Wie man Frauen abhält Kinder zu kriegen.

Jeder, der ein Mail-Postfach hat, der kommt nicht an den Meldungen der Portale wie web.de oder t-online vorbei, und jeder, der etwas aufmerksam ist, dem fällt auf, dass diese Meldungen immer einen bestimmten Spin haben. Fast jede Woche wird uns aufs Auge gedrückt, wie schwer es Frauen hätten und vor allem Mütter. Das gipfelt darin, dass Mutter-Sein und Kinder wie ein mindestens fünfzehn Jahre dauerndes Martyrium dargestellt wird. Es gibt Internetseiten, die beschäftigen sich mehr oder weniger ausschließlich damit. Dass es zu den Kindern auch Väter gibt, das fällt ohnehin unter den Tisch und, wenn sie doch vorkommen, dann liest sich das so:

.. ich eher das Gefühl, es wohne jetzt noch jemand bei dem Mann und mir, um den ich mich kümmern müsse, als dass ich tiefe Muttergefühle gehegt hätte.

Danke für die Blumen. Aber vielleicht hat es ja damit zu tun, dass man einen pseudo-intellektuellen Dampfplauderer und Weltverbesserer geheiratet hat, der zwar weiß wie man uns vor dem Fake des Klimawandels bewahrt, aber anscheinend den Weg zur eigenen Mülltonne nicht kannte, wenn man in seine Wohnung kam. Da hätte man bei der Gattenwahl besser im Hinterkopf den Rat „Liebe geht, Hektar besteht“ gehabt und ihn auch beherzigt, weil Mütter dann besonders zufrieden sind, wenn das soziale und finanzielle Umfeld stimmt. Allerdings hängt meiner Meinung nach die Zufriedenheit mit der eigenen Mutterrolle nicht mit dem sozialen Status zusammen, sondern davon, wie die Frauen ticken und daran sind Frauen oft selber schuld:

Da gibt es das Leitbild der das Kind versorgenden Mutter mit starken sozialen Erwartungen. Das Leitbild der erwerbstätigen Mutter, die zu funktionieren hat, weil sie ja heutzutage schließlich genau die gleichen Chancen hat wie ihre Kollegen.

Dass Frauen heute die gleichen Chancen haben, bedingt nicht, dass sich daraus ein neues Leitbild entwickelt hätte. Kinderlose Lesben in der Politik propagieren, dass Frauen sich den Männern beruflich gleichstellen und dort Erfolg haben müssten, um sich vom angeblichen Patriarchat zu befreien. Frauen, die sich gegen die Abwertung der traditionellen Mutterrolle wehren, gelten durchweg als rückwärtsgewandt, wo immer das „Mutterkreuz“ mitschwingt. Dass Väter dafür sorgen, dass sie diese traditionelle Rolle wahrnehmen können, kommt bei den Polit-Lesben ohnehin nicht vor, weshalb der Staat alles regeln muss, sollte sich eine Frau unvernünftiger Weise für ein Kind entschieden haben:

Die Verantwortung für die gesellschaftliche Veränderung liegt bei der Politik. Sie muss Bedingungen schaffen, in denen gleichberechtigte Elternschaft gelebt werden kann – und in denen auch Ein-Eltern-Familien gut leben können; immerhin die am stärksten wachsende Familienform. „Eine hochqualifizierte Betreuungssituation steigert das Wohlbefinden“, sagt Marco Gießelmann vom DIW. Nur über eine veränderte Politik kann es zu einer veränderten Norm der Gesellschaft kommen. Nur so können die starren Mutterideale aufgeweicht werden.

