Frauenquoten und Grenznutzen.

Der Begriff Grenznutzen ist sicher schon jedem untergekommen. Ich will ihn nicht lange mathematisch definieren, sondern einfach das anschauliche Beispiel von Wikipedia übernehmen:

Konsumiert eine Person nach einem ersten Gut G1 ein weiteres Gut G2, nimmt der Nutzen dieses Gutes G ab. Beispielsweise nimmt der Grenznutzen von Brötchen ab einer bestimmten Menge immer weiter ab. Eine Person kann in einer bestimmten Zeit ein Brötchen konsumieren. Ab einer bestimmten Menge an Brötchen nimmt der Nutzen jedes weiteren Brötchens ab.

Nachdem wir ja heute wieder auf allen Kanälen hören mussten, dass Frauen angeblich über 20% weniger verdienen, welchen Nutzen jede Frau mehr in Erwerbsarbeit (Teil- und Vollzeit), in Männerberufen oder in Führungspositionen hat und zwar im Allgemeinen und im Speziellen. Da für den normalen Menschen „Frau“ nicht eine zusätzliche Qualifikation ist, sondern bei der abhängigen Arbeit nur zählt, was jemand leistet, stellt sich die Frage nicht, denn wenn eine Eigenschaft nicht relevant ist und dann zufällig auftritt, dann kann man nicht im Umkehrschluss sagen, diese wäre der Grund für die Anstellung gewesen.

Seit den Siebzigern sind immer mehr Frauen erwerbstätig und können diese Wahl frei treffen. Was eine große Errungenschaft ist. Das hat für heute eine positive Auswirkung, weil man jetzt kompensiert, dass einfach weniger Kinder geboren werden und die älteren Frauen den Mangel noch ausgleichen, bzw. es ganz natürlich ist, dass Frauen einen Beruf erlernen. Nun kann die Ursache, dass weniger Kinder geboren werden, auch sein, dass Frauen vermehrt erwerbstätig sind.

Nimmt man alle großen Unternehmen und staatlichen Stellen, die verpflichtet sind, Frauen nach Quote zu besetzen, hatte das am Anfang dieser Feminismuswelle meiner Meinung nach kaum Auswirkungen. Bei Berufen, die von Frauen nicht nachgefragt werden, versucht man ja mit Girls-Days die Mädels förmlich hinzutragen, allein sie haben wenig Lust. So bleiben bei Dachdeckern, Bäckern oder Eisenflechtern die Männer meistens unter sich. Bei Unternehmen mit fast rein männlich dominierten Produktionszweigen, sieht es in der Führungsebene schon anders aus. Da bewerben sich Frauen meist in den Bereich Marketing oder Personal. Die quotenmäßige Besetzung dürfte keine Probleme machen, muss man jedoch andere Bereiche mit einer Frau besetzen, so passiert es schon mal, dass man zwei Verantwortliche beruft, die Quotenfrau und einen Mann mit der speziellen Qualifikation, der den Laden schmeißt, weil es eben keine passenden Bewerberinnen gibt. Kostet zwar zusätzliches Geld, hat aber sonst wohl keine Auswirkungen. Je mehr Unternehmen und staatliche Stellen aber verpflichtet werden Frauen einzustellen, desto mehr nimmt der Nutzen ab, wenn es um einen stark männerdominierten Beruf geht. Wenn nur 10% eines Fachbereiches Frauen sind, dann nehme ich willkürlich an, dass ein Fünftel hochqualifiziert ist, so wie es bei den Männern auch ein Fünftel ist. Das heißt, es finden sich unter 100 z.B. Uniabsolventen in diesem Fachbereich 18 Männer und 2 Frauen, die hochqualifiziert sind. Das heißt aber, dass die hochqualifizierten Frauen schnell vergriffen sind und schon das neunte Unternehmen, das eine Frau einstellen muss, eine volle Niete zieht, stattdessen aber noch einen hochqualifizierten Mann einstellen könnte. An den Universitäten hat man Zusatzqualifikationen wie Genderkompetenz eingeführt, da können sie eine naturwissenschaftliche Fakultät als „Wirt“ missbrauchen. Spätestens hier sinkt auch der Nutzen, wenn diese dann in Prüfungskommissionen in Informatik sitzen und dann zwar von Genderkompetenz Ahnung haben, aber kein E-Mail-Fach selbst einzurichten können. Es liegt eben an deren eigenen Selbstüberschätzung, sie könnten dort irgendwas Brauchbares vermitteln. Es werden trotzdem Abschlüsse vergeben und muss bei Doktorarbeiten einfach glauben, was da drinsteht. So kann man willkürlich auch wieder Frauen mit der passenden Note pushen. Dort wo Frauen aber in Führungspositionen kommen können, aber die volle Verantwortung haben und deren Fähigkeiten, Arbeitseinsatz, Stressresistenz oder auch Unfähigkeit sofort sichtbar werden würden dort bewerben sie sich nicht. An Grundschulen können tausende Rektorenposten nicht besetzt werden, obwohl Frauen 90% der Lehrerschaft bilden. Nix mit gläserner Deckel.

