Geplantes Scheitern.

In immer kürzeren Abständen erzählt man uns, dass die Dinge in unserer Welt immer besser, smarter, intelligenter und nachhaltiger würden. Im mehr Funktionen, Gadgets und natürlich vernetzt, und am Reißbrett plant man immer monströsere Projekte, die uns das Leben weiter erleichtern, zuverlässiger und schneller machen. Fragen sie sich mal, welche Anlagen, Maschinen oder Geräte in dieser Hinsicht heute am besten funktionieren und worin die eigentliche Innovation innerhalb der Entwicklung liegt. Es ist die Errungenschaft, dass man bei der Entwicklung immer mehr berücksichtigt hat, dass jemand einen Fehler machten kann, bei der Bedienung oder fahrlässig, oder, dass äußere Umstände eintreten können, die normalerweise fatale Auswirkungen haben. Ein Personal-Computer ist erst seitdem eine angenehme Sache, seit man Befehle rückgängig machen kann oder der Computer sich bei einem Absturz widerherstellen kann oder Daten automatisch zwischengespeichert werden. Kaum einer der jüngeren kann sich erinnern, dass man da die Festplatte formatieren musste, oft alle Daten verloren waren und alle Programme neu aufspielen musste. Man denke an die Stromversorgung im Haus. In manchen Ländern kann man mit einem Kabel einfach Strom von der Freileitung abzweigen und auch früher gab es höchstens eine Hauptsicherung. Heute gibt es Sicherungen, die erkennen, wann eine Leitung überlastet ist oder praktisch jemand eine Leitung anbohrt oder der Fön in die Badewanne fällt, und stellt den Strom automatisch ab. Wichtige Anlagen haben einen integrierten Akku und Notstromaggregate, die automatisch anlaufen. Auch im öffentlichen Raum läuft es nur reibungslos und sicher, weil man davon ausgeht, dass Menschen sich manchmal nicht regelkonform verhalten. Es gibt automatische Türen, die sich wieder öffnen, wenn sie auf einen Widerstand treffen. Türen die automatisch öffnen oder blockieren, Geräte die auf Sparmodus schalten, wenn der Treibstoff zu Ende geht.

Inzwischen hat man diese Erkenntnis aber völlig über Bord geworfen, ja man denkt sogar, dass die ganzen Funktionen überflüssig sein müssen oder völlig zweitrangig. Zum Kohleausstieg hat einer Vorsitzenden der Kommission, Paetorius, eine Art Plan vorgelegt wie das alles vonstattengehen soll. Es wird weder angenommen, dass es Zeiten ohne Wind und Sonne gibt, noch wie man den Zappelstrom ohne grundlastfähige Kraftwerke auf die richtige Frequenz bringen soll. Eigentlich stellt sich ihr auf gut dreißig Seiten nie die Frage, wo der Strom herkommen soll.

Es gibt aber noch eine Steigerung, nämlich, wenn man Projekte plant, in denen man Menschen wie eine homogene Masse herumschiebt, als wären sie willenlose Figuren, die alle gleichförmig funktionieren. Bis heute hat man es nicht geschafft, das Kaufverhalten von Menschen zu ergründen, aber man plant smarte Megastädte. Ich denke man hat es wirklich vor, die Menschen in die Städte zu nötigen. Wer käme auf die bescheuerte Idee, neben den Elektroautos, für die es weder die nötige Energie noch die Nachfrage gibt, nun auch Elektro-LKWs fördern will. So einen kann man höchstens zur Not in der Stadt benutzen; das kommende Desaster sieht man ja schon an Elektrobussen, vor allem im Winter. Auch macht dann die Aussage Sinn; Das Internet muss nicht an jeder Milchkanne enden.

Nun wird also fleißig geplant wie von der Bosch-Stiftung. Die Vorstellungen decken sich weitgehend mit den anderen, die sich mit der Planung beschäftigen.

Luftqualität, Energieeffizienz, urbane Mobilität und Sicherheit: Das sind vier der größten Herausforderungen, die sich aus der Urbanisierung ergeben – und Smart City Konzepte können dabei helfen, sie zu meistern und die Lebensqualität von Menschen wie Sanjay, Emily, Xiaofei und Paula zu erhöhen.

Den Namen nach soll es also ein buntes Gemisch aller Völker der Welt sein. Die ersten beiden Punkte sind schnell abgehandelt. Ein automatisches System misst automatisch die Luftbelastung, sperrt gegebenenfalls Straßen und leitet den Verkehr um. Tolle Idee! Die Auswirkung kann man täglich sehen, wenn im Morgenverkehr plötzlich zwei oder drei Straßen durch Unfälle blockiert sind und auch keine Chance mehr besteht, sein Auto in der Tiefgarage abzustellen, um zur Arbeit zu kommen, weil es innerhalb der gesperrten Zone liegt. Kann man natürlich eine Straße freihalten, auf der dann alle fahren, weil man ja dann kein Auto mehr an einem Parkplatz in der Seitenstraße abstellen kann.

