Auffrisiert: Von der Hardcore-Kommunistin zum It-Girl des Politbetriebes.

Die neue US-Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez dürfte den meisten noch unbekannt sein, doch man darf davon ausgehen, dass sie von den Medien weiter gehypt wird. Sie erfüllt nämlich auf den ersten Blick alle Voraussetzungen, die man heute als linke Vorzeigepolitikerin braucht. Schon deshalb, weil in Deutschland allein Sarah Wagenknecht eine Ausnahme im links-grünen Gruselkabinett bildete Mir ist Ocasio-Cortez ja schon mehrmals mit ihren politischen Thesen untergekommen, deshalb habe ich mich etwas genauer informiert und dort zeigt sich beim Vergleich verschiedener Artikel wie die Wahrheit „relotiert“ wird, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Man vergleiche folgende Passagen, zuerst aus der ZEIT:

Sie wuchs in der Bronx auf, eine Stunde von Manhattan entfernt. Ihre Eltern kamen aus Puerto Rico aus einfachsten Verhältnissen, der Vater arbeitete sich zum Architekten hoch. Um ihrer Tochter eine gute Schulbildung zu ermöglichen, kauften die Eltern mithilfe von Verwandten ein kleines Haus mit zwei Zimmern im nahe gelegenen Yorktown Heights, wo die Schulen besser waren als in der Bronx und die Mitschüler fast ausschließlich weiß. (…)

Mit Stipendien und Studienkrediten schaffte sie es an die Universität in Boston. (…) Sie wechselte von Biochemie zu Volkswirtschaft und Internationaler Politik, nebenbei arbeitete sie für den demokratischen Senator Edward Kennedy.

Bei tagesschau.de liest sich das dann so:

Alexandria Ocasio-Cortez ist eine Arbeitertochter aus der Bronx, dem Armenhaus New Yorks. Wie bei so vielen dort, stammt ihre Familie aus Puerto Rico. Ihr Klassenkampf beginnt mit fünf. Da schicken die Eltern die kluge Tochter auf eine Schule, auf die eigentlich fast nur Weiße gehen. Doch sie kämpft sich durch. Sie finanziert über Jobs ihr Wirtschaftsstudium in Boston.

Klingt dann nach einmal Arbeiter, immer Arbeiter. Dass der Vater die Möglichkeit wahrnahm sich hochzuarbeiten und dann Architekt wurde, wird natürlich verschwiegen. Es braucht nämlich den „Klassenkampf“ von oben nicht, wenn jemand seinen Hintern selbst bewegt. Das Studium finanziert sie sich erst dann mit, als der Vater als Geldquelle ausfällt. Auf Wikipedia wird diese Zeit wie folgt beschrieben:

Ocasio-Cortez hat puerto-ricanische und sephardische Wurzeln.[1]Ihre Mutter zog mit 23 Jahren nach New York, ihr Vater – ein Architekt – war sein Leben lang dort wohnhaft. Geboren in der Bronx(Nuyorican), zog Alexandria Ocasio-Cortez in jungen Jahren ins wohlhabendere, vorstädtische Yorktown in Westchester County. An der High School gewann sie mit einem mikrobiologischen Forschungsprojekt

Aha. Nix Arbeiter, sondern zeitlebens Architekt und wohnhaft in New York und zwar in einer abgeschlossenen Community der Bronx von Puerto Ricanern, die Ende des 20. Jahrhunderts nach New York kamen. Man kann nachlesen, dass es durch Segregation und ethnische Spannungen immer wieder zu erhöhter Kriminalität kommt. Da sind sie vor ihresgleichen geflüchtet, um der Tochter eine Ausbildung unter vorwiegend weißen Schülern zu ermöglichen. Da „kämpfte sie sich durch.“ Für jeden, der sauber indoktriniert wurde, heißt das natürlich, dass sie von den Weißen gemobbt, ausgegrenzt und diskriminiert wurde und es trotzdem schaffte.

Bei der ZEIT heißt es ja, sie „wechselte von Biochemie zu Volkswirtschaft und Internationaler Politik“. Ist das schon Fake News, denn Ocasio-Cortez gewann eigentlich nur einen Preis an der High-School in einem Wettbewerb mit einem mirobiologischen Projekt. Wer es sich ansieht, der muss hier eher an einen Preis wie bei „Jugend forscht“ denken, denn es ist eine Versuchsreihe, ob bestimmte Würmer mit der Gabe von Antioxidantien länger überleben. Der obige Satz suggeriert, dass sie das Studienfach Biochemie gewechselt hätte. Als sie sich als freiwillige Helferin für die Demokratische Partei engagierte, vermute ich, dass man ihr Talent erkannt hat, das noch durch Hautfarbe, Aussehen und ihre Positionen zu den SJW und den Schwulen- und Lesbenbewegungen veredelt wurde. Ich nehme mal an, dass sie frühzeitig Kontakte geknüpft hatte (bzw. wurden), denn man wird nicht so einfach noch während der Studienzeit auserkoren einem US-Senator Edward Kennedy bei Einwanderungsfragen zur Hand zu gehen. Da kommen nicht Hinz und Kunz zum Zug. Ich denke, dass sie sich selbst einfach noch durch das passende Studium veredelt hat, welches danach für Normalsterbliche eher zu einer Kette unbezahlter Praktikantenstellen führt.

