Ein Fingerzeig aus der Vergangenheit.

Wir sind das einzige Land auf Erden, das nichts aus der Zeit des Nationalsozialismus gelernt hat, obwohl wir permanent mit Nazi-Dokus und Gedenktagen zugemüllt werden und aus den Schulbüchern alles eliminiert hat, was eine andere Begründung für den Nationalsozialismus hergibt, als die genetische Schuld der Deutschen. Weshalb man zwar dauernd DEN Nationalsozialismus heraufziehen sieht, sobald auch nur jemand ein Wort in den Mund nimmt, das in dieser Zeit verwendet wurde, Parallelen allgemeiner Art aber gar nicht erkennen kann. So ist es echt angenehm, mal einen Artikel aus den USA in englischer Sprache zu lesen, der ganz unvoreingenommen mit dieser Zeit umgeht und zeigt, dass man für die Gegenwart echt etwas lernen kann. Da der relativ lange Artikel auf Englisch ist, zitiere ich größtenteils eine überarbeitete Google-Übersetzung. Im ersten Teil wird aus einem Buch von 1940 zitiert und ich war mir nicht sicher, ob der Autor nicht doch die Gegenwart beschreibt, so passend war es. Er schreibt, dass sich Hitler, Stalin und Mussolini als Erlöser sahen:

Sie behaupten, sie seien die Anführer der kreativen Jugend, die gegen ihre überlebten Ältesten kämpfen. Sie bringen aus dem Osten die neue Kultur, die die sterbende westliche Zivilisation ersetzen soll. Sie wollen dem Liberalismus und dem Kapitalismus den Gnadenstoß geben; sie wollen den unmoralischen Egoismus durch Altruismus überwinden; Sie planen, die anarchische Demokratie durch Ordnung und Organisation, die Klassengesellschaft durch den Gesamtstaat, die Marktwirtschaft durch den Sozialismus zu ersetzen. Ihr Krieg ist kein Krieg für die territoriale Expansion, für Beute und Hegemonie wie die imperialistischen Kriege der Vergangenheit, sondern ein heiliger Kreuzzug für eine bessere Welt, in der sie leben können „Die Welle der Zukunft.“

Das klingt so nach der grün-sozialistischen Weltordnung, dass man sich wundern muss, dass das noch keiner bei uns ausgegraben hat, um die ganzen ökologisch-diversen Weltverbesserer einen Spiegel vorzuhalten. Sogar die Verwerfungen, die mit der Umsetzung der neuen Ordnung verbunden sind, werden vorweggenommen und, dass diejenigen, die sich dagegenstellen in einer Pseudokultur leben und nur ihre Privilegien nicht verlieren wollen.

Das Jammern und Weinen ohnmächtiger alter Männer sei zwecklos; es wird den siegreichen Fortschritt der Jugend nicht aufhalten.

Das klingt so nach dem feministischen Geschwafel von toxischen, weißen Männern, als hätte man diese Braun-Sozialisten direkt in die Berliner Humboldt-Uni gebeamt. Die Propaganda gegen den Kapitalismus unter dem Deckmantel ökologischer Weltenrettung, der mit so einem forschen und jugendlichen Stil daherkommt, wird von den meisten als willkommene Abwechslung gesehen und

Die Menschen beeilen sich, ihre „alten“ Ideen gegen „neue“ auszutauschen, weil sie Angst haben, altmodisch und reaktionär zu wirken. Sie schließen sich dem Chor an, der die Defizite der kapitalistischen Zivilisation enttäuscht, und sprechen mit Begeisterung über die Errungenschaften der Autokraten. Nichts ist heute mehr in Mode als die westliche Zivilisation zu verleumden.

Man müsste eigentlich nur das Wort „Autokraten“ verändern, obwohl die Art und Weise wie unsere Regierung und die EU über uns entscheiden durchaus autokratisch genannt werden kann. Und all die genannten Diktatoren waren erfolgreich und es liegt daran:  

He won because the supposed opponents were already quite sympathetic to the ideas for which he stood.