Der Fokus liegt auf Smart City-Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz. Dazu gehört beispielsweise das sogenannte virtuelle Kraftwerk – eine Softwarelösung, die es ermöglicht, Energie aus verschiedenen, vorwiegend regenerativen Quellen zusammenzuführen und zentral zu steuern.

Smart Homes, die mehr Energie erzeugen, als sie benötigen, werden elementarer Bestandteil des Smart Grid der Zukunft sein.

Der Witz ist nur, dass man diesen Strom kaum im eigenen Haus sofort wieder verbrauchen kann, schließlich muss er durch die Grundlast synchronisiert werden, um damit Elektrogeräte zu betreiben. Da hilft auch kein virtuelles Kraftwerk. Was ist, wenn ein Teil ausfällt oder es im Winter einfach zu lange dunkel ist? Städte profitieren im Moment durch die Abwärme der Kraftwerke in Form von Fernwärme. Steigt man aus Kohle und Kernkraft aus, woher bekommen wird dann unsere Heizwärme und das warme Brauchwasser? Da ist genau dann die Nachfrage am größten, wenn so ein Haus gerade am wenigsten Strom liefert: Im Winter in den Abendstunden, wenn die Leute heimkommen. So ein System geht schon in die Knie, wenn alle in einer Halbzeitpause gleichzeitig aufs Klo rennen.

Natürlich sollen wir alle unsere Daten und Computerarbeiten, damit wir keine Kühlung mehr brauchen, für die Lüftung des Computers, natürlich auch Großgeräte wie die Waschmaschine effektiv nutzen. Vielleicht denkt man da an Sharing. Dass man an relativ kleine Einheitswohnungen denkt, sieht man daran, dass man zum Beispiel heute schon Rentnern nahelegt, in eine kleinere Wohnung zu ziehen, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Dazu kommt eine lückenlose Überwachung aller Straßen durch Kameras, damit man bei Notfällen schnell vor Ort ist oder die Ampel auf Grün schaltet.

So und nun lassen wir mal die Multikulti-Welt einziehen, die alle angeblich in digitalen Berufen arbeiten. Alle solchen Projekte, die sich über Jahre hinziehen, scheitern schon ohne Bewohner daran, dass man immer mehr auch warten und erhalten muss. Siehe Berliner Nicht-Flughafen. Die DDR hat es vorgemacht. Man hat unzählige Plattenbauten gebaut, hat sich aber nie um den Erhalt gekümmert, weil man ja in Miete wohnte und der Staat dafür verantwortlich war. Am schnellsten verfällt das, was gemeinsam genutzt wird. Wenn die Leute solidarisch sind und sich vertrauen, dann findet sich sicher noch eine Lösung, das durch Absprache zu regeln, wenn jedoch dort die ganze Welt wohnt mit unterschiedlichen kulturellen Vorstellungen, dann kann man jetzt schon sehen, wo das hinläuft. Wo Verfall ist, da ist auch Mangel. Schlösser gehen nicht, gemeinsam genutzte Geräte verschwinden oder funktionieren nicht. Wenn genügend Leute gleicher (Un-)Kultur auf den Brandschutz scheißen, dann stellen sie ihre Sachen einfach ins Treppenhaus. Wenn es Gebiete gibt, wo sich kein Paketdienst mehr hintraut, dann wird da auch keiner vom Ordnungsamt aufkreuzen. Es gibt dann einfach keinen Brandschutz mehr. Solche Städte sollen sich vernetzen. Gute Idee, denn, wenn sich genügend vernetzen, die sich wegen ihres Mondgottes für den Gipfel der Schöpfung halten, dann bestimmen die die Regeln. Und je dichter die Überwachung, desto vorteilhafter ist es in großen Gruppen aufzutreten. Überfall als Einzelperson ist da was für Anfänger. Plündern im Großgruppenrahmen ist dann angesagt und da möchte ich eine Polizeistreife sehen, die zur eigenen Sicherheit nicht noch dreimal um den Block fährt, damit der Spuk auch wirklich vorbei ist. Solche Städte werden ein rassistisches Moloch werden.

