Politische Wissenschaftler: Eher dumm als skrupellos.

Betrachtet man die Entscheidungen der Politik im Bereich Energie, Klima oder Bildung, dann sagen viele, dass da eben lauter Schwachköpfe arbeiten und sich die meisten Leute einfach durch deren Titel oder Benennung als „Experte“ blenden lassen. Bisher nahm ich selbst an, dass sich die hohlen Nüsse nur in den Sozialwissenschaften tummeln, in den anderen Bereichen unterstellte ich einfach, dass die Leute zwar Ahnung haben aber aufgrund politischen Drucks und aus Angst um ihre Stellung einfach das gewünschte verbreiten. Ich dachte, dass man eher entsprechend skrupellose Leute findet, als Leute, die so dumm sind, dass sie es selbst nicht merken und so auch kein Problem haben, ihren Blödsinn vor einem großen Publikum zu verbreiten. Schon deshalb, weil ich bisher auch glaubte, dass man wenigstens in den Naturwissenschaften genug Ahnung haben muss, um wenigstens die Frage zu verstehen. Wirres Gelaber, so wie in den Sozialwissenschaften recht da einfach nicht. Seit dem folgenden Video habe ich meine Meinung geändert. Der Chemiker und AfD-Abgeordnete Rainer Kraft hat es ins Netz gestellt. Es geht um eine öffentliche Anhörung vor der Klimakonferrenz in Kattowitz, wo SPD- Professor Levermann vom Posdamer Institut für Klimafolgeforschung sagt:

Wie verstehen den Klimawandel. Das CO2-Molekül sieht so aus. (Dazu bildet er mit den Händen ein Dreieck) genauso wie ein Wassermolekül.

Der Chemiker erklärt dann an einer Tafel, dass es sich bei CO2 um ein gestrecktes Molekül mit zwei Doppelbindungen handelt und nicht um die Form eines Wassermoleküls mit einem Winkel von ca. 104,9° zwischen den Einfachbindungen. Er habe ihm das aber in dem öffentlichen Fachgespräch gesagt. Nun könnte man meinen, Levermann stand kurz auf der Leitung, das kann immer passieren, doch dann kommt wieder die Einblendung in die Konferenz. Levermann macht eine abwertende Handbewegung und lacht arrogant:

Das ist auch nicht wahr, aber egal…

Nun sagt der Chemiker, das wäre wissen aus dem ersten Semester Chemie. Schlimm genug, denn das war zu meiner Zeit Stoff der 11. Klasse. Hier sitzt also ein Professor und sagt ganz selbstverständlich, dass er Veränderungen in einem nicht linearen System beschreiben und dazu Prognosen abgeben könnte- nichts anderes ist Klima- scheitert aber an der Beschreibung eines Moleküls, das in Bayern Teil des Stoffs in der Hauptschule ist. Für alle Fächer gilt, dass das Niveau an den Universitäten bei der gleichen Anzahl erfolgreicher Abschüsse sinken muss, wenn statt 10% eines Jahrgangs studieren wie zu meiner Zeit, anstatt 50% in der Gegenwart. Während die ganz Unbrauchbaren in die Laberfächer strömen, tummeln sich auch unter den handfesten Fächern auch schon genügend Nullen. Hadmut Danish schreibt von einer Studentin im 5. Semester der Elektrotechnik, die nicht in der Lage war einen passenden Widerstand in einem vorgegebenen Stromkreis auf Schulniveau zu nennen. Selbst kenne ich auch so einen Fall. Ein abgeschlossener Verfahrenstechniker für Glas arbeitete an der Gestaltung eines Neubaus für ein Glasmuseum mit. Dazu karrte er Unmengen farbiger Scherben für eine Art dreidimensionales, in den Boden eingelassenes Mosaik, heran. Da das Glas der einzelnen Scherben aber nicht „zusammenstand“, also nicht den gleichen Ausdehnungskoeffizienten hatte, musste alles wieder abgeholt werden. Dabei ist das die erste Frage, die sich jeder Geselle eines Glasberufes stellt, wenn er mit verschiedenen Glassorten arbeitet und diese verschmelzen will. Sicher lernt und wächst man mit den Aufgaben und niemand ist mit seinem Uni-Abschluss bereits fertig ausgebildet. Inzwischen haben aber die Bachelor-Abschlüsse höchstens noch das Niveau einer Gesellenprüfung, niemals das eines Meisterbriefes. An staatlich geförderten Instituten kommt aber noch etwas anderes hinzu. Besonders in den Bereichen „Klimawandel“ sind Wissenschaftlicher nur noch die Sprachrohre, um eine politische Agenda durchzudrücken und diese auf irgendeine Art zu belegen, wobei deren Aussagen dann durch deren Titel „veredelt“ werden. Skrupellosigkeit, Angst und Dummheit dieser Wissenschaftler dürften sich dabei etwa die Waage halten. Der IPCC (Weltklimarat) hat jahrelang vorsortiert, um die passenden Leute herauszufiltern. Bis zu diesem Jahr wurden kritische Eingaben an den Weltklimarat mit dem Verweis, dass sie nicht zu ihren Zielen passten, zurückgewiesen. Inzwischen hat man dies geändert, weil man wohl meint, dass die Indoktrination ausreichend abgeschlossen ist. Der Link dürfte sich in einem der beiden Artikel finden (hier oder hier), die auf den Einfluss der Politik auf die gewünschten „wissenschaftlichen“ Ergebnisse in Bezug auf den „Klimawandel“ eingehen. (Den direkten Link auf dieser Seite finde ich gerade nicht).

