Mein Abgeordneter, mein automatischer Fensterheber.

Der Deutsche liebt ja sein Auto und über die Jahre ließ er sich jeden Krempel bei den Innereien des Autos andrehen. Die Eitelkeit sorgte dafür, dass man ihn nicht dazu nötigen musste, er tat das alles freiwillig, schließlich kauft sich keiner ein Auto das nicht auf dem neusten Stand ist. Ob nun ein Punto-Fliegenschieß oder ein 911 Porsche, jeder bekommt NAVI, elektrische Fensterheber, Außenspiegel oder Sitzverstellung. Da ich noch echt klassisch kurble, aus eigener Kraft den Sitz verstelle und auch ohne Hilfe nach Hause finde, habe ich keine Ahnung, was mir sonst noch an Schnick-Schnack entgangen ist. In Zeiten der propagierten Nachhaltigkeit, sieht man es anscheinend trotzdem nicht gerne, wenn es noch Leute gibt, die den ganzen Plunder nicht mitmachen und denen die soziale Anerkennung durch Auto, die richtige Haltung oder eine ökologische-vegane Lebensweise generell am Arsch vorbeigeht. Die EU hat sich nun vorgenommen auch den letzten Abtrünnigen, der sich der Freiwilligkeit verweigert, zu seinem Glück zu zwingen:

Fahrer werden abgefilmt.

EU schreibt Einbau von intelligenten Überwachungssystemen in Autos vor.

Laut Deutscher Wirtschaftsnachrichten (DWN) soll dann jedes Auto nicht nur Bremsassistenten, Spurhalteeinrichtungen und automatische Geschwindigkeitsregler bekommen, sondern mit Sensoren auch messen, ob der Fahrer Alkohol getrunken hat oder übermüdet ist. Dazu eine Art Datenaufzeichnungsgerät, wo jeder Handgriff während meiner Fahrt gespeichert wird. Natürlich wird das nur im Notfall abgerufen. Und, weil nicht wusste, ob alle Autofahrer ihr Glück freiwillig annehmen würden, hat man das gleich in ein Gesetz gegossen. Nein, für so einen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte reicht eine Verordnung. Die Verordnung wurde am Dienstag mit breiter Mehrheit von den Abgeordneten in Straßburg final angenommen, heißt es. Da die ja selbst keine Vorschläge und Gesetze einbringen dürfen, kann die Verordnung wohl wie immer in den heiklen Fällen nur vom EU-Politbüro gekommen sein. Die Verordnung muss nur vom Rat der Mitgliedstaaten formell angenommen werden. Und vom Deutschen Bundestag durchgewunken werden, müsste es dann noch heißen. Da frage ich mich, ob deren Arbeit nicht auch ein elektrischer Fensterheber übernehmen könnte. Man hat das so beschlossen, weil man dadurch die Akzeptanz für das autonome Fahren und das vernetzte Auto erhöhen will. Nein, man will in Wirklichkeit, dass ein gewisser Gewöhnungseffekt einsetzt, dass die Überwachung des einzelnen unabdingbar ist, das öko-sozialistische EU-Paradies zu errichten. Da macht auch die Regelung im Migrationspakt Sinn, wenn man Islamophobie nicht nur im öffentlichen, sondern auch im privaten Raum bekämpfen will.

Im Grunde haben wir es nicht anders verdient, denn die Leute haben sich freiwillig ALEXA in die Wohnung gestellt und geglaubt, dass die nur aufzeichnet, wenn man ihren Namen ruft. Dass die aber immer eingeschaltet sein muss, damit sie ihren Namen überhaupt aus den ganzen Geräuschen und Gesprächen herausfiltern kann, wurde kleingeredet. Und wie es eben ist, wenn die Möglichkeit besteht mitzuhören, dann wird auch mitgehört, so wie es bei ALEXA nun herausgekommen ist. Dient aber nur zur Verbesserung des Angebots und der Qualität. Ja, dann ist es ja gut. Und, wenn die Kamera im Auto läuft und das NAVI oder Sprachsensoren mithören und der Fahrassistent nur aufzeichnet, wenn ein Notfall vorliegt, dann tun sie das nur, wenn wir müde sind bzw. wenn es notwendig ist. Ob oder ob nicht, ist eigentlich egal, weil wir unser Verhalten darauf ausrichten werden. Schließlich bremsen auch alle Fahrer auch dann sofort ab, wenn sie am Straßenrand eine Radaranlage nur aus Pappmache sehen.

Das Auto war früher der private Raum, wo man unter vier Augen auch Vertraulichkeiten austauschen konnte und auch mit Unbekannten bzw. einem weniger bekannten Leuten ins Gespräch kommen konnte. Man lädt ja nicht jeden nach zu Hause ein, um mal zu erfahren wie andere so ticken. Mit Trampern kann man sozusagen unter vier Augen mal Klartext über politische Dinge reden, ohne selbst ein Blatt vor den Mund nehmen zu müssen. Schließlich fahren Denunzianten normalerweise SUV oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Wer kann sich sicher sein, ob die Aufzeichnungsgeräte nicht auch laufen, wenn der Motor aus ist, denn schließlich muss ja Müdigkeit und Alkoholisierung vor dem Start bestimmt werden? Kein Wunder, wenn die Jungen heute zum Speed-Dating gehen müssen, wenn man sich beim Open-Air-Wochenende nicht mal leicht beschwipst mit seiner Angebeteten ins Auto zurückziehen kann, um sich näher zu kommen, weil man den Motor für die Heizung nicht starten kann. Mit E-Auto gibt es da eh nur noch „Kaltstart mit Quicky“, weil schon nach dem Vorspiel die Batterie leer ist.

