Zum Glück schön blöd: Klimaverbände zerstören ihr Geschäftsmodell.

Nun hat man sich ja für einen Green New Deal deutscher Version entschieden, raus aus der Atomkraft und raus aus der Kohle. Wenn alle das gleiche wollen, dann kann man aber nicht voraussetzen, dass alle das gleiche Motiv haben. Den Energiekonzernen und Netzbetreibern dürfte es egal sein, wer kriegt schon Geld dafür, wenn er keine Ware liefert, in diesem Fall Strom. Bei den Konsensparteien ist es das gleiche, denn, wenn alle Parteien außer der von ihnen braun-lackieren AfD das gleiche wollen, dann kann gewinnen der sich zuerst rührt. Doch, wenn man weiß, man kann zumindest nicht verlieren, wenn man mit er Konsensherde mitläuft, dann wählt man natürlich den ungefährlicheren Weg. „Wissenschaftler“, die der Energiewende anhängen, sind ja nur die Marionetten, die die Politik braucht, um ihren Irrweg mit Seriosität zu unterfüttern. Bleiben noch die diversen Umweltverbände, deren Mitglieder wie in einem religiösen Fanatismus agieren. Im Bereich Auto gibt es ja die Deutsche Umwelthilfe, die eigentlich nur dazu geschaffen wurde, um über das Privatrecht, die Politik zu nötigen, zum Beispiel Fahrverbote auszusprechen und Kohle abzugreifen über Mahnverfahren. Nun ist die Sache bei den „Klimaverbänden“ etwas anders. Vordergründig wurden sie gegründet, dass sie mit ihrem Einfluss die Umwelt zum Wohle der Menschen zu erhalten wollen. Das mag an der Basis so sein, doch von solchen Vereinen und Verbänden leben auch viele hauptamtliche Mitarbeiter und so wie der Armutsforscher nicht an der Beseitigung der Armut interessiert ist, so kann auch ein „Klimaverein“ weder daran interessiert sein, dass Deutschland seine Klimaziele locker erreicht, noch, dass offenkundig wird, dass das gleichzeitige Abstellen von Atom- und Kohlestrom unvereinbar ist mit einer sicheren Stromversorgung, weil Wind und Sonne weder grundlastfähig sind, noch ohne einen „Taktgeber“ durch Atomkraft- oder Kernkraftwerken ins Netz eingespeist werden können. Andernfalls wäre ihre Daseinsberechtigung in Frage gestellt. Es spielen in den Verbänden viele Akteure hinein, mit unterschiedlichen Motiven. Sie handeln entweder aus klima-religiöser Überzeugung, oder sie wollen sich gut fühlen, etwas Gutes zu tun, oder sie sind ideologisch verblendet und ignorieren bewusst die Fakten, oder der Verein ist nur eine Möglichkeit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, entweder über Fördergelder oder als verlängerter Arm einer Partei, um Lobbyarbeit zu betreiben. Da aber alle das Gleiche propagieren, ist schwer zu sagen, wer hier das Sagen hat. Zumindest deutet sich durch eine Meldung von heute etwas in eine bestimmte Richtung an.

Dass es genauso mühsam sein würde, den Kohlekompromiss politisch durchzusetzen, wie ihn erst einmal zu finden, war zu erwarten. Drei Wochen nach seiner Verabschiedung steht der deutsche Kohleausstieg jedoch schon ziemlich auf der Kippe.

Noch stehen die Umweltverbände zum Kohlekompromiss, wie ihr Dachverbands-Chef Kai Niebert am heutigen Montag in Berlin betont, auch wenn sie ihn für unzureichend halten – und das, wie hinzuzufügen ist, trotz aller Kritik, die den Verbänden aus den Reihen der Klimaaktivisten von „Ende Gelände“ oder „Fridays for Future“entgegenschlägt.

Bis 2022 sollen 12500 MW also 12 GW an Stein- und Braunkohle vom Netz gehen. Nun will NRW aber nicht die geforderten 3 GW abschalten, sondern nur 2,4 GW. Dazu stehen Entschädigungsforderungen in Milliardenhöhe an. Im Namen aller Verbände fordert Greenpreace nun ein Eingreifen der Kanzlerin, um NRW wieder auf Linie zu bringen. Innerhalb der Verbände ist die Meinung aber nicht so einheitlich. Das ist aber hier nicht so wichtig, Näheres hier.