Der obige Fall auf der öffentlichen Anhörung zeigt, dass man es im Bereich Klimaforschung ähnlich wie in den Sozialwissenschaften geschafft hat, genehme Leute mit Wissen auf Schulniveau mit einer Professur auszustatten, damit sie über Jahre hinweg die gewünschte Propaganda medienwirksam weiterführen. Das gilt auch für die Experten aus dem Bereich Energie, die als Sprachrohr für die politisch gewollte Energiewende herhalten müssen.

Diese Verfahren zeigt meiner Erfahrung nach echt Wirkung. Leute, die ich kenne und studiert haben, sind inzwischen so vom Klimawandel und dem Gelingen der Energiewende mit Wind und Sonne überzeugt, dass sie ihr ganzen Schulwissen entweder vergessen oder verleugnet haben, weil sie alles ohne jeglichen Zweifel schlucken. Dabei genügte ein Blick auf eine Statistik über Arktiseis, Tornados, Niederschläge usw., um den ganzen Schwindel zu entlarven. Dass Wind und Sonne allein für die stabile Energieversorgung nicht sorgen können, dazu reicht schon die Schulphysik der Mittelstufe. Manchmal macht es vielleicht Sinn, dass man versucht, der öffentlichen Meinung mit Hilfe von „Experten“ einen gewissen Spin zu geben, doch inzwischen hat man alle universitären Bereiche erfasst. Genderforschung hat klein angefangen und zerstört nun darüber hinaus alles objektive Arbeiten mit anerkannten wissenschaftlichen Methoden, indem man Meinungen, Werte und Gefühle objektiven Erkenntnissen gleichsetzt, weil man sonst die ganzen Minderbemittelten nicht mit der Frauenquote ins System pressen könnte.

Am Ende bleibt mir folgende Erkenntnis: Wissenschaftler lassen sich korrumpieren, wenn sie skrupellos sind und nur an die Karriere denken und deshalb auch die gewünschten „Erkenntnisse“ liefern. Wir sind aber schon einen Schritt weiter. Nicht nur in den Sozialwissenschaften, sondern auch in den Natur- und Ingenieurwissenschaften hat man inzwischen Leute installiert, die einfach dumm genug sind, dass sie gar nicht mehr erkennen, ob das von der Politik behauptete (gewünschte) überhaupt möglich oder richtig sein kann. Die suchen und finden dann bei ihrer Forschung auch das Passende, Widersprüche werden dafür in ihren Theorien entweder verschwiegen oder einfach passend gemacht.

Interessant wäre, ob für dieses Ziel jemand das große Rad gedreht hat oder die Eingriffe an einzelnen Stellen zu einem Dominoeffekt geführt haben, so dass dieser Zustand der Verblödung an höchsten Stellen nun aus sich selbst erzeugt wird, weil einzelne in allen Bereichen immer politisch genehme und ungefährliche Leute auf Posten hieven. Sei es in der Politik, der Verwaltung, der Wirtschaft, den Medien oder der Wissenschaft. Die negativen Auswirkungen werden jetzt jedoch langsam sichtbar. Man denke an den Berliner Flughafen, den Zustand der Bundeswehr oder die Zahl der notwendigen Netzeingriffe wegen der undurchdachten Energiewende.

