Scientists4future:Wissenschaftler betreiben Agitprop.

Gestern hörte ich im Radio BR5 in den Nachrichten, dass die Gerta-Jünger Fridays4future Unterstützung aus Wissenschaftskreisen bekommen, sie nennen sie sientists4future. Diese Meldung kam allerdings nur ein Mal am gestrigen Nachmittag und Abend. Natürlich denkt da jeder gleich an die 97% der Klimawissenschaftler, die uns voraussagen, dass wir bei mehr CO2 unweigerlich verbrennen werden. Es hieß, dass bereits 12000 „Wissenschaftler“ diese Aktion unterstützen würden, doch es kam mir sofort seltsam vor, dass man nichts gehört hatte, dass man vom Beginn, dass zum Beispiel Unterschriften gesammelt würden, nichts gehört hatte. So hätten man die Propaganda sogar zweimal laufen lassen können. Schließlich ist es wichtig durch die Wucht der Expertenmeinungen die Zweifler am Klimawandel wieder in die Spur zu bringen. Öfter hilft besser. Bei meiner gestrigen Recherche berichtete jedoch nur die ehemalige SED-Zeitung Neues Deutschland darüber. Leider hinter Bezahlschranke. Auf dieser Seite findet sich aber Genaueres. Es handelt sich um eine Petition, die von einer gewissen Dr. Sandra Hock initiiert wurde.

Wir sind die #Scientists4Future und unterstützen die Anliegen der demonstrierenden jungen Menschen bei #Fridays4Future. Wir sind eine Grasswurzel-Initiative von Forschenden ohne Organisation im Hintergrund. Bei uns engagieren sich etwa 20 bis 50 Personen. #FridaysForFuture

Es mag zwar angeblich keine Organisation dahinterstehen, die das angeschoben hat, doch die Unterzeichner wissen auch so, was die Regierung von ihnen verlangt, wenn sie nicht wie im Falle von Frau Hock in eigener Sache Aktivismus betreiben.

Dr. Sandra Hook ist seit 2013 im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Investorenbetreuung bei der ABO Wind AG Wiesbaden beschäftigt. Als Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirates beim Bundesverband Windenergie e.V. berät sie den Bundesvorstand. Frau Dr. Hook hat an unterschiedlichen Hochschulen Lehraufträge im Bereich regenerative Energiewirtschaft. Sie hat in Saarbrücken, Wollongong, Sydney und Freiburg im Bereich Nachhaltigkeitswissenschaften studiert.

Sie ist Hochschullehrerin und „forscht“ im Bereich Energiewirtschaft, obwohl sie in physischer Geographie promoviert hat. Dass sie bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit vor allem PR für Windenergie betreibt. Ihr Vorschlag geht dahingehend, dass man durch den Emissionshandel Kohlekraftwerke unrentabel machen muss, um der Windenergie zum Durchbruch zu verhelfen. Dass dieses System schon in Australien nicht funktioniert hat, muss sie natürlich ignorieren, sonst wäre ihre Karriere schnell beendet. Durch die australische Politik, die Stromversorgung auf Sonne und Wind umzustellen, wurde der Betrieb von Kohlekraftwerken ebenfalls unrentabel, sodass auch einige abgerissen wurden, Nachdem es immer wieder zu Stromausfällen und Energieengpässen gekommen war, ruderte man jetzt zurück. Australien will jetzt moderne, emissionsarme Kohlekraftwerke bauen, um die Stromversorgung wieder sicherzustellen. Ihr Pamphlet predigt genau das, was in der Realität im Falle Australiens schon lange gescheitert ist. Durch die moralische Nötigung durch die Klimajünger kann man die Bevölkerung vielleicht trotzdem noch auf diesen Weg zwingen. Dass Ende der Woche sogar in Australien Kinder und Jugendliche unter dem Motto fridays-for-future auf die Straße gehen, zeigt wie bescheuert das ist, wenn Wissenschaftler das unterstützen.