Wenn ich meinen Wagen irgendwann doch entsorgen muss, dann wird es schon in den Gebrauchten Standard sein, dass irgendein Sprechroboter mit dem selbst programmierbaren Kosenamen in den Armaturen sitzt, mir beim Einsteigen einen guten Morgen wünscht und meine verschlafenen Augen auf Fahrtauglichkeit überprüft. Ich weiß ja, dass man bei mir mitliest, deshalb benutze ich auch keinen Proxyserver mehr, außer ich möchte mir was ansehen, was meine Regierung nicht für hilfreich oder für angemessen für mich hält.

Da uns ja hoch und heilig versprochen wird, dass nix Privates aufgezeichnet wird und der Datenschutz ganz streng dafür sorgt, dass meine Privatsphäre nicht verletzt wird, werde ich meinen Sprachassistenten „Wixer“ nennen. Und jeden Morgen beim Einsteigen werde ich ihn fragen: Na, wie geht´s, du blöder Wixer? Dann schalte ich das Radio ein, auf einen Nachrichtensender. Und nach jeder Meldung werde ich meinen Wixer als Blitzableiter nutzen und ihm erzählen, was ich von den ganzen Hackfressen halte, die uns solche Verordnungen einbrocken. Und, wenn dann die Wetterfee im Wetterbericht wieder was vom Klimawandel faselt, weil das Thermometer im August drei Tage hintereinander über 20° zeigt, dann halte ich meinen Stinkefinger direkt an die Kamera, so dass ihn der Wixer auch gut sehen kann.

Wenn ich dann doch mal 0,2 Promille Restalkohol vom Vorabend haben sollte, dann setze ich die auf und stopfe ihm ein Fischermans Friend in den Sensor. Die wirken so lange, dass ich die nächsten drei Tage auch besoffen fahren könnte.

Ich würde mir Sitzbezüge mit Hammer und Sichel kaufen, Habecks Konterfei vom Rückspiegel baumeln lassen und vor dem Aussteigen jedes Mal die Internationale abspielen. Wenn die Deutschen schon diesen ganzen sozialistischen Kontroll- und Überwachungsscheiß ohne Murren oder mit Hurra annehmen, dann könnten sie bei der Auswertung gar nicht sagen, ob ich nicht einer von den ganz Linientreuen bin, der nur deshalb immer so erregt ist, weil er die EU- und Merkelpolitik noch als zu halbherzig ansieht, um endlich das klimaneutrale, nazifreie sozialistische Paradies zu errichten, wo Habeck endlich Bundeskanzler wird. Bei dieser Gesinnung dürfte ich auch unter Überwachung besoffen fahren und jeden, der mir missfällt mit dem Ruf „Auch ein verkappter Nazi“ vom Bürgersteig kegeln.

Wenn die Hintermänner von meinem Wixer, dann doch mal persönlich aufkreuzen, um sich Klarheit zu verschaffen, dann verweise ich auf meinen ANTIFA-Aufkleber auf dem Kofferraumdeckel. Spätestens dann kann ich bei der SPD als Seiteneinsteiger anfangen und bekomme ein Fahrzeug mit Chauffeur.

Schon aus Gründen der Geheimhaltung glaube ich nicht, dass mich dann noch irgendein Wixer im Auto überwachen darf, wenn ich erst automatischer Fensterheb…äh, Abgeordneter bin.

(…läuft das noch unter Satire oder ist das schon Hassrede?)

9 Gedanken zu “Mein Abgeordneter, mein automatischer Fensterheber.

  1. Sehr gut, immer mehr Überwachung durch die Hintertür, weil es ja alles immer sicherer Macht und uns die eigene Verantwortung abnimmt. Dann keine Versicherung mehr ohne den Kram im Auto, das Flixarmband, oder wie sich das Ding nennt, Keiner braucht mehr zu denken, macht alles die Maschine. Da entscheidet die Maschine, wenn wieder mal ein Unfall fällig ist, zwecks Bevölkerungsentwicklung. Da alle 1000 Jahre leben wollen, davon 995 Jahre als dementes Frack, machen alle fröhlich mit. Nur gut das ich schon über 70 bin und den Schei0 nicht mehr ewig mitmachen muss. Einen schönen guten Abend noch.

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  2. Früher konnte ich, wenn ich ganz sicher sein wollte, die Batterie aus dem Mobiltelefon herausnehmen und der Große Bruder war taub.
    Heute kann ich das Ding höchstens abschalten – und hoffen, dass es auch wirklich aus ist…

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  3. Eben: Es ist ja schon schwierig geworden, allen Wixern auf 2 Beinen auszuweichen, da die sich auch vermehren wie Bakterien in der Petrischale. Aber jetzt haben die das Gängeln, Erziehen und Zwangs-kontrollieren auch noch auf ihre dummen Zwangs-smart-gadgets ausgedehnt. Ein Entkommen ist kaum mehr möglich, ausser man wandert nach BoraBora aus.

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