Die positiven Seiten des Shutdowns.

Erinnern Sie sich noch wie unsere Qualitätsmedien gezetert haben, weil Trump einen Government Shutdown riskiert hat, weil er partout nicht auf die 5 Milliarden Dollar verzichten wollte zum Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko? Er hat nicht nachgegeben und man meldete, dass jetzt das ganze Land stillstehen würde, Parks, Museen und… ja und so weiter. Und nachdem das einige Tage hochgekocht wurde, ist es merklich ruhiger darum geworden, sogar als Trump einige Treffen erfolglos enden oder gleich platzen ließ. Ich hatte es deshalb schon irgendwie im Gefühl, dass er den Demokraten eher schaden könnte als dem Präsidenten und in den letzten Tagen hat sich das nun bestätigt. Zuerst sickerte durch, dass die großen Parks, Zoos und einige Museen trotzdem irgendwie weiterlaufen, weil es genügend Patrioten gibt, die den Wert dieser Einrichtungen sehen oder auch indirekt von ihnen abhängig sind. Es fanden sich genügend Freiwillige als Ranger einzuspringen und auch die Fütterung der Tiere lief problemlos weiter. Der Unterschied zu den Normalzeiten war, dass Hotelbetreiber auf eigene Kosten die Parkplätze um die Parks vom Schnee befreiten und sicher auch den Müll entsorgten, die Besucher aber trotzdem nicht die horrenden Parkgebühren entrichten mussten. Die Freiwilligen kümmern sich ja nur um Einrichtungen, die einen bestimmten Nutzen für die Allgemeinheit haben, so dass dann auch deutlich wird, was eigentlich überflüssig ist. Nun hat ein hochrangiger Beamter einen Tweet durchgestochen und anonym ein Essay über die aus seiner Sicht positiven Auswirkungen des Shutdowns geschrieben.

Donald Trump Jr.‏Verifizierter Account @DonaldJTrumpJr

Folgen@DonaldJTrumpJr folgen

Mehr

Worth the read. I’m A Senior Trump Official, And I Hope A Long Shutdown Smokes Out The Resistance https://dailycaller.com/2019/01/14/smoke-out-resistance/ … via @dailycaller

 

Der Widerstand soll ausgeräuchert werden und nach wenigen Tagen im angeblichen Stillstand hat er auch den passenden Ratschlag für den Präsidenten:

As one of the senior officials working without a paycheck, a few words of advice for the president’s next move at shuttered government agencies: lock the doors, sell the furniture, and cut them down.

