Das BMU: …und am Ende eine Party.

Vielleicht haben Sie mitbekommen, dass das Umweltministerium so nett war, sich auf Twitter den Fragen der Bürger zu stellen. In diesem Artikel geht man genauer darauf ein und stellt fest, dass man direkten Fragen elegant ausgewichen ist oder sie erst gar nicht beantwortet hat. Ja, etwas Anderes habe ich auch nicht vermutet, denn ich habe Ende Januar eine banale Frage an das Umweltministerium gestellt, mir zwei Wochen später mitgeteilt hat, dass man nicht zuständig sei und mich ans Wirtschaftsministerium weitergeleitet. Ich warte heute noch. Der Staatssekretär Jochen Flasbarth war der Vertreter des BMU und die Diskussion auf Twitter gipfelte in seinen Tweets:

»Grundlast wird es im klassischen Sinne nicht mehr geben. Wir werden ein System von Erneuerbaren, Speichern, intelligenten Netzen und Lastmanagement haben.«

»Weil wir moderner und smarter werden, als Sie das im Moment noch für möglich halten.«

Man bleibt ratlos zurück. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, nämlich, dass man eine revolutionäre Form der Energiegewinnung in der Hinterhand hätte, Freie Energie (?) oder so, oder da werkeln Leute im Ministerium, die in einem religiösen Wahn bei weitgehender Unwissenheit in Richtung der großen Transformation arbeiten. Dazu genügt es eigentlich die Lebensläufe anzusehen. Svenja Schulze ist als studierte Germanistin und Politikwissenschaftlerin natürlich fachlich voll geeignet. Die wirkliche Eignung erfuhr sie wohl erst durch die Mitgliedschaft beim Sozialistischen Hochschulbund und den linksradikalen Vorfeldorganisationen von AStA, GEW und den Jusos, sowie der Mitgliedschaft in diversen Gewerkschaften.

Florian Pronold ist Rechtsanwalt, ein verdienter Parteisoldat, der bei der Bayern-SPD als langjähriger Vorsitzender das Sterben dieser Partei einleitete. Als er bei den letzten Wahlen zum Parteivorsitzenden gegen einen No-Name mit 61% abgestraft wurde, trauten sich auch die SPD-Kollegen aus der Deckung und bestätigten indirekt seine Eignung zu Höherem:

Die ehemalige stellvertretende SPD-Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete Adelheid Rupp warf der Parteispitze vor, dass fachlich kompetente SPD-Politiker nicht zu Wort kämen.

Pronold zählt sie anscheinend nicht dazu. Schon etwas interessanter ist da Rita Schwarzelühr-Sutter ist Wirtschaftswissenschaftlerin und in der Leitung der von der Regierung gegründeten Deutschen Stiftung Umwelt. Macht zwar auch was mit Klimawandel, ist aber noch unverfänglich. Sie arbeitete auch im Büro der MdB Karin Rehbock-Zureich von der SPD. Selbst Mitglied bei der GEW, einem Gegen-rechts-Verein und- germanwatch. Zufällig der Verein über den ich gestern einen Artikel geschrieben habe und eigentlich nur die Strohpuppe der großen Transformatoren ist. Noch interessanter ist Jochen Flasbrath. Er ist Aufsichtsratsmitglied beim Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Energie:

Die Gründung des Instituts erfolgte 1990. Unter der Leitung von Ernst Ulrich von Weizsäcker nahm es 1991 seine Arbeit auf. An erster Stelle in seinem im Gesellschaftervertrag festgelegten Auftrag stand „Die Förderung von Maßnahmen und Initiativen zur Sicherung der Klimasituation, zur Verbesserung der Umwelt und zur Energieeinsparung als Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Erkenntnissuche und praktischer Umsetzung“. (…) Einer der bekanntesten Mitarbeiter ist Wolfgang Sachs, Mitglied des Club of Rome und Lead-Autor beim Weltklimarat. Unter seiner Leitung entstand zehn Jahre später die Studie „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“; (…)

Seit seiner Gründung arbeitet das Wuppertal Institut an Visionen für eine nachhaltige und CO2-arme Gesellschaft. Auf dieser Zielvorgabe, den Treibhausgasausstoß in Deutschland um 80 Prozent bis 2050 zu senken.

Das Institut war maßgeblich daran beteiligt, dass Deutschland aus der Atomkraft ausstieg und arbeiteten mit an „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“. Was für eine Überraschung. Kein Wunder, dass für Flasbrath Grundlast und andere rückständige Dinge keine Rolle mehr spielen. Er gehört zu denen, die Wind-und Sonnenenergie aktiv vorantreiben, während das Ministerium selbst auf einen Artikel weiterleitet, wo es heißt:

Die Erwartung ausbaubedingt ansteigender Minimalwerte in einem Maße, dass diese einen Ersatz konventioneller Kraftwerksleistung ermöglichen würde, hat sich bis heute praktisch nicht erfüllt. (…)Effekte einer ausbaubedingt verstärkten europaweiten Verteilung von Windenergieanlagen auf die Minimalleistung sind nicht erkennbar.

Nach dem Bericht stellt die Windkraft eine permanent gesicherte Leistung von 0,3% der Nennleistung zur Verfügung, Sonnenenergie 0%. Was haben wir gelacht.

Interessanter ist aber Rainer Baake, 30 Jahre verbeamteter Umweltstaatssekretär und 2018 ausgeschieden.

