Gillette: Der wohlüberlegte Schuss ins Knie?

Eigentlich ist ein Werbevideo normalerweise eine Banalität, die man linksliegen lassen könnte, doch aus dem neuen von Gillette lässt sich aus den Reaktionen darüber schon aus den Überschriften einiges herauslesen, hier beim Blog für kritische Sozialwissenschaft siencefiles und dem ewig pubertierenden Portal bento:

Marketing-Desaster: Gillette (Procter and Gamble) schleimt sich bei Feministen an

bzw.

Gillette-Werbung kritisiert toxische Männlichkeit – toxische Männer blamieren sich mit Reaktionen

Für diejenigen, die Werbevideos zu dem Zweck drehen lassen, um ihr Produkt besser an den Mann zu bringen, dürfte das Desaster womöglich zu einem Umdenken führen. Diejenigen, die inzwischen jede Fernsehminute gekapert haben, um den Zuschauer ihre Weltsicht auf irgendeine Weise nebenbei noch auf das Auge zu drücken, dürften sich freuen, dass endlich ein Unternehmen so „mutig“ war ihnen freiwillig ein Werbevideo zu sponsern, wo das Produkt selbst gar nicht mehr vorkommt. Also reine Politpropaganda. Im Fall Gillette freut sich bento, dass man den Männern endlich mal ausführlich klarmacht, welche Mistkerle sie sind, die einer Umerziehung bedürfen, um sie dann auf ihre Reaktionen hin gleich nochmal in die Pfanne zu hauen.

Eine kritische Betrachtung von Männlichkeit, die schwelende Diskussionen über Sexismus, Erziehung und #MeToo zusammenfasst, und den Männern um die Ohren haut.

Dabei sind nicht die gemeint, die das mittelalterliche Patriarchat im Westen wieder installieren wollen, weil sie sich ohnehin nicht rasieren und man ihnen diese kulturelle Eigenart zugesteht, sondern die ganzen kulturlosen sabbernden Halbaffen wie sie kurz bei 0:19 im Video gezeigt werden. Wie diese Männer reagiert haben wird aber im Text vorenthalten, finden sich aber auf siencefiles.

#BoycottGillette anstelle von #BuyGillette ist das Ergebnis eines wirklich dummen und an Vorurteilen über Männer und damit an gruppenbezogenem Menschenhass kaum mehr zu überbietenden Werbevideos,

Das wird die moderne Frau aber als uneinsichtiges Gejammer abtun, doch man kann in einem anderen Tweet herauslesen, dass auch Frauen ziemlich sauer darüber sein dürften wie primitiv ihre Ehepartner dargestellt werden, wenn sie von ihnen geliebt, respektiert und unterstützt werden, in dem was sie tun, und auf Augenhöhe ihr Leben mit ihm planen können. Man ist in den meisten Familien eigentlich an dem wünschenswerten Punkt der Gleichberechtigung angekommen, wo sich jeder mit seinen Fähigkeiten und Wünschen einbringt und man sich passend ergänzt. Doch die Feministen haben die verquere Vorstellung, dass die erst erreicht ist, wenn der Mann zu Hause bleibt, man überschüssige afrikanische Kinder adoptiert, anstatt selber welche zu bekommen, sie den Rasenmäher repariert, weil er zu blöde ist, und sie seine Avancen schnippisch als sexistisch zurückweist.

Kein Wunder, dass der Artikel auf siencefiles so beginnt:

Soziologen und Sozialpsychologen warnen in vielen Beiträgen vor den Folgen, die es hat, die eigene Sicht auf die Welt zu verengen und die eigenen Vorstellungen nicht mehr mit der Realität abzugleichen. Auf diese Weise entstehen Echozimmer, in denen sich Sektenmitglieder treffen, um sich gegenseitig ihre irre Sicht auf die Welt zu bestätigen.

