killjoy und die feministischen Spaßverderber.

Sicher hat der eine oder andere schon die Szene von einer Faschingsveranstaltung gesehen, wo sich eine Frau über einen Doppelnamenwitz eines Komikers aufregt und dann zu ihm an die Bühne geht, um ihm die Meinung zu sagen. Nun kann man das als einen Einzelfall abtun, wo die sprachpolizeilichen Auswüchse auch für eine größere Öffentlichkeit mal sichtbar wurden. Dabei hat das System oder soll es zumindest haben und nennt sich killjoy. Es sind die feministischen Spielverderber, die für eine gendergerechte, antirassistische, antisexistische usw. Teflonsprache kämpfen und allen auf den Senkel gehen wollen, die sich mal ganz ungezwungen unterhalten wollen, weil einen auch die derbste Wortwahl und die härtesten Witze nicht übelgenommen werden.

Da gibt’s natürlich auch Weiber, die darüber „forschen“. Die Hauptvertreterin ist eine Sara Ahmed und gehört zu den unzähligen Feministinnen, die ihre eigenen Befindlichkeiten zum Forschungsgegenstand machen und glauben, sie könnten damit die ganze Welt beschreiben. Die glauben, es wäre schon Forschung, wenn das Wort „Kontext“ möglichst häufig vorkommt und den mangelnden Inhalt mit möglichst vielen Fremdwörtern durchsetzt ist, wie schon in der Überschrift zu einem Interview mit ihr:

Die feministische Theoretikerin Sara Ahmed spricht im Interview über die Dynamiken affektiver Ökonomien, die rassialisierte Figur des_der Fremden und das ermächtigende Potenzial feministischer Killjoys.

Heißt: Die Triebkräfte gefühlsbetonter Sparsamkeiten (?), die Betrachtung Fremder allein unter dem Farbfächer und die Möglichkeit wie man sich mit feministischem Gesülze in ein Gespräch einmischt, bis sich denen die Faust in der Tasche ballt und ihr letztes Bier vorsichtshalber daheim trinken, bevor sie ihr noch das Maul stopfen. Früher nannte man solche Weiber einfach „bleede Goaß“. Eine geistig Arme, deren Speicherplatz nicht dazu reicht zu wissen, wann man besser mal das Maul hält. Und die „bleede Goaß“ ist jetzt Forschungsgegenstand, weil man zwar auch auf anderen Gebieten fleißig rumforscht, die „Forschung“ aber immer wieder stagniert, weil sich alles in bloßen Behauptungen erschöpft, die sie alle am Ende voneinander abschreiben. Seit 2013 gibt es schon einen Blog zu killjoy, aber, weil das bisher keiner mitbekommen hat, hat sich jetzt mal eine auf einer Faschingsveranstaltung geoutet. Die Texte, die ich dazu gelesen habe, die sind nichts Anderes als schwerverdauliches Geschwafel ohne belegten Erkenntnisgewinn. Eher versucht da jemand seinen geistigen Schaden einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben und die Aktion killjoy als eine lebensnotwenige Aktion zu verkaufen, die Welt in ein Paradies zu verwandeln, wo sich alle hochvernünftig und diskriminierungsfrei in einer staatlich vorgegebenen Steril-Sprache unterhalten.

Ich habe zu killjoy mal eine ganz andere Theorie. Die Sara Ahmd schreibt:

Ich trage sie schon mein Leben lang mit mir herum. Ich bin häufig mit meiner Familie um den Esstisch gesessen und war dabei immer diejenige, die auf problematische Aussagen hingewiesen hat und dadurch selbst zum Problem wurde. Das war sehr anstrengend. Aber ich habe verstanden, dass es in solchen Situationen darum geht, dass sich jemand scheinbar dem Glück in den Weg stellt, in diesem Fall in Bezug auf die Familie, die sich als glücklich imaginiert. Und diese Zuschreibung der Rolle als killjoy ist eine klare Zurückweisung. Es ist also meist eine recht schmerzvolle Erfahrung. Aber viele Personen haben sich zu dieser Figur hingezogen gefühlt. Alle schienen eine killjoy-Geschichte zu haben. Das hat mir gezeigt, wie eine Figur, in der sich so viel Verletzung verdichtet, auch ein Ort des Potenzials sein kann.