Es heißt es wären Forscher aus allen Fachgebieten. Da denke ich jetzt nicht an Klimatologen, das sind nämlich die Klimawissenschafler und die klimatischen Haltungzeiger an den Universitäten. Den Begriff Klimawissenschftler gab es früher nicht, die hießen schlichtweg Klimatologe (im Video, sehenswert). Man hat ihn nur eingeführt um auch dem Normalbürger zu suggerieren, deren Forschung wäre eine seriöse Angelegenheit. Wer bleibt dann noch übrig für die Unterstützung von science-for-future, außer den klimatischen Agitpropexperten wie Schellnhuber, Latif oder Levermann?    Hat mich natürlich interessiert und habe mir die Unterzeichnerliste angesehen. Suche eine Professorin mit eher modernem Vornamen. Schon der erste Versuch war ein Treffer: Dr. habil. Nina-Maria Klug. Wie soll ihr Forschungsschwerpunkt Multimodale Text- und Diskurslinguistik dazu geführt haben, dass sie ausgerechnet von Klimatologie Ahnung haben soll? Oder, wenn man über das Sozialverhalten von Schimpansen forscht, wie eine Dr. Elfriede Kalcher-Sommersguter. Es finden sich auch diverse Nachhaltigkeitsforscher oder Leute vom PIK, die bei Staat in Lohn und Brot stehen. Welches Brot ich es, dessen Lied ich sing. Natürlich dürfen die Oberpropagandisten vom Fernsehenwetter nicht fehlen wie Stefan Plöger. Ranga Yogeshwar oder Özden Terli, Wetterfuzzi vom ZDF. Letztere kann jetzt Migrationshintergrund auch noch mit Haltung veredeln. Die wissen schon, warum man auch als Sprechroboter im Fernsehen dem Klimakonsens folgen muss, schließlich hat man den beliebten, französischen Wettermoderator Phillipe Verdier von France2 auch gefeuert, weil er in einem Interview gesagt hat:

Der Klimawandel ist ein weltweiter Komplott, ein weltweiter Skandal, eine Höllenmaschine um uns Angst zu machen.

Und damit Verschwörungstheorien Vorschub leistet. Mich wundert es, dass es bei der Faktenlage, die gegen einen Klimawandel durch CO2 sprechen, allein, weil CO2-Konzentraion und Temperatur in der Klimageschichte ohnehin nicht korrellieren, noch niemand auf die Idee gekommen ist, in der Schweiz gegen diese Propagandisten vorzugehen. Denn dort heißt es im Strafgesetzbuch:

Schreckung der Bevölkerung

Wer die Bevölkerung durch Androhen oder Vorspielen einer Gefahr für Leib, Leben oder Eigentum in Schrecken versetzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.

Allein schon deshalb darf der Schwindel der Klimakirche zumindest in der Schweiz nicht auffliegen.

Sogar für Komiker mit Doktortitel wie Eckard von Hirschhausen gibt diese Petition die Möglichkeit sich bei seinem Brötchengeber mit der richtigen Haltung anzubiedern, wenn man nicht der billige Arschkriecher ohne akademische Weihen im Kampf gegen Rechts sein will, wie ein Jan Böhmermann oder ein Oliver Welke.

Dass Scientists4Future sich auf “Fakten” stützt, die selbst der Weltklimarat verworfen hat, zum Beispiel die Zunahme von Wetterextremen, deutet darauf hin, dass man hier nur auf Umwegen die gestraffte Versionen aller propagierten Katastrophen unter die Leute bringen will. Sogar die ominösen Kipppunke aus dem Reich der Esoterik, für die der Urheber Schellnhuber vom PIK nie jemals einen Beweis geliefert hat, sondern dies nur Kraft seiner Autorität aufgrund des angehängten Prof. Dr. behauptet hat, sind enthalten

Wie man bei solchen Unterzeichnern, die solche „Fakten“ unterstützen sich zu der Zwischenüberschrift Fakten von Profis aus der Wissenschaft hinreißen lässt wie der deutschlandfunk, bleibt mir ein Rätsel. Wenn der Intendant allerdings als Chefredakteur vorher unter eine SED-Gewächs gedient hat, dann wundert mich nichts mehr.

Schön, dass die „Wissenschaftler“ den Freitagskindern, die bisher nur mit Angst und Panik und Moral die Bürger auf den richtigen Kurs bringen können, nun auch das gewünschte Fachwissen an die Hand geben. Erst mal die Bürger emotional hochkochen, dass ihnen der Schweiß auf der Stirn steht, und dann selbst die Lösung wirklich aller Probleme verkünden, wie es Scientists4future vorschlagen. Im Grunde entspricht es den sozialistischen Träumen der Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation wie sie auf dem Bundestagsserver nachzulesen sind.