Die Leute im Marketing haben es sich aufschwatzen lassen, dass ein irgendwie geartetes „Haltung zeigen“ grundsätzlich verkaufsfördernd sei und das, was damit transportiert wird, eine Mehrheit hätte. Dass nämlich Männer selbst überwiegend der Meinung sind, dass sie mit Hilfe von Frauen endlich erkannt haben, was für primitive Halbwilde sie sind und sie gerne dauernd darauf hingewiesen werden wollen, um endlich auch in der makellosen Zivilisation der Frauenwelt anzukommen. Vielleicht hat die Agentur eine Horde Kampfweiber zu den Vorständen geschickt, die ihnen erst mal klargemacht hat, was für niedere Lebensform sie sind, und jeder von denen im Nachhinein Schuldgefühle bekommen hat, weil er mal auf einen scharfen Hintern gestarrt hat. Das war wohl eine Entscheidung aufgrund eigener Schuldgefühle, das Video anzunehmen. Es hätte allgemein gereicht, Unternehmen davon zu überzeugen, für die Gewinnmaximierung nicht über Leichen zu gehen, anstatt einen Laden gleich zum Sprachrohr für Feministen, Ökofaschisten und Neomarxisten zu machen, wo man vergisst, dass es eigentlich immer noch um Umsatz und Gewinn geht.

Nun kann man sich das Video mal unter dem Gesichtspunkt ansehen, wie ein Video für ein Frauenprodukt aussehen müsste. Männer haben ja seit sie den Dschungel verlassen haben keine Entwicklung durchgemacht. Frauen hatten ja für die, die in der Familie nicht den Patriarchen raushängen lassen wollten, durchaus eine positive Wandlung erfahren. Ein hilfloses, süßes Hascherl mag am Anfang der Beziehung reizvoll sein, doch, wenn eine außer Stricken und Plätzchenbacken zu keiner gemeinsamen Unternehmung fähig ist außer Kaffeetrinken, dann wird das irgendwann nervig und langweilig. Vor allem, weil sie dauernd sagt, mach mich glücklich und bleib bei mir, das aber nur in sinnlose Zerstreuung und Langeweile ausartet bis der Mann dann mal selber was unternimmt und sie dann sauer und eifersüchtig ist. Wenn eine wirklich moderne Frau weiß was sie will, ein gemeinsames (oder eigenes) Hobby und Ziele hat und nicht wie die Klette am Mann hängt und ihm die gleichen Freiheiten zugesteht, dann ist die gemeinsame Zeit um so erfüllender.

Kein Mann, der so eine Frau hat, würde ihr vorwerfen, dass sie immer zu spät dran ist, zu viel telefoniert, gerne tratscht oder dauernd neue Schuhe kauft. Das mag ein Mann im normalen Rahmen gerne ertragen, wenn der Rest stimmt. Deshalb gäbe es ein solches Video nur für die feministische oder über-emanzipierte Frau; nehmen wir beliebiges Beautyprodukt:

  1. Szene: Beide sitzen im Büro eines Anwalts, er im Stuhl zusammengesunken. Sie unterschreibt grollend ein Schriftstück, steht auf und macht eine fordernde Handbewegung zu ihm. Er gibt ihr die Autoschlüssel, sie nimmt die zwei Kinder an die Hand und schleift sie mehr oder wenig aus dem Zimmer.
  2. Szene: Männer im Anzug, Sektglas in der Hand stehen auf einer Terrasse zusammen. Großaufnahme Mann, nickt zur Seite: Meine Frau. Kamera zieht ein wenig auf und seine Frau ist eine mit fettigen, kurzen, verfilzten Haaren, übergroßes rosa Trägerhemd ohne BH darunter, die gelangweilt an einer rohe Karotte nagt. Die Kamera zieht ganz auf und auf einer Gartenparty stehen lauter ungepflegte Weiber in Pluderhosen und mit Kurzhaarschnitt und gackern durcheinander.
  3. Szene: In Zeitlupe, Kachelmann geht gebückt hinter einer Gruppe von Journalisten vorbei, wo seine Ex-Frau, die ihn nachweislich zu Unrecht beschuldigt hat, sich wichtigtuerisch interviewen lässt.
  4. Ein Mann kommt geknickt aus einem Unigebäude mit einem Schriftstück in dem er liest. Großaufnahme Schriftstück: Stellenausschreibung ProfessorInnenprogramm. Großaufnahme zwei keifende und lachende Schreckschrauben hinter einem Fenster.

