Gender und ihr letztes Gefecht.

Seit 1996 versucht man den ganzen Gender- und Diversity-Humbug unter die Leute zu bringen. Politisches Ziel war die „Implementierung“ der Ziele in Form von Genderklos, Homoehe, selbstgewähltes Geschlecht oder Gleichstellung von Frauen über die Zwangsbeglückung von Lehrstühlen, die eher männlich dominiert sind. Bei der Homoehe und beim 3. Geschlecht hat man gejubelt als wäre es einer Revolution gleichgekommen, auf die die Menschheit gewartet hätte. Wenn aber die Zahl derjenigen, die nun dieses Angebot annehmen nicht mal mehr im Promillebereich liegt, sondern den Status Einzelfall wahrlich verdient haben, dann ist man auch vom Ziel der Akzeptanz weit entfernt, weil das ohnehin keinen juckt.

In den anderen Bereichen gibt es inzwischen mächtig Gegenwind oder es scheitert einfach an der Realität. In England gehen Christen und Moslems gemeinsam gegen die Frühsexualisierung auf die Straße und trotz aller schulischer Indoktrination meinen letztere immer noch, dass der beste Platz für Homosexuelle der Baukrander Baukran wäre. Nach der erfolgreichen Klage eines Studenten, seine Arbeit in gendergerechter Sprache abzugeben und es inzwischen auch Petitionen gegen diesen Blödsinn gibt, scheinen auch die Sternchen im Sinken. Irgendwann wird sie das Schicksal von Esperanto ereilen. Die BRAVO für die Mitzwanziger hält zwar noch unbeirrt an diesem ganzen Käse fest, ist aber nur die Nische für diejenigen, die ihre tägliche Dosis Bestätigung brauchen, dass sie bunt, divers und modern sind. Dass die feministisch infiltrierten Lehrstühle keinerlei Mehrwert produzieren, merken inzwischen sogar die Besitzer solcher wertlosen Abschlüsse.

Aber es wäre keine Ideologie, wenn man nicht immer noch an den Endsieg glauben würde und das Problem nur daran liegen würde, dass noch zu wenig über die Vorzüge einer bunten, geschlecherneutralen Welt wissen. Mir ist aufgefallen, dass man nun ein neues Einfallstor gefunden hat. Geschlechterneutrale Mode auf den Laufstegen war der erste Versuch in dieser Richtung, doch irgendwie ist ihnen entgangen, dass deren Mode auch wieder nur eine Zahl anspricht, die noch jenseits einer Minderheit liegt.

Überraschend, dass man erst jetzt darauf gekommen ist, dass die jungen BRAVO-Leserinnen von damals später doch auf das Goldene Blatt und BRIGITTE überwechseln, wo man dann die Vorbilder fürs Leben findet: Schauspieler und Mitglieder der Königshäuser. Ist komisch, dass es ausgerechnet die jetzt an die große Glocke hängen, dass sie ihre Kinder genderneutral erziehen. Dabei ist das, was sie als so progressiv empfinden, etwas, was die meisten Eltern schon aus praktischen Gründen so machen. Die angeblichen Vordenker brüsten sich damit, dass sie ihrem Jungen auch mal einen rosa Strampler anziehen bzw. ihrer Tochter einen blauen. Die meisten, die heute Kinder haben, sind froh, wenn ihnen Bekannte eine Schachtel alter Babysachen schenken oder die Verwandtschaft etwas schenkt. So oft die Kleinen die Teile vollkacken oder vollsabbern, schaut man da auf die Farbe als letztes. Und bei dem ganzen Kleinkind-Plastik-Kram zählt auch keiner die Einhörner oder Bagger auf der Rassel, damit das Kind auch täglich die gendergerechte Abwechslung hat. Sie um den ganzen Humbug Gedanken zu machen, können sich nur die leisten, die sonst keine Probleme haben. Die Normaleltern werden auch im Spielwarengeschäft die unproblematischte Version wählen und das Kind selbst entscheiden lassen, was es will. Bei einem begrenzten Budget, wird man dem Jungen nicht noch das zusätzliche rosa Einhorn für 39,90€ aufnötigen, damit er sich nicht frühzeitig entscheidet, doch ein Junge zu werden. Beim Gewand gilt das Gleiche. Dass eine Charlize Theron und ein Maghan Markle die Kohle haben, ihren Buben auch noch ein zusätzliches Kleidchen zu kaufen, dient in keiner Weise dem Kind, denn es gibt einfach von Geburt an Präferenzen nach Geschlechtern. Eine moderne Erziehung wäre, das Kind altersgemäß selbst entscheiden zu lassen, anstatt, dass die Eltern ihren Splin ausleben, sie müssten die Frage, welches Geschlecht ihr Kind hat zwanghaft bis zur Volljährigkeit offenhalten.

