Sascha Lobo: Endlich Minister für Digitales!

Es ist wirklich Zufall, dass ich schon wieder auf Sascha Lobo komme aber er hat einen Kommentar im Spiegel veröffentlicht, den musste ich zweimal lesen und auch seine Links anklicken (zwei Seiten waren nicht erreichbar), um zu kapieren, was er in seiner Erregung eigentlich will. Im zweiten Anlauf las ich dann auch bewusst noch mal den Anfang:

Das Arschlochproblem der sozialen Medien

Belästigung, Hass, Fake News: Der Zustand der sozialen Medien ist katastrophal. Die Probleme sitzen tief – die Unternehmer haben sich mehr um ihre Geschäftsmodelle, die Politiker um Digitalesoterik gekümmert.

Ich musste es erst sacken lassen und weiß nicht mal, ob ich mit meiner Analyse richtig liege. Entweder liegt es bei mir am Rotwein oder er schreibt in seiner Erregung einfach zu wenig „griffig“, dass klar wird, was er eigentlich will. Der obige Satz müsste eigentlich mit „weshalb“ weitergehen, damit man sich die Begründung nicht herausfieseln muss, worin die Katastrophe liegen sollte. Er stellt es dann in drei Abschnitten dar.

Im ersten geh es darum, dass Twitterchef Jack Dorsey Meditationsurlaub in Myanmar machte, was er als zynisch ansieht, weil dort laut UNO ein Völkermord an den Rohingya geschehen soll und auf seiner Plattform „Hetze und Fake-News“ stattfinden dürften und die sozialen Medien das wegen ihres Geschäftsmodells einfach ignorieren.

Ja. Ungarn, Türkei und Russland wären als Urlaubsziel auch schlimm gewesen. Besser nur noch in Deutschland, bei der moralischen Supermacht, aber vielleicht gibt es ja Reisewarnungen wegen der vielen Nazis. Allein der gesunde Menschenverstand, dass es keinen Fall gibt, wo sich der Islam in ein nicht-muslimisches Land problemlos integriert hätte, musste die Tränendrüsen-Berichte über die Rohingya bezweifeln. Eigentlich reichte ein Blick auf Wikipedia, wo es heißt:

Sammelbegriff für verschiedene Gruppen von Aufständischen war, die für die Errichtung eines unabhängigen muslimischen Staates an den Grenzen zu Bangladesch in der ehemaligen Arakanregion kämpften.

Bei einem Land mit 135 Volksgruppen, die bisher weitgehend problemlos zusammenlebten, würde ich genau dieser 136-sten eben nicht die Staatsbürgerschaft verleihen, wenn denen dieser Ruf vorauseilt, vor allem, weil sich unter denen genau der Abschaum befindet, den kein Land geschenkt haben will:

Nach 2012 fingen Rohingya-Aktivisten an, Muslime zu drängen, sich selbst als Rohingya zu bezeichnen.

Ja. Die lieben „Aktivisten“. Diese „Aktivisten“ in Form der Pluderhosen-Imame haben am Wohnort meiner Eltern dafür gesorgt, dass plötzlich die vorher unverschleierten Frauen plötzlich vermummt gehen. Ja, Lobo. Scheiß Fake-News auf Wikipedia und bei Tichy, deren Artikel sich dann über Twitter und Facebook verbreiten können, sodass Clausi nicht die Meinungshoheit behält. Natürlich bleibt alles friedlich, wenn Moslems wie hier den Rohingya das Land kampflos übergeben wird.

Nun erregst Du Dich darüber, dass die Chief Operating Officererin von Facebook, Sheryl Sandberg, unter der Hand ermittelt hat, wer denn Facebook für die Verbreitung dieser „Fake-News“ kritisiert, hier im Namen George Soros. Huch, ein Jude. Da ist das natürlich für Sascha ein No-go, weil das ist ja antisemitisch. Auch hat sie untersuchen lassen, ob Soros bestimmte finanzielle Zuwendungen an Kritiker der Plattform leistet. Nach Aussage des Links hat sie ja auch noch russische Propaganda durchgelassen. Ja, Sascha. Das beeinflusst sicher die politische Meinung in Deutschland und den USA und ist ganz gefährlich.

Immer wieder werden Beweise für die Skrupellosigkeit der Geschäftsführungen von Facebook über Twitter bis Snapchat bekannt. Von den russischen und chinesischen Social Networks ganz zu schweigen, die ohnehin als Handlanger ihrer jeweiligen autoritären Staatsführungen betrachtet werden müssen. Der Kapitalismus hat zwar traditionell kaum Probleme mit Arschlöchern – aber wenn deren Handeln den Börsenwert schmälert, dann erhöht sich der Druck massiv. Leider folgt diesem ökonomischen Druck nicht automatisch eine gesellschaftlich sinnvolle Lösung der Probleme, weshalb die Politik gefragt ist.

Ja, Sascha. Es reicht nicht, wenn 83% der Deutschen durch die GEZ-finanzierte Propaganda auf die Einheitsmeinung gezogen werden. Zu blöd, dass sie in den sozialen Medien nicht auch ihre Meinungsdiktatur ausüben können wie Rrrrussland und China das tun. Blöder Kapitalismus. Dann könnten wir Myanmar nämlich mit Sanktionen belegen oder gleich zerstören und die Rohingya in Mecklenburg-Vorpommern ansiedeln.