Dabei gäbe es genügend hervorragende Grundschullehrerinnen, die wollen aber lieber den Unterricht gestalten und mit Kindern zu tun haben, als Verwaltungs- und Führungsaufgaben übernehmen. Und das ist ihr gutes Recht. Politik und Medien erzählen uns aber täglich, man würde Frauen von Führungspositionen abhalten.

In Politik, Medien, Verwaltung und Universitäten profitieren und profitierten Frauen von Quote und Gleichstellung ganz besonders und es sah so aus, als würde der sich die Frage nach dem Grenznutzen gar nicht stellen. Man hat diverse Fake-Sudiengänge eingeführt, mit Forschungsaufträgen beschenkt und in höchste politische Ämter befördert, für die sie keinerlei Qualifikation haben. Das brachte Kohle, Titel und Ansehen und steigerte das Selbstbewusstsein sich überall wichtig zu machen. Nun scheint aber doch eine Grenze erreicht und den Weltfrauentag zum Feiertag zu machen und die Endlosschleife über vermeintlich unterbezahlte Frauen ist schon das letzte Röcheln. Für Frauen, die dort hineindrücken und solche, die schon drin hocken. Man hat vor Jahren alle Führungsposten an der Uni quasi gleich selbst an der Uni ausgebildet. Nun ist der Laden voll und da die so jung sind, braucht es mindestens 20 Jahre bis die Stelle frei wird. Die Neuabsolventinnen merken, dass dieses Geschäftsmodell an ihr Ende gelangt und sie mit ihrer Fake-Qualifikation nirgends nachgefragt werden. Deshalb labert man jetzt immer, dass Frauen mit vergleichbarer Qualifikation schlechter bezahlt wären als Männer. Ein Frau Dr. Gender kriegt eben nur Mindestlohn oder HartzIV, ein Dr. der Chemie kriegt eben weit mehr, weil seine Fähigkeiten auch nachgefragt sind. Erbarmt man sich in einem Unternehmen, so eine Gendertussi mit Doktortitel zum Kaffeekochen einzustellen, könnte das ein Schuss ins Knie sein, wenn es Gesetz wird, dass sie mit dem Doktorgrad gleich bezahlt werden müssen. Könnte nur kurz Wirkung haben, für die, die schon einen Job haben. Für die anderen Esoterikerinnen dürfte dann die lebenslange Arbeitslosigkeit totsicher sein.

Aber auch, die bisher leistungslos vom System schmarotzen könnte es langsam ungemütlich werden. Sie haben in 20 Jahren keine ernsthaften Forschungsergebnisse erbracht, nur unbewiesene Behauptungen wie Gender-Pay-Gap, Unterdrückung durch das Patriarchat und Genderstrenchen um Frauen angeblich sichtbar zu machen. Nun lässt sich aber inzwischen auch der Normalbürger nicht mehr von Titeln blenden und immer mehr Frauen finden ihr Verhalten ebenfalls affig, wenn man die Leserbriefe in Zeitungen liest. Leider sind die ganzen unqualifizierten Quotenweiber an exponierter Stelle in Politik und Medien und schaden vor allem den Frauen, die nicht durch Quote, sondern durch hervorragende Qualifikation dort hingelangt sind. Die sind natürlich auch sauer.