Es ist wie heute. Es wählen zwar nur 20% Grün, es könnten sich dies aber über die Hälfte der Wähler vorstellen, sie zu wählen, ganz abgesehen davon, dass der Kampf gegen den Klimawandel, bedingungsloses Grundeinkommen und dirigistische Eingriffe von der Mehrheit als ihre Positionen überwiegend positiv gesehen werden. Der Autor meint, dass die „Progressiven“ von heute, die sich „Liberale“ nennen zwar vorgeben, gegen den Faschismus kämpfen, im Grunde aber die gleiche Politik betreiben, die Hitler erst den Weg geebnet hat, denn den Interventionismus zu begünstigen, bedeutet, eine Straße zu betreten, die unausweichlich zum Sozialismus führt. Die deutschen Arbeiter kannten diese Taktik zu gut, um von ihr wieder getäuscht werden. Im Folgenden geht es darum, dass die Linken die Sozialdemokraten mit ihrer Politik auch in die Nähe des Kapitals rückten. Wir sehen, dass heute die SPD selbst die Reformen Schröders rückgängig machen will. Der Autor sieht es als entscheidend an, ob sich der deutsche Arbeiter wieder von einer sozialistischen Ideologie fangen lässt und beschreibt die Zustände von damals. Und wie damals sind vor allem aber die Unternehmer, Bauern und Ladenbesitzer mit der Politik unzufrieden. Für mich zeigt sich, dass eben auch heute genau diese Gruppen vom sozialistischen Dirigismus am stärksten betroffen sind. Damals wandten sie sich von den Kommunisten und der SPD ab und gingen lieber zu den Nationalsozialisten, um sich bei denen „unterzustellen“. Damals hatten die Engländer als Kriegstaktik, die deutsche Arbeiterschaft durch abgeworfene Flugblätter auf ihre Seite zu ziehen und so den Krieg zu beenden. Und heute wie damals gilt:

Die Tatsache, dass die „Progressiven“ die gleiche Anklage gegen Nazismus und Faschismus vorbringen, wird nicht verhindern, dass die Arbeitskraft eines Tages einer anderen Bande in anderen Farbtönen folgt. Von rot zu braun zu grün oder blau? Und, wenn der Autor für die damalige Zeit spricht kann nur ein blinder nicht die Parallelen erkennen Die übliche Terminologie der politischen Sprache ist dumm. Was ist „links“ und was ist „richtig“? Warum sollte Hitler „recht“ haben und Stalin, sein zeitweiliger Freund, „links“ sein? Wer ist „reaktionär“ und wer ist „progressiv“? Die Reaktion auf eine unkluge Politik ist nicht zu verurteilen. Und Fortschritt in Richtung Chaos ist nicht zu empfehlen. Nichts sollte Akzeptanz finden, nur, weil es neu, radikal und modisch ist. „Orthodoxie“ ist kein Übel, wenn die Doktrin, auf der der „orthodoxe“ Stand steht, richtig ist. Wer ist Anti-Arbeitskräfte, wer will die Arbeit auf russisches Niveau herabsetzen oder wer will den kapitalistischen Standard der Vereinigten Staaten? Wer ist „nationalistisch“, diejenigen, die ihre Nation unter die Fersen der Nazis bringen wollen, oder diejenigen, die ihre Unabhängigkeit bewahren wollen? Was wäre mit der westlichen Zivilisation passiert, wenn ihre Völker sich immer für das „Neue“ gefreut hätten? Angenommen, sie hätten Attila und seine Hunnen, den Glauben an Mohammed oder die Tataren als „Welle der Zukunft“ begrüßt. Auch sie waren totalitär und hatten militärische Erfolge, was die Schwachen zögerte und zur Kapitulation bereit war. Was die Menschheit heute braucht, ist die Befreiung von der Herrschaft der unsinnigen Parolen und die Rückkehr zu vernünftigen Argumenten.

