Die Führerbunkermentalität.

Wer inzwischen auch allein über den gesunden Menschenverstand festgestellt, dass sich der Irrsinn in Deutschland täglich steigert, der muss annehmen, dass auch der Rest der Welt von dem Virus infiziert sein muss, sofern er nur die vorverdauten und -sortierten Berichte aus den ÖR-Medien kennt. Auch, wenn es im In- und Ausland vereinzelt Widerstand gegen die neomarxistische Globalisierung zur Ein-Welt-Regierung zu geben scheint, so stellt man trotzdem frustriert fest, dass man den Zug wohl nicht mehr bremsen kann. Wo die Gegner mit selbstgemalten Pappschildern auf die Straße gehen und von den Medien wahlweise totgeschwiegen oder diskreditiert werden, kann jeder kleine Haufen, der die Agenda stützt, damit rechnen, dass über ihn berichtet wird und man ihn mit professionellen Transparenten und Winkelementen, sowie dem notwendigen Equipment wie einer Bühne ausstattet. Ich muss gestehen, dass ich bis vor Kurzem auch nicht damit rechnete, dass sich das Blatt nochmal wenden könnte, auch wenn es inzwischen in jedem europäischen Land Parteien gibt, die dagegen aufstehen. Viele hoffen schon auf eine mittlere Katastrophe, damit den Leuten die Augen geöffnet werden und das schon marode links-grüne-Schmarotzersystem zusammenbricht. In den letzten Tagen bin ich wieder etwas zuversichtlicher geworden, dass das nicht nötig sein wird. Es begann mit einem Artikel von Thierry Meyssan auf voltaire.net, wo das Interessante eigentlich zwischen den Zeilen steht.

Die Zerstörung der UNO durch den “Amerikanischen Exzeptionalismus

Es geht darum, dass die USA zwar in der UNO sind, es aber nicht für nötig erachten, sich an Maßgaben oder Resolutionen zu halten, sofern sie dem nationalen Interessen der USA zuwiderlaufen. Isreal und Saudi-Arabien handeln auch in dieser Richtung. Warum das gerade jetzt eine Gefahr sein soll, obwohl sie sich dieses Recht schon immer herausgenommen haben, begründet er damit, dass die USA mit ihrem Engagement, sich langsam aus dem UN-Sicherheitsrat zurückziehen zu wollen, damit begründen, dass sie ihre Interessen gegenüber China und Russland nicht mehr durchsetzen können. In dieser bipolaren Welt können zwar alle miteinander Handel treiben, doch jeder Block handelt nach seinen eigenen Gesetzen.

…haben sie (die USA) gerade den Weg zur Dekonstruktion des Völkerrechtes und zum Ende der Vereinten Nationen geebnet.

Und in Rückblick auf die Gründung, schreibt er

…der Völkerbund hatte die Gleichheit der Staaten begründet, aber die Gleichberechtigung unter Völkern verweigert, die Organisation der Vereinten Nationen hat versucht, eine universelle Moral durchzusetzen, aber den Universalismus der Menschheit vergessen.

Er hat beim Völkerrecht aber vergessen, dass die islamischen Länder eine ganz andere Vorstellung von Menschenrechten haben und trotzdem im Menschenrechtsrat gleichberechtigt mitreden. Er hält Woodrow Wilson für den wichtigsten Architekten des Völkerbundes, dabei war er es selbst, der die Gründung der FED abgesegnet hat. Haben wir nicht heute Weltwährungsfond, Weltbank und den Weltklimarat, der aus einer UNO-Organisation hervorgegangen ist, der die Völker mit dem Fiatgeld knebelt und mit dem ganzen Klimazeugs den westlichen Völkern durch Umverteilung ihren Wohlstand raubt? Dazu kommt noch dieser neomarxistische Krempel von Gender-Mainstream und die Gleichheit und Freizügigkeit aller Völker, dass sie sich niederlassen können, wo sie wollen, und sich ohne Rücksicht auf die angestammte Bevölkerung aufführen können wie sie wollen. Die USA und die NATO waren bisher der militärische Arm der UNO, der diesen Krempel im Sinne der Globalisten auch militärisch durchsetzen konnte. Da bröckelt nun durch die Entscheidung Trumps diese Macht und es passt genau ins Bild, dass Trump meinte, er werde dafür sorgen, dass die illegalen Einwanderer, die ja von den Linken so gewünscht werden, in Zukunft in die von den Demokraten regierten Städten und Bundesstaaten geschickt werden. Die waren natürlich moralisch empört, doch am Ende bringt sie das doch in eine erhebliche Zwickmühle im Hinblick auf die Präsidentschaftswahlen 2020, denn die Auswirkungen in ihren Hochburgen dürften nicht unbedingt zu mehr Wählerstimmen führen. Sie müssen irgendwie zurückrudern, wollen sie da noch einen Blumentopf gewinnen. Die Völker werden der UNO in der heutigen Form keine Träne nachweinen.

