O´Rouka: US-Demokraten setzen auf niedere Instinkte.

Vor den letzten Bundestagswahlen war die treffendste Prognose, dass man wählen kann, wen man will, man bekommt immer Merkel und dazu die Politik, die wir jetzt schon die ganze Zeit haben. Für die Parteien hieße das umgekehrt, dass man sich in den einzelnen Positionen nur mehr oder weniger an den Mainstream anbiedern musste, welcher im Grunde von den links-grün-durchseuchten Medien vorgegeben wurde und wird, denn die sind in der Lage eine Partei oder Politiker rauf- oder runterzuschreiben. Das Wahlsystem in den USA ist ein anderes und man kann jetzt schon eine Prognose für 2020 wagen, denn die Demokraten sind ja schon in der Kandidatenfindung, wo bestimmte Optionen angetestet werden. Clinton hat ja zurückgezogen, Sanders weiß man nicht, dazu kommen Ortez und seit heute Robert Francis „Beto“  O´Rourka. Zu diesem Kandidaten ist nachher etwas zu sagen, denn mit ihm zeigt sich auch die bisherige Strategie der Demokraten. Im Grund geht es darum ein Produkt, also ein Wahlprogramm unter einem bestimmten ansprechenden Label zu verkaufen. Die Wählergruppen sind ja weitgehend zementiert, denn die meisten sind politisch eher ungebildet und wählen genau den zum Präsidenten, der die eine Position vertritt, die dem entsprechenden Wähler am wichtigsten ist. Was der sonst noch treibt, ist eigentlich egal. Für die einen sind es sichere Arbeitsplätze, für den nächsten der Schutz ungeborenen Lebens und für einen anderen freie, wenig regulierte Märkte. Die Demokraten decken ja seit Obama den kompletten Satz der neo-marxistischen Ideologie ab. Die Identitätspolitik, eine pro-Einwanderungspolitik, Klimaschutz und ein hohes Maß an staatlicher Regulierung und Eingriffe, mit der Anmaßung die Welt dadurch zu einer besseren zu machen. Mit so einem Programm kann man bei den konservativen eingestellten Amerikanern, die früher trotzdem den Demokraten zugeneigt waren, sicher nicht punkten.

Wen setzt man also bei der nächsten Wahl Trump entgegen? Sanders ist einfach ein Looser, eine Art Altlinker, dessen jugendliche Unvernunft bis ins hohe Alter angehalten hat. Das hat so eine Anziehungskraft für junge Wähler, wie wenn bei uns ein über 70-jähriger damit prahlt, er wäre 68 bei der Schah-Demo dabeigewesen. Da dürfte man auch in den USA wenig Neuwähler gewinnen.

Die Ortez ist im Grunde auch verbrannt. Die mag bei Studenten gut angekommen sein. Frau, ein wenig überdreht und mit dem Hang, politische Positionen eher wie religiöse Glaubensätze zu verbreiten. Immer zwischen dem Schüren von Ängsten und versprochener Erlösung auf Erden. Dabei sollte man inhaltlich aber immer etwas im Vagen bleiben und eher versuchen mit missionarischem Charisma gefangen zu nehmen und sich nicht konkret festnageln lassen. Dass sie die konkreten Pläne des Green New Deal auch noch selbst auf Twitter veröffentlicht hat, war der Schuss ins Knie. Da hat auch Nancy Pelosi erkannt, dass es Humbug ist, innerhalb von 12 Jahren aus Kohle, Öl und Atomkraft auszusteigen. In Deutschland kein Problem, in den USA schon.

Mit O´Rourka hat man nun meiner Meinung nach den richtigen gefunden. Er braucht noch etwas Imageberatung, denn seine Stimme klingt jetzt noch etwas dünn, reicht eher für eine Bewerbung um ein Amt im Elternbeirat. O´Rourka ist so eine Art Robert-Kennedy-Reloaded, ein Schwiegersohntyp mit Charisma. Er ist im Grunde der Standardausschuss amerikanischer Unis: Sinnloses studiert und sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten und dann etwas Fachfremdes begonnen.

Bis 1995 studierte er an der Columbia University in New York City und erwarb dort den Bachelorgrad in englischer Literaturwissenschaft. Danach arbeitete er in El Paso in verschiedenen Bereichen, darunter als Babysitter, Kunsttransporteur, Lektor, Dichter, Musiker und Kongresspraktikant.

Man braucht bei den Demokraten nur das passende Label, um ihren sozialistischen Krempel an den Mann und die Frau zu bringen. Die Stimmen der 50% Millenials, die den Sozialismus ohnehin für die erste Staatsform halten, dürften ihnen sicher sein. Natürlich vermeidet er wohlweislich gleich die Fehler von Ortez. In einem Interview in der Washington Post sagt schon die Überschrift, dass er nur im Ungefähren bleibt, wenn es um die Migration in die USA geht.