Seit er im Dienst ist hat er festgestellt, dass etwa 15% der Beamten Patrioten sind und wirklich dem Land dienen wollen. 80% der Beamten oder Staatsangestellten geht keine Risiken ein oder überanstrengen sich nicht in ihrem Job, sondern planen ihr Wochenende, machen ihren Zweitjob oder denken über ihren nächsten Posten nach, man hat ja einen sicheren Job bis zum Lebensende. Wenn man das Gefühl hat, dass die irgendwie nichts Sinnvolles zuwege bringen, dann liegt man richtig. Seit Trump an der Macht ist, hat man vor allem mit Saboteuren zu tun und es macht nach seinen Worten 85% seiner Arbeit aus dagegen anzugehen. Über die Jahre hat man unzählige Abteilungen und Arbeitsgruppen eingerichtet und Verwandten und Freunden entsprechende Posten verschafft und das System aufgeblasen mit der Behauptung, das alles wäre von besonderer Dringlichkeit. Das wichtigste ist dabei „der Prozess“. Das kann man direkt auf Deutschland übertragen. Da wird von fachfernen Politikern irgendwelcher Krimskrams ausgedacht, der dann umgesetzt werden muss, um die Welt zu verbessern. Hier und hier findet sich eine „Prozessbegleitung“ wie man Gleichstellung in der Physik umsetzen könnte oder „Gestaltungsempfehlungen“ wie man Diversität und Multikulturalismus bei der Feuerwehr durchsetzen könnte, weil inhomogene Teams angeblich viel effektiver sind. Damit das eigene Fortkommen und die Illusion etwas Sinnvolles zu tun nicht endet, muss am Ende festgestellt werden, dass man noch irgendwo ein paar Stellschrauben drehen müsste, damit das alles gelingt, so dass man neue „Prozessbegleitung“ braucht, möglicherweise auch mehr Geld und mehr Mitarbeiter. So läuft es auch in den USA seit Jahrzehnten und mit dem Shutdown trennt sich nun die Spreu vom Weizen. Die wirklich wichtigen Entscheidungen, die zum Beispiel die Sicherheit betreffen, werden effektiv auf direktem Wege von oben nach unten durchgereicht, ohne dass auf dem Weg irgendwelche ideologischen Bremser gibt. Und je länger der Zustand dauert, desto deutlicher wird, welche Abteilungen und Arbeitsgruppen keinerlei Mehrwert produzieren oder sogar Schaden anrichten. Sie haben sich wichtig gemacht, indem sie nutzlose Papierberge erschaffen und sich untereinander promotet haben. Je länger der Regierungsstillstand dauert, desto mehr Bürger werden ebenfalls feststellen, dass hier wertloser Ballast mitgeschleppt wird und es am Ende sogar sinnvoller ist, sie alle auszuzahlen und zu entlassen, anstatt sie bis zur Rente durchzufüttern. So ist man zwar die Steuergelder trotzdem los, doch sie können wenigstens keinen Schaden mehr anrichten. Der Regierungsapparat mit solchen Wichtigtuern und Prozessbegleitern wurde vor allem von den Demokraten aufgeblasen, sodass es immer schwieriger wird deren Rückkehr an ihre Posten am Ende des Shutdowns zu rechtfertigen, denn auch die Bürger selbst merken mehr und mehr, dass sie auch ohne die Einmischung der Regierung auskommen und sich organisieren können.

Man denke hier wieder an Deutschland. Was soll man sich von einem Vogel- oder Fledermausbeauftragten dreinreden lassen, wenn man einen alten Stadel wegreißt, während daneben die gleichen Viecher in den Windparks geschreddert werden. Oder von einem Biberbeauftragten. Man denke an den ganzen Gleichstellungs- und Integrationskrempel, wo jede Neueinstellung für einen Unternehmer zu einem Minenfeld wird. Schade, dass es sowas nicht in Deutschland gibt. Die ganzen Ordnungsämter könnten einen nicht mehr auf die Nerven gehen, wenn man Gaststättenbetreiber mit dem Metermaß verfolgt, ob der Tisch 10 cm zu weit in den Gehsteig ragt oder das Unisex-Klo breit genug ist. Diejenigen, die sich an nix halten wollen, werden heute ohnehin nicht mehr behelligt. Also was sollte sich ändern, wenn die zu Hause bleiben? Ganz zu schweigen von den ganzen sozialistischen Demokratieaufpassern, die sämtliche Vereine und Institutionen zur Umerziehung infiltrieren. Keine Stelle mehr, wo man Busfahrten und Tagegeld für eine Gegendemonstration bei PEGIDA beantragen kann; die ANTIFAnten wären in drei Wochen verhungert. Den „Seenotrettern“ im Mittelmeer ginge der Sprit aus, kein Schokopudding oder Extrawurst mehr in den Asylantenheimen, nur noch Notbetrieb „Friss oder stirb!“ Da könnte man sogar an den Abschiebungen sparen, weil sie freiwillig weiterziehen. Richtig schade, dass wir nicht ein offizielles Staatsfernsehen haben, dann würde auch der jetzigen Generation klar, was wir älteren am Testbild hatten.