Geht man nach Europa, dann sieht man hier die gleichen Probleme. Angefangen hat es schon mit der Weigerung der Visegradstaaten bei der Flüchtlingsverteilung mitzumachen. Dann kamen die Italiener mit Salvini dazu, die sich weigern die „Seenotretter“ in ihre Häfen einlaufen zu lassen. Da half es auch nichts, dass das vom Papst heftig kritisiert wurde. Auch die katholischen Italiener pfeifen inzwischen auf diese Moralisiererei. Die Auswirkungen der massiven Einwanderungen lassen sich eben inzwischen nicht mehr als Bereicherung verkaufen und viele finden es inzwischen unmoralischer, dass man die angestammte Bevölkerung damit in Gefahr bringt, als die Migranten wieder zurückzuschicken. Dass sich in Griechenland schon die nächste Flüchtlingswelle formiert, könnte da gleich zur Nagelprobe werden.

Die Zersetzung der europäischen Kultur scheinen viele nicht mehr hinnehmen zu wollen. Bis vor einigen Wochen schien dagegen der Kampf gegen den Klimawandel ungebremst weiter zu laufen, vor allem seit die heilige Greta auf den Plan getreten ist. Wo die Kirchen vorher in jedem Flüchtling einen Abgesandten Jesu sahen, den wir in unser Haus aufnehmen müssten, verkaufen sie uns jetzt Grata als den neuen Messias. Doch auch hier ist plötzlich Sand im Getriebe. In Finnland sind heute Parlamentswahlen mit einer Partei, die ausdrücklich als oberstes Ziel hat, neben der Immigration von Menschen aus dem Orient und Afrika gegen die Klimahysterie vorzugehen. Und die plakativen Slogan ziehen:

If every Finn shot himself, it would do nothing to stop climate change.

Eine “Expertin” warnt, dass neben der Immigration nun auch in Bezug auf die Klimapolitik neue Frontlinien entstehen:

Stella Schaller, who has studied populist parties and their approach to energy policy, said climate may well become “a new line of conflict in European society, when topics like migration lose their explosiveness and tension.” The rhetoric serves to undermine trust in government and international institutions, she said.

Es untergräbt das Vertrauen in die Regierungen und die internationalen Institutionen? Das wollen wir doch hoffen. Diese ganzen pseudo-zivilgesellschaftlichen Einpeitscher, die von Fördergeldern zugeschissen werden, um für die Politik der Regierungen auf die Straße zu gehen und den Bürgern mit Hilfe der eingenordeten Medien eine breite Unterstützung durch die Bevölkerung vorzugaukeln, die sind es, die das Vertrauen untergraben. Doch auch im besten und ökologischten Deutschland aller Zeiten hakt es plötzlich. Für Wirtschaftsminister Peter Altmaier steht die Klimapolitik und die Umsetzung der Energiewende ganz oben, ohne Rücksicht auf Versorgungssicherheit oder die deutsche Industrie. Kein Wunder, dass man ihn zur Feier zum 70-jährigen Bestehen des Verbandes Deutscher Familienunternehmen nicht eingeladen hat. Doch gleich darauf kam es noch dicker.

Die Businessweek sieht die deutsche Wirtschaft schon als Abgesang und nicht mehr nur auf dem absteigenden Ast. Gleichzeitig warnen die Börsen vor einer grünen Finanzpolitik und auch der deutsche Mittelstand fühlt sich von Altmaier völlig übergangen, wenn es um die steigenden Strompreise, Versorgungssicherheit und Regulierungen im Zusammenhang mit der Energiewende geht.

Es ist nicht so, dass alle Länder wie Deutschland aus moralischen Gründen gegen die Wand laufen. Sie haben sich längst auf die Zeit danach eingestellt. „Die Einzige Weltmacht“ ist Vergangenheit und vorerst auch die Idee von der Weltregierung. Der russische Außenminister Sergej Lavrov bringt es auf den Punkt:

“The Western liberal model of development, which particularly stipulates a partial loss of national sovereignty – this is what our Western colleagues aimed at when they invented what they called globalization – is losing its attractiveness and is no more viewed as a perfect model for all. Moreover, many people in the very western countries are skeptical about it,” Lavrov said.

According to him, global development is guided “by processes aimed at boosting multipolarity and what we call a polycentric world order.”

Wenn man aber gleichzeitig eine theoretisch grenzenlose Welt haben will, dann wandern die Menschen, die mit ihrer Leistung nicht die Welt durchfüttern wollen und auch von dem neomarxistischen Krempel die Nase voll haben, eben aus Europa ab. Es ist ja schon auffällig, dass Länder wie Ungarn oder Tschechien im Vergleich zu Deutschland plötzlich attraktiv werden. Es wird unvermeidlich sein, dass die Schuldenblase platzt und der Markt von den Zombieunternehmen bereinigt wird, was große Umwälzungen verursachen wird. So sorgen die großen Spieler wie China und Russland, sowie einige Schwellenländer vor. Sie bauen ihre physischen Goldbestände auf und verkaufen ihre US-Anleihen, um im Falle des Falles nicht mitgerissen zu werden. Nachdem sich die USA davon verabschiedet haben mit militärischen Mittel dafür zu sorgen, wer das Öl bekommt- und vor allem nicht bekommt-, weil sie selbst zum Exporteur geworden sind und es militärisch nicht mehr durchsetzen können, wird auch der US-Dollar als einzige Leitwährung verschwinden. Libyen konnte man noch zerstören, als Gaddafi ankündigte, sein Öl in Gold handeln zu wollen. Wenn verschiedene Länder dazu übergehen, Öl in mit Gold unterlegtem Rubel oder Yuan zu handeln, wer sollte das auf Dauer verhindern? Russland müsste inzwischen dankbar für die Sanktionen des Westens sein, denn sie haben neue Märkte erschlossen und produzieren inzwischen viele Dinge selbst, die sie vorher importiert haben. Im IT-Sektor ist Deutschland inzwischen so weit hinter China zurück, wie die DDR gegenüber Deutschland 1989.