No wall, few specifics

Den New-Deal allerdings lobte er ausdrücklich als guten Start:

Asked about the “Green New Deal” being crafted by Democrats to dramatically curb emissions and heavily invest in clean-energy jobs and infrastructure, he praised it as a “bold” start that avoided “wishy-washy change.”

O´Rourka gibt sich als Saubermann, weil er nur Spenden von Privatpersonen annimmt. Das mag stimmen, doch das dürfte eher von den Gebern so gedreht worden sein, um das Image ihres Kandidaten zu erhalten, indem sie die Spende eben über das Privat- und nicht über das Firmenkonto laufen lassen. Beto O’Rourke ist seit 2005 mit Amy Hoover Sanders, Tochter des Milliardärs William Sanders, verheiratet. Bei dem Hintergrund dürfte es genügend Spenden für den Wahlkampf aus privater Hand geben. Doch trotz großem Aufwands war er bei den letzten Wahlen zum Repräsentantenhhaus dem republikanischen Ted Cruz unterlegen.

Der Kampf für die Abtreibung bis zur Geburt scheint sein besonderes Steckenpferd zu sein, den hier heißt es schon in der Überschrift:

Democrat Beto O’Rourke Has a Long Pro-Abortion Record

Es folgt eine ganze Seite an Initiativen, die Möglichkeit der Bundesstaaten und der pro-live-Bewegungen zu unterbinden, ein liberales Bundesgesetz zur Abtreibung zu verhindern.

Women’s Health Protection Act of 2013) O’Rourke co-sponsored this bill which sought to strip states (and any government) of their ability to write any Pro-Life laws whatsoever.  This would legalize abortion until birth, and make abortion the mandatory standard in all 50 states.

Details: https://www.congress.gov/bill/113th-congress/house-bill/3471

Egal, ob H. Clinton angetreten wäre oder Sanders, Cortez oder nun O´Rourka, warum sollte der Erfolg für die Demokraten ausgerechnet durch O´Rourka gegen Trump gesichert werden, obwohl er mit den gleichen neo-marxistischen Positionen antritt, wo unter den Republikanern kein Blumentopf zu gewinnen ist? Er kommt denen, die Trump gewählt haben, auf keinem Gebiet entgegen, um sie wieder zu den Demokraten zu locken.

Der attraktivere Kandidat hat eben höhere Chancen gewählt zu werden. Dies kann bis zu 5%-Punkte ausmachen. Ich behaupte mal, dass Frauen eher dem Drang erliegen, im Zweifel dem attraktiveren Kandidaten ihre Stimme zu geben. Das hat schlichtweg mit der Biologie zu tun. Ein männlicher, sportlicher Typ, der noch alle Haare auf dem Kopf hat, wird eher als „Beschützer“ wahrgenommen, als ein Mischwesen wie Hofreiter oder ein Soy-Boy mit Jutetäschchen. Da Frauen von Haus aus weniger an Politik interessiert sind, spielt sicher eine weitere Rolle. Wen soll man wählen, wenn man von den Inhalten ohnehin keine Ahnung hat? Kein richtiger Mann, also keine Hippster mit Ringelsöckchen, würde sich aus biologischen Gründen leiten lassen und eine zierliche Blondine einem Mann vorziehen. Da müsste sie inhaltlich zumindest einigermaßen punkten können.

Für die Demokraten könnte das Aussehen und Auftreten von O´Rouka den kleinen Unterschied ausmachen, bei der nächsten Wahl danach den Präsidenten zu stellen. Man kann davon ausgehen, dass O´Rouka von den deutschen Medien genauso gehypt werden wird wie damals Obama. Da dachten danach auch alle, jetzt käme der Messias, dabei hat unter Obama der ganze sozialistische Tralala mit Identitätspolitik, Klimadings und dem Aufblasen des Verwaltungsapparates erst richtig Fahrt aufgenommen. Dass seine Politik mit tatkräftiger Mitarbeit von H. Clinton die Welt mit Krieg überzogen hat, wurde geflissentlich mit dem Friedensnobelpreis schon präventiv überdeckt.

Das sinkende Bildungsniveau sorgt dafür, dass das Prädikat Schönling immer mehr wahlentscheidend wird, vor allem auch in Deutschland, wo aller Parteien mehr oder weniger das gleiche Programm haben. So muss man konstatieren, dass die Demokraten die richtige Wahl getroffen haben, den die Vorwahlen wird er wohl gewinnen. Ob sich aber der ganze geplante sozialistische Blödsinn bis zur Präsidentschaftswahl mit Hilfe niederer Instikte hinter einem telegenem, attraktiven Gesicht verbergen lassen wird, steht auf einem Blatt.

7 Gedanken zu “O´Rouka: US-Demokraten setzen auf niedere Instinkte.

  1. Deprimierend. Trump ist aber auch ein guter Wahlkämpfer, weil er einfach nicht anfängt zu bauen.

    Du hast recht. Der Typ und die Kemala Harris sehen beide gut genug aus, um zu gewinnen. Schon die Clinton hatte die Mehrheit der Stimmen. Seither sind viele Immigranten volljährig geworden.

    Liken

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.