Interessanter ist doch, dass die größeren Verbände so ein Aufhebens machen. Vereine wie Greenpeace haben sich längst von der Basis verabschiedet, machen nur medienwirksame Aktionen und greifen für Lobbyarbeit Gelder ab. Die müssten wissen, dass bei 12,5 GW Grundlast weniger spätestens 2022 bei entsprechender Hochwetterlage ohne Wind und Sonne, einfach die Stromversorgung zusammenbricht, denn man läge schon knapp unter der vorhandenen Volllast. Bei so einer Wetterlage würde nicht aus dem Ausland geliefert und wenn, dann nur zu horrenden Preisen. Spätestens dann müsste sich die Politik erklären und die Energiewende, von deren angeblicher Lebensnotwendigkeit diese Vereine leben, wären ihr Geschäftsmodell los. Es wäre doch weit mehr im Sinne dieser Vereine, wenn die Politiker diesen Irrsinn noch möglichst lange am Laufen halten würde, indem sie am Grat entlangwandern. Die müssen wohl in völliger ideologischer Verblendung leben, die sich sogar Fakten verbitten, um in ihrem Weltbild nicht gestört zu werden, wie der Wissenschaftsredakteur der FAZ Müller-Jung mit einer Antwort auf einen Leserbrief:

„Als Fakten darf ich Ihnen noch verraten dass der CO2-bedingte Anstieg nur etwa 1/4 des bisher beobachteten transienten Werts von rund 0,8 Grad seit vorindustrieller Zeit ist und dass Deutschland mit seinen CO2-Emissionen von ~1840 bis heute bei einem globalen Anteil von 2,3% rechnerisch nur 0,007 Grad (im Gleichgewicht) bewirkt hat: 0,6*ln(400/280)/ln(2)*0,023=0,007.“ Müller-Jung antwortete nicht gerade FAZ-like einen Tag später: „Wenn Sie Ihren inkompetenten, wichtigtuerischen Geifer bitte über andere ausschütten und mich künftig mit Ihren Mails verschonen, wäre ich Ihnen sehr verbunden! Diese Aufforderung gilt per sofort! Das gilt auch für Ihre Gesinnungsgenossen!“

Kein Wunder, dass sie fordern, dass Kanzlerin Merkel ein Machtwort spricht. Doch mit einer Aussage, die sie bei der Sicherheitskonferenz gemacht hat, bekommt das eine besondere Wendung:

In Deutschland protestieren jetzt die Kinder für Klimaschutz. Das ist ein wirklich wichtiges Anliegen. Aber dass plötzlich alle deutschen Kinder – nach Jahren ohne jeden äußeren Einfluss – auf die Idee kommen, dass man diesen Protest machen muss, das kann man sich auch nicht vorstellen.

Das kann sie sich nicht vorstellen? Sie hat mit dem überstürzten Atomausstieg und der Einberufung der Kohlekommission selbst die Geister gerufen, die sie jetzt nicht mehr los wird. Die Medien und Pseudowissenschaftler, die der Laie als Experten akzeptiert, sind willig gefolgt. Kein Wetterbericht, keine Reisedoku, die nicht ohne einen Nebensatz über den bedrohlichen Klimawandel auskommt. Und jetzt versucht sie die Klimahysterie der freitags demonstrierenden Klimajünger als von außen gesteuert hinzustellen. Satire, oder? Wo lebt dieses Weib eigentlich? Da ist während ihrer Amtszeit unter ihren Augen ein Nannystaat mit Betreuungsfernsehen entstanden und wundert sich dann, wenn der funktioniert, die Bürger in lauter Klimahysteriker zu verwandeln. Noch bei den angeblichen Chemnitz-Hetzjagden hat sie doch genau auf dieses System zurückgegriffen. Was für eine Heuchlerin. Dazu ist wohl nur ihr nicht aufgefallen, dass der ganze Klimatralala dadurch zu einem Abgreifsystem geworden ist, das sich auf die fast lückenlose Verblödung eines Volkes verlassen kann. Eigentlich müsste Greta Thunfisch nicht dem geforderten Friedensnobelpreis ausgezeichnet werden, sondern der Erfinder dieser PR den Wirtschaftsnobelpreis mit dem Thema „Wie sorgt man mit der globalen Verblödung für Wirtschaftswachstum“. Merkel wird schon wissen, dass sie zu Energiewende und Klimawandel nach dem Atomausstieg immer nur im Ungefähren blieb und den Hype einfach Laufen ließ. Die große Transformation ist fast ein Selbstläufer, wenn die Kindersoldaten schon freiwillig auf die Straße gehen. Wenn sie abgetreten sein wird, wird sie sagen, dass sich ausländische Mächte den guten Willen der Bürger zu Nutze gemacht haben, Deutschlands Energieversorgung und Industrie zu schaden und so die realistischen Positionen in der Klima- und Energiedebatte verdrängt haben. Dieser glitschige Aal wird auch diesmal wieder davonkommen und spätestens, wenn sie sagt Ich habe immer gewarnt, dass…, werden sie die bürgerlichen Trottel, die sich eher ein Drittligaspiel oder das Dschungelcamp in der Wiederholung ansehen anstatt sich mal ergebnisoffen kundig zu machen, als Heilige verehren.

