt neu: Beamte müsse Angst haben, wenn sie bei der AfD sind. Also die Staatsquote zahlt sich als Unterdrückungsinstrument nun voll aus.
    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-11/afd-verfassungsschutz-partei-mitgliedschaft-beamte-gutachten?page=12#comments

    Gefällt 1 Person

  2. Also ich werde ab sofort DIE LINKE waehlen und mir eine Briefkastenadresse in der BRD zulegen. Der Tausender pro Monat macht den Bock zwar nicht fett, aber dafuer kann ich jedes Wochenende hier weekend millionaire spielen 😉

    Liken

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.