Eine Krise ist auch eine Sache der Perspektive.

Wenn sogar die Leitmedien von einer kommenden Rezession sprechen, dann muss schön langsam was dran sein. Keiner weiß, ob es zu einem wiederkehrenden Konjunkturknick handelt oder, ob sich daraus ein globaler Crash entwickeln kann und auf welche Art wir davon betroffen sein werden. Im Grunde hat man eine große Abwärtsbewegung bisher immer durch staatliche Eingriffe verhindert und mit billigem Geld kaschiert, aber nicht dadurch, dass man Rahmenbedingungen geschaffen hätte, dass Menschen besser über die Runden kommen und ein Anreiz besteht, eigenverantwortlich produktiv zu werden oder zu investieren. Trotz eines stetigen Wirtschaftswachstums in Deutschland sind die Reallöhne allein unter den Staatsbediensteten merklich gestiegen. Dass nun beide Ehepartner arbeiten müssen, damit es zum Lebensunterhalt reicht, ist fast schon normal. Im Grunde hat nur der Staat von den niedrigen Zinsen etwas und Leute mit sicherem Einkommen (meist Beamte), die von billigen Krediten profitieren, der Rest wird enteignet. Was etwa 15 Millionen erwirtschaften, reicht für alle 82 Millionen Einwohner in Deutschland.

Wir haben insgesamt einen hohen Lebensstandard verglichen mit vor 75 Jahren, doch eine wirkliche Krise könnte uns wesentlich stärker treffen als damals. Direkt nach Kriegsende ist keine größere Zahl an Hungertoten auf deutschem Gebiet bekannt, obwohl die Lebensmittelproduktion auf 25% verglichen zu 1939 eingebrochen war und das größte Problem noch war, dass viele Verkehrswege zerstört waren, so dass die Lebensmittel nur schwer in die Stadt gelangten. Obwohl es Mangel an allem gab, überlebten die Menschen durch ihre eigenen Fähigkeiten und ihr Organisationstalent. Die Regulierungen und Eingriffe des Staates sorgen dafür, dass Menschen in Krisensituationen heute im Grunde wesentlich ärmer dran sind wie damals. Man denke nur daran, wie viele in Deutschland auf Miete wohnen und welche Kosten entstehen, dass einer überhaupt leben darf. Horrende Stromkosten, Heizkosten und Versicherungen, fressen neben der Miete das Einkommen des Zweitverdieners in einer Familie locker auf. Dass sich niemand beschwert liegt an den im Verhältnis äußerst niedrigen Lebensmittelpreise durch Subventionen und auch moderne Anbau und Zuchtmethoden. Es ist doch bezeichnend, dass ein Rentner in der Stadt am Essen sparen muss und nach Pfandflaschen wühlt, weil fast sein ganzes Geld für Miete und Strom draufgeht. Solange der Laden insgesamt läuft, fällt das nicht so auf, doch in einer großen Krise dürfte dieser Umstand auch auf den Rest viel stärker durchschlagen als in der Nachkriegszeit. Und dann wird es wirklich bitter. Nach dem Krieg arbeiteten in Deutschland etwa 30% in der Landwirtschaft, die breit aufgestellt war und das meiste ab Hof verkauften. Natürlich wurde während der Kriegszeit auch enteignet, doch mein Schwiegervater erzählte, dass man in der Küche ein großes Loch gegraben hatte, wo man die Kartoffeln versteckte. Heute kann ein Landwirt nur schwer etwas abzweigen, denn alles ist genau registriert und transparent. Viele könnten mit dem „Rohmaterial“ auch gar nichts anfangen. Was macht einer mit einem lebendigen Huhn oder einem Sack Weizenkörner? In einer großen Krise müsste sich der Staat zum Versorger aufschwingen, was der Korruption Vorschub leisten würde und einen willkommenen Nebeneffekt hätte; die endgültige Abhängigkeit vom Staat. Ich denke es wären viele bereit sich einen RFID-Chip implantieren zu lassen, wenn man den Einheimischen eine bessere Versorgung verspricht oder man sagt, man müsse dem Missbrauch vorbeugen.