Die US-Bürger sind ja weit weniger staatsgläubig und -abhängig. Bei denen ist es selbstverständlich, dass man im Notfall auch gemeinsam was finanziert oder organisiert. Ich denke, dass das auch im Bayerischen Wald funktionieren würde. Im Nationalpark würden die Hauptamtlichen nach Hause geschickt, während die Ranger, meistens Rentner, den Betrieb mit Führungen freiwillig aufrechterhalten würden und ihren geringen Sold die Hotelbetreiber am Ort übernehmen würden. Schließlich machen sie Werbung damit. Und dort wo ein Bauernhof ist, da findet sich auch immer jemand, der mit dem Traktor den Schnee räumt: „Zahlst halt mal a Halbe.“

In den USA kann man live sehen wie aufgeblasen der Staatsapparat inzwischen ist. Diejenigen, die an Trumps Seite stehen, arbeiten gerne auch mal ohne Bezahlung; es kann langfristig nur zu ihrem Nutzen sein, denn all die Saboteure und nervenden Schneeflöckchen werden vielleicht für immer in die Wüste geschickt. Am Ende des Shutdowns wird Trump die Mauer bekommen und die Amerikaner loben, dass sie zum einen Vieles selbst in die Hand genommen haben und zum anderen dem Staat gezeigt haben, wo er ineffektiv arbeitet. Da werden die Demokraten schlecht etwas entgegensetzen können, wenn man versucht, die ganzen Minderleister wieder mit Steuergeldern weiter zu beschäftigen. Die sollten sich jetzt gut überlegen, ob sie die Niederlage mit der Mauer zähneknirschend hinnehmen oder lieber ihre Parteisoldaten in der Verwaltung verlieren. So oder so können die Demokraten nur verlieren. Deshalb ist es auch bei uns in den Medien so ungemein ruhig um den Shutdown geworden, schließlich könnte ja jemand den Vorschlag machen, auch in Deutschland mal für zwei Monate nur das wirklich Wichtige am Laufen zu halten. Im Gegensatz zu sechs Wochen Stromausfall träfe es dann wirklich ausschließlich die richtigen.

Natürlich sind auch viele mittelständische Familien von dem Shutdown betroffen. Doch die USA haben auf der einen Seite die Mentalität zum sorglosen Leben auf Kreditkarte und auf der anderen Seite die Mentalität sich eigenverantwortlich auf die neuen Umstände flexibel einzustellen. Deshalb sollte man das nicht durch die deutsche Brille sehen. Hier ein aufschlussreicher Artikel dazu (engl.).

8 Gedanken zu “Die positiven Seiten des Shutdowns.

  1. Stefan Molyneux hat mal darueber spekuliert, was beim Horrorszenario fuer Linke, dem Bankrott des Sozialstaats geschehen wuerde. Klar gibt es einige Wenige, die evtl. echt verhungern wuerden. Klar gibt es einige Wenige, die kriminell wuerden. Aber die grosse Masse der Staatsabhaengigen wuerde einfach eine produktive Arbeit suchen um nicht zu verhungern, wenn es Null Chancen gibt etwas vom Staat zu bekommen. Genauso wie das in den meisten Laendern der Welt der Fall ist, die eben keine Sozialsysteme haben.

    Die Idee, dass Trump den shutdown geplant haben koennte, und die Mauer nur der Anlass dazu war ist verfuehrerisch. Zuzutrauen waere es ihm.

    Liken

  2. Wenn der shutdown lange genug läuft, wird sich die Spreu vom Weizen trennen. So oder so. Ausserdem wird sich zeigen, dass ALLE und ALLES auch ohne Staat und seine Zillionen Beamten läuft. Vielleicht sogar wesentlich besser. Viele Länder würden ohne Regierung besser funktionieren.

    Liken

  3. So ein Government Shutdown für Deutschland wäre in der Tat spitzenmässig. All die ganzen überflüssigen Laberämter wegschalten und die dazugehörigen NGOs auch.
    Interessant ist, dass du diese „Naturschützer“ erwähnst. In der Tat wird auch da so richtig Geld abgestaubt, nicht nur für Führungen sondern viel für ideologischen Dreck. Nicht nur im Bereich „Umweltschutz“, sondern selbstverständlich beim Thema „Demokratie“, Gender und Migration. Da sind die ganz vorne dabei. Und natürlich existieren auch hier entsprechende Schnüffelbroschüren wie bei der Kindergartenbroschüre von der „Stiftung der Schande“. Auch hier fleissig mit Steuerknete gefördert.

    Shutdown JETZT! Der Dreck muss weg!

    Einsparpotential locker 250 Milliarden Euro!

    Liken

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.