Geht man zurück an den Anfang, dann wird zwar rastlos weitergebaut an der besseren Welt, an Multikulti, Vernetzung und EU-Superstaat, man hat aber versäumt, das Gebaute auch zu pflegen oder nachzubessern, so wie man es bei jedem Gerät über die Jahre der Entwicklung gemacht hat. Während man in Brüssel am Reißbrett noch Gesetze für das noch bessere Zusammenleben verabschiedet, beginnt das untere Ende bereits wieder zu zerbröseln und nagt sogar schon an den Fundamenten. In Schweden weigern sich Eltern von fünfundzwanzig Schülern ihre Kinder weiterhin auf die Schule zu schicken, weil sie den Übergriffen der multikulturellen Umgestaltung ausgesetzt sind. Die Eltern sind natürlich Rassisten. Man installiert elektronische Fahrleitsysteme, um für einen besseren Verkehrsfluss zu sorgen, während die Autobahnen im Ruhrgebiet alle paar Tage durch orientalische Hochzeiten blockiert werden. Man setzt das Kastrieren von männlichen Ferkeln unter Betäubung durch, während die Neubürger ihre Ziege in der Badewanne schächten bzw. man es Halal-Metzgereien sogar genehmigt hat. Kurz vor Ende der DDR wurde noch ein revolutionärer Mikrochip in DDR-Eigenbau vorgestellt, während gleichzeitig Fabriken und Infrastruktur schon zerbröselt waren.

Dass bisher immer noch alles funktioniert hat, liegt daran, dass man den Menschen noch Freiheiten zugestanden: Was sie essen, rauchen oder trinken, welche Meinung sie haben, wie sie wohnen oder welches Auto sie fahren. Smarte Megastädte werden das auch abschaffen und die Vorstufen sind schon im Anmarsch: Zum Beispiel vollüberwachte Automobile, Entfernung „nicht hilfreicher“ Meinungen aus dem Internet, Verkaufsverbot von Bier nach 22 Uhr an Tankstellen. Natürlich werden wir uns freiwillig allen Drangsalierungen freiwillig unterwerfen, wir wollen ja zu den Guten gehören, die die Welt retten. Weil jeder mit halbwegs klarem Verstand jetzt schon sieht, dass die geplante bunte, nachhaltige und klimaneutrale Welt nicht funktioniert, werden die negativen Aspekte einfach ausgeblendet. Es geht nicht um Verbesserung, sondern um eine Art religiöse Mission, um unsere Erde zu einem Vorzeigeplaneten im Universum zu machen. Schließlich hat man bisher, sobald sich ein Scheitern abzeichnete, sich noch größere Aufgaben gesucht, anstatt das alte zu korrigieren. Die Gretajünger gehen ja immer mit Plakaten auf die Straße: Wir haben keinen Planeten B. Da bin ich mir nicht so sicher. Wahrscheinlich hat er nur wohlweislich eine so große Entfernung zu uns gewählt, dass er keinesfalls mit uns in Kontakt kommen kann.

 

6 Gedanken zu “Geplantes Scheitern.

  1. Wir sitzen gerade in unserem neuen Ferienhaus in Ungarn. Das Haus war günstig und das Geld auf dem Konto wird ja immer weniger wert. Von mir aus können die Bekloppten machen was sie wollen, wir haben einen Rückzugsort.
    Optimisten kaufen Gold, Pessimisten Konserven, Munition oder Ferienhäuser in sicheren Gegenden.

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    1. Michael K. & derwaidler

      Ihr glaubt ernsthaft Ungarn oder Tschechien hätten ein Problem damit wieder Deutsche zu enteignen. Wie naiv ist das denn? Ihr seit dort auch nur Ausländer!

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  2. OMG mir war gar nicht bewusst, wie die IT überschätzt wird. Natürlich kann man noch so einiges machen, aber die Idee, dass jetzt jeder smart jeweils die Massen der Mitmenschen zum effizienten Verhalten bewegt, ist Irrsinn. Ich versteh auch nicht, warum das keiner gruselig findet. Es wird an der Motivation der Könner scheitern. Aber einfach irre, was man so anvisiert. Irgendwo gab es doch schon einmal Versuche, sozialistische Warenproduktion technisch smart zu managen. Hab vergessen wo das war. Vermutlich irgendwo in Lateinamerika. Gescheitert natürlich.

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    1. Man glaubt, dass es nicht funktioniert, weil man ja Bürger sieht, die sich ganz unterschiedlich engagieren. Warte mal auf meinen morgigen Artikel, das ist wie die Kulisse vor einem riesigen elitären Netzwerk. Von vermeintlichen kleinen“Graswurzelbewegungen“ kommt man bis hinauf zur Weltbank. Alles ein Fake. Man suggeriert, als gäbe es für ihren Humbug eine Mehrheit.

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