Die Wahrheit als die größte Bedrohung.

Vor Jahren hatten Journalisten und die Experten, die sie aufboten, immer einen guten Ruf. Garniert mit dem entsprechenden Pomp erschienen uns auch Politiker und Kirchenleute als besonders kompetent in ihrem Fach, denn sie fielen mit dem passenden reifen Alter das Amt auszufüllen wie vom Himmel. Man kann sagen, dass das Umdenken 2015 begann. Man muss zugeben, dass die allermeisten, die die Teddybärenwerferei und die Willkommenskultur für völlig überzogen hielten und schon allein mit Bauchgefühl spürten, dass das schiefläuft, meinen mussten, sie wären mit ihrer Meinung isoliert. Die Medien schafften es mit den passenden Bildern von verweinten braunen Kulleraugen, dass sie sich als Aussätzige und am Ende als Nazis fühlen mussten. Dass der Einfluss der Medien viel subtiler und manipulierender ist, als man früher angenommen hat, wird vielen erst jetzt bewusst und das ist nicht vom Himmel gefallen. Die unorganisierten Einzelmeinungen konnten den Klebers und Misosgas nie gefährlich werden, denn man konnte Vieles einfach als Fake-News abtun. Viele Konsumenten haben sich gewandelt und die Medien glaubten, sie könnten einfach so weitermachen wie bisher.

Ich erinnere mich an einen Videobericht von Billy Sixt als er einen Zug von Flüchtlingen über den Balkan begleitete. Die Leistung dieses Berichts war für mich, dass er nichts davon wertete, sondern allein durch seine Bilder wurden Fragen aufgeworfen. Die Leute waren gut gelaunt und genährt, sahen eher aus wie eine Gruppe auf Abenteuerurlaub und warfen zum Beispiel angebotene Wasserflaschen einfach ins Gleisbett. Also nichts von Elend und Traumatisierung. Es sind die kleinen Dinge, die uns immer entgangen sind, die das große (gewünschte) Narrativ in Frage stellen, nicht nur in der Realität, sondern auch in der Berichterstattung der Leitmedien. Dass diese in ihrer Recherche nacheliegende Dinge einfach ausblenden oder einfach auf ihre gewünschte Art interpretieren, stößt vielen sauer auf, was man daran sieht, dass sich in den Kommentarspalten die Leute nicht nur ihrem Ärger Luft machen, sondern gleich Fakten mitliefern, die deren Berichterstattung in Frage stellen. Man musste sich oft wundern, dass die völlig ignoriert wurden und auch die Politik sich immer stramm an die Berichterstattung der Leitmedien hielt. Ein Grund war sicher, dass man als einzelner Politiker oder Kulturschaffender gleich in die Verschwörungs- und Naziecke gestellt wurde. Viele Nachrichten waren längst Schnee von gestern, sodass man die breite Öffentlichkeit nicht erreichte. Inzwischen sind die alternativen Medien, die sich aus der Unzufriedenheit entwickelt haben, wesentlich professioneller geworden und auch der Normalbürger mit einem besonderen Fachwissen weiß inzwischen, dass er etwas bewegen kann, wenn er sich zeitnah in die Diskussion einmischt, zum Beispiel auf Twitter, Facebook oder, dass er eine Mail an einen Blog schreibt. In der deutschen Berichterstattung ist ja der Brand von Notre Dame schon wieder durch, doch in Frankreich scheint man, was die Brandursache betrifft, nicht so einfach zu schlucken, dass es zuerst Schweißarbeiten und dann ein Kurzschluss gewesen sein soll. Es haben sich schon einige vorgewagt, die im Licht der Öffentlichkeit stehen und diese Version in Zweifel ziehen, denn ein Politiker von der Liste RN für die Europawahl, sagt dann zum Beispiel auch gleich, was dann passiert:

 «Or, on voit ce glissement très facile avec notamment les incriminations aux fake news. Dès que vous ne partagez pas l’avis de LREM ou de certains journalistes, tout de suite, vous êtes cloué au pilori», a noté Jordan Bardella.