Es ist die Zeit angebrochen, wo sich Frauen mal richtig blamieren können. Man denke nur an eine Flinten-Uschi, Claudia Roth oder Andrea Nahles. Dazu sind ihre Forschungsergebnisse so dilettantisch, dass man das nicht mehr unter der Decke halten kann, obwohl vorher schon viel Blödsinn produziert wurde. Und das will was heißen. Wenn nun diese Politikerinnen und „Forscherinnen“ zurecht verhöhnt werden, dann reagieren sie völlig unbeherrscht nicht mit sachlichen Argumenten, sondern unterstellen Rechtspopulismus und Frauenfeindlichkeit. Männer akzeptieren einfach, dass sie unfähig sind und auch verhöhnt werden, es genügt ihnen, wenn sie das Geld abgreifen. Frauen sind einfach zu empfindlich und machen sich durch das obige Verhalten erst recht lächerlich. Das dürfte normale Frauen abschrecken, in solche Positionen kommen zu wollen.

Ganz brachial zeigt sich der Niedergang des feministischen Schmarotzersystems in den USA. Da die Unis die ganzen Professorinnen nicht entlassen können, obwohl die Zahl der Studienanfänger in den Geisteswissenschaften in den letzten Jahren massiv eingebrochen ist, schließt man einfach die ganze Fakultät, um das Problem zu lösen. Die ganzen Esoterikabschlüsse sind einfach wertlos und die Absolventen sitzen auf einem riesen Berg an Schulden aufgrund der Studiengebühren, die sie im Leben nie abarbeiten können. Deshalb tendieren auch so viele Studenten Richtung Sozialismus, weil sie sich für unentbehrlich halten und sie deshalb Anspruch hätten, von der steuerzahlenden Bevölkerung durchgefüttert zu werden.

Der ganze Feminismus- und Genderkrempel scheitert einfach an bewiesenen Gesetzmäßigkeiten. Da erledigt sich auch der Grenznutzen, weil man dann annehmen müsste, dass irgendeine von denen jemals einen Nutzen erbracht hätte. Da in deren esoterischen Zirkeln aber keiner die Zusammenhänge jemals gelernt hat, kommt das Ende natürlich etwas überraschend. Also einfach zurücklehnen und genießen.

3 Gedanken zu “Frauenquoten und Grenznutzen.

  1. Bei den amerikanischen Unis funktioniert das schneller und effizienter. Die finanzieren sich zwar auch durch Staatsknete, aber nicht nur die privaten Unis, sondern auch die sog. oeffentlichen Unis haengen stark von Spenden ihrer Alumnis ab (also ehemalige Absolventen, die reich wurden). Diese Alumnis reagieren auf solche Skandale wie z.B. bei Evergreen und University of Missouri, und spenden dann mal dieses Jahr nichts. Die betroffenen Unis kommen ganz schnell in Geldnot, zusaetzlich gehen die Neuanmeldungen meist drastisch zurueck, d.h. noch mehr Geldnot. Auch Jordan B. Peterson hat viele der Spender aufgeweckt, und die verlangen nun, dass ihr Geld nicht mehr fuer diversity+equity policeing, sondern fuer echte Wissenschaft ausgegeben wird. Da die Unis einzelne Profs kaum entlassen koennen, schliessen sie nun ganze „Fachbereiche“, wie z.B. Sozialwissenschaften. Damit wird man die SJWs los, und die sind nun dort, wo sie eh enden werden, auf der Strasse, bei Starbucks/McDoof oder im Sozialhilfebezug.

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  2. Wunderbarer Beitrag, Chapeau. Hier schlägt das Peter- Prinzip und der Dunning- Kruger Effekt mit einer nie dagewesenen Wucht zu Tage. Es ist absolut beängstigend zu erleben, wie recht die hatten und haben.

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