Beim zweiten Punkt findest Du die Medien staatlich falsch reguliert, denn, es ist

keine guten Voraussetzungen, um die gesellschaftlichen Probleme mit sozialen Medien politisch in den Griff zu bekommen.

Der folgende Teil ist meiner Meinung nach überflüssig, denn hier geht es darum, dass die Politik Social Bots nicht richtig eindämmen kann. Ich weiß nur, dass man mit denen bestimmte Diskussionen im Netz puschen oder lenken kann. Da muss man schon ernst im Hinterkopf haben, dass für einen Umsturz nur etwa 10% der Bevölkerung notwendig sind und die propagandistische Dauerbeschallung für 8 Milliarden im Jahr eben nicht reichen alle auf Linie zu halten. Da sollte man sich eher Sorgen machen, dass der Moslemanteil die 10%-Marke in Deutschland überschreitet. Wenn alle Seiten die öffentliche Meinung mit Social Bots beeinflussen, dann dürfte sich die Wirkungen ohnehin aufheben. Wenn die Inhalte allerdings eher eine Wunschwelt puschen als die Realität, dann ist nicht entscheidend, wer sie anwendet, sondern, ob die Inhalte mit den eigenen Erfahrungen konform geben. Das dürfte bei den von den Blockparteien lancierten Bots schwierig werden. Ich meine, dass Sascha nur aus diesem Grund meint, die Bots würden unterschätzt. Wenn ich aus dem Fenster schaue, Sascha, und die Bots eben Bullshit hypen bzw. richtig beschreiben, was ich sehe, dann dürfte mir auch so das richtige Licht aufgehen, auch, wenn der Mainstream lieber hätte, ich würde im Dunkeln sitzen. Darum spare ich mir den Rest, weil in seinem Kommentar geht es darum, dass die Politik nicht in der Lage sei, das in den Griff zu kriegen. Ja, Sascha. Da halfen die ganzen anti-feministischen Bots nix, in der Regierung sitzen trotzdem lauter Weiber, die davon keine Ahnung haben.

Dann geht es natürlich um Filterblasen, wo Du schreibt:

Im August 2018 veröffentlichten sie eine Studie, nach der die Polarisierung deutlich zuzunehmen scheint, wenn man in sozialen Medien gegnerischen Meinungen ausgesetzt ist. Bei Konservativen und Rechten scheint der Effekt stärker als bei Linken und Liberalen.

Komisch. Man hat sich über Filterblasen beschwert und, wenn man sich jetzt der Gegenseite öffnet, dann verstärkt sich der Effekt der Spaltung noch. Blöderweise nach rechts. Ja, ich weiß, das ist das Problem. Heute war ich sogar auf einer Schülerseite, deren Artikel nicht von „Haltung“ und „Gutsein“ handeln, und auf sowas kommt man wirklich nur, wenn man das ganze Gesülze der Gegenseite kennt. Echt zu blöd, dass Grüne-Jugend oder Jusos auch in den sozialen Medien präsent sind, andernfalls wäre das wohl nicht passiert.

Dann schreibst Du:

Und so schliddern wir ins Jahr 2019, soziale Medien beherrschen die digitale Öffentlichkeit. Um die vielen schönen, jeden Tag erfahrbaren Social-Media-Inseln liegt ein Meer an Dysfunktionalität, Manipulierbarkeit und Unverstandenheit.

Ich dachte noch, jetzt kommt die Lösung von der Ikone der Medienexperten. Leider war da nix mehr. Ja, Sascha. Ich sag Dir, man muss nichts ändern, außer, dass man unsere Daten abgreift. Wer Analphabeten von nützlicher Arbeit abhält und sie in esoterische Studien treibt, der braucht sich nicht wundern, wenn die Dummen auch der „falschen“ Meinung nachlaufen, denn, wer nix weiß, der muss alles glauben. Wer ein verblödetes Volk fabriziert, der muss sich nicht wundern, dass auch die Gegenseite fleißig manipulieren kann. Weil die Realität aber immer siegt, hat sie auch bessere Karten. Leider ist das Netz zu „disfunktional“, um das zu unterbinden. und die „Unverstandenheit“ durch die Politiker kam nur dadurch, dass man Frauenquote und Haltung nicht nur in den Leitmedien, sondern auch im Netz so gehypt hat, sodass bei Deinen Ansprechpartnern jetzt lauter Dödel sitzen, die ohne Hilfe kein E-Mail-Postfach einrichten können. Ich sehe gerade, dass Du Dich eigentlich über Belästigung, Hass und Hetze im Netz beschweren wolltest.

Also Belästigung muss weg. Hass muss weg. Hetze muss weg. Gegenmeinung muss weg und der Kontakt zu Andersdenkenden. So entnehme ich es zumindest Deinem Kommentar, und alle Politiker, die keine Ahnung haben, das zu ändern. Schreib das mal in die Bewerbung zum Minister für Digitales. Da nimmt man Dich nicht nur in China.

 

 

 

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