Sollte sich eine große Krise noch Zeit lassen bis zur endgültigen Umsetzung der Energiewende und wir von Stromlieferungen aus dem Ausland abhängig sind, könnte es ganz dick kommen. Die meisten wohnen in Mietshäusern mit Zentralheizung und Fernwärme; viele Häuser haben nicht mal mehr einen Kamin. Nach dem Krieg hat man einfach alles Brennbare gesammelt, es war warm und man konnte kochen und irgendeine Kammer fand sich immer. Insofern war für das Lebensnotwendige gesorgt. Ohne Stromzuteilung ist kein Kochen möglich, an Wärme ist nicht zu denken und dazu horten die wenigsten Lebensmittel. Früher hat man eben den Überschuss aus dem Sommer haltbar gemacht. Marmelade gemacht, eingekocht und getrocknet. Sogar für die, die gar nichts hatten, gab es außerhalb des Winters noch eine Möglichkeit an Essbares zu kommen. Jeder kannte Spitzwegerich, Löwenzahn und Brennnessel und wusste was damit anzufangen. Erst in der Not zeigt sich, wie abhängig wir von unserer Lebensweise sind und wie abhängig wir am Ende von staatlichen Almosen sein werden. Trotz der Knappheit gab es nach dem Krieg kaum marodierende Gruppen, die sich gewaltsam holten, was man benötigte. Wir leben in einer anderen Zeit. Die Bekanntschaft hat eben meist nichts oder kann irgendwas, was man benötigen könnte. Die meisten machen irgendwelche Dienstleistungen, Verwaltungstätigkeiten oder sind hoch spezialisiert. Was jetzt nachwächst, kann die für eine Krise notwendigen nicht mal mehr von den Großeltern lernen. Es wird eben genauso sein wie in unzähligen Videos auf Youtube beschrieben. Es geht mit völliger Unbeholfenheit los über zu Gewalt und Plünderung, denn es gibt fast keine Alternative, um anders zu überleben.

Die Entwicklung in Frankreich und die geplanten staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft durch Altmeier zeigen, dass die Unzufriedenheit heute nicht erst anfängt, wenn es nichts zu futtern gibt. Die Grundkosten überhaupt leben zu dürfen sind im Vergleich zum Einkommen einfach schon so hoch, dass man auch durch weitreichende persönliche Einschränkungen auf keinen grünen Zweig mehr bekommt. Umso gefährlicher für die Eliten, wenn das nicht mal mehr möglich ist, obwohl man täglich in die Maloche geht. Dass man dann die Steuergelder noch für Gender- und Klimatralala rauswirft, dürfte vielen noch zusätzlich sauer aufstoßen.

Dass wir in einer Krise so wehrlos und unbeholfen sein werden, liegt aber an der Mentalität der meisten, und da vor allem bei den jüngeren. Man will die Welt retten und weiß angeblich wie´s geht, kann aber nicht selbst für sich sorgen. Wohnung, Strom, Essen und Auto gehören für die zur Grundausstattung, wo irgendwelche Pseudoproblem aufgepflanzt werden. So dürfte das Gefälle zwischen Stadt und Land noch größer sein als in der Krise der Nachkriegszeit, denn

Hinzu kamen bäuerliche Schwarzschlachtungen und Hinterziehungen der Ernte, so daß die Gruppe der Vollselbstversorger im Kern von der Ernährungskrise nicht berührt wurde.

Heute braucht es wahrscheinlich nicht mal mehr den Selbstversorger, denn wer allein mental darauf eingestellt ist, hat schon einen großen Vorteil. Wer jemals durch seinen Ort gegangen ist und sich über so eine Krise Gedanken gemacht hat, der wird wissen, wo Obstbäume stehen oder Sträucher mit Essbaren. Der wird auch mal essbare Wildpflanzen googeln und sie vielleicht auch mal probieren. In Zeiten, wo viele nicht mal mehr einen Nagel in die Wand bekommen, alles igitt ist, was direkt vom Baum kommt, schon bei Spinnweben und Matsche an den Schuhen eine Krise bekommen, da wird die Konkurrenz nicht groß sein, schließlich wird das größte Problem sein, dass man sein Handy nicht aufladen kann.

Für diejenigen, die so eine Krise schon mental auf die Reihe kriegen und sogar noch ein wenig praktische Vorsorge betrieben haben, kann so ein „Event“ auch ganz positiv sein. Schließlich werden den meisten anderen dann die Dreizeiler in den Tageszeitungen gar nicht auffallen, wo man das Ende der Energiewende und des Gender-Firlefanz verkündet, weil schlichtweg das Geld fehlt. Da hole ich mir dann eine Flasche von meinem gebunkerten Rotwein aus dem Keller und lehne mich genüsslich zurück.

4 Gedanken zu “Eine Krise ist auch eine Sache der Perspektive.

  1. Die Elite hat dann auch gleich ihr Euthanasie-Problem elegant gelöst, da die Schwachen, Alten und Kranken, (also die unnützen Esser) dem marodierenden Mob als erstes zum Opfer fallen dürften. Europa auf dem Weg in ein Entwicklungsland. (Kongo?) Na ja, war eigentlich abzusehen. Bin schon gespannt, wer dann Europa rettet; und vor allem wie. Krieg? wie immer?

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