Sinngemäß: Man wird sofort an den Pranger gestellt. Ich denke aber, dass sich abzeichnet, dass Politiker oder andere Prominente sich nicht mehr nur auf eigene Spekulationen und Nachforschungen verlassen müssen, also vom Bauch her Vermutungen anstellen, für die man sie leicht drankriegen kann, sondern auf das zurückgreifen können, was ins Netz gestellt wird, und so auch wesentlich mutiger sein können, sich gegen den Mainstream zu stellen. Im ÖR-Fernsehen brachte man am Brandtag die Brandursache, also Kurzschluss, nur in einem Nebensatz und beschäftigte sich nur noch mit dem Wiederaufbau, Reaktionen von Politikern und der Arbeit der Feuerwehrleute. Während man bei jedem Hakenkreuz unbekannter Herkunft sofort einen Experten auflaufen lässt, der über rechte Netzwerke phantasiert, hat man in den Nachrichten nicht mal einen eingenordeten Brandexperten aufbieten können, Echt peinlich, wenn ein Laie nur wenige Tage später ein Video ins Netz stellt, wo verschieden praktische Versuche gezeigt werden, einen alten Balken auf die angedachten Möglichkeiten zu entzünden. Und es zeigt sich, es funktioniert bei keiner. Die deutschen Leitmedien hätten auch schon längst die Informationen gehabt, dass sich im Dachstuhl keine elektrischen Leitungen befanden, dass es bei solchen Baustellen besondere Sicherheitsvorkehrungen gibt und auch ein Brandexperte im französischen Fernsehen die verkündeten Brandursachen ausschloss. Wenn man nicht mal diese Fakten bringt, dann werden die deutschen Meinungsmacher sicher auch keine Vermutungen anstellen, ob jemand Interesse daran gehabt haben könnte, die Kirche anzuzünden, obwohl es durchaus wert ist, in diese Richtung zu recherchieren. Da fällt es jetzt auf die Leitmedien zurück, dass sie nicht über die unzähligen Kirchenschändungen und Brandstiftungen an französischen Kirchen berichtet haben und schon gar nicht über die über 3500 Einbrüche und Schändungen in deutschen Kirchen. Wer immer unterschlägt, wenn etwas nicht ins Bild passt, der kann eben am Ende nur noch auf Belanglosigkeiten zurückgreifen. Die Wahrheit wird zur größten Bedrohung. Das bringt die Leitmedien langsam in Bedrängnis und man sieht es daran, dass die Berichterstattung mit der Entfernung zu einem wichtigen Ereignis oder Thema kaum an Tiefe gewinnt. Immer wieder das gleiche Gesülze und die gleichen Bilder. Man sieht das bei den Anschlägen auf Sri Lanka, der Fridays-for-future-Bewegung, der Energiewende und vielen mehr. Man kann einfach keine Hintergründe mehr ausleuchten oder das Naheliegende Annehmen, weil dann auch der senilste merken würde, dass er seit Jahren verarscht wird. Die permanent sinkenden Verkaufszahlen bei den wichtigsten Presseerzeugnissen zeigt, dass ihre Deutungshoheit mit jedem Tag schwindet. Und man merkt, dass auch die Politik in Bedrängnis kommt.

Die EU fühlt sich offenbar angegriffen. Sie will nach den Worten des EU-Kommissionschefs Jean-Claude Juncker „zurückschießen“. Und zwar ab Mittwoch nach Ostern, wie er den „Zeitungen der Funke-Mediengruppe“ sagte. Damit wehrt er sich gegen Falschnachrichten, die seinem Empfinden nach gegen die EU oder die Kommission aufgetischt werden könnten. Er selber würde in den kommenden Wochen mit Blick auf die EU-Wahl „auch selber machen“. Juncker, um im Bild zu bleiben, an der Wahrheitsfront.

Manipulationsversuche – von überall

Der EU-Kommissionschef wiederum warnte „vor Manipulationsversuchen“. Diese könne es auch aus den Mitgliedstaaten der EU geben. „Ich sehe schon den Versuch, die Wahl zum EU-Parlament durch Manipulationen zu beeinflussen. Das kommt aus mehreren Ecken, nicht nur von Russland.“ Woher der EU-Kommissionschef seine Erkenntnis bezieht, wird nicht bekannt. Er verweist aber auf Versuche aus „Staaten innerhalb der Union, den Wählerwillen“ mit falschen Nachrichten „in eine bestimmte Richtung zu lenken“, also zu manipulieren.

