Beschränkt durch die „Heißzeit“.

So wie in den letzten Jahren keine Nachrichtensendung ohne das Wort rechtspopulistisch auskam, bis es endlich bei jedem fest installiert war, um es nun automatisch passend zu ergänzen, wenn es nicht genannt wird, so ist es nun das Wort „Klimawandel“. Heute hörte ich im Auto „Nachrichten“; Heißzeit ist das neue Wort des Jahres, gut ich hätte eher auf Klimaerhitzung getippt, und in München streikten Schüler und demonstrierten für einen stärkeren Kampf gegen den Klimawandel. Eine meinte, sie müssten das tun, weil die Erwachsenen nichts tun, sie aber noch länger auf dieser Erde leben müsse(!).

Als Vorbild nimmt man sich die schwedische Schülerin Greta Thunberg.

Eigentlich müsste die 15-Jährige in der Schule sein, doch Greta ist im Schulstreik. Sie hat Wichtigeres zu tun, als im Klassenzimmer zu sitzen: Bis zu den Parlamentswahlen am 9. September ist es nur noch eine Woche und Greta möchte den Politikerinnen und Politikern eine Botschaft vermitteln: Nehmt den Klimawandel endlich ernst!

Also sitzt sie jeden Tag vor dem Parlament und verteilt Flyer, auf denen steht: Ich mache das, weil ihr Erwachsenen auf meine Zukunft scheißt.

Nun hat man bei den Teilnehmern an der Klimakonferenz in Kattowitz das Gefühl, dass sich hier der gleiche Infantilismus breit gemacht hat. Dass hier ein vermeintlicher Klimawandel nur vorgeschoben ist und die Initiatoren keineswegs infantil sind, sondern wissen wie Propaganda und Indoktrination geht, um andere Ziele durchzusetzen, kann man hier nachlesen. Das ist aber hier nicht das Thema, sondern wie ist es möglich, dass es noch nie so leicht war an Informationen zu kommen und Behauptungen zu überprüfen, sich aber vor allem jüngere Leute diesen Bären aufbinden lassen.

Die Geschichte hat gezeigt, dass Wissenschaftler und Pioniere der Naturwissenschaft und der Mathematik, sich schon in der Kindheit mit dem späteren Gebiet beschäftigten. Es war etwas Besonderes, ein Buch zu besitzen, das den neusten Stand der Zeit entsprach. Kleine Fragen zu beantworten verlangte oft lange Recherche und zeitlichen Aufwand. Kein Vergleich zu heute. Mit den heutigen Möglichkeiten dürften Schüler und Studenten nicht im Tal der Unwissenden sein.

Kattowitz und die Berichterstattung darüber waren geprägt von Warnungen, Mahnungen und Apellen, die von Experten nochmals aufgewärmt wurden. Da gehen also Schüler und Studenten auf die Straße, diskutieren in den sozialen Medien, um die Regierung anzutreiben, noch mehr für den Klimaschutz zu tun und ein schwedisches Mädchen wird zur Ikone in diesem Kampf. Nun müsste doch jeder, der sich intensiv mit einem Thema beschäftigt, versuchen dieser Sache auf allen Ebenen auf den Grund zu gehen, was früher war das noch eine Herausforderung, heute genügt ein Klick. Es kann nicht an Dummheit liegen, dass man einen Fake nicht erkennt, wenn er direkt vor den Augen liegt. Ich habe es selbst getestet.

Auf der Klimakonferenz trat der Außenminister aus Vanuatu auf, der sich angeblich damit konfrontiert sieht, dass seine Insel im Meer versinkt. Eine vornehmlich von jungen Leuten besuchte Seite, bento, berichtet auch darüber, in dem steht folgender Apell:

Es schmerzt mich von ganzem Herzen, wenn ich die Menschen in den USA und anderen Industrienationen sehe, wie sie unter den Auswirkungen von Klima-Tragödien leiden

und dieser Satz mit Link.