In der Kurzinformation über sie heißt es, dass sie Mitglied der Demokratischen Partei wäre und die Zeitungen übernehmen das so und fügen auch ihre politischen Positionen an, die im ausführlichen Wikipediartikel genannt sind:

Ocasio-Cortez setzt sich für eine allgemeine staatliche Krankenversicherung (Single Payer), für die Abschaffung der US-Einwanderungsbehörde[9] und für einen Mindestlohn von 15 US-Dollar ein.

Wer könnte da schon dagegen sein, wenn sie selbst sich aus den Bronx hochgearbeitet hat und ganz uneigennützig den Klassenkampf für ihre früheren Leidensgenossen führt. So bleibt es zumindest hängen. Es lohnt sich aber etwas tiefer zu graben, denn Ocasio-Cortez ist Mitglied der Demokratischen Sozialisten Amerikas. Im Banner tragen sie die gleiche Rose, hier mit zwei sich verbrüdernden Händen, in Anlehnung an die Sozialistische Internationale. Diese fusionierte mit der New American Movement,

die  pazifistischeneoleninistische und kommunistische Thesen vertrat, jedoch einen Führungsanspruch für die Arbeiterklasse ablehnte.

Also ein reiner Ideologenzirkel, der bei ihren Namensgebungen an das „Leben des Brain“ erinnert“. Ihre wirklich radikalen Positionen werden weitgehend totgeschwiegen, bzw. man verwendet nur das wohlklingende Label The Green New Deal. Dahinter steckt der Plan eine massive Förderung von Jobs in Bereich „Erneuerbarer Energien“, den Umbau des Energiesektors und eine „Transformation“ des Wirtschaftssystems, um den Klimawandel abzuwenden. In einem Interview schlug sie vor, innerhalb von 12 Jahren aus allen fossilen Brennstoffen auszusteigen und dafür 3 Billionen Dollar zu investieren; etwa ein Drittel des BSP der USA. Im Grunde ist es nichts Anderes als „Die große Transformation“, wie man sie auf dem Bundestagsserver nachlesen kann und die von Joachim Schellnhuber mit ausgearbeitet wurde, dem Vorzeigeheiligen des Potsdamer Institutes für Klimafolgeforschung.

So schließt sich der Kreis von Ocasio-Cortez zur eingenordeten Medien-Berichterstattung, die das verkörpert, was diesen als Arbeitsgrundlage dient, wenn sie sagt:

sie sich selbst außerdem „radikal“ und gibt zu, auch mal Fakten zu verdrehen, wenn es „moralisch richtig“ sei.

Man hat Relotius geschasst, weil er es zwar von sich aus genauso gemacht, es aber nicht vorher ebenso offen verkündet hat, wie seine Arbeitsweise aussieht. Für die jüngeren reichen Beiwerk und Deko, wenn man sieht wie bento über sie berichtet und ihre Eigenschaften sollten jedem deutschen Politiker gut stehen; sie als Vorbild zu sehen, dazu konnte sich bento dann doch nicht durchringen. Im Gegensatz zu anderen „altbackenen“ Politikern

 geht (sie) einen anderen Weg: maximales Sendungsbewusstsein, maximale Transparenz.

Sie nutzt exzessiv Social Media, natürlich auch Twitter. Weiter unten im Text gesteht man zwar ein, dass Trump das ebenfalls schon viel früher getan hat, sie aber dort ohne „Hass“ auskommt. Sie hat nämlich keine Hemmungen, es direkt zu tun, wenn man das Zitat nimmt:

Ist Trump ein Faschist. Ohne Frage!

In einem anderen Interview nennt sie ihn einen Rassisten. Man lobt, dass Ocasio-Cortez keine Berührungsängste mit Krawall habe, solange es in ihren Augen für eine gute Sache ist. Dass es Menschen gibt, die diesen „guten Sachen“ überhaupt nichts abgewinnen können, kommt in ihrem Weltbild nicht vor. Sie tritt für eine gewisse politische Radikalität ein, denn nach ihren Worten waren es immer Radikale, die das Land verändert haben. Bei so einer linken Socke, denke ich wie sie nicht an Lincoln oder Roosevelt, sondern eher an Pol Pot, Fidel Castro oder Mao Zedong.