Viktor Orbán, Regierungschef aus Ungarn, sei ein Beispiel. Denn dieser habe behauptet, er, Juncker, habe die Schuld am britischen Brexit. Die „Gegenbeweise“ für diese These seien indes erschlagend. Ebenso falsch seien Hinweise darauf, die EU sei verantwortlich für den zusätzlichen Graben zwischen Ost und West. Die EU bzw. die Kommission hingegen habe alles dafür unternommen, um die Gräben „zuzuschütten“.

Hysterie bei gleichzeitiger Wahrnehmungstrübung. Es sind nämlich alles andere als Falschnachrichten, sondern es gibt inzwischen genügend Leute, die sich unbezahlt und freiwillig daranmachen, die Hintergründe der EU-Politik bzw. der deutschen Politik auszuleuchten. Und das ist eine Gefahr für die Eliten, wenn die schöne Fassade bröckelt, denn wer die Wahrheit dahinter kennt, wird kaum zur propagierten Lüge zurückkehren. Das Netz ist inzwischen zu sensibel geworden, dass man in der Salamitaktik etwas durchsetzen könnte, bis es kein Zurück mehr gibt, denn oft kommt schon nach Stunden die fundierte Gegenreaktion. Kein Wunder, dass man als letztes Mittel versucht, die unangenehmen Wahrheiten aus dem Netz zu verbannen. Eigentlich bleibt ihnen keine andere Lösung mehr. Man hat Lüge auf Lüge gebaut und glaubte, man könne das ganze Volk dumm halten. Man hat linientreue, schmarotzende Hohlköpfe in Parteien, Unis und Medien installiert, um leichteres Spiel zu haben. Jetzt, da immer mehr ein Licht aufgeht, wird erst deutlich wie peinlich deren Inkompetenz ist. Umso mehr, wenn sich Leute wie Maas, Giffei, vdL oder andere Leuchten bemühen, besonders staatstragende oder schlaue Kommentare abzugeben.

Im Grunde ist der Laden schon sturmreif geschossen. Ob sie hinweggefegt werden, steht in den Sternen, doch, wenn nicht, dann werden wir wenigsten bestätigt, wenn sie ihr wahres totalitäres Gesicht zeigen.

 

 

 

5 Gedanken zu “Die Wahrheit als die größte Bedrohung.

  1. „You can fool some people sometimes, but you cannot fool all the people all the time.
    (frei nach u.a. Bob Marley).
    Leider haben diese Augenwischereien und Verdrehungen oder Abmilderungen der Tatsachen schon VOR 2015 angefangen. Ansonsten hätte 2015 samt Teddy-werfen und Willkommenskultur gar nicht stattfinden können. Gefühlt hat es so vor 10-12 Jahren angefangen; dh. nach dem Finanzcrash, der Immobilienkrise in Amerika und der Bankenrettung. Da ist alles aus den Fugen geraten und der Einzelne wurde plötzlich zum Täter und Verantwortlichen erklärt; und nicht mehr die Grossfirmen, Politik und Banken. und das gesamte Finanzsystem, samt Politiker.
    Das Gleiche spielt sich jetzt übrigens beim „Klimagate“ (Danke Greta) ab. Die Verantwortung und Solidarität mit dem Elend auf dieser Welt samt Klima wird an das Volk resp. jeden Einzelnen abdelegiert. Die wirklich Verantwortlichen verschwinden im belanglosen Rauschen von fakenews und, Relativierungen und Nebelpetarden. Wenn’s halt alle sind, ist’s KEINER und KEINE gewesen. 2015 war nur der Schock und für Einige (Wenige)der Augenöffner.

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    1. Die notwendigen EINIGE wenige zusätzlich von 2015, waren für mich die Menge, die noch notwendig war, damit sich ein Juncker zu seiner Aussage hinreißen ließ. Wäre es geblieben wie zuvor, hätte man die Zweifler einfach ignoriert.

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