Umso mehr müssen auch in den Klima- und Umweltverbänden lauter Volltrottel sitzen, wenn sie wegen ihrer klimageschädigten Hirne jetzt eine noch schnellere Umsetzung des Kohleausstiegs fordern und so ihr finanzielles Auskommen gefährden, wenn die Energiewende nicht irgendwann durch Einsicht abgeblasen wird, sondern schon viel früher durch die Realität an die Wand fährt. Das Ende dieser Propagandavereine noch wesentlich früher kommt und nur noch von völlig verblendeten Sektenmitgliedern durch ihre Mitgliedsbeiträge getragen werden. Da wird aus Vollversorgung schnell ein ungeliebtes Ehrenamt.

Solange die Energiewende nur zum Schein stattfindet und weder größeren Schaden, noch größeren Nutzen anrichtet ist deren Überleben gesichert. Merkels Aussage hat angedeutet, dass der Hype enden wird, die Vorwegnahme, dass das Ende mit dem Ausklingen der Einspeisegarantie und der Stilllegung der ersten Windkraftanlagen, weil ihre Lebensdauer erreicht ist, ohnehin kommen wird. Wenn sich die ersten Großinvestoren aus dem Staub machen, weil die Party vorbei ist, sollten sich auch die Hauptamtlichen aus den Verbänden der Klimahysteriker nach einem neuen Job umsehen. Anscheinend haben sie schon eine Anschlussbeschäftigung und treiben uns noch schneller dem energetischen Untergang entgegen, dass sie sich zusätzlich noch auf die Schulter klopfen können, sie hätten alles versucht.

 

 

6 Gedanken zu “Zum Glück schön blöd: Klimaverbände zerstören ihr Geschäftsmodell.

  1. […]wer kriegt schon Geld dafür, wenn er keine Ware liefert, in diesem Fall Strom.[…]

    Jeder philippinische Energieversorger !!!
    Hier faellt desoefteren mal der Strom aus, weil die Infrastruktur mal so auf Kante genaeht ist, und das gesamte Volk mit dem Begriff Wartung nicht viel anfangen kann. Dazu kommen noch die regelmaessigen heftigen Unwetter in der Regenzeit. Weil das eben so ist, erheben die Stromlieferanten fuer die Zeiten, in denen sie abschalten muessen, Gebuehren fuer den Strom, den sie normalerweise geliefert haetten, aber „weil Gott es so wollte“ nun mal nicht liefern konnten. Wie eine Bereitstellungsgebuehr pro Zeiteinheit.
    Strom kostet hier ca. 17 EURCent pro kWh brutto.

    Ich war in den 80’ern und 90’ern oft in Manila. Typischerweise wurde der Strom ca. um 9 Uhr morgens abgeschaltet und erst etwa um 6 Uhr abends (wenn’s ganz schnell dunkel wird) wieder ein. Wer tagsueber Strom brauchte musste den Dieselgenerator anwerfen, weshalb ueber Manila eine riesige Dieselglocke waberte.

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  2. Die meisten dieser Papiertiger denken nicht so weit. Zudem wird sich schon irgendeine sinnfreie Anschlussbeschäftigung finden. Wird halt was mit KI, Digitalisierung, Smart City, Gender etc. gemacht. Da findet sich schon was. Zumindestens war es bislang so. Zur Not werden die in die Entwicklungsländer geschickt und dürfen dort ihr Glück versuchen.
    Und wenn nicht, wird halt über die Gläserne Decke gejammert oder es wird halt geworfen und dann als AE in der Dachgeschosswohnung mit dem Kater zusammengehaust — Staatsknete sei Dank.

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    1. Nur so als kleine Anmerkung, wenn der Strom ausfällt, dann ist Schluss mit den Stomfressern (KI, Digitalisierung, Smart City), bleibt nur noch Gender und von dem Kuchen wird auch nicht viel bleiben.

      Das ist der Moment den Linken, dass Geld der anderen ausgeht.

      Das die Aktivisten soweit nicht denken können ist schon klar.

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