An andere Stelle bringt er auch, wer gegen diese Verführungen immun ist, nämlich diejenigen die uneingeschränkt die Marktwirtschaft als einzig praktikable Form des Zusammenlebens sehen. Echt gruselig wie sich heute Erwachsene wieder von einem Jugendwahn, diesmal dem „divers-ökologischen“, anstecken lassen und sogar als Leitlinie ihrer Politik annehmen. Dass die Klimaaktivisten heute freitags die Schule schwänzen ist nicht von Belang, schließlich hätten sie in einem Geschichtsunterricht, der den Namen verdient, genau die oben gezeigten Parallelen gelernt. Auch diesmal sind es genau wieder die Arbeiter, die eine Linksflucht antreten, weil sie sich von einer sozialistischen Politik keine Verbesserung versprechen und es sind linksgedrehte Parteien mit dem grünen Anstrich genau für ihre Misere verantwortlich: Horrende Strompreise, Arbeit, die sich wegen der hohen Steuerquote nicht mehr lohnt und die Unternehmen, bei denen sie in Lohn und Brot stehen, mit ihrem Dirigismus zerstören. Damals brauchte die NSDAP nur etwas über 30% um sich des Staates zu bemächtigen und der Anteil, derjenigen die direkt oder indirekt von Lohnarbeit abhingen war wesentlich größer. Heute haben die Parteien, die eine sozialistische Politik vertreten einen Anteil von über 40%, mit denen, die das Rot nicht gleich im Namen tragen, sogar noch wesentlich mehr. Der Prozess der „Ermächtigung“ geschah also nicht im Handstreich, weil es den Leuten so schlecht ging, sondern, weil es ihnen zu gut ging, wenn man an die letzten 30 Jahre denkt. Heute kann der Arbeiter kaum mehr zu einer Partei flüchten, um den linken Ideen zu entkommen; nicht mal zur AfD. Denn die zementierten Zustände sind nicht Folge des Kapitalismus, sondern schon die Auswirkungen des Sozialismus, und sie können nicht mehr freies Unternehmertum und Eigenverantwortung als Lösung anbieten. Wenn Altmeier entscheidet, welche Unternehmen er fördern will, gleichzeitig aber jedes kleine Unternehmen mit seinem Dirigismus weiter knebelt, dann zeigt es, wohin die Reise auch im Großen geht. Wenn ich vor Kurzem einen Bericht sehe über ein hippes Start-up und dann höre, dass man Flüchtlinge und Arbeitgeber zusammenbringen will und dazu auch Sprachkurse und Integrationshilfe anbietet, dann zeigt es, dass sogar schon bei den Jungen die Mentalität vorherrscht, man biete etwas Nachgefragtes an, wenn man dabei indirekt von Steuergeldern lebt. Da kann man jeden Heimwerker in der ehemaligen DDR, der getauscht oder auf private Rechnung gearbeitet hat, viel eher als Start-up bezeichnen.  Wohin wird die Reise gehen? Wie jede Ideologie, ob rot, braun oder grün, man muss die Deutungshoheit über die öffentliche Meinung behalten und mit den gegenwärtigen Gesetzen wie NetzDG, Upload-Filter und einem gleichgeschalteten ÖR-Fernsehen zeigt sich, dass wir nicht am Anfang der 30-iger Jahre stehen, sondern schon mittendrin. Der Arbeiter von heute ist kein unterqualifizierter Tagelöhner mehr, sondern überwiegend eine nachgefragte Fachkraft, die etwas zu verlieren hat. Die heutige linke Politik richtet sich nicht an sie, sondern an alle, die direkt oder indirekt von Steuergeldern leben, die von Unternehmern und deren Angestellten, die durch die Rationalisierung und Spezialisierung unglaublich produktiv geworden sind, erbracht werden. Deshalb gehen die Gelbwesten oder die Dieselbefürworter nicht im Namen der Linken auf die Straße, obwohl sie von denen infiltriert werden. Diejenigen, die dem radikal-sozialistischen Ökologismus nachlaufen, sind im Gegensatz zu den Anhängern des braunen Sozialismus von damals völlig unproduktiv. Die heutigen jungen Klimaaktivisten stehen der Hitlerjugend in Verblendung und In-Produktivität in nichts nach. Deshalb unterscheidet sich der grüne Sozialismus auch nicht vom braunen: Am Ende werden alle dafür bluten.

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