Die Inseln liegen im Schnitt null Meter über dem Meer. Null. (GraphicMaps)

Dort findet man einen Bericht auf Englisch und eine „bemerkenswerte“ Karte zu der Inselgruppe. Nun ist es naheliegend, dass man dann Vanuatu einfach in der deutschen Wikipedia sucht oder auf einer Karte. Schon bei der Karte dürften erste Zweifel über ein Versinken aufkommen. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und hat eine höchste Erhebung von über 1800m. Erbeben und vertikale tektonische Verschiebungen verändern die Größe und Form der Insel. Zumindest dürfte jeder normale Mensch annehmen, dass hier von einem Bewohner bei der Konferenz etwas zu dick aufgetragen wurde. Wer nun einfach mal die bekannten Reiseziele in der Südsee eingibt, wird feststellen, dass die Inseln von den Bewohnern selbst am meisten bedroht sind. Die Atolle wachsen 10 -15mm im Jahr, an ein Versinken ist nicht zu denken, doch man entnimmt den Atollen Baumaterial und verlagert den Sand mit Sandpumpen, um passenden Platz für Hotels zu schaffen. Brücken und Wälle verändern die Meeresströme um die Insel, so dass es zu weiterer Erosion kommt. Kein Syltbewohner kann ernstlich annehmen, dass hier ein steigender Meeresspiegel das Problem wäre. Soweit nur diese Beispiele. (gute Zusammenfassung)

Ob nun Zunahme von Wetterextremen oder Waldbränden oder Abschmelzen der Pole, eine Statistik (kein Medienbericht!) liegt nur einen Klick entfernt. Es genügt schon CO2/Temperatur/Bilder in die Suchfunktion einzugeben und man erhält auf den ersten Blick Klimahistorien, die entweder keinerlei Korrelation zeigen bzw. Graphiken, wo der CO2-Anstieg der Temperatur nachläuft. Die Frage, was zuerst kommen muss, hätte jeder Gymnasiast vor 30 Jahren ohne Internet beantworten können: Die Temperatur steigt zuerst, weil wärmeres Meerwasser weniger CO2 speichert und in aufgetauten Dauerfrostböden Zersetzungsprozesse einsetzen.

Ich bin sicher, dass die jungen Leute nicht dumm sind, sondern durch die Erziehung auf eine gewisse Art beschränkt geworden sein müssen. Das eine ist sicher, dass gegenteilige Standpunkte vom Mainstream zu sozialer Ausgrenzung führen bzw. richtig ist, was moralisch richtig ist. Das kann zwar erklären, dass man dann mit seiner Meinung nicht mehr haussieren geht, bzw. die Realität ignoriert oder verbiegt, doch nicht, dass man eklatante Widersprüche einfach nicht wahrnimmt. Ich habe mir deshalb mehrere Stunden Vorträge über frühkindliche Gehirnentwicklung angesehen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Ich meine, dass der Kern zu obigem Problem darin liegt, dass bestimmte Fähigkeiten nur entstehen, wenn das Gehirn bestimmte Reize erhält. Ich bin kein Hirnforscher, doch, wenn Kindern jeder Wunsch erfüllt wird und alle Probleme aus dem Weg geräumt werden, dann wir dem Kind nie bewusst, dass es einen gegenteiligen Standpunkt auch geben kann. Ich habe hier schon beschrieben, dass vorgefertigtes Spielzeug dazu führt, dass man nicht mehr in der Lage ist zu abstrahieren.

In der Philosophie bezeichnet Abstraktion ein gedankliches Verfahren, durch das von bestimmten gegebenen, jedoch als unwesentlich erachteten Merkmalen eines Gegenstandes abgesehen wird (…) etwa das Verfahren der isolierenden Abstraktion.[1] Hierbei werden von einer gegebenen Anzahl von Merkmalen die für einen ganz bestimmten Gegenstand wesentlichen Eigenschaften herausgestellt. (hier)

Wer es nie erlernt hat, kann abstrakte Aussagen über Wetter, Temperatur oder CO2 niemals in die Realität übersetzen. Vielleicht ist man dann nicht mal mehr in der Lage das Höhenrelief einer Insel mit einem Meeresspiegelanstieg in Zusammenhang zu bringen. Oder die oben verlinkten Schaubilder mit den „realen“ Aussagen über den Klimawandel in Verbindung zu bringen. Ich habe schon eine Studentin gesehen, die hat sicher gelernt Kräfteparallelogramme zu zeichnen, versuchte aber eine Säge weiter in die Fuge zu treiben, indem sie mit dem Hammer von oben auf das Sägeblatt schlug.