Die dämlichste Aussage dazu stammt von der Schauspielerin Theron, nicht nur, dass sie als Weiße zwei dunkelhäutige Kinder adoptiert hat, sondern, dass es somit zusätzlich nicht ihre eigenen sind, macht es um so leichter, dieses Erziehungsexperiment durchzuführen.

Bis mein Sohn drei Jahre alt war, wusste ich nicht, dass er ein Junge war, bis er mir sagte er wäre ein Mädchen.

Naheliegend ist, dass da bei der Sprachentwicklung etwas schiefgelaufen ist, weil man das Wort Junge oder Mädchen nie eindeutig zugeordnet hat. Könnte aber auch sein, dass die Dame das Windelnwechseln immer der 24-Stunden-Babysitterin überlassen hat und bisher noch nie die Gelegenheit hatte, ihrem Pseudo-Nachwuchs mal zwischen die Beine zu schau´n. Schon aus statistischen Gründen, dass Eltern, die einen Schaden haben, ihre Kinder meist so erziehen, dass diese später zumindest einen Schatten haben, legt nahe, dass es hier nicht anders sein wird. Wenn man seine Söhne in aller Öffentlichkeit mit Prinzessinnenkleid präsentiert, mag das vielleicht auch für den vorpubertären Spross unproblematisch sein, sobald die Hormone durchschlagen, wird er aber nicht begeistert sein, wenn er erkennt wie ihn die Eltern der Lächerlichkeit preisgegeben haben. Vor allem, weil das Internet ja nichts vergisst, besonders, wenn es um Prominente geht.

Ich halte auch nichts davon, wenn man wie in Schweden die Kinder entgegen ihrer natürlichen Neigungen erzieht. Sicher gibt es einen sehr kleinen Prozentsatz an Kindern, denen man gerecht wird, doch damit nötigt man den Rest in eine Richtung, die im Erwachsenenalter durchaus negative Folgen haben kann, wenn die Biologie durchschlägt. Männer bevorzugen für die Fortpflanzung eben doch Frauen mit weiblichen Zügen und Frauen bevorzugen einfach unterbewusst doch denjenigen Mann, der sich möglicherweise beschützen kann bzw. den Rest des Lebens aushalten kann, wenn die eigene Karriere scheitert oder man keinen Bock mehr darauf hat. In einem homogenen Wohlfühlumfeld mag es ja gerade noch funktionieren, doch die Realität sieht anders aus, wenn in einer Gesellschaft immer mehr eine Kultur Fuß fasst, die ein völlig antiquiertes Geschlechterbild hat. Das Multikulti-Gesellschaftsexperiment ist ja ohnehin gerade am Scheitern und auch der ganze Diversitykram könnte in Zukunft nicht mehr der automatische Türöffner zu einem gutbezahlten Job sein.

Dass man nun einfach prominente Vorbilder wählt, damit das Normalvolk diesen Käse freiwillig übernimmt, erscheint mir als letzter Versuch, diesen neo-marxistischen Krempel zu „implementieren“. Die Dauerbeschallung durch die Leitmedien hat eben auch nicht funktioniert, damit man eine breite Unterstützung in der Normalbevölkerung bekommt. Dazu bekommen ausgerechnet diejenigen die meisten Kinder, die den Gender-Tralala entweder nicht kennen, aus religiösen Gründen ablehnen oder ihn als neo-marxistisches Experiment erkennen und sogar bekämpfen.

Das englische Königshaus hat Weitblick genug, seinen Einfluss auf die Erziehung geltend zu machen, dass am Ende nicht ein verschwulter Weichling auf dem Thron sitzt. Wenn man am Ende sagt, er wäre gender-neutral erzogen worden, kann es ihnen auch recht sein, solange es auf die Untertanen beschränkt bleibt. Schließlich ist wenig Gefahr von denen zu erwarten, wenn sie als Erwachsene die meiste Zeit damit beschäftigt sind, herauszufinden, ob sie Männlein oder Weiblein sind.

Die Marxisten der Gegenwart haben eben geglaubt, sie könnte ihre Ideologie in einer Salamitaktik in die Gesellschaft tragen und sie würde freiwillig angenommen werden. Bei jedem Scheitern fühlen sie sich neu berufen, obwohl schon die Geschichte gezeigt hat, dass man sowas nur in einer schnellen Revolution unter Anwendung von Gewalt umsetzen kann. Kommt vielleicht noch.

 

Ein Gedanke zu “Gender und ihr letztes Gefecht.

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