Gegen religiösen Wahn ist kein Kraut gewachsen.

In 100 Jahren, so es denn noch eine objektive Geschichtsschreibung und Wissenschaft geben sollte, wird man das Phänomen Klimawandel wohl eher in der Psychologie untersuchen als in den Naturwissenschaften. Fast möchte man eher an einen versteckten Wink denken, als an eine unglückliche Formulierung, wenn man den folgenden Abschnitt auf tagesschau.de liest:

Wie groß die Gefahr des Klimawandels tatsächlich ist, basiert laut der Pew Studie nicht nur auf dem Bildungsstand, sondern ist vor allem auch eine Frage der politischen Überzeugung. So sind zum Beispiel beinahe neun von zehn (87 Prozent) der liberalen Amerikaner primär um das Klima besorgt, während es im Lager von Trumps Konservativen nur 31 Prozent sind.

Wie groß die Gefahr des Klimawandels tatsächlich ist? Müsste es nicht „wahrgenommen wird“ heißen, denn dann so werden ja Ursache und Wirkung vertauscht. Dann wäre nämlich die politische Überzeugung ausschlaggebend für die Größe der Gefahr. Natürlich liest diesen Teil fast jeder so, dass man meint, Trumps Anhänger sind entweder zu dumm oder schon zu alt, als dass der Klimawandel als persönliche Gefahr wahrgenommen würde. Was aber dem widerspricht, dass die Haltung zu ihm nicht abhängig vom Bildungsstand ist. Es lässt auch die Interpretation zu, dass die heutigen Bildungstitel im Vergleich zu früher von geringerem Wert sind und die Älteren so eher in der Lage sind Erfahrungen mit Wissen zu kombinieren und daraus Schlüsse zu ziehen. Wenn man all die Bedrohungen für die Menschheit nimmt, zum Beispiel Hunger, Infektionskrankheiten oder Kälte, dann muss man sagen, dass der Kampf gegen die Bedrohung Klimawandel der einzige ist, bei dem der Kampf gegen die Bedrohung negativere Auswirkungen hat, als die Bedrohung selbst. Im Grunde zeigt der vollständige Bericht über die Zunahme des Bedrohungsgefühls nur, in wieweit die eigene Propaganda fruchtet. Und es ist wirklich Propaganda, denn normalerweise dient das Wissen über eine Bedrohung dazu, eine Gefahr richtig einzuschätzen. Das Wissen über AIDS hat dazu geführt, dass diese Krankheit zum Beispiel in Homosexuellen-Milieus erst in der angemessenen Weise wahrgenommen wurde. Bei der Bedrohung durch Stickoxide durch Dieselfahrzeuge müsste es auf Dauer umgekehrt sein, sobald man sich näher mit der Chemie, Medizin oder vergleichbaren Konzentrationen beschäftigt. Dieses Wissen würde dazu führen, dass man darin keinerlei praktische Bedrohung sehen dürfte.

Nun ist das Phänomen Klimawandel in dieser Hinsicht eine ganz hinterfotzige Sache. In einer Aussage behauptet ein „Klimaforscger“, dass man den Klimawandel vollständig verstanden hätte; er nämlich durch menschengemachtes CO2 verursacht würde. Dabei ist es bisher noch nicht gelungen ein nichtlineares chaotisches System vorherzusagen, weshalb auch die Wetterberichte nie länger als für einen Zeitraum von einer Woche genaue Aussagen treffen können. Das, was man weiß, wird uns aber vorenthalten; es heißt immer nur Experten sehen dies oder das als Folge des Klimawandels, egal, ob nun mehr Schnee oder weniger, mehr Eisbären oder weniger usw. Man muss sich wirklich kräftig schütteln und ein dickes Fell haben, nicht von dieser propagandistischen Dauerschleife zermürbt zu werden. Würde das Wissen vorhanden sein, so würde man es uns in den Medien rauf und runter predigen, es werden aber nur die prognostizierten Folgen möglichst dramatisch geschildert. Statt Zahlen heißt es nur „immer mehr“, „immer weniger“, „immer stärker“, „Experten sagen“, „Experten vermuten“ usw.  Kein Wetterbericht, wo es nicht heißt, es werde sehr mild, sobald das Thermometer irgendwo im letzten Zipfel Deutschlands über 5° steigt. Es gibt kein entkommen. Das Problem der Klimaleugner besteht darin, dass sie sich als Gegenbeweis genötigt fühlen, ebenfalls dieses komplexe, nichtlineare System erklären zu müssen. So kommt man gegen keinen der Klimajünger an. Das ist der gleiche Fehler wie bei den Verschwörungstheoretikern, die ein abgeschlossene Gegentheorie präsentieren wollen, dabei genügt ja, einen Widerspruch in der präsentierten Theorie zu finden. Ich halte das Phänomen Klimawandel für den größten Betrug der Menschheitsgeschichte und das größte sozialistische Projekt aller Zeiten. Ich will es aber nicht nur glaube, sondern auch wissen und andere Leute davon überzeugen, dass es erhebliche Widersprüche gibt, zu der Theorie des anthropogenen Klimawandels.

