Buntlackiert vorzensiert.

Wenn ich den König von Saudi-Arabien sehe wie er milde lächelt, dann weiß man, dass der seinen Laden im Griff hat. Der braucht keine bestürzte Mine über die falsche Wortwahl eines Bürgers machen, weil die Bürger vorher schon wissen wo der Hammer hängt. Eine Bibel besitzen, unverschleiert gehen, den falschen Kommentar auf Watts app setzen heißt eben dann Kopf ab, Gefängnis oder Kreuzigung. Ich will da wirklich nicht leben, aber zumindest weiß man woran man ist.

In unserem besten Deutschland aller Zeiten, Vorzeigeland der Demokratie und Meinungsfreiheit, wo alle außer ein paar pöse Nazis gemeinsam an der öko-sozialistischen multikulti Buntwelt arbeiten, wollen die Regierung und die damit verbundenen Konsensparteien natürlich auch alles im Griff haben. Und, weil Linke hohl wie Brot sind, meinen sie, sie könnten bei der Herstellung ihres öko-roten Einheitsbreis im Gegensatz zu Saudi-Arabien mit ihrem schariakonformen Einheitsbrei am Ende ohne Gewalt, Unterdrückung und Zensur auskommen.

Deshalb haben die Linken auch den Kulturbetrieb, die Medien und die Universitäten gekapert, weil man glaubt mit Nuging, Framing und mit Hilfe des ewig schlechten Gewissens, dass die Bürger am Ende alle freiwillig Hosianna rufen. Weil es noch genug gibt, denen das Gesülze am Arsch vorbeigeht, musste man ohnehin schon die nächste Stufe zünden. Gegner ausgrenzen, diffamieren, wirtschaftlich und finanziell ruinieren und zensieren, also alles aussortieren, was auf diesem Weg nicht „hilfreich“ sein könnte. Oder Mitte-Studien schreiben, wo jetzt sogar die SPD-Versager erkennen, dass nicht 95% Nazis übrig bleiben, wenn sie erstmals unter 5% rutschen.

Jetzt bin ich in einer Zeit aufgewachsen, wo es den meisten egal war, was andere in ihrer Freizeit treiben oder im Kopf haben, solange sie einen nicht auf den Senkel gegangen sind. Trotzdem hat man sich natürlich auch interesse- oder spaßeshalber über allerlei informiert, vor allem seit es Internet gibt.

So ungefähr stelle ich mir ein freies Land vor. Solange ich damit keinem schade, kann ich alleine oder mit anderen Leuten tun und lassen, was ich will. Deshalb ist es recht und billig, dass es für mich auch Geisterheiler, Swingerclubs, Veganer, Schwulenhasser und sogar Öko-Sozialisten geben darf und ich will schon aus Neugier zumindest in Ansätzen wissen, worum es da geht. Wären diese wirren Kleinstgruppen der Gender-Feministinnen, der Ökosozialisten oder das Regenbogen-Buntgesocks unauffällig in ihren esoterischen Zirkeln geblieben oder hätten nur Straßenmission betrieben wie die Hare Krischna, wäre auch alles so geblieben. Vor allem wäre uns ihre grenzenlose Dummheit und Heuchelei erspart geblieben, die ich heute wieder genießen durfte.

Gestern hatte ich einen netten Artikel auf Jouwatch gelesen über Rap gegen Links und die Szene etabliert sich nicht nur, weil man eine politische Gegenposition hat, wie sie der Rapper Aykut Ahan (Haftbefehl) in einem zitierten Interview aufzeigt, sondern (ich zitiere)

Links ist in der Szene zunehmend das, worüber alle lachen.

Und das haben sie dann bei mir gleich unter Beweis gestellt. Weil ich den Artikel im Hinterkopf hatte, bin ich kurze Zeit später einem Link zu einem Rap gefolgt mit dem Titel Ruhrpott Roulette ft. KVLTGANG – schlechtes Vorbild (Sido Parodie). Ich habe das Video nur kurz anlaufen lassen und mir für heute aufgehoben und habe es dann heute neu aktiviert, weil es nicht gleich angelaufen ist und dann kam das:

Zensur

Diese vollvertrottelten Hohlbirnen! Die glauben, die Leute, die das sehen wollen, sitzen dann vor dem Bildschirm und denken: Och, schade. Werde ich wohl dann nie hören. Egal, dann höre ich eben ein wenig Helene Fischer. Dieses linke Zensurgesocks ist so verblödet; um das Niveau zu erreichen müssten die Flache-Erde-Esoteriker versuchen, alle Globen zu zerstören, in der Annahme, dass am Ende die Erde damit flach wird. Und die Zensuristen glauben, der Rap wäre dann einfach weg und alle glauben wieder an Merkel und die heilige Greta. Dabei trägt erstens so eine Maßnahme erst recht zur Verbreitung bei, zweitens ist es sogar für einen Laien wie mich ein Kinderspiel die Sperre zu umgehen (Cache löschen, VPN einschalten), drittens erinnern sich die Leute viel stärker daran, bei welchen Banalitäten unser Buntland schon zu zensieren beginnt, und viertes konnte man nach dem Hören des Videos auch feststellen, welche buntlackierten Heuchler dahinterstecken.

Das Video ist witzig, zwar nicht meine Musik, muss man nicht mögen, aber der Text entspricht dem, wie wenn einer redet wie ihm der Schnabel gewachsen ist, weil ihm hier einiges auf die Nerven geht. Nicht bösartig, leicht patriotisch angehaucht mit etwas viel Pathos und schon vorher mit dem Wissen, dass ihn die Medien trotzdem in die rechtsextreme Ecke stellen werden, denn im Refrain heißt es:

Ich bin der, vor dem Dich die Medien immer gewarnt haben.

Fast eine Aufforderung an die: Komm, macht, was ihr in solchen Fällen immer tut. Dabei können sie sich noch als die grenzenlosen Heuchler outen, wenn sie die Texte von Feine Sahne Fischfilet als Beitrag zu Multikulti, dem Kampf gegen Rechts und dem friedlichen Zusammenleben hochstilisieren, dass sogar unser Bundes-Steimi die Sätze

„Die Bullenhelme – sie sollen fliegen. Eure Knüppel kriegt ihr in die Fresse rein …“ oder „Die nächste Bullenwache ist nur einen Steinwurf entfernt“.

einen guten Beitrag dazu fand. Vielleicht sollten die Politiker die Bürger einfach selbst entscheiden lassen und nicht vorsortieren, was angeblich das Richtige für uns ist. Ich lauf nach dem Video ja auch nicht gleich mit der Fackel auf die Straße und rufe zum Aufstand auf. Ich finde es ja auch trotzdem keine gute Idee, dem Rapper und seinen Kollegen gleich die Regierung zu übergeben, nur, weil ich den Text ganz nett finde. Ich will mich nur nicht behandeln lassen als wäre ich ein labiler Vollhonk.

Leider sorgen 30 verschiedene Zwangskanäle und die eingenordeten Privatprogramme dafür, dass sich Links-Grüne (also die herrschende Politik und ihre sämtlichen Ableger in Stiftungen, Bündnissen, usw.) nicht in aller Breite lächerlich machen können wie in den USA. Dort gibt es nämlich wirklich Meinungsfreiheit und das einzigen Geschütze, das sie dort auffahren können, ist die moralische Empörung. Dass sich dann genau diejenigen zum Trottel machen, die sich besonders empören, ist dann gleich wieder das neue Futter, sich noch mehr darüber lustig zu machen. Das neuste Meme ist der Clown-Frosch (Clown Pepe, Honk Honk) in Anlehnung an Pepe den Frosch. Er erscheint mit seiner Regenbogenmütze, wenn der Irrsinn immer noch eine Steigerung erfährt. Ein Meme funktioniert ja nur, wenn sich dadurch jemand „getriggert“ fühlt, aber das haben die Linken dort als letztes überrissen. Da posten dann welche Taking back the rainbow oder noch blöder White Nationalists Adopt Clowns As Their Next Racist Symbol (Yes, Seriously). Und es gibt dann noch hirnetleerte Schwachköpfe, die das sogar mit Video noch toppen. (hier ab 2:28)

Nur, weil es bei uns keine Kultur gibt, die davon ausgeht, dass man sich Meinungsfreiheit nicht einfach nehmen darf, sondern staatlich zugeteilt wird, haben die Linken bei uns leichtes Spiel. Doch die Musik könnte ein Einfallstor werden, wenn sie die eigene (inkorrekte) Sichtweise im Text gleich mit der Reaktion der Medien und der Politik thematisiert. Wenn man da bei der Wortwahl am Boden bleibt und eher in die witzig-satirische Richtung tendiert, dann könnten sie die linken Zensoren und ihre Auftraggeber zunehmend bloßstellen. Vor allem, weil sie dann wieder gezwungen wären, allein die Empörungsschiene zu fahren. In dem Video sind zwei tanzende Burkaträgerinnen bzw. Stricherinnen zu sehen, eine zieht sie dabei zum Knöchel hoch. Wenn sich die Meinungszensierer nur mehr an gleichwertigen Dingen hochziehen können, um zu zensieren, damit sich ja keine Religion, kein Irgendwoher oder kein diverses Geschlecht unwohl fühlt, werden vielleicht noch mehr Musiker und auch Normalbürger erkennen, was für ein Blödsinn das ist.

Es ist aber ein langer Weg, wenn mir meine Frau Folgendes erzählt: Als in einem Gespräch der Name Gabalier fiel und, dass der gute Musik macht, mischte sich die Mutter ein, das wäre doch ein Rechtsextremer. Vorgestern traf sie darüber hinaus noch ein paar jüngere Frauen, die fanden die Reden von Claudia Roth toll.

Man kann vielleicht die politische Haltung in einer bestimmten Zeit verändern, wie lange es bei einem Knick in der Wahrnehmung dauert, weiß ich allerdings auch nicht.

 

 

 

2 Gedanken zu “Buntlackiert vorzensiert.

  1. Ich kann auch den Tor Exit Node umstöpseln. Find jetzt aber keinen Direktlink zum Video und schenk es mir. Es ist aber tatsächlich ein Problem. Weil tatsächlich die meisten Leute nicht VPN oder Tor extra herunterladen. Es ist den meisten ja nicht klar, war relevant ist und was nicht.

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