Für mich ist diese überdrehte Politaktivistin nur eine Sternschnuppe, ein It-Girl des Politbetriebes, um die jungen Naiven den Kommunismus unter neuem Namen schmackhaft zu machen. Die Medien sind dabei willige Helfer, indem sie durch Verzerren, Umdeuten und Weglassen eine „Wahrheit“ modellieren und diese als Realität in unsere Hirne pflanzen. Die ZEIT wandelt dabei mit ihrem faktenfreien Emotionskrimskrams auf den Spuren von Relotius. Wenn man täglichen Gewaltmeldungen durch die Worte „mutmaßlich“ oder „Einzeltäter“ schnell mal den richtigen Spin geben kann, so gehört bei dieser Art der Berichterstattung über Ocasio-Cortez fast schon kriminelle Energie dazu, so ausgeklügelt zu formulieren, dass es gerade noch nicht zur Lüge überkippt, um ein bestimmtes Narrativ zu installieren. Direkte Links im Artikel sind nur noch Deko, um Quellentreue zu suggerieren, denn die wenigsten klicken sie auch wirklich an. Sollte man aber.

Die Berichterstattung in den Leitmedien ist so verkommen und verlogen und auf Propaganda gebürstet, dass man inzwischen schon beim Wetterbericht das Kotzen bekommt.

 

 

11 Gedanken zu “Auffrisiert: Von der Hardcore-Kommunistin zum It-Girl des Politbetriebes.

  1. Ach, ist das herrlich! Sie ärgern sich – sind Sie doch Anhänger der Überzeugung, dass jeder seines Glückes Schmied ist – dass eine junge, attraktive, intelligente, selbstbewusste, gebildete FRAU mit puertorikanischen Wurzel, etwas geschafft hat, was Sie – obwohl Sie sich für cleverer halten als die meisten anderen Menschen – nicht auf die Reihe bekommen haben. Echt witzig!

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    1. Wo haben Sie das gelesen? Es geht allein um die Art der Berichterstattung und ich schreibe sogar, dass sie womöglich gesehen hat, dass sie mit einem Studium über internationale Politik ihre Möglichkeiten in der Politik noch erweitern kann und mit ihrem Aussehen schon eine positive Ausnahme unter linken Politikerinnen bildet. Ich kritisiere nur ihre politischen Ansichten und, dass wesentliche Positionen und Verbindungen von Ocasio-Cortez von den Leitmedien ausgespart werden und ihr Lebenslauf geschönt wird. Wo schreibe ich, dass ich mich für cleverer halte? Sie lesen hier etwas heraus, was nicht im Text zu finden ist. Echt witzig.

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      1. Dass Sie sich für cleverer halten als die meisten Ihrer Mitmenschen, ist in vielen Ihrer Beiträge nachzulesen. Dass Sie von Frauen nichts halten, auch!

        By the way, offenbar sind Sie noch krankgeschrieben? Was für ein Glück, dass Sie in einem Land leben, in dem fast jeder krankenversichert ist! Und nun gibt es eine junge Frau, die sich in den USA u.a. dafür einsetzt. Prima!

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  2. Ich kann Ihnen sagen, dass die meisten Frauen von DIESEN Frauen nichts halten, die Frausein allein schon als Qualifikation sehen. Darum geht es in dem Artikel aber nicht. Übrigens bin ich nicht mehr krankgeschrieben und privatversichert. Und übrigens, haben Sie den Text auch gelesen? Genau bei dieser Forderung habe ich geschrieben, dass es da kaum einen gibt, der dagegen sein könnte.; ins besondere bei uns, möchte ich hinzufügen.

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  3. Es wundert mich, dass Sie noch nicht die abgeschmackte, lahme Unterstellung aufs Tapet gebracht haben, Alexandria Ocasio-Cortez habe sich nach oben geschlafen. So etwas kommt doch immer von Leuten wie derwaidler, Goldstein und Konsorten.

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    1. Wer in der Politik den Rückhalt und die Aufmerksamkeit der Medien hat, der kann auch mal was werden, vor allem, wenn sie jemandem seinen Lebenslauf schon im Vorfeld wohlwollend „interpretieren“. Es lohnt sich frühzeitig zu prüfen, wer oder was uns erwarten kann. Obama kam ja damals aus dem Nichts zu uns wie ein Heiliger vom Himmel.

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