Nun müsste eigentlich der Erziehungsteil kommen, doch, wenn man Normalfrau umerziehen wollte, dann müsste jetzt die Göre widerwillig an der Hand des Vaters hängen, er eine Tasche neuwertiger Damen-Schuhe in der anderen Hand und beide biegen gerade ins Schuhgeschäft ab. Nein, keine Agentur mit Männern im Team, und zwar Männer und keine Memmen oder Drittgeschlechter, die sich dafür halten, kämen auf die Idee, Frauen die kleinen Lästigkeiten abzuerziehen, damit sie am Ende totunglücklich sind.

Die Gilde der Feministenschreckschrauben ist kein Markt für Beautyartikel und für jeden anderen zu klein. Jede von denen, die jemals einen Mann hatte, wurde erst während der Ehe von dem Virus infiziert und der Rest, der noch ledig ist hat ein Problem, das Männer nicht haben: Bis die verbiesterten Weiber merken, dass man nach dem jugendlichen, feministischen Aktivismus irgendwann doch mal gerne einen Mann hätte, ist das Zeitfenster zu. Die Männer brauchen keinen Ernährer und auch niemanden, der ihnen morgens das Hemd aufs Bett legt. Endlos haben Frauen gejammert, sie müssten sich neben ihrem Mann jetzt auch noch um die Kinder kümmern, bis sie merkten, dass die auch ohne Frauen klarkommen. Bevor Mann sich von denen wegen eines harmlosen Flirts wegen Sexismus anzeigen lässt oder vier Wochen nach einem einvernehmlichen One-Night-Stand wegen Vergewaltigung, gehen sie lieber unter Tags mit Freunden zum Sport, zum Grillen oder ins Fußballstadion und am Abend nach einem Bier, wenn nötig noch ins Puff.

So wie die Feministinnen auf Bento bei jedem Mann, der sich normal benimmt, eine toxische Männlichkeit vermuten, so sucht die Buntfraktion fortwährend nach Nazis. Der Vorstand von Gillette konnte bei der Werbung für ihr neues Produkt, womöglich nur zwischen Pest und Cholera wählen. Hätten sie das Übliche gemacht, wäre ein Shitstorm der Feministenweiber losgebrochen und man hätte der Marke so ein negatives Image angehängt. Sie sind den zweiten Weg gegangen, nämlich die Vorgaben überzuerfüllen. Dadurch brechen zwar auch die Verkaufszahlen ein, doch man hat dann echt einen Grund, diese linksunterwanderten Agenturen vor die Tür zu setzen, bzw. ihnen nächstes Mal klipp und klar zu sagen, was man sehen möchte. Ich denke, dass man auch Check24 dazu genötigt hat, die Männer in ihren Spots immer als Volltrottel darzustellen. Und das sind nicht die einzigen Unternehmen. Vielleicht hat dieses Video den Agenturen, die auch immer ihre eigene feministische oder linke Agenda unterbringen wollten, für die Zukunft mehr geschadet, als ihren Auftraggebern, denn am Ende sind sie doch von ihren Auftraggebern abhängig; von der Moral allein lässt sich schlecht leben. Während man an den frauendurchseuchten Regierungsstellen der Linken das eigene Versagen immer leicht kaschieren kann, ist der freie Markt gnadenlos, weil dort am Ende nur der Profit zählt. Vielleicht ist die feministische Welle bei Gillette endgültig an die Kaimauer geschlagen und läuft dorthin zurück, wo sie hergekommen ist: Ins endlose Meer ideologischen Irrsinns.

4 Gedanken zu “Gillette: Der wohlüberlegte Schuss ins Knie?

    1. An den Kniefall habe ich gar nicht mehr gedacht. Ich denke aber, dass es daran liegt, dass es für die Aktion selbst genügend Befürworter gibt, die Zahl also nicht künstlich gehypt ist wie bei den „Männerhassern“.

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