Die Mehrheit der Frauen will doch gar nicht, dass „starre Mutterideale“ aufgeweicht werden, sondern Politik und Wirtschaft nötigen Frauen dazu, dass Familien ein Zweiteinkommen brauchen, um zu überleben. Würde man das traditionelle Familienbild wenigstens gleichberechtigt behandeln, dann könnte nämlich auffallen, dass es durch die Politik aktiv bekämpft wird, wenn man für unsoziale Energiepreise sorgt und den Arbeitsmarkt mit Billiglöhnern aus Irgendwo flutet und so die Deutschen aus dem Niedriglohnsektor drängt bzw. der zu erwartende Lohn immer weiter sinkt. Da fänden sich sicher Fürsprecher für traditionelle Familien, doch über alle Parteien hinweg arbeitet man an der Zerstörung traditioneller Familienstrukturen und Rollenverständnissen.

Die Mütter und Väter, die sich gerne für Kinder entschieden haben, die beklagen sich ja eh am wenigsten, winseln tut ja eine Minderheit an Frauen, die für ihre Lage selbst, bzw. die Politik schuld ist.

In einer nicht repräsentativen Studie, wurden 23 Frauen zwischen 20 und 70 Jahren befragt, die nur eines vereinte: Sie haben folgende Frage alle mit einem NEIN beantwortet: „Wenn Sie die Zeit zurückdrehen könnten, würden Sie dann noch einmal Mutter werden, mit dem Wissen, das Sie heute haben?“ NEIN.

Die muss man sich mal genauer ansehen.

Ich hasse es, mich unfrei zu fühlen oder gar unfrei zu sein, Rechenschaft ablegen zu müssen, mich sklavisch an Termine halten zu müssen. Ich bin nicht besonders gut organisiert, eine totale Nachteule und meine Stimmung schwankt manchmal wie die eines pubertierenden Teenagers. Ich bin von Natur aus eher faul als fleißig, außer, eine Tätigkeit begeistert mich.“

oder

Kaum eine Mutter wagt es, offen auch über die anderen Seiten ihrer Rolle zu sprechen: über die Überforderung, den Schlafmangel, die teils irreversible Veränderung des eigenen Körpers, den Druck der Verantwortung, den Verlust von Selbstbestimmung und Freiheit, die Trauer darüber, das alte Leben aufgegeben zu haben.

In allen Beiträgen, die ich gelesen habe, beschreiben sich die Frauen eher als faul (siehe oben) und unsortiert und auf ihnen lastet der Druck der Verantwortung. Da scheinen Frauen zu winseln, die in ihrem Leben noch nie so was wie Verantwortung kennen gelernt haben und da fallen mir nur Studentinnen mit Sinnlosfächern ein. Jede Frau, die vor ihrer Mutterschaft gearbeitet hat und zwar mehr, um einfach Geld zu verdienen und nicht um sich damit selbst zu verwirklichen und damit die Welt zu retten, die weiß, dass man in der Arbeit Verantwortung trägt und in seinem Leben auch ein Zeitmanagement braucht, um überhaupt irgendwas auf die Reihe zu bringen. Frauen, die dann Kinder bekommen und der Vater ausreichend verdient, sind die letzten, die sich über Verantwortung beklagen oder darüber, dass man eben nachts zum Stillen aufsteht. Die Winselnden tun immer so, als hätten sie schlaflose Nächte und Dauerbetreuung der Kinder zu übernehmen bis die volljährig sind. Anfügen muss man, dass Frauen selbst schuld sind, wenn sie zusätzlich einen Pascha heiraten (oder Männer eine Mach-mich-glücklich-Frau), weil es gibt genügend, die sogar das süßliche Gesülze des Mein-Ali-ist-anders-Typen vor der Ehe glauben. Kein Mitleid (mehr). Natürlich kann man einen Fehlgriff tun, aber eigene Kinder sind dann selten der Grund für die Unzufriedenheit der Frauen, außer sie ist hausgemacht.