Jetzt gibt es ja genügend Anhänger feministischer Theorie, viele seit Jahren dabei und engagiert. Die einzige Rückmeldung, die sie erhalten ist, dass man sie als unausstehliche Kotzbrocken wahrnimmt und ihre Forschung als erkenntnisfreien Dünnschiss, der außerhalb ihrer esoterischen Zirkeln höchstens zur Belustigung und Satire anregt. Jede, die durch staatliche Nötigung irgendwo Gleichstellungsbeauftragte o.ä. geworden ist, merkt irgendwann, dass sie im Betrieb mit Abstand die überflüssigste Person ist, wo kein Chef je auf die Idee käme, mal hinterher zu rufen, wenn sie vier Wochen krankmacht. Viele von diesen Weibern glauben, so eine Spaßbremse, die schon vor einer Ehe dauernd über Männer nörgelt, würde trotzdem irgendwann einen Mann abbekommen. Sie sehen, dass zwar jede halbwegs ansehnliche Blondine, die hohl wie Brot ist. und jedes Feinripp-Großmaul, dessen Horizont höchstens bis zum Ende der Bundesliga-Tabelle reicht, einen Partner abbekommt, sie selbst aber immer jenseits der letzten Wahl bleiben. Da würde ich auch schwermütig. Das ganze Killjoy-Tralala dient meiner Meinung nach nur dazu, dass die ganzen Feministinnen, die es irgendwie doch mal satthaben, dass sie immer so sympathisch rüberkommen wie ein gebrauchter Urinstein, oder den Weg in Depressionen zu gehen drohen, bei der Stange zu halten. Die humorlose, miesgelaunte und besserwisserische Feministin ist nämlich kein Ärgernis, sondern verändert genau durch dieses Verhalten die Welt zu einer besseren. Natürlich ist sie traurig und unglücklich, weil man sie als penetrante Schnepfe wahrnimmt, doch daraus zieht sie ihr Potential. Man braucht nur den Kommentarbereich unter einer Buchvorstellung lesen, welches sich mit dem Thema befasst:

Jeden Tag versuche ich, die (negative) Bewertung meines eigenen Körpers zu reflektieren und mich so anzunehmen und wertzuschätzen, wie ich bin – auch wenn es nicht dem konstruierten Schönheitsideal entspricht, das mir überall entgegengehalten wird. Ich versuche aufmerksam zu sein gegenüber männlichen Dominanzstrukturen und meiner eigenen Rolle darin. Neben meinem normalen Studium habe ich Kurse zur Frauen- und Geschlechterforschung belegt und arbeite im Bereich der Gleichstellung.

…für meine persönliche weiterentwicklung / befreiung gerade am wichtigsten: ‚decentering men‘ und der fokus auf freundinnen, die das entweder bewusst oder intuitiv auch tun. außerdem: emotionale arbeit (in bestimmten kontexten) verweigern und überhaupt thematisieren und das tolledokument dazu weiterverbreiten. frauen, die ihre energie in sich selbst bzw. nach gutdünken in ihre e i g e n e (n) ideen, projekte, arbeit, hobbys, kunst, beziehungen stecken, machen mich froh 🙂

Als Feministin of color versuche ich mein Leben auf allen Ebenen feministisch zu gestalten. Dabei ist das ein stetiger Prozess, der nie aufhören kann und wird. Meine Sprache habe ich bereits aktiv geändert, insbesondere da ich mich als Soziolinguistin viel mit Sprache und Macht beschäftigt habe und es noch tue. Aber auch da bin ich immer weiter im Prozess und höre und lese und gestalte Sprache aktiv.

Feministisch leben, bedeutet für mich erst mal, mein Leben so zu gestalten wie ich das möchte und mich dabei nicht nach gesellschaftlichen Idealen oder Zwängen zu richten. Das klappt mal besser und manchmal auch nicht so gut. Außerdem bemühe ich mich, mich für Menschen einzusetzen die nicht so privilegiert sind wie ich als weiße cis-Frau. Dazu gehört auch meine eigenen Handlungen und Aussagen zu reflektieren.

Queer Feminismus ist meine Lebensutopie, die ich für immer anstrebe, umsetze, leben möchte.
Im Alltag, in meine Beziehungen, in meinen Gesprächen, in meiner Arbeit, in meinen Handlungen., in meinen Gedanken. Am tollsten finde ich bis jetzt, dass ich einen feministischen Maga_zine gegründet habe und meinen Körper anfange mehr zu lieben und das in meiner Kunst weitergebe.

Ja, und wenn sie ihre eigene Hardware in der Hirnschale irgendwann mal richtig justiert haben, dann kann man auch mal ein Programm aufspielen, mit dem man nicht nur sich selbst und seine Probleme reflektiert und sein Innenleben, sondern auch mal seine Umwelt wahrnimmt und etwas Sinnvolles darin anstellt. Deshalb haben auch Männer Autos, Flugzeuge, Impfstoffe und Computer erfunden und sich wissenschaftliche Methoden gegeben, damit das Ergründen der Welt nicht in ein zielloses Gelaber über eigene Befindlichkeiten ausartet. Feministinnen werfen Männern ja genau die Haltung vor, dass sie sich stundenlang im Labor ausschließlich mit ihrer Forschung befassen und die Geschlechterverhältnisse im Labor für sie dabei keine Rolle spielen. Hätten Männer sich mit gleichem Aufwand auch damit befasst, hätten sie gerade mal das Rad erfunden.

Feminismus, Gender und die ganzen Esoterikstudien wie Postkolonialismus und Kritisches Weiß-Sein sind nichts Anderes als politischer Aktionismus, Steuergelder zu schmarotzen und unfähigen Frauen die Illusion einer Nützlichkeit zu geben. Männliche Versager werden eben einfach Alkoholiker.

