„NewsGuard“ soll vermeintlich unseriöse Seiten markieren.

Microsoft warnt mit seinem „Edge“- Browser vor Falschnachrichten im Netz. Mit Farbwarnung wird angezeigt, ob es sich um eine Seite handelt, die Fake-News verbreitet. Rot steht für nicht vertrauenswürdig, Grün für vertrauenswürdig und ein Smiley für eine Satireseite. NewsGuard duchforstet täglich tausende Seiten und gibt auf seiner Web-Seite an, auf welchem Weg man eine Fake-Seite melden kann. (hier auf DWN leider hinter Bezahlschranke und nicht kopierbar)

Es wird nach neun Kriterien bestimmt, zum Beispiel wie häufig dort Fake-News auftauchen, die Vermischung von Meinung und Meldung oder, ob die Betreiber und Finanziers einer Seite. Leider gibt es das erst weitgehend für den englischsprachigen Raum. Da kann man schon mal mutmaßen wie das für den deutschsprachigen Raum aussieht bzw. aussehen müsste. Sicherlich werden sämtliche Seite, die irgendwie von der Regierung gefördert oder betrieben werden oder indirekt am Tropf der GEZ hängen sicher grün bewertet. Die ganzen Leitmedien wie SPIEGEL, SZ, DIE ZEIT oder die FAZ sind da sicher auch dabei. Alles, was von den Leitmedien im Bereich „rechtspopulistisch“ verortet wird, bleibt auf ewig dunkelrot. Dabei verwerten die bestbesuchten Seiten wie Jouwatch, Achgut oder PI-News meist nur Meldungen aus den Presseportalen, offiziellen Dokumenten, Mitschnitten aus dem Bundestag oder den Lokalzeitungen und geben ihren Senf dazu.

Witzig wäre es, wenn sich die wirklich einer echten Bewertung unterziehen müssten. Da fällt mir als erstes die SPD-Seite ein. Läuft die dann schon unter Satire oder noch unter Fake-News? Aber wahrscheinlich meldet das Programm „kein sinnvoller Inhalt erkannt“. Wenn man bedenkt wie viele Verlage und Zeitungen denen gehören, müsste bei fast jeder Lokalzeitung das rote Lämpchen aufleuchten. Bei den ganzen Feministen- und Genderseiten mit den ganzen Unterstrich, Sternchen und Binnen-Is heißt es da wahrscheinlich „Sprache nicht erkannt“. Überhaupt kann es sowas in Deutschland nie geben, weil es zu einfach ist. Da müssen sämtliche Nuancen ausdifferenziert werden, weil die die Bürger zu unmündig halten, das durch einfaches Anklicken selbst festzustellen, ob die Seite vertrauenswürdig ist. Dabei haben die SPIEGEL-Leser dem Schmierblatt schon vor dem Auffliegen von Relotius spüren lasse, was sie von ihrem Geschreibsel halten. Die Meinungsführer in der Printbranche begründen ja die sinkende Auflage eher damit, dass die Leute Fake-News immer weniger erkennen und ihre seriösen Blätter deshalb links liegen lassen, weil die anderen Geschichten eben aufregender sind. Dabei haben sie sich solche Mühe gegeben, jeden Furz, der ihnen in den Kram passte, zu einer Weltbedrohung aufzubauen: Wir verbrennen durch den Klimawandel, Trump und Putin planen den 3. Weltkrieg oder Dresden wird Reichshauptstadt. Dazu hat der SPIEGEL jede gewöhnliche Meldung, die sich ausschlachten lässt, so lange mit Meinung, Political Correctness und links-grüner Ideologie durchgequirlt und aufgeblasen, bis sie von einem Fake nicht mehr zu unterscheiden war. Das gilt genauso für die ZEIT, SZ oder taz. Fällt die Verzerrung der Berichterstattung durch die Auswahl, durch Weglassen, Verschleiern und die Verwendung selektiver oder emotionaler Bilder schon unter die Produktion von Fake-News? Wie würden wohl die ganzen politikdurchseuchten Stiftungen und Institute abschneiden, die mit methodisch völlig irrwitzigen Studien glänzen?

Wenn die GRÜNEN bei der Beurteilung mitreden dürfen, dann wird das sicher lustig, wo doch die Seite der Grünen Jugend sicher unter Satire fällt. Die werden dann erst mal Zertifikate dafür vergeben, ob die Seite nachhaltig ist (weiß zwar keiner, was das genau bedeuten soll, klingt aber gut), ob sie geschlechtergerechte Sprache verwendet oder klimaneutral ist. Dazu kommt sicher noch ein Regenbogensymbol, das anzeigt, ob die Seite auch wirklich weltoffen, tolerant und bunt ist, dazu ein farblicher Hinweis, ob die Betreiber im Team auch wirklich die Frauen- und Migrantenquote einhalten. Die Seiten von männlichen Einzelpersonen kann man präventiv sicher gleich als „toxisch männlich“ markieren. Die meisten politischen Blogs und Seiten fallen aber sicher ohnehin schon unter den braunen Button. Wenn erst alle Politikseiten kategorisiert sind, dann werden die Lobbyisten Schlange stehen. Die Pharmaindustrie wird dafür sorgen, dass alle Seiten mit Naturheilmittel als Fake-Seiten gekennzeichnet werden. Die Windkraft- und Sonnenlobbyisten werden das gleiche mit den Seiten tun, die auf ihre Ineffizienz, die problematische Entsorgung oder auf Infraschall und Vogelgeschredder hinweisen. Auch wenn man nun all die Ergebnisse wieder auf die drei verwendeten Farbwarnungen zusammenzieht, so bleibt am Ende die Farbe Grün allein für die markt- und meinungsführenden Akteure, die auch heute schon bestimmen, was wir zu denken und zu kaufen haben.