Das größte Problem für die europäischen Regierungen und Medien ist jedoch, dass die Welt, die sie uns als Heil präsentieren auf Lug und Trug aufgebaut ist. Die negativen Auswirkungen der massiven Einwanderung lassen sich nicht mehr unterdrücken. Seit einigen Tagen muss man auch zugeben, dass der islamische Antisemitismus ein wesentlich größeres Problem ist, als bisher zugegeben. Aber auch Greta und Fridays-for-future scheinen nicht mehr zu sein als das letzte Aufgebot der Klimaalarmisten. Dass es eine gesteuerte PR aus dem Hintergrund ist, das ist längst aufgeflogen und belegt.

Immer mehr Menschen wollen sich nicht mehr nur der Panik hingeben, sondern wollen konkrete Belege für einen menschengemachten Klimawandel und eine Abwägung zwischen Nutzen und Kosten für die Gegenmaßnahmen. Seit die AfD im Bundestag sitzt und in den Ausschüssen wird es immer schwieriger, das Lügengebäude vor dem Einsturz zu bewahren, vor allem, weil man solche Sitzungen auf Youtube auch nachverfolgen kann.

Die Medien versuchen inzwischen beinahe in jeder Doku und jedem Wetterbericht irgendwie die Gefahren durch den Klimawandel unterzubringen. Dabei ist es fast tragisch, dass die Realität mit dem bisher nasskalten April da nicht mitspielen will. Beim Feinstaub muss man ja den Ball inzwischen ohnehin flachhalten, nachdem die Gelbwesten auch nach Deutschland übergeschwappt sind.

Man könnte jetzt noch einige Beispiele aufzählen, wo sich zeigt, dass die Realität am Ende doch gegen Ideologie gewinnt.(z.B. hier und hier) Das ist wie Führerbunker, wo man auf die Armee Wenk wartet. Dass ihr Ende nicht reibungslos ablaufen wird, ist auch denen klar, die sich über die oben gezeigten Entwicklungen freuen. Sie dürften aber hoffnungsvoller in die Zukunft blicken, als die, die sich von der EU, Multikulti und der Energiewende noch das Paradies auf Erden versprechen.

 

6 Gedanken zu “Die Führerbunkermentalität.

  1. Ich weiss, es getraut sich sonst keiner zu fragen: Was meinst du mit Winkelelement? Das Wort hat Kultstatus in deinen Texten zu Astroturfing. Schön deutsch. Schön Loriot auch. Mag es.

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    1. Es sollte Winkelemente heißen. Aber ich war vorher beim Griechen und hab ziemlich viel Retsina getrunken und hab mir schon beim Kontrolllesen gedacht, warum das Programm das immer unterringelt. Das zweite -el- ist mir schon mehrmals durchgerutscht. Das sind die vorgefertigten Teile, die dann plötzlich alle bei angeblichen Spontandemonstrationen dabeihaben, zum Beispiel hier: https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcR8qHzAglWigUl15Xap44rs5-1vkorMRgZzclZzirZhWV-mWSRS

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  2. Um sich mit diesem Thema wirklich auseinanderzusetzen, muss man halt lesen können und sich interessieren. Wer liest denn heute noch, wenn es so viele gute Videos auf netflix gibt? Lesen? Denken? Viel zu anstrengend. Lieber „for future“ hopsen und herumschreien. Der Lauteste gewinnt. Lesen bringt auch keine „likes“ oder Aufmerksamkeit. Ist deshalb in der heutigen Zeit völlig out. Instagram, Veganer, Klimaschützer, und eben die Jesus-Gretas sind das neue „in“. Ich fasse es nicht.

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    1. Es ist aber auch schwierig, wenn man nicht mit Büchern und Zeitungen als einzige Quelle aufgewachsen ist. Das Problem ist aber, dass es einfach zu viel Informationen gibt, die gleichwertig nebeneinanderstehen und fast niemand Zeit hat alles zu lesen. Ich nehme mir gerne die Zeit und sehe mich eher als Dienstleister, der das zu einem einigermaßen sinnvollen Ganzen mit den Quellen zusammenführt, um andere dafür zu interessieren. Wer nebenher noch gegen Kohle und Nazis hüpfen muss und seine tägliche Serie nicht verpassen will, der liest nicht mal das.

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