Dieses Thema hat aber gegen andere ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal. Nimmt man zum Beispiel das Narrativ, dass in Syrien ein Bürgerkrieg gegen Assad stattfindet, dann ist ein guter Einstieg, darauf hinzuweisen, dass die USA schon 2001 planten, acht Länder in 5 Jahren anzugreifen und dies mit der Originalaussage von Wessely Clark zu belegen. Mit diesem Türöffner kann man auch das andere Hintergrundwissen an den Mann bringen. Der Witz beim Klimawandel ist, dass dieses Mehrwissen durch Recherche gar nicht nötig wäre, denn es reichen Schulwissen und Ansätze von logischem Denken, um die Theorie auszuhebeln. Damit kann man den Irrsinn der Energiewende gleich mit in die Tonne treten:

Bei einem CO2-Gehalt in der Atmosphäre von 0,040% (400 ppm) werden jedoch nur etwa 3% vom Menschen verursacht, was weltweit 0,0012% CO2 (12 ppm) in der Atmosphäre ausmacht.
Der vom Menschen verursachten CO2-Mengen werden teilweise durch die übrigen, weit stärkeren Stoffströme (Ozeane, Photosynthese, etc.) wieder aufgenommen.
Im Sinne des Treibhauseffektes a la IPCC sollen diese marginalen Spuren, 0,0012% CO2, in der Lage sein, 324 W/m2 aus der Atmosphäre zurück zur Erde zu bewegen: ein wärmebilanzmäßiges und thermodynamisches Wunderwerk (u.a. 2. Hauptsatz der Thermodynamik). Einwände gegen diesen Unsinn werden in dem grün-linken Milieu in Deutschland hypermoralisch in die rechte Ecke gestellt.
Der Anteil Deutschlands an diesen 3% weltweit liegt bei 2,7% entsprechend 0,000 032% CO2 (0,32 ppm) in der Atmosphäre, nicht mehr meßbar.
Der Gedanke in Deutschland, mit dem Abbau von 0,000 032% CO2 einen wesentlichen Beitrag zum Treibhauseffekt beisteuern zu können, ist geradezu absurd, zumal wenn man bedenkt, dass durch den „Klimaschutzplan 2050“ bezogen auf die Stromerzeugung (verantwortlich für etwa 50% des CO2-Ausstoßes) der mögliche CO2-Abbau gerade bei 0.000 013% (0,13 ppm) läge.

Und das ist nur ein Ausschnitt möglicher Angriffspunkte. Man muss sich wirklich die Augen reiben, dass man eine Bedrohungslage inszenieren kann, die 75% der Deutschen glauben und gleich noch einen Wahnwitz an Lösung anbietet, dem der gleiche Prozentsatz fast im religiösen Wahn folgt.

Wie man eine direkte Korrelation zwischen Temperaturanstieg und Ausstieg aus der Kohle herstellen kann, ist mir völlig schleierhaft. Denn sogar, wenn man annimmt, dass menschengemachtes CO2 wirklich verantwortlich wäre, dann würde man doch zuerst eine Energiebilanz zu den Maßnahmen erstellen. Wie bescheuert ist es, mit Photovoltaik Strom zu erzeugen, mit dem man dann wieder Warmwasser erzeugt, anstatt das Brauchwasser sofort vor Ort durch Solaranlagen zu erwärmen. Hätte vor Jahren jemand diese tolle Idee, nur diese Solaranlagen zu fördern, gehabt, hätten wir eine Einsparung an CO2, die wohl keine andere Maßnahme leisten hätte können. Der Witz ist, dass man den Vorteil, den man hat, dass man die Abwärme von Kohle- und Kernkraftwerken zum Beheizen von Häusern nutzt durch das Abschalten wieder zu Nichte macht und jetzt Strom zum Heizen erzeugen muss, weil diese Häuser nicht mal einen Kamin besitzen. Deshalb sind auch Elektroautos völliger Blödsinn, weil sie keine Abwärme haben, die sie für die Heizung nutzen könnten.