Dass man bei solch verquickten linken Netzwerken von einer Graswurzelbewegung sprechen kann ist ein Witz. Das wäre so, als würden Kleber, Illner, Gniffke und Anne Will eine Graswurzelbewegung für einen objektiven Journalismus starten. Es wundert mich, dass eher Nischenmedien des Mainstreams darüber berichten. Vielleicht liegt es daran, dass sich Hirschhausen gleich so in den Vordergrund gespielt hat bzw. wurde. Der ist mir sofort als erster untergekommen. Da könnte der Schuss nach hinten losgehen, denn schließlich werben scientist4future mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und da kommt es nicht gut, wenn man als Aushängeschild einen Komiker mit Zahnarztdiplom bringt. Da wäre der Eckard besser beim Kampf gegen Rechts aktiv geworden, um seinem Sender die richtige Haltung zu demonstrieren. Dort kann jeder mitmachen, hohl wie Brot ist kein Hinderungsgrund, solange einer Nazi im ersten Versuch richtig buchstabieren kann.

Am Ende kann man sagen, dass die Aktion von scientists4future eine reine Agitprop-Aktion ist. Eine Petition an eine Regierung zu richten, um sie in ihrer Arbeit gegen das eigene Volk noch zu bestärken, kenne ich eigentlich nur aus sozialistischen Diktaturen. Sagt viel über die Unterzeichner. Sagt viel über dieses Land.

 

 

 

7 Gedanken zu “Scientists4future:Wissenschaftler betreiben Agitprop.

  1. Das ist wie Islamwissenschaftler, Sozialwissenschaftler, Theologen usw. Schaumschläger legen irren Wert auf merkwürdige Titel, die einen hohen IQ oder andere geschätzte Eigenschaften suggerieren, aber nicht belegen. Echte Forscher reden meistens obzessiv von ihrem Thema und sind dem Gehabe meist entrückt.

    Hirschhausen war mir auch schon immer unsympathisch. Dieses herablassende Getue und sein Einsatz für Pro-Reli (Religionsunterricht an staatlichen Schulen, von den Sozen in Berlin de facto abgeschaft).

    An der Stelle muss ich auch mal der Wissensmanufaktur um Eva Hermann ans Knie treten. Ich schau da nicht oft rein, weil das mir alles zu verschwörungstheoretisch rüberkommt. Aber ab und zu tu ich es. Und statt zu argumentieren gibt es dort v.a. Referenzen auf vermeintliche Autoritäten. „Aber der Dr. habil. Sonstwas sagt auch …“ Was soll’s? Wenn er Spezialist ist, dann hat er die Causa vermutlich schon mal versucht, seinem eigenen Dackel zu verklickern. Man stelle sich mal vor, Joel Pollack, der seinen Harvardabschluss zum Klima mit Auszeichnung gemacht hat, würde nur sagen, „Guckt! Meine Zettel vom Institut!“

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    1. Eigentlich sollte das oben schon stehen: Vor einigen Wochen hat man Lungenärzte, die wirklich was on der Sache etwas verstehen, abgebügelt, weil sie die Feinstaubgrenzwerte kritisierten, weil sie keine „Wissenschaftler“ seien. Beim Klima dürfen Zahnärzte, Komiker und Leute, die über Lyrik aus dem Mittelalter schreiben, sich Wissenschaftler nennen und beim Klimawandel mitreden.

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      1. Und da haben die sich noch auf mini Rechenfehler berufen. Das ganze hat so was von einer Sekte.
        Leah Remini hat mal erklärt, dass das bei Scientology auch so läuft. Die verbringen irre viel Zeit damit ein besonderes Vokabular einzupauken und fühlen sich deshalb mords schlau und wenn jemand den Schrott kritisiert macht er immer einen „Fehler“, der dann dazu führt, dass man als Gläubiger überhaupt nicht mehr zuhören muss.

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  2. Schon beim Titel des Artikels dachte ich, naja, diese „scientists“ sind wohl vor allem Fachfremde, d.h. Geschwaetzwissenschaftler. Liegt vielleicht daran, dass ich zu viele Danisch Artikel gelesen habe 😛

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