Irgendwann ist man so weit, dass sich das auch nicht mit noch mehr Geld kaschieren lässt. Leider braucht es dann wieder eine entsprechende Krise, um die Fähigen von den Unfähigen zu trennen. Man kann nur hoffen, dass sie nicht allzu verheerend ausfallen muss.

Update: Eben einen sehr guten Artikel auf siencefiles gelesen zum selben Thema.

7 Gedanken zu “Politische Wissenschaftler: Eher dumm als skrupellos.

  1. Also da muss ich Herrn Kraft jetzt auch etwas kritisieren. Er hat seine Zwischenfrage nicht eingeblendet und es ist nicht klar, ob der SPD Mann wirklich mit seinem „das stimmt auch nicht“ auf den Molekülaufbau direkt eingeht oder noch auf etwas anderes. Ich kenne viele Lehrer, die gerne ihren Schülern sagen, was sie in welcher Klassenstufe alles schon können müssten. Aber ich kenne auch viele Matheprofessoren, die faktisch nicht kopfrechnen können. Luisman hat neulich zu recht geschrieben, dass so mancher Teenie besser programmiert als ein IT Professor. Das liegt daran, dass man an einer späteren Stufe, in einer Spezialisierung nicht mehr regelmäßig mit Grundwissen rumhantiert und es manchmal auch unnötig wird. Tachenrechner rechnen für den Matheprof, Wissenschaftliche Mitarbeiter programmieren für den IT Prof und ein Klimaforscher fragt sich auch nicht mehr, was mit CO2 sich zu welchem Molekül verbindet.

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  2. Wenn dieses Institut bahnbrechende Erkenntnisse liefern würde, dann hätte jeder darüber hinweggesehen. Wenn aber die offiziellen Stellen Statistiken und Ergebnisse liefern, die ihren Prognosen völlig widersprechen, dann liegt die Sache meiner Meinung anders. Warum wohl läuft der Film „Eine unbequeme Wahrheit“ nicht täglich rauf und runter? Weil el Gores Prognosen sich längst als großer Bullshit erwiesen haben. Darum macht keiner mehr den Fehler. Prognosen für Zeitpunkte zu machen, die noch jemand erleben könnte.
    Das kommt mir vor wie die Fake-news gegen Renate Künast, die immer wieder zitiert wird. Wenn jemand 100-mal Scheiße labert, dann wird die 101 Scheiße keinerlei Einfluss darauf haben, was jemand von diesem Weib hält.
    Ein Klimaforscher, der das CO2-Molekül nicht beschreiben kann , ist wie ein Informatiker, der die Tastatur nicht von der Maus unterscheiden kann.

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    1. Der Eisbär ist auch von der Scholle weg, weil es zu viele von denen gibt, denen es zu gut geht. Ich meine nur, dass man kleinlich wirkt, wenn man jemandem nachsteigt, weil er sich verdusselt. Mir kam der Schnitt von dem Video einfach etwas verdächtig vor. Normalerweise lässt man sowas unmißverständlich auflaufen, also zeigt die Frage und die Reaktion des scheinbaren nicht einsehens. So hat man nur jemanden, der halt was sau dummes sagt, aber etwas dummes, was halt zu nichts wirklich Bezug hat. Ich blick nicht mal, warum er überhaupt über die Gestalt des Moleküls reden wollte.

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  3. […]Veränderungen in einem nicht linearen System beschreiben und dazu Prognosen abgeben könnte- nichts anderes ist Klima-[…]
    Das waere schoen, wenn es sich um ein lineares System handeln wuerde. Das koennte man mathematisch eindeutig loesen, und fertig ist der Schuh. Es ist nicht einmal ein nicht-lineares System, welches wir vollstaendig beschreiben koennen. Alle IPCC Prognosen aus ihren Modellen sind sowas von falsch, einem ehrlichen Wissenschftler muesste es peinlich sein davon zu sprechen.

    Klima ist ein chaotisches System, was bedeutet, es ist nicht langfristig mathematisch beschreibbar. Wenn man weiss, dass selbst Wettervorhersagen nur auf wenige Tage im Voraus gemacht werden, weil jegliche weitere Vorhersage wie Lottospielen ist, kann man sich vorstellen, wie unmoeglich Klimaprognosen sind.

    Soviel ich weiss gibt es nur ein Klimamodell eines Russen, welches derzeit relativ nahe an den echten Messwerten dran liegt, d.h. seine Prognose liegen nicht so grandios daneben wie alle anderen. Das kleine Geheimnis seines Models ist, dass er CO2 nicht ueberbewertet.

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