Wer in der Schule die Welt immer in eindimensionaler Weise erklärt bekommt und nicht als momentan bestmögliche Erklärung, die sich aus Forschen, Verwerfen und Abwägen ergeben hat, für den stellt sich nie die Frage, dass eine Erklärung auch falsch sein könnte. Wenn man in der Schule nur Schulbucheinträge lesen lässt und Mainstream-Nachrichten, anstatt durch eigene Erkenntnis zu der allgemein anerkannten Erklärung zu kommen, wird sie weder durchdrungen noch hinterfragt. Links-gepolte Lehrer sind daneben ein weiteres Übel. Zur Photosynthese gab es immer die Versuche, unter welchen Bedingungen Pflanzen besser wachsen. Allein, dass die CO2-Kapazität mit der Umgebungsluft längst nicht ausgeschöpft ist und so alles andere als ein „Giftgas“ ist, müsste doch ernsthafte Zweifel an den Klimatheorien hervorrufen. Nix. Buchverlage bringen ein Kapitel über Photosynthese und diese Versuche und im nächsten über den Klimawandel und böses CO2.

Es kann nicht mangelndes Wissen sein, sondern, dass in fast allen Schulen und Medien und so auch in allen Elternhäusern eine alternativlose Erklärung präsentiert wird. Es genügte ja schon, wenigstens eine „falsche“ Erklärung gegenüberzustellen, doch, wenn man über „Klimaleugner“ berichtet, vermeidet man sogar das. Warum wohl.

Was wird also in Zukunft passieren, wenn diese jungen Leute einmal erwachsen sind? Ein Blick in die Geschichte gibt Aufschluss. Wetterphänomene, Klimaänderungen und vor allem Krankheiten wurden immer mit göttlichem Willen erklärt und nahm sie als Schicksal hin. Erst als man diesen Ballast abwarf und mit Forschung den Gegenbeweis antrat, änderte sich das. Vor allem, weil das Leben für alle besser wurde, wurden naturwissenschaftliche Erklärungen auch akzeptiert.

Und die Gegenbewegung ist eigentlich schon da. Die Gelbwesten gehen gegen die Ökosteuer auf die Straße, weil ihnen das Geld zum Leben nicht reicht, so wie man sich um die Strafen Gottes und der Schöpfungsgeschichte irgendwann einen feuchten Kehricht scherte. Hätte man das nicht getan, dann gäbe es sowas wie Züchtung und Genetik erst gar nicht. Wenn ich mir die Demoteilnehmer auf diesem Bild ansehe, braucht es einfach nur eine stromlose Zeit, wo einer das Dieselaggregat anwirft, auf CO2 scheißt und meint, der nächste Winter kommt trotzdem bestimmt; und er wird kommen.

 

 

 

4 Gedanken zu “Beschränkt durch die „Heißzeit“.

  1. Ich fürchte, dass die Gelbwesten sich auch mit nem 100 Euro Schein pro Monat abspeisen lassen. Frankreich ist eigentlich noch weiter links als wir. Die haben das Ganze ja eigentlich auch erfunden. Alle linken Ideen sind französische Ideen und der Big Bang war die Revolution. Man verbindet sie mit den Werten der Demokratie, die in GB und USA entstanden ist. Neu war bei den Franzosen eigentlich nur Krawall, Brotmärsche, Preisfestsetzung, Verfolgung und massenhaftes Köpfen. Entsprechend werden die Gelbwesten auch mehr Krawall schlagen als sonst was.

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  2. Nun, der Kindesmissbrauch hat ja vor allem bei den Gruenen Tradition. Da scheuen sich die Lehrerinnen auch nicht ihre Schueler zu Propaganda zu missbrauchen. Anstatt in Mathe, Physik, Chemie aufzupassen, damit man die Klimamodelle nachrechnen (und widerlegen) kann, werden die Teenies zu Aktivisten herangezogen. Man muss das langfristig sehen: Darwin wird’s richten 😉

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