Doch was ist der eigentliche Sinn dieser Übung von Microsoft und NewsGuard? Wer sich schon lange genug im Netz bewegt und dem es am ehesten um politische Nachrichten geht, der weiß, dass es immer wieder mal Falschmeldungen gibt. Diese alternative Szene besitzt aber eine Art Selbstreinigung. Kaum einmal lässt sich eine einfach ohne Quelle einstellen, ohne dass sie in einem Kommentarbereich nicht sofort eingefordert würde. Bei sehr aktuellen Vorgängen habe ich auch schon gesehen, dass etwas eingestellt und darum gebeten wurde, den Sachverhalt über eine andere Quelle zu bestätigen oder zu widerlegen. Das würde aber bedeuten, dass im Nachhinein NewsGuard feststellen würde, dass hier jemand Fake-News eingestellt hat und diese mit rot markieren. Es geht darum, dass der unbedarfte Leser, sobald er den Link zu einer Quelle anklickt, auf eine rot markierte Seite kommt. Das wird auf den zurückfallen, der sie verlinkt hat. Auf die Dauer wird so die ganze alternative Nachrichten- und Blogszene rot markiert sein, denn allein die Art der oben beschriebenen Arbeitsweise wird automatisch dazu führen. Regierungen und die regierungsnahen Seiten des Mainstream-Journalismus sind gegen alternative Seiten in die Defensive geraten. Über Microsoft und NewsGuard wollen sie sich auf Umwegen ihre Seriösität gegenüber den unabhängigen Konkurrenten bestätigen lassen und die Gegner mit Farbwarnungen auf deren Seiten diskreditieren.

Man muss gar nicht auseinanderdividieren wie oft in den Leitmedien gelogen wird und Fake verbreitet wird, der in den alternativen Medien längst aufgeflogen ist. Man denke nur an Bana aus Aleppo. Alternative Medien sind keine Gefahr, weil sie angeblich Fake-News produzieren, sondern, weil sie ans Licht zerren, was für die Eliten besser verborgen bliebe. Man denke an den Migrationspakt, den Ursprung des Weltklimarates, Fördergelder der Landesregierungen an linksextreme Gruppen und vieles mehr.

Allein mit dieser Maßnahme die vermeintlich seriösen von den unseriösen zu trennen, zeigen die Macher, wie weit sie sich von der normalen Bevölkerung entfernt haben. Allein, wer sein Schulwissen parat hat und sich schon so lange im Netz fast live an den Entwicklungen dabei ist, der kann auch die Glaubwürdigkeit und Stimmigkeit einer Meldung in der Gegenwart abschätzen und die richtigen Fragen stellen. Es gilt immer skeptisch zu sein, auch in den alternativen Medien, doch es gilt immer noch, wer nichts weiß, der muss alles glauben. Die Bürger entfernen sich selten von den Leitmedien, weil sie eine Erleuchtung hatten, sondern, weil vieles nicht mehr mit ihrer eigenen Wahrnehmung übereinstimmt. Und wenn man sich bei Freunden und Kollegen darüber Luft macht, dann findet sich immer einer, der sich längst verabschiedet hat und die alternativen Angebote schon vorsortiert hat. Der wird ihn dann auch darauf hinweisen, dass die angesprochenen Farbwarnungen auf den empfohlenen Seiten nur eine unbedeutende Deko sind. Die Chancen, dass man wirklich von einem völkischen Esoteriker beraten wird, sind eher gering. Aber dessen Glaubwürdigkeit muss auch ein Claus Kleber erst erreichen.

4 Gedanken zu “„NewsGuard“ soll vermeintlich unseriöse Seiten markieren.

  1. Wissen Sie, aber, daß ob was „vertrauenswürdig“ oder „nicht vertrauenswürdig“ soll, hängt auf welche Seite ab, nicht auf die Vertrauenswürdigkeit den einzelne Beiträge. Deswegen, weil CNN „vertrauenswürdig“ sein soll, bekommen die Beiträge immer grün. Und Breitbart, oder LifeSiteNews… Ja… immer rot.

    https://www.breitbart.com/tech/2019/01/29/newsguard-labels-bogus-buzzfeed-moscow-tower-story-trustworthy-breitbart-fact-check-untrustworthy/

    https://www.breitbart.com/the-media/2019/01/29/nolte-microsofts-newsguard-blacklist-admits-credible-outlets-spread-fake-news/

    https://www.lifesitenews.com/blogs/why-lifesite-did-not-respond-to-newsguard-questions

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  2. NewsGuard als V2 der „Qualitätsmedien“… damit reißt die GröMaZ (Größtartige Medienlandschaft aller Zeiten) das Ruder sicher noch rum.

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