Man muss nur mal schauen, welche Eltern beim Elternsprechtag am meisten gestresst sind: Gut situiert, Mann arbeitet, Frau kümmert sich um die Kinder. Die behandeln ihre Kinder mit dem Aufwand als wären es Pflegefälle, erwarten aber, dass ihr Kind später ein kleiner Einstein wird, der fünf Sprachen spricht und drei Musikinstrumente spielt. Die beklagen sich, dass ihr Tag völlig zersplittert ist, so dass sie nie längere Zeit etwas unternehmen können, nur weil sie Söhne und Töchter immer persönlich die paar Meter zur Musikstunde, Yoga oder ins Fußballtraining fahren und sich genötigt sehen, die ganze Zeit am Rand zu stehen, ihnen das Getränk zu reichen, die Fußballschuhe nachzutragen und zu überprüfen, ob ihr Kind auch vom Trainer gerecht behandelt wird und, ob die Leistung des Sprösslings nicht unter dem der anderen Kinder liegt. Diese Mütter haben für mich eine Vollmeise. Ich weiß von einem Mittelschullehrer, der vertrat eine Grundschullehrerin für drei Wochen in einer 2.Klasse. Die Chefin hat am Ende dieser Zeit zu ihm gesagt, dass drei Mütter gekommen wären und eine geweint hätte, weil sie den Übertritt ins Gymnasium gefährdet sähe, weil er zu leichte Proben schreibe und im Stoff so hinterher wären. Dabei hat der den Plan nur nach Vorgaben der Parallelklasse zeitgleich abgearbeitet und einfach deren Proben geschrieben. Das juckte aber diese Mütter gar nicht.

Die Kinder werden im Übermaß mit Förderprogrammen dressiert, im Übermaß geschont und verwöhnt (Quelle unten). Eine unvorhergesehene Lehrervertretung bringt da schon die ganze Karriereplanung für das Kind durcheinander. (…) Tatsache sei, dass es dem Nachwuchs in Deutschland besser als jemals zuvor gehe: „Dafür spricht eine Vielzahl von Kinder- und Jugendstudien.“[16] Inwieweit sich daraus auch gesunde Erwachsene entwickeln, lässt sie dabei offen. (…) Die Folgen seien eine zunehmende Unselbstständigkeit und eine „Hilflosigkeit, gepaart mit hohen Ansprüchen. (hier)

Nach sieben Jahren sind die Mütter am unzufriedensten. Ach was. Ich dachte, das Kind schläft dann endlich durch, braucht nicht mehr gestillt werden und auch nicht dauernd beaufsichtigt werden. Ich denke, dass die spätestens nach der ersten Klasse trotz aller Förderung und Energie, die man ins Kind hineingesteckt hat, merken, dass es trotzdem nur mit Wasser kocht wie alle anderen oder dadurch sogar so verzogen ist, dass man sich für es schämen muss. Da fühlt man sich genötigt wöchentlich zum Elternstammtisch zu gehen, weil man am Anfang eine große Klappe über sein Kind gehabt hat und gegen Ende der 1.Klasse die Realität einen eingeholt hat und mitbekommen hat, dass immer ausgiebig über nicht anwesende Mütter gelästert wird. Wenn sie einen richtigen Mann zu Hause hätten, der würde ihr sagen, dass man sich mit solchen Weibern einfach nicht abgeben soll, die außer Tratschen nichts auf die Reihe bekommen. Warum sind am Elternstammtisch wohl so gut wie keine Männer?

Das „Leitbild“ von der erfolgreichen Mutter mit Doppelbelastung mit ebenso erfolgreichen Kindern ist nicht das Ergebnis des Partiarchats, sondern von Frauenpolitik von Frauen, die tatkräftig von Experten aus der Ratgeberindustrie gepuscht wird:

(…)in seinem Buch Die Elternparanoia darauf hingewiesen, dass überbesorgte Eltern das Ergebnis, ja geradezu das Ziel der ständigen Warnungen von „Experten“ vor falscher Erziehung seien. Furedi zog nicht gegen die Eltern zu Felde, „sondern gegen eine ganze Armee von selbsternannten Experten, Psychologen und Pädagogen, die nichts anderes als eine große Elternverunsicherung im Sinn und ihr Ziel schon fast erreicht hätten: paranoide Eltern, die ihre Kinder vor jeglichem Ungemach des Lebens abzuschirmen versuchten – und dafür keine Kosten scheuten“. (…). Tatsache sei, dass es dem Nachwuchs in Deutschland besser als jemals zuvor gehe: „Dafür spricht eine Vielzahl von Kinder- und Jugendstudien.“[16] Inwieweit sich daraus auch gesunde Erwachsene entwickeln, lässt sie dabei offen. (Quelle wie oben)