Wie es sich für eine richtige Feministin gehört, misst Ahmed natürlich mit zweierlei Maß. Als es um die Frage der Rettung von Flüchtlingen aus dem Mittelmeer geht, läuft es darauf hinaus, dass der Westen die Leute, die jetzt zu uns kommen, erst ausgeraubt hat und ihnen das Geraubte jetzt zurückgibt und sich dabei für großzügig hält.

Wir brauchen dringend postkoloniale Kritiken von Wohltätigkeit und Humanitarismus. Die Idee der Wohltätigkeit ist sehr komplex. Sie kann bestehende soziale und ökonomische Beziehungen reproduzieren, weil der Akt des Gebens auf Großzügigkeit beruht. Das verschleiert oft die Geschichte des Diebstahls, der es manchen Personen überhaupt erst ermöglicht zu geben.

Dass der ganze feministische Laden genau auf dem Prinzip beruht, blendet sie natürlich aus. Die ganzen Programme, Quoten und Wohltätigkeiten gegenüber Frauen beruhen darauf, dass man dafür Unmengen Steuergelder raubt und umverteilt. Gleichzeitig schaffen die feministischen Schmarotzer durch bestehende soziale und ökonomische Beziehungen immer neue Projekte und Netzwerke zum Abgreifen, und reproduzieren sich wie Metastasen in andere Fakultäten, um sich auch dort zu bedienen.

Nach dem endlosen Gelaber über vermeintliche Opferrolle und Unterdrückung der Frau und deren Kultivierung, folgt nun das neue Projekt killjoy. Da kann nun endlich ihr verbiesterter und abstoßender Charakter zu etwas Nutze sein. Die ganzen Feministinnen, die unglücklich sind und denen beim Blick in den Spiegel schon das Kotzen kommt, können nicht ertragen, wenn andere Leute glücklich sind, vor allem dann, wenn es Männer sind. Schließlich sind die an ihrer beschissenen Lage Schuld und nicht sie selbst. Deren unkompatibler, widerlicher Charakter wird vorher noch mit „Forschung“ veredelt, um mit guten Gewissen seine schlechte Laune an anderen auszulassen.

Es helfen aber weder killjoy, noch feministische Titel: „Aa bleede Goaß“ ist und bleibt „aa bleede Goaß“.

 

9 Gedanken zu “killjoy und die feministischen Spaßverderber.

    1. Was ist das für ein Witzbold? Unsere Zivilisation hat dafür gesorgt, dass die natürliche Auslese nicht mehr funktioniert. Der Rückschritt ins Mittelalter, entweder durch stromfreie Zeiten durch die Energiewende oder die Islamisierung wird aber dafür sorgen, dass solche Typen als erstes den Löffel werfen.

      Liken

  1. Das ist der wahre Kern des Problems.
    Wir Menschen haben neben dem animalisch emotionalen Teil noch einen mehr oder weniger ausgeprägten Verstand.
    Bei den Meisten leider weniger als mehr. 🙂
    Trotzdem meinen viele Menschen, damit besser zu sein, als die Natur selber, oder besser als der „Schöpfer“ und hebeln beständig sämtliche sinnvollen Mechanismen der Natur aus.
    Unter anderem die natürliche Auslese. Ebenso die Evolution.
    Aber nicht nur das.
    Wenn man sich eine Affenhorde anschaut, dann gibt es einen Oberaffen, der die Horde anführt.
    Allerdings ist der nur so lange Oberaffe, bis ein anderer Männlicher Affe Ihn im Kampf besiegt und dann neuer Oberaffe wird.
    Bei den Affen ist das nur so, dass die Horden Affen sich in diesen Kampf nicht einmischen.
    Weder auf der einen, noch auf der anderen Seite.
    Ebenfalls ein sinnvoller Mechanismus der Natur.
    Aber auch diesen haben die Menschen ja ausgehebelt.
    Die menschlichen „Oberaffen“ haben es geschafft, genügend menschliche „Horden Affen“ auf Ihre Seite zu bringen.
    In dem diese durch Aushebeln der natürlichen Auslese eben angefangen haben, die Nutzlosen mit den Ressourcen zu füttern, die sie den Nützlichen gestohlen haben, siehe Steuern, Sozialabgaben, etc.
    Außerdem wurden diese dann noch ausreichend bewaffnet, Polizei, Geheimdienste, Militär und werden gegen „potentielle neue Oberaffen“ gehetzt, wenn diese den natürlichen Machtkampf starten wollen.
    Ansonsten wären die ganzen abgehalfterten Gestalten aus unserer Politik schon längst abgelöst worden.
    Was wären die denn ohne Ihre bewaffneten Sicherheitskräfte?
    NICHTS.
    Jeder halbwegs kräftige junge Mann könnte „Mr. Ischias“ von der Tribüne „pusten“.
    Ja, die Menschen meinen seit jeher, sich mit ihrem bescheidenen Verstand über die Natur stellen zu können und haben damit im Laufe der Geschichte Chaos, Kriege, Umweltverschmutzung und Millionen Tote verursacht.
    Eigentlich doch eine erbärmliche Bilanz.

    Liken

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.