Danach war er von 2006 bis 2012 Bundesgeschäftsführer des Umwelt- und Verbraucherschutzverbandes Deutsche Umwelthilfe und Direktor der Initiative Agora Energiewende, die Anfang 2012 von der Stiftung Mercator und der European Climate Foundation ins Leben gerufen wurde.

Gleichzeitig ist er hauptamtlicher Politiker der Grünen, heißt es. Bei der Vita und der Parteizugehörigkeit bekommen Wahlen gleich eine ganz eigene Bedeutung. Der ist Mitglied in sämtlichen ökologischen Klima-und Knebel-NGOs und diente unter Grünen, SPD und CDU/CSU. Dass Flasbrath und Baake jeweils von Trittin in Ämter berufen wurden und dieser gleichzeitig Mitbegründer der Deutschen Umwelthilfe war, gibt dem Ganzen eine besondere Note. Da weiß man endlich, was der Marsch durch die Institutionen bedeutet, wenn egal ist, wer regiert, und man trotzdem an den Schalthebeln der Macht bleibt.

Sieht man sich den obigen verlinkten Artikel an, so erkennt man, dass alle Welt, vor allem Europa auf Kernkraft setzen, bei einem Zubau von ca. 200 neuen Reaktoren weltweit in den nächsten Jahren und 14 Stilllegungen, für 7 ist allein Deutschland verantwortlich. Nach Flasbraths Tweet ist auch klar, dass es in Deutschland selbst keine grundlastfähigen, konventionellen Kraftwerke mehr geben soll. Braake arbeitete selbst an Plänen mit für eine gemeinsame europäische Energieversorgung. Am Ende wird Deutschland mit seinem ökosozialistischen Musterstaat von den Anrainerstaaten energetisch am Leben erhalten wie ein dauerbeatmeter Patient. Das ist ein hervorragendes Druckmittel, denn unsere Politiker werden sagen, die Bürger hätten massiv die Energiewende gefordert (Fridays-for-future) und deshalb müssen wir jetzt dankbar sein, dass uns die anderen europäischen Länder am Leben erhalten. Da ist es nur recht und billig, dass wir eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung bekommen und die Bankenunion als Gegenleistung. Und, weil wir ja untereinander eh schon so solidarisch sind, werden dann alle für die Vereinigten Staaten von Europa sein; zumindest wird die zu diesem Zweck engagierte Zivilgesellschaft dafür auf die Straße gehen. Und am Ende wird sich unsere Regierung schweren Herzens dem (vermeintlichen) Bürgerwillen beugen, während die ganze Welt über uns lacht.

Ich wünsche mir, dass sie dann alle eine Party feiern und alles offenlegen, wie sie uns die letzten Jahre verarscht und manipuliert haben. Resch Arm in Arm mit Schulze, Trittin und Merkel. Anwesend auch die Vertreter der Gewerkschaften, vom Fernsehen Klaus Kleber und Dunja Hayali, und Stasi-Kahane als Vertreterin aller zivilreligiösen Gegen-rechts-Organisationen, die immer dafür gesorgt haben, alle Kritiker egal für was in die Naziecke zu stellen, Zuckerberg und der Verfassungsschutz, die das Netz von den nicht hilfreichen Fakten bereinigt haben und natürlich die Vertreter der ANTIFA, um auch die widerstandsfähigsten in die Knie zu zwingen. Zum Gruppenfoto bittet dann einer von ihnen, Tobias Bezler, der dann endlich statt diffamierender Fotos auch mal ein Gruppenphoto von seinen Unterstützern bekommt. Soros und Monk, als Leiter des Experiments lassen Grüße ausrichten. Wer von den Kirchen und Kulturschaffenden Mietmäulern anwesend sein wird, steht noch nicht fest.

Leider werden uns diese Verräter nicht mal gönnen, wenigstens die Bestätigung zu bekommen, dass man all die Jahre gewusst hat, dass alles ein großer Betrug ist.

5 Gedanken zu “Das BMU: …und am Ende eine Party.

  1. War denn das kein Aprilscherz mit der Grundlast?
    http://www.danisch.de/blog/2019/04/03/grundlast-aprilwitz/

    Ich hab kein Twitter und will auch keins, daher kann ich das leider nicht selber nachvollziehen… zutrauen würde ich es den „dümmsten Politikern die jemals die Bundesrepublik regierten“ (einigermaßen frei nach Klonowski) aber tatsächlich, dass sie das wirklich glauben.

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      1. Sorry für die sehr späte Antwort, aber ich komme hier zwar regelmäßig zum Lesen, aber vergleichsweise selten zum Kommentieren. Daher nur kurz: Danke für die Aufklärung.

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  2. Auf TE ist ein Artikel von Marco Gallina dazu veröffentlicht worden: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/bmu-und-duh-grundlastgate/ .Interessant ist der schon alleine deshalb weil dieser auf einen weiteren Artikel seines eigenen Blogs verlinkt. In diesem verlinkt er dann auf die Webseite https://www.dieselvorwand.de . Die ist von Mario Mieruch, blaue Partei. Der stellt recht viele Fragen im Rahmen der Fragestunde des Bundestages. Muss man sich mal in Ruhe durchlesen. Einige Zusammenhänge sind auch mir neu. Wobei es da noch weitere Ansatzpunkte für Recherchen gibt.

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