Väter neigen dazu, dass sie mit ihren Söhnen das spielen oder unternehmen, was sie selbst als Kind gern getan haben. Für die Mütter gibt es dann muttiweb, mit dessen Hilfe man dann zu Helikoptereltern mutiert.

Am besten ist dann noch eine Gruppe, die sich spät für ein Kind entschieden hat, eher gebildet und alleinerziehend. Das sind die, die am Ende oder nach dem Studium merken, dass sie nicht bei Greenpeace oder als Oberärztin landen, sondern im akademischen Prekariat enden werden. Da hat man dreißig Partner gehabt und wollte nur Spaß beim Vögeln haben und hängt dann dem 31. ein Kind an, weil der soll das jetzt genau so ernst nehmen wie man selbst. Und nach ein paar Jahren als Mutter merken sie, dass es nicht das an Lebenserfüllung gibt, die man sich erwartet hat. Zum Spaß vögeln und bis zum Morgengrauen im Club hängen wäre ihnen dann doch lieber. Oder man redet sich ein, dass man ja ohne Kind ja Karriere machen hätte können. Dass man für seinen Lebensunterhalt einfach auch nur mal malochen müsste und dass das dann eben weniger lustig ist, das kommt in deren Lebensplanung gar nicht vor.

Man versucht ein Mütter-Leitbild in die Gesellschaft zu pressen, das am Ende durchgeknallte Mütter mit durchgeknallten Kindern produziert, die am Ende zu umündigen Erwachsenen mit riesen Ansprüchen, weil man ihnen in ihrer ganzen Kindheit alle Probleme aus dem Weg geräumt hat und jeden Wunsch erfüllt hat. Wer bei „normalgepolten“ Eltern aufgewachsen ist, der hat Verantwortungsgefühl und Zeitmanagement bei ihnen gelernt und sicher auch viel Spaß miteinander gehabt. Wer Kinder will und vorher abwägt, in wieweit sie Nutzen, Wohlgefühl und zusätzlichen Selbstwert für einen selbst bringen und welche vermeintlichen Erwartungen an das Kind angeblich gesellschaftlich gestellt werden, der hat schon verloren.

Die Entscheidung gemeinsam Kinder zu haben sollte eine unbedingte sein, eine Entscheidung, wo sich gar nicht erst die Frage stellen sollte, ob man es wagen soll. Und, weil die Entscheidung aus sich heraus gut ist, wird man auch den Wert des Kindes nicht daran messen, ob es nun ein Überflieger wird oder nicht.

Denn man kann sich später gemeinsam mit ihnen vor die Glotze über die runzligen, kinderlosen und immer noch keifenden Feministinnen lustig machen, weil sie in ihrem Leben nichts geschaffen haben, was sie überdauert, sondern nur sinnfreies und marxistisches Gelaber wider die menschliche Natur, das endet, wenn man sie endgültig in Grube wirft.

 

4 Gedanken zu “Wie man Frauen abhält Kinder zu kriegen.

    1. Habe nichts bekommen. Habe mich schon gewundert, obwohl ich ja immer eine Mail bekomme, wenn Du einen Artikel veröffentlichst. Habe alle Ordner angesehen. Bei den Spams war eine vom 31.10, die ich aber angesehen habe (nicht mehr fett gedruckt), da ich mich nicht erinnern konnte , habe ich sie angeklickt. Da war aber kein Text in dieser Mail.
      Sehr seltsam.

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  1. Verschwundene mails, leere mails? Kenne ich! Mir war auch das BfV auf den Fersen. Da hilft nur neuer Blog, neue URL!

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