Mir geht es nicht in den Kopf, dass man Schulbücher mit Kapiteln zum Klimawandel schreiben kann und im gleichen Buch die Grundlagen stehen, um diese Theorie zu Fall zu bringen. Da stehen das Grundwissen über die Photosynthese, dass die CO2-Kapazität noch lange nicht erschöpft ist und die Biomasse der Erde seit 1980 deshalb um 30% zugenommen hat, und, wenn ein Politiker im Bundestag aber anspricht, zetern die Furien von Linken und Grünen als hätte er Schäferhund oder Neger gesagt.

Es geht mir nicht in den Kopf, dass ausgerechnet diejenigen mit vermeintlich höherer Bildung dem esoterischen Wahn der Klimarettung so verfallen sind, dass jeglicher Zugang zur eigenen Verstandeswelt blockiert zu sein scheint. Wenn das notwendige Wissen im Gegensatz zu anderen Gebieten so banal ist, dass zumindest für einen frischen Abiturienten das Nichtwissen fast schon eine Schande ist, dann kann sich auch der Laie problemlos an der Diskussion beteiligen. Doch die findet nicht statt. Nicht in der Öffentlichkeit, nicht in den Medien, nicht im Bundestag und nicht mal in der Kohlekommission. Vielleicht waren die Zweifel von Margret Thatcher an der Wiedervereinigung Deutschlands doch nicht so abwegig. Die Deutschen neigen zur völligen Selbstüberschätzung der eigenen Möglichkeiten und versuchen immer wieder ihren eigenen Weg den anderen aufzuzwingen. Die deutsche Mentalität um der Sache selbst Willen nach Erkenntnissen, Lösungen und Verbesserungen zu suchen, hat dieses Land nach jeder völligen Zerstörung wieder großgemacht. Sie folgen aber auch einer Ideologie in gleicher Weise bis zum Ende. Auch bis zum bitteren Ende. Die grün-sozialistischen Klimajünger wollen meist auch die deutsche Kultur untergehen sehen, handeln aber mit dem den Deutschen ureigenen Fanatismus mit den Mitteln der Disziplin, Beharrlichkeit und Perfektion. Selbst, wenn sie Irrsinn produzieren wie mit den Maßnahmen zur Klimarettung, dann schaffen sie sogar Irrsinn in Perfektion. Da kann man mit noch so vielen guten Argumenten an diesen Zirkel herantreten, keine Chance in diese verblendeten Hirne einzudringen. Die Bösartigkeit von Politikern und Medienleuten, Deutschland durch die Zerstörung der Industrie und der Energieversorgung ins Mittelalter zu bringen, von mir aus auch durch einen Schuldkomplex, dann könnte ich das sogar noch akzeptieren. Dass aber offensichtlich gebildete Menschen die Lösung ihres Klimaproblems in einem global-ökologischen Sozialismus sehen und in einer Art grün-religiöser Erleuchtung wirklich fest daran zu glauben scheinen, das macht mir Angst. Das ist wie gegen einen IS-Krieger mit Nächstenliebe zu argumentieren. Völlig aussichtslos.

Als ich vor einigen Jahren zu einem Lehrer sagte, die in den Medien gebrachten Argumente zum Klimawandel wären Blödsinn und ihm das begründen wollte, unterbrach er mich ganz entrüstet: „Glaubst du, dass die alle lügen?“ Da war die Diskussion beendet, obwohl ich nicht mal sagte, dass ich davon ausgehe.

Man kann sich die Energie wirklich sparen, solche Leute mit Argumenten zu überzeugen oder wenigstens eine für beide Seiten fruchtbare Diskussion anzuregen. Besser schon mal ein bisschen private Vorsorge treffen, schließlich endet der Sozialismus immer in Armut und Chaos, egal welche Farbe er hat.

4 Gedanken zu “Gegen religiösen Wahn ist kein Kraut gewachsen.

  1. Vielleicht hilft ein Blick auf die Zusammensetzung klassischer religiöser Extremgruppen („Sekten“): Ganz Typisch für die Moon-Sekte, Hare Krischna, Bhagwan/Osho, TM, Scientology und so weiter ist, dass ihre Mitglieder fast ausschließlich aus der gebildeten Mittelschicht stammen. Ebenso Gruppen wie die RAF, aber auch trotzkistische und maoistische Kader-„Sekten“. Die politische Ausrichtung solcher Gruppen ist dagegen verblüffend austauschbar und kann sich innerhalb kürzester Zeit ändern. So war der inzwschen pleitegegangene „Verein zur Förderung psychologischer Menschenkenntnis“ (VPM) zuerst ausgesprochen links-alternativ und schwenkte nach dem Tod des Gründers innerhalb kurzer Zeit nach rechts-strukturkonservativ.
    Ich habe schon oft über die Parallelen zwischen solchen „Sekten“ und der momentan dominanten linksgrünen Ideologie gestaunt (die restlichen Linken wagen nur noch unter vorgehaltener Hand zu fluchen). Aber was heißt schon Parallelen, eigentlich sind wir mittendrin in einer solchen Sekte und die SPD ist nur noch ein Sozialdemokratie-Hohlkörper, der innen von einem Parasiten aufgefressen wurde.

    Klimawandel konkret: Dem SPIEGEL ist heute ein taktischer Fehler unterlaufen. Der Artikel „Hungersnot im Mittelalter (…)“ (nur im Anriss online) enthält u.a.: „Übermut der Menschen … Das Klima war dermaßen durcheinandergeraten“. Was wohl die Furcht vor der Klimakatastrophe verstärken wird, wird mit etwas Nachdenken zum Rohrkrepierer.
    Zum Einen hilft uns die böse Globalisierung bei Missernten, weil wir heute billg und einfach Nahrungsmittel auf dem Planeten hin- und erhschicken können, und sei es aus Neuseeland. Soi bleibt der letzte Katastrophensommer unterm Strich ein phantastischer Obstsommer, weil die Folgen der Trockenheit nur die Produzenten treffen, aber nicht die Konsumenten.
    Zum Zweiten: Man probiere mal eine Google-Suche mit „Mittelalter“ „Hungersnot“. Schnell landet man (nur als Beispiel) beim Jahr 1432 mit mehreren Jahren bösem Hunger. ABER: MAn landet dabei auch bei dem Fakt, dass diese Periode ohne menschengemachtes CO2 und sogar ohne Vulkanbeteiligung einfach so durch einen Wetter-Zufall derartig schlimm war.
    Da muss man sich über den momentanen Weltuntergangswahn nur wundern. Aber nichts ist wohl öfter passiert, als nahende Weltuntergänge. Und ach, wo siend sie geblieben, die prophezeiten Katastrophen des hochgeachteten Club of Rome, Hühnergrippe, Schweinepest, Rinderwahn und so weiter. Und soweit ich weiß, gibts auch mehr nachgewiesene (!) Opfer der Solarnutzung, als durch friedliche Kernenergienutzung: Jene Männer nämlich, die beim Schneefegen vom Dach fallen. Ach was könnten die Grünen CO2 sparen, wenn sie weniger dummes Zeug reden würden oder dabei zumindest nicht immer schreien würden.

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  2. Ich glaube ihr unterschätzt einfach das Geschäft dahinter. Das ist ein Milliardengeschäft, vielleicht sogar Billionen. Und dabei unterschätzt ihr einfach die Vernetzung und die Größe dieser Organisationen. Es wird halt nicht mit Fakten argumentiert, sondern moralisch. Das ist bei anderen Themen doch genauso. Du kannst denen hundertmal sagen, dass einzelne Bestandteile deren Theorie oder Modelle falsch sind. Das wird nicht helfen, die werden dann halt entweder sagen, dass doch ALLE Wissenschaftler, das sagen. Und wenn du sagst, dass der und der etwas anderes sagt, sagen die, dass der von der Ölindustrie gekauft sei. Oder die werden argumentieren, dass wir eine moralische Verpflichtung hätten und wir alle verbrennen werden (Schellnhuber).
    Was also tun? Radikal sein? Steuern entziehen? Oder angreifen? Eine Kathi hält schon ihr Maul, wenn sie ein oder zweimal eins aufs Maul bekommt? Vielleicht könnte man ja auch einen Bereicherer vorbeischicken?
    Man wird